Erfahrungen mit Schleimfischen und Symbiosegrundeln?!

  • Ahoi,

    ich weiß gar nicht, wie ich jetzt anfangen soll...

    Als ich heute Mittag nach Hause kam war es im Becken total neblig, ich dachte zuerst: Bakterienblüte?!

    Aber nein, mein Salarias guttatus hat meine Cryptocentrus cinctus aufs Heftigste attackiert... und umgekehrt.

    Die Grundel war vor dem Salarias im Becken und er ist seit einem Monat ungefähr da. Die ganze Zeit war Friede, Freude, Eierkuchen, nur heute nicht.

    Also, ich kam nach Hause und beide Fische hatten sich in der Schwanzflosse des Gegenübers verbissen (also wie Ying Yang). Sie trudelten bestimmt eine Minute so im Sand liegend herum.

    Dann hat zuerst der Salarias losgelassen und dann die Grundel. Grundel direkt ins Loch zum Knalli, der Salarias auf seinen Ausguck. Sobald die Grundel die Höhle verlassen wollte, ging er wieder auf sie los. Doch die letzten Male war sie schneller wieder im Bau.

    Kann ich jetzt irgendwas machen? Die verhungert mir doch, wenn die jetzt nur noch im Loch beim Knalli hängt... :frowning_face:

    Konnte jemand ähnliche Beobachtungen machen oder spielen nur meine beiden Fische verrückt?

  • Zitat

    Original von JackSparrow
    Kann ich jetzt irgendwas machen? Die verhungert mir doch, wenn die jetzt nur noch im Loch beim Knalli hängt... :frowning_face:

    Meine Symbiosegrundel, eine Ctenogobiops tangaroai, hockt ausschliesslich im Loch, wo auch der Knallkrebs sitzt, und schnappt sich nur ab und zu Futter, das vorbeigetrieben wird. Trotzdem ist das Tier mehr als wohlgenaehrt, scheint wohl mit ihrem sparsamen Lebenswandel zu tun zu haben.

    Ein Salaris und agressiv, interessant, haette ich nicht gedacht.

    Viele Gruesse,
    Martin

  • Hi...ähm...Jack,

    Die C. cinctus neigt zur Agressivität. Solches Verhalten lässt sich insbesondere bei adulten, brütenden Tieren beobachten, während Jungtiere eher schüchtern sind.

    Wenn man nur andere, zarte Symbiosegrundeln (wie die von Martin genannten C. tangaroai) kennt, glaubt man garnicht, wie selbstbewußt diese Tiere sein können.

    Pärchen in Brutstimmung verteidigen ihr Revier auch in recht großem Umkreis um ihre Höhle. Eine meiner C. cinctus habe ich letztens mit einem Mandarinfisch quer im Maul erwischt. Beinahe hätte sie ihn durchgebissen.

    Wenn sich die Situation nicht bessert, wirst Du wohl eines der beiden Tiere entfernen müssen. Dein Aquarium ist auch nicht gerade groß für so dominante Tiere.

    Viele Grüße
    Inken

  • Ahoi Inken,

    danke für deinen Beitrag (euch anderen natürlich auch). Bei mir waren bis gestern beide Fische absolut friedlich. Wer von beiden jetzt angefangen hat, kann ich nicht sagen. Als ich nach Hause kam, wars ja schon passiert. Jetzt gerade sieht man nur den Blenni, aber die Grundel war vorher auch eher selten draußen, zu den Fütterungszeiten, klar, aber sonst eigentlich mehr so in den Blaulichtphasen.

    Rausfangen wird bei beiden Tieren quasi unmöglich sein. Grundel wohnt ja unterm Aufbau im Sand, der Blenni hat sein zu Hause eher im unteren Bereich des Riffs. Ich komme an keines der beiden Tiere somit ohne fast das komplette Becken zu räumen. Evtl. versuche ich es mal mit einer Fischfalle, wenn es wirklich hart auf hart geht. Ich konnte dieses Verhalten bisher ja nur ein einziges Mal beobachten.

    Mich hatte einfach interessiert, ob jemand anders ähnliches Verhalten schon registrieren konnte und was er (oder sie;)) dagegen unternommen hat. Die Händler, mit denen ich mich so unterhalte meinten aber allesamt, das es beim Halten beider Tiere normalerweise nicht zu Problemen kommt.

    Die Grundel paddelt z.b. recht gerne mal kurz einem Sechsstreifen-Lippi hinterher, wobei der Blenni sich lustigerweise auch mal an meinen Gabelschwanz-Korallenwächter 'ankuschelt'. Ich kannte dieses Verhalten von beiden somit gar nicht.

    Was ich vergessen hatte zu erwähnen ist, dass ich vermute, dass der Streit vom Blenni ausging, da er auch heute (gestern im Laufe des Tages auch) immer mal wieder am Bau von Knalli und Grundel vorbeischwimmt, dort kurz verweilt und den Ausgang nicht aus den Augen lässt.

    Naja, ich werde es weiter beobachten.

  • Ahoi,

    ich wollte nur vermelden, dass ich gestern Nacht, bzw. heute morgen um 4 Uhr mit einem einzigen Versuch den Blenni aus dem Becken fangen konnte. Nun hockt er wieder im Händlerbecken.

    Meine Grundel lebt auch noch, sieht zwar etwas ramponiert aus, hat aber keinen eingefallenen Bauch und konnte heute schon ein paar Mal feste Nahrung zu sich nehmen. :smiling_face:

    Ich vermute mittlerweile fast, dass der Blenni aufgrund der ähnlichen Körperform auf die Grundel losging. Sie war täglich kurz für wenige Minuten vor ihrer Höhle, bzw. halb raus. Immer nur so lange, bis der Blenni sie entdeckte und im Sturzflug zum Teil sogar in die Höhle hineinschoss.

    Hin und wieder konnte ich ihn dabei beobachten, wie er sich oberhalb der Höhle (also von der Grundel-Krebs-Symbiose) so richtig auf die Lauer legte, sofort bereit anzugreifen. Verwirrte(ende) Fischwelt. :face_with_rolling_eyes:

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