Detritusfütterung?!

  • Hallo, Leute!

    Ich habe gestern mal ein bißchen in meinen alten Aquaristikheften gestöbert und bin auf einen Text gestossen, der mich stutzig gemacht hat. Das Heft heißt: "Das Aquarium" Ausgabe 356, Februar 1999.
    Den Bericht schrieb Reinhard Redel

    Aus dem Text:
    "Vor ein paar Jahren bemerkte ich im Zuge von Reinigungsarbeiten, daß aufgewirbelter Detritus von vielen Nesseltieren erkennbar aufgenommen wurde, was eigentlich auch nicht verwunderlich ist, da in diesen abgestorbenen tierischen und pflanzlichen Bestandteilen Unmengen von mit bloßem Auge nicht erkennbaren Einzellern, Würmern und Kleinkrebsen leben."

    Desweiteren schreibt der Autor, er würde einmal wöchentlich Bodengrund aufwirbeln und somit seine niederen Tiere füttern.

    Da war ich schon überrascht, denn ich achte immer peinlichst darauf, daß ich beim Wasserwechsel auch ja jeglichen Detritus mithilfe einer Mulmglocke absauge. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, daß es gut ist, Detritus hinterm Riff zu sammeln, um dann eine Riffspülung zu machen. Angeblich sei das das "beste Korallenfutter" :winking_face_with_tongue:

    Was meint Ihr dazu?

    Gruß,
    Jim.

  • Hi Jim :smiling_face:

    Ich kann mich noch daran erinnern das genau dieses auch schon Peter Wilkens beschrieben hatte. Und in der Tat es ist eigentlich recht alt, wurde auch schon öfter mal im alten und neuen Forum bei div. Antworten erwähnt. Vor allem im Zusammenhang mit eben nicht so leicht haltbaren Tieren wie Gonioporas.... und dergleichen.

    Gerade diese Tiere, wie auch Röhrenwürmer freuen sich über alles was auf diese wweise zu ihnen kommt.
    Oft wird auch genau dieses vorgehen bei Dendronephteas angeraten, wobei ich mir sicher bin das es das dahinscheiden nur rauszögert. Auf Dauer reicht es sicher nicht.
    Aber vfür Problemtiere die auch sagen wir mal Filtrieren ist es eine willkommene sache.

  • Hi Jim,

    das aufrühren des Detrituses führt zu einer Reaktion bei etlichen Tieren, nur ersetzt das keine ordentliche Fütterung mit z.B. Phytoplankton.

    Das andere ist das jetzt Sauerstoff an das Zeug kommt und wieder der Zersetzungsprozess in gang kommt, somit sollte man hier etwas vorsichtig sein.

    Bei mir kann ich da einen Zusammenhang mit dem Redox-Wert erkennen. Das ist auch logisch, da ja ein Teil des Sauerstoff für die oxidation benötigt wird.

    mfg Stephan

    PS: Für Dendros und ähnliche Tiere reicht das auf keinen Fall.

    Einmal editiert, zuletzt von Stephan P (4. Februar 2003 um 22:08)

  • Hi Jim

    Zitat


    Desweiteren schreibt der Autor, er würde einmal wöchentlich Bodengrund aufwirbeln und somit seine niederen Tiere füttern.

    Als Ich Cyanos im Becken hatte war mein Bodengrund fast vollständig bedeckt davon.

    J.Mund schreibt das Cyanos in der Lage sind die Besiedlungsfläche gegen den Wasserkörper abzuschotten das ergibt dann anaerobe Zonen in denen mit Hilfe entsprechender Bakterien Phosphat freigesetzt wird.
    u.s.w

    Also lag es nahe dieses zu unterbinden indem man den Bodengrund an den betreffenden Stellen immer mal wieder auf oder durchwühlt und das habe Ich auch getan.
    Klar das dabei Detritus aufgewirbelt wird.

    Naja irgendwann waren die Cyanos mal weg aber was mir in dieser Zeit eben aufgefallen ist war ein optisch deutlich wahrzunehmender >Wachstumschub< meiner Korallen in dieser Zeit.

    (dieverse sacrophyton,sinularia und lobophytum)

    Also ich bin schon überzeugt davon das es was bringt und mach das heute noch ebenfalls 1x die Woche.

    Gruß
    Frank

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