Hexantaenia bekämpfen Triocellata

  • Hallo,

    ich habe heute zwei Wetmorella Triocellata (Höhlenlippfische) in mein 500-Liter-Becken gesetzt. Dort gab es bereits zwei Sechsstreifenlippfische.

    Laut Händler sollte dies gut gehen, aber bisher sehe ich leider nur das Gegenteil.

    Die Sechsstreifenlippis machen ordentlich Alarm. D. h. besonders der große von den beiden attackiert den grossen Höhlenlippfisch. Den anderen Höhlenlippfisch habe ich noch gar nicht wieder gesehen. Der hockt wohl in den Steinen und versteckt sich besser. Die Sechsstreifenlippis suchen regelrecht nach ihm und schießen auf ihn los. Zum Glück konnte ich noch keine Bißwunden feststellen.

    Dazu kommt noch, dass meine Gramma melacara (Schwarzkappen-Feenbarsche) auch auf den Höhlenlippfisch los gehen. Also, sobald er sich deren Territorium nähert.

    Der Rest des Fischbestandes ist unbeeindruckt. Normalerweise geht mein Salarias ramosus alle Neuzugänge an, aber er beobachtet diesmal nur. Naja, er hat sich ja auch schon den 3x so großen Siganus magnificus aussgesucht, den er regelmässig mit dem Abdruck seines Kußmundes versieht...

    Bin ich gleich zu panisch und sollte erstmal abwarten oder muss ich eine Trennung vornehmen? Falls ja, wie? Die kriege ich ja nie mehr rausgefangen.

    Ich habe jetzt schon Angst, später zwei Mandarinfische hinzu zu setzen - denn da las ich auch, das die Sechsstreifenlippis schon mal gerne Ärger machen.

    Könnt Ihr mir bitte weiterhelfen mit Euren Erfahrungen??? Ein Ausweichquartier für Lippfische habe ich nicht wirklich. Glaube nicht, dass ich sie in das 100-Liter-Becken mit meinen Odontodactylus scyllarus (Fangschreckenkrebs) setzen kann.

    Danke und viele Grüße!!!!

    Bine

  • Bine,

    leider bist du extrem schlecht beraten worden !

    Zum einen würde ich Hexataenia immer als letztes einsetzen, denn ihr Aggressivität ist hinlänglich bekannt. Zudem ist ein Wetmortella viel zu zart und scheu um ihn überhaupt mit diesen Lippfischen zu halten - egal welche Wetmorella Art du nimmst. Ich befürchte das werden die Wetmorella nicht überleben. Da beide Fischarten den gleichen Lebensraum und die gleiche Futterart suchen muss das in einem AQ schief gehen.

    Beim Gramma ist es nur der Lebensraum, der wird sich sicher wieder beruhigen.

    Grüße und schönen Tag
    Peter

  • Hallo,

    danke für die aufmunternden Worte;(((

    Habe es tatsächlich geschafft beide Wetmorella stressfrei aus dem Becken zu fangen. Sie hielten sich beide am oberen Rand über dem Putzmagneten auf. Da sie weiterhin attackiert wurden, war das wohl die einzig sichere Stelle.

    Ich habe sie erstmal ins Nano umquartiert. Dort sind nur kleine Garnelen drin. So können sie erstmal zur Ruhe kommen. Tja, und dann weitersehen. Ich hoffe, ich kann sie zurück bringen. Dummerweise habe ich das 100-Liter-Becken mit dem Fangschreckenkrebs bestückt. Sonst hätte ich dieses nehmen können......

    Schade, schade.... echt tolle Tiere.

    LG, Bine

  • Hallo Bine,

    sorry - aber die Wahrheit tut weh :grinning_squinting_face:

    Du hast das beste für die Tiere getan! Ich würde sie auf jedem Fall zurück bringen und künftig viel vorsichtiger bei dem Händler sein. Bist du sicher das es triocellata ist ? Der ist eigentlich eher selten. Die Tiere können übrigens auch untereinander biestig sein - also schön ein Auge drauf halten.

    Grüße und schönen Tag
    Peter

  • Hi Peter,

    ja, es sind definitiv triocellata. Der Händler sagte auch, dass sie selten sind. Normalerweise hat er voll die Ahnung, bisher alles wunderbar mit seiner Beratung.

    Die beiden attackieren sich untereinander zum Glück nicht. Muss dann heute mit dem Händler reden. Am liebsten würde ich sie behalten, aber das würde ein neues Becken bedeuten und jede Menge Geld.

    Mal sehen, was der Abend dann so bringt.

    Viele Grüße! Bine

  • Hallo Bine,

    weiss nicht ob Dir das weiterhilft aber ich habe vor ca. 2 Wochen ein Paar Amblygobius rainfordi zu einem
    einzelnen Hexataenia in ein 100l Becken dazugesetzt. Die ersten 3-4 Tage ist der Lippfisch ziemlich rigoros
    gegen die Grundeln vorgegangen. Mittlerweile hat er sie aber voll akzeptiert und sie stehen sogar dicht an dicht im Becken. Vieleicht klappt es bei Deinen mit ein bischen mehr Zeit und Geduld auch. Viel Glück!

    Olli

  • Hallo Bine,

    wie wäre es mit folgender Vorgehensweise:

    Triocellata z.B. in einem Ablaichkasten oder Fischfalle in das Becken stellen.
    So lange, bis die Hexataenia die Angriffversuche durch das "Abwehren" durch die Scheibe selbst aufgeben.

    Dann haben die Neuankömmlinge eine wesentlich bessere Chance, im Becken zur Ruhe zu kommen.
    Eine Garantie, dass bei Freilassen der Triocellata kein weiterer Dauer-Angriff statt findet, kann ich allerdings nicht geben.

    Also selbst entscheiden, ob dies eine machbare Methode in Deinem Becken ist.

    Viele Grüße
    Elena

    Elena Theys , 27374 Visselhövede, Bremer Straße 91 Meerwasseraquaristik mit Herz Seepferdchen24.de

  • Hallo,

    vielen Dank für Eure Tipps!

    Ich habe ehrlich gesagt doch arge Bedenken, dass die hexantaenias Ruhe geben werden.

    Im Nano schwimmen die Triocellata derzeit sehr relaxt umher und ich werde nun sehen, dass ich ein grösseres Becken besorgt bekomme. Dort sollen sie dann bleiben mit vielleicht noch Seenadeln und ein kleiner Ecsenius lividanalis (heisst er so?) schwebt mir noch vor. Diese Kombination müsste doch eigentlich passen, was meint Ihr?

    Hatte eigentlich nicht vor, doch soviel Wasser im Wohnzimmer zu haben, aber naja.....

    So spielt das Leben;)

    Wenn im Juli nun endlich die Mandarinfische ins große Becken kommen hoffe ich inständig, dass die hexantaenias diese wenigstens in Frieden lassen. Mit dem Reinhängen eines Ablaichkastens zum Angewöhnen geht es bei diesen eher nicht, oder? Da sie doch nur von dem leben, was auf den Steinen rumläuft. Wie kommen sie dann an ihr Futter?

    Habt Ihr Erfahrungen damit gemacht?

    Danke! Und einen schönen sonnigen Tag (nicht zu heiß hoffentlich)

    Gruß, Bine

  • Hallo Bine,

    das mit dem Ablaichkasten hat auf jeden Fall große Vorteile:

    1. Die Fische sind erst einmal geschützt und können sich in Ruhe orientieren.
    Sie wissen also schon, wohin sie sich im Fluchtfall wenden können.

    2. Die Angreifer verlieren möglicherweise die Lust am Jagen, weil sie sich erst einmal die Nase stoßen.

    3. Die neuen Fische verlieren ihren anderen "Geruch" aus den vorherigen Wasserverhältnissen. Sie können also im Becken erst einmal spurlos verschwinden, wenn sie verfolgt werden.

    Ein Tag im Ablaichkasten dürfte selbst für einen Mandarinfisch kaum zum Problem führen, wenn er anschließend im Becken genügend findet.

    Viele Grüße
    Elena

    Elena Theys , 27374 Visselhövede, Bremer Straße 91 Meerwasseraquaristik mit Herz Seepferdchen24.de

  • Hi,

    mein Sechsstreifenlippi ist ein richtiges Biest. Aber um Abhilfe zu schaffen, verwende ich zwei bis drei kleine Spiegelstücke (so 5*10 cm) die ich aussen an der Scheibe versetzt mit Klebestreifen anbringe. Und zwar da, wo mein Lippi mit Vorliebe (aus dem Steinaufbau) schwimmt. Da ist er dann immer so beschäftigt :grinning_squinting_face: , dass er den Neuankömmlingen nicht wirklich "Gas geben" kann. Gejagt wird natürlich trotzdem, aber im erträglichen Rahmen, weil sich die Agression ja auf mind. 4 "Fische" verteilt. Die Spiegel versetze ich jeden zweiten Tag dann, so daß er sich an keine Stelle "gewöhnt". Bis jetzt waren nach durchschnittlich 2-3 Tagen die Neuankömmlinge akzeptiert.

    Liebe Grüße Uschi

  • Es sind zwar alles prima Tipps, die ihr hier habt, aber die Kombination Wetmorella / Hexateania wird nicht funktionieren. Zudem wird ein so scheuer Fisch wie der triocellata in einer Schwimschule wohl eher die "Nerven verlieren" als an Futter gehen.

    Grüße und schönen Tag
    Peter

  • Zitat

    Original von Peter Schmiedel
    Es sind zwar alles prima Tipps, die ihr hier habt, aber die Kombination Wetmorella / Hexateania wird nicht funktionieren. Zudem wird ein so scheuer Fisch wie der triocellata in einer Schwimschule wohl eher die "Nerven verlieren" als an Futter gehen.

    Hallo Peter,

    unsere Beiträge bezogen sich schon auf die nächsten geplanten Mitbewohner, nämlich eine Chance für das Zusetzen von Mandarinfischen.

    Viele Grüße
    Elena

    Elena Theys , 27374 Visselhövede, Bremer Straße 91 Meerwasseraquaristik mit Herz Seepferdchen24.de

    Einmal editiert, zuletzt von SeepferdchenDr (9. Mai 2008 um 08:32)

  • Hallo zusammen,

    das mit dem Ablaichkasten werde ich bei den Mandarinis auf jeden Fall so machen. Der Trick mit den Spiegeln ist natürlich auch ne gute Alternative bzw. eine zusätzliche Massnahme.

    Die Triocellata werde ich im Extra-Becken pflegen, wo sie keine Gegner haben.

    Viele Grüße! Bine

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