Bodengrundfrage...

  • Hallo,
    ich hab im moment in meinem Becken ca. 5-10 mm Bodengrund, der momentan zu 100% aus Livesand besteht.
    Leider wird dieser immer wieder durch die Strömung so weggeblasen, das man das Glas sieht. dies sieht nicht schön aus.

    Ich hab aber noch einen Sack Agronite-Sand zuhause. Kann ich diesen Sand mit einbringen?
    Wie hoch darf, bzw. wie hoch sollte der Bodengrund sein?

    Was kann ich gegen die Dreckablagerungen (Fischkot etc.) und evtl. leichte braunverfärbung des Sandes machen?

    Gruß Michael

  • Hallo Michael,

    da wirst Du wohl oder übel mal an der Strömungsrichtung optimieren müssen. Das deshalb, da der Sand wenn er weggeblasen wird eher ungünstig beströmt wird und wenn Detritus liegen bleibt ist das das zweite Indiz dafür. Lass die Pumpen tendenziell zur Wasseroberfläche abstahlen, dann "strömt" das nicht an der Scheibe herunter und drückt den Sand weg. Generell hast Du wohl noch ein ziemlich neues System wo der Bodengrund noch nicht soo stark belebt ist. Bei mir war das am Anfang genauso und was habe ich mich geärgert und experimentiert. Ich habe dann die Strömung komplett geändert und dann ging es. UND wenn das System ein paar Jahr steht, backt der Sand durch die Mikroorganismen zusammen. Bringe unbedingt eine gute Hand voll Bodengrund aus einem anderen System oder frisch (!) aus dem Meer, am allerbesten UNTER deinen Sand ein! Das wirkt oft Wunder. Bis sich so ein DSB aber etabliert hat dauert es schon eine Weile - das steht nur nirgends... Der Sand wird dann an der Sandoberfläche noch ein wenig hart. Außerdem wachsen die Korallen alles zu und die Strömung verringert sich schon durch die Verwirbelungen.
    Was schon begrenzt Sinn machen würde, wäre den gröberen Aragonitsand aufzubringen. Aber dieser Sand durchkreuzt das DSB-Prinzip, was Du bei Dir sicher erreichen willst. Denn durch die grobe Struktur kann Sauerstoff weiter in den Boden eindringen.
    Ein gelb werden des Sandes sind wahrscheinlich Kieselalgen. Bitte dazu den SI-Gehalt des Wassers messen, jede Menge Einsiedler und evtl. einen "Sanddollar" einsetzen. Die helfen beim Abernten der Algen, Sandbügeln und auch beim eliminieren des Detritus... :smiling_face:

    Ciao sagt Nico.

  • Kurz noch ein paar Infos:
    Muss leider sagen, dass mein Becken seit Dezember 2004 stehtund ich hab vor ein paar Montaten komplett auf Life Sand umgestellt. Der Agronite Sand ist mei mir extrem fein.

    Gruß Micha

  • @ Helge... weil er schreibt 5-10cm... 10cm Sand hat man nicht mal eben so. Ich war erschreckt, wie viel 10cm ist als ich das bei mir eingefüllt habe. Das Ganze ist dann bei Lifesand irgendwann automatisch ein DSB, da die aneroben Zonen enstehen, wo die Bakterien ihr Werk tun. Drum hab ich das mal so frei eingeschätzt. :confused_face:

    Ciao sagt Nico.

  • nix für ungut, da stand von Anfang an 5-10 mm daher meine Frage

    Gruß René

  • SORRY Rene! - ich bin dann wohl blind... :yrf Aber 5-10mm... das hab ich leider noch nicht gehört und gesehen - hab ich geflissentlich einfach überlesen. Also Michael wenn das so ist, musst Du dich nicht wundern wenn das bissel weggeweht wird. Ich lass mich gern belehren, aber das sollten schon so 2-3 cm Sand sein, dann erledigt sich das Problem wie oben geschrieben irgendwann von selbst. Verwerfungen von bis zu 1cm sind völlig normal und das ist bei Dir eben alles was da ist!

    Ciao sagt Nico.

  • o.k., und was meint Ihr zu dem Agronite - Lifesand Gemisch? Wie gesagt, der Agronite ist SEHR fein.

    Gruß Micha

    Einmal editiert, zuletzt von MichaelS (2. April 2008 um 22:03)

  • Hallo Micha,

    grunsätzlich kann man alles machen... vor ein paar Jahren wurde grundsätzlich Korallenbruch in allen "Korngrößen" verwendet und es ging auch. Nur wenn Du jetzt schon über zu viel Detritus klagst, setzt sich dieser dann im groben Untergrund erst recht fest und Du bist nur noch am absaugen, da bei Dir ja dann keine/kaum Bakterien für den Abbau sorgen. Einige hier im Forum können ein Lied davon singen und saugen jede Woche ihren Untergrund durch. Das kann wohl nicht Dein Ansinnen sein oder? Wichtig wäre da also zu wissen, wie "grob" denn der Aragonit ist. Bei mir habe ich eine Mischung aus Aragonitsand mit ca.1-3mm Korngröße und feinem weissen Aragonitsand (<1mm) dazwischen, das geht ganz gut. Den groben Sand habe ich in einer Schichtdicke von ca. 3-4 cm am Anfang aufgebracht und später als sich das Ganze gefestigt hatte und die Strömung i.O. war, dann 1cm feinen weissen Aragonit.

    Ciao sagt Nico.

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