Tips für Nachzuchtenbecken

  • Hi zusammen,

    Ich habe mich entschloßen ein Nachzuchtbecken aufzustellen, da mein Hauptbecken einfach voll ist.

    Es sollte nicht zu groß werden, und am Besten garkeine Arbeit machen. (Ich weiß schon keine Arbeit ist ein guter Witz)

    Ich habe hier noch einen 150W Strahler der etwa 60*60cm gut ausleuchtet. Ich dachte an ein Becken mit 60*80*40cm.
    Dabei 20cm für einen Filter abgetrennt, so daß der Strahler genau die 60*60cm ausleuchtet. 40cm Höhe um die Farben zu halten.

    Bei dem Filter dachte ich an folgendes.
    Überlauf vom Becken in eine Kammer mit grober Filterwatte, dann feine Filterwatte, dann eine Kammer Siporax (nicht gleich schreien!) und eine freie Kammer für Aktivkohle, Contraphos etc.
    In der anschließenden Klarwasserkammer dann ein Innernabschäumer AquaMedic Midiflotor (liegt noch rum)
    Rückförderung über eine AquaBee mit 2000l/h, mit Rohren auf 3 ausläße verteilt, sollte ne schöne Strömung machen.

    Ich wollte aber keine Rasterplatten ins Becken sondern Lebendgestein, da ich hier auch Jungfische aufziehen will, daher auch Siporaxfilterung!

    Was meint ihr klappt das so???
    Genügen die 150W Licht, passt die Strömung, klappt die Filterung so??

    Danke schon mal im Voraus!
    Grüße
    Max

  • Hallo Max,

    was hältst du von gar keiner Filterung nur Wasserwechsel mittels Hauptbeckenwasser.

    Ist am einfachsten.

  • Hi,

    Ehrlich gesagt nicht viel.
    Ich wechsle im Hauptbecken ja Wasser um Spurenelemente aufzufrischen, das Spurenelementarme Wasser soll ich dann zu den Nachzuchten schütten und erwarten daß die Korallen sich gut färben und gut gedeihen???

    Weiterhin produzieren Jungfische ziemlich sehr viel Dreck und der muß raus.
    Meiner Meinung nach geht da garnichts ohne Filter wenn ich nicht jeden Tag Mulm absaugen will.

    Gruß
    Max

  • Hallo Max M. ,

    Zitat

    Original von Max M.
    Weiterhin produzieren Jungfische ziemlich sehr viel Dreck und der muß raus.
    Meiner Meinung nach geht da garnichts ohne Filter wenn ich nicht jeden Tag Mulm absaugen will.

    ein Filter wie Du ihn Dir vorstellst produziert aber jede Menge wachstumsbegrenzende Stoffe. Bei Fischen ist das sicher, bei Wirbellosen können andere Schäden mit Spätfolgen auftreten.

    So wie ich das jetzt verstanden habe, willst Du belastetes Wasser oder mit Schadstoffe angereichertes Wasser Deinem Hauptbecken nicht zumuten aber in diesem Wasser eine Zucht betreiben. Ein eingebauter oder externer Filter verschlechtert Dir aber die Umweltbedingungen und so ist der Vorschlag von Resa genau richtig. Zu ergänzen wäre hier dann noch ein erhöhter Wasserwechsel mit schadstoffreiem Wasser.

    Man kann es auch anders ausdrücken, wenn das Wasser immer wieder durch den "Dreck" gezogen wird, kann das Wasser nicht besser werden. Der Mulm den Du nicht jeden Tag absaugen willst müßte aber aus dem Gesamtkreislauf entfernt werden und nicht nur aus den Augen.

  • hallo Max,

    siehst Du denn gar keine chance das becken mit dem hauptbecken zu koppeln? alle filterprobleme hätten sich dann erledigt Du musst Dir dann beim umsetzen der tiere von einem becken zum anderen auch keinerlei gedanken machen.

    gruß,
    patrick

  • Hi zusammen,

    Schonmal danke für die Antworten.

    Also koppeln unmöglich, da ich weder 20m Schläuche verlegen will, noch das Hauptbecken weiter belasten will.
    Ich hab schonmal kleine Kauderni im Filterbecken versucht großzuziehen, hätte auch funktioniert wenn mir früher aufgefallen wäre, daß das Frostfutter schon gefroren so richtig zum Himmel stank. Mein Fehler, auf alle Fälle schnellte mir im Hauptbecken gleich der Nitratwert hoch und ich hatte jede Menge arbeit ständig das Filterbecken sauber zu halten.

    Zum Filter:

    Ralph das versteh ich jetzt nicht.
    Ich möchte stark mechanisch filtern, damit sich der Dreck nicht im Becken ablagert. Das 3-tägige Tauschen der Watte versteht sich von selbst. Dait ist der Dreck raus, oder nicht?

    Die Siporax sollten mögliche Abfallprodukte sofort in weniger giftiges Nitrat umwandeln. Falscher Denkansatz.
    Der Abschäumer soll dann rausholen was geht.

    Durch eine hohe Umwälzung sollte das doch effektiv funkionieren?

    Lebende Steine sollen auch noch rein, die sollen für den nitratabbau sorgen.
    Lieg ich jetzt da so falsch?

    Wasserwechsel sowieso aber ich hätte nur frisches Wasser genommen. Warum sollte ich das Wasser aus dem Hauptbecken nehmen, ok dann muß ich es nicht wegkippen, aber ansonsten fällt mir kein Argument dafür ein.

    Also wie gesagt klärt mich mal auf ob ich da so falsch liege!

    grüße
    Max

  • Hallo Max !
    Das mit dem Wasser kann man folgendermassen erklären:Das Wasser aus Deinem Hauptbecken ist schon Biologisch aktiv . Neues Wasser dagegen ist meines erachtens nach noch etwas agressiv.Das kann bei der noch sehr empfindlichen brut schnell zum Tod führen , besonders wenn mann es schnell zugibt.
    An die alten Hasen:Oder liege ich dar verkehrt???
    Verbesserungen Erwünscht.

  • Hallo Max
    ich bin auch gerade dabei im Keller eine Anlage zu füllen und überlege mir gerade wie ich am besten mein Wasser aus dem Hauptbecken nach unten bekomme und wie hoch ich den Wasserwechsel im Hauptbecken ansetzen kann.
    Natürlich ist dieses Wasser nicht ausgelutscht sonst bräuchte man kein Nachzuchtbecken.

    Mfg Gunther

  • Hallo Max!

    Warum das Wasser zuerst durch einen Biofilter jagen, Nitrat erzeugen und danach abschäumen. Wenn schon, dann zuerst durch einen starken Abschäumer und dann durch den Biofilter. Ich würde aber auf den Biofilter verzichten. 150 Watt Beleuchtung halte ich für zuwenig. Ich habe auf 100 mal 80 cm 400 Watt und kenne Kollegen die pro qm mit 1000 Watt beleuchten.

    Gruß

    Aquarius

  • Hi Max!
    Nachzuchtbecken von Korallen und Jungfischen funktioniert nur mit einer Trennwand und eingeklebten Gaze, hinter der sich die Jungfische aufhalten können. Jungfische brauchen auch abgedunkelte Bereiche, ausser Du gibst Jungfische hinein, die schon größer sind.

    Gruß Geri

  • Hi,

    Also ich habe mich überzeugen lassen und werde das Wasser aus dem Hauptbecken zum Wechseln verwenden. Damit spare ich ja auch Salz.

    Bisher weiß ich aber immernoch nicht, wie groß denn dieses Becken werden soll. Ich dachte da an 200L.
    Wohl eher flächig größer als hoch oder??
    Wie sollte man das auslegen??

    Lichtmäßig liegen bei mir 2 mal 150W Strahler und ein 250W Strahler rum.
    Sicher ist der 250er besser, aber ich kann mich nicht so entscheiden. Hängt wohl auch von der Beckenhöhe ab oder??

    also überwiegend soll es für Korallennachzuchten da sein. Da meine Kauderni aber regelmäßig züchten würde ich die kleinen gerne hin und wieder groß ziehen. Warum sollte man sowas abtrennen???

    Guß
    Max

  • Hallo Max M. ,

    Abtrennungen dienen der besseren Beobachtung und Futterdichte. Als "Unterschlupf" kann man gut halbierte Blumentöpfe verwenden. Becken mit einer Außenhöhe von 30 cm haben sich als gut erwiesen.

    Zitat

    Original von Max M.
    also überwiegend soll es für Korallennachzuchten da sein. Da meine Kauderni aber regelmäßig züchten würde ich die kleinen gerne hin und wieder groß ziehen. Warum sollte man sowas abtrennen??

  • Hallo Max M. ,

  • Hi Ralph,

    Erstmal vielen Dank für deine Antwort. Hat mir schon geholfen.

    Zitat

    Richtig, im Siporax werden die organischen Stoffe zu Nitrat oxydiert und.....angehäuft !

    Hmm.. ich dachte immer die Bakterien verwandeln Ammonium/Ammoniak in Nitrit und dieses in Nitrat. Die "Eiweiße" werden von den Fischen aufgenommen und diese scheiden das Ammonium/Ammoniak aus.

    Werden tatsächlich die im Wasser befindlichen Eiweiße gleich mit "verwertet" zu Nitrat?
    Das dachte ich eigentlich nicht.

    Aber was passiert denn in unseren lebenden Steinen? Hier wird auch alles in Nitrat umgewandelt und wenn man Glück hat gleich wieder verbraucht. Aber wie du sagst wird von lebenden Steinen nicht viel Nitrat verbraucht.
    Irgendwas stimmt hier aber dann nicht. Irgendwo muß das Zeug nämlich hinkommen.
    Dass hier ein Abschäumer alles vor der Umwandlung rausholt, glaub ich nicht und es bliebe immernoch zu klären, was mit dem "Fischdreck" passiert, der ja sicher nicht abgeschäumt wird.

    Zitat

    Von der Logik her sicher nicht. Dennoch wird dem biologischen Nitratabbau mit Hilfe von lebenden Steinen eine zu große Bedeutung beigemessen. Erst in tiefer liegenden Schichten der lebenden Steine ist der Sauerstoffgehalt auf die notwendigen 0 mg/l gesunken, so daß dort dann auch die Denitrifikation stattfindet. Ein paar Kilo lebender Steine bringen jedoch keine meßbar niedrigeren Werte im Gesamtsystem.

    Also mit der ersten Aussage gebe ich dir schon recht, dass der Nitratabbau erst in tiefer liegenden Schichten stattfindet, aber ich denke schon, dass dieser sehr effizient ist.
    Schau dir nur mal an, wie groß manche Becken sind und enorme Nitratbelastungen haben, dann über einen 2l Volumen fassenden Nitratfilter filtern und Nitratfreies Wasser bekommen.
    Ich denke mal daß man bei 20 Kilo Lebendgestein mit sicherheit bei einem ähnlichem Volumen landen könnte, das für den nitratabbau verantwortlich ist.
    Ich habe auch selbst 1 1/2 Jahre mein altes Becken fast ohne Abschäumer mit reichlich Fischen und Futter betriebe, ich habe mich nur auf die 30Kilo Lebendgestein gestützt.

    Wie du schon sagst ist das eine eigene Diskussion, aber ich wäre wirklich mal froh wenn mir das mal jemand genauer zu Gemüte führen würde.
    Ich habe bereits viele Bücher gelesen, die auch genau darüber schreiben, aber sobald der Biofilter verbannt wird, wird das für mich unverständlich.

    Nochmals Danke für deine Ausführungen Ralph!

    Gruß
    Max

    Einmal editiert, zuletzt von Max M. (2. Februar 2003 um 10:43)

  • Hallo Max M. ,

    scheinbar habe ich große Probleme Dir etwas zu erklären wofür ich selbst Jahre gebraucht habe. Ich würde Dir deshalb gerne meine Ausführungen zu biologisches Filtern nahelegen. Die findest Du bei Robert auf der Homepage unter "Erfahrungsberichte" und dann ganz unten auf der Page unter dem Titel "Bio Filter im Aquarium?"

  • Hallo Max M. ,

  • Hallo Max!

    Auch wenn es du nicht glaubst, es ist aber so: Der Abschäumer entfernt die belastenden Stoffe bevor sie die Abbaukette zu Nitrat abbaut. Wichtig ist das Entfernen, im anderen Fall bleibt der Dreck im Becken.

    Gruß

    Aquarius

  • Hi nochmal,

    Also ich habe den bzw. die Artikel gelesen, wie auch früher schon mal. Da hab ich wohl das überlesen, daß Eiweißstoffe von Bakterien sofort zersetzt werden.
    ansonsten kann ich darin nichts neues finden.

    Ok, scheinbar eignet sich Korallenbruch besser als siedlungsmaterial als siporax, da die bei der denitrifikation entstehenden Säuren gepuffert werden. Aber sonst kann ich nichts falsches an meinem "Filterprinzip" erkennen.

    Nochmal zusammenfassend (mit allem was ich jetzt gelernt habe) der Filter für Becken

    Überlauf, 1 Kammer mechanische Filterung
    2. Kammer Klarwasserkammer mit Abschäumer
    3. Kammer sozusagen Biofilter mit Korallenbruch max. 15cm hoch, danach Klarwasserkammer mit Sauerstoffanreicherung und zurückpumpen ins Becken.
    Im Becken Lebendgestein
    und Wasserwechsel mit Wasser aus dem Hauptbecken.
    So besser?

    Gruß
    Max

  • Hallo Max M. ,

    Na ja, neue Erkenntnisse enthalten meine Beiträge ganz sicher nicht, es ging ja auch um ein besseres Verständnis für den Stickstoffkreislauf im Aquarium, der leider immer noch nicht von allen verstanden wird.

    Wenn Du denn überhaupt nicht auf das Filtern verzichten willst, dann laß wenigstens die erste Kammer (mechanische Filterung) entfallen, so daß der Eiweißabschäumer das erste Bauteil in der Reihe ist. Gerade weil Du das Filterprinzip im Aquarium selbst installieren willst, beginnt hier bereits die Nitrifikation, dessen Endprodukte bereits nicht mehr vom Abschäumer erfaßt werden können.

    Toi toi toi........

  • Hi Ralph,

    Ich glaube wir reden aneinander vorbei oder ich bin zu doof das zu kapieren.

    Die erste Kammer (mechanischer filter) sollte mit den 2000 l/h eigentlich nicht als Biofilter wirken und durch das 3 tägige Tauschen der Watte sollte da nicht viel Bio sein, oder?

    Die 3te Kammer (biofilter) soll einen entsprechend langsamen Durchfluß haben, sonst ja nix mit biofilter.

    Soll ich trotzdem noch den Abschäumer an erster Stelle setzen?

    Oder soll ich das Filterkonzept lieber völlig anders machen?

    Auf alle Fälle möchte ich mich schon mal herzlich bei dir bedanken, Ralph, dass du dir soviel Zeit nimmst meine Fragen zu beantworten!

    Gruß
    Max

  • Hallo Max,

    ein kleiner Beitrag zur Beleuchtung des Zuchtbeckens:

    ich würde mir bei einer Höhe von „nur“ 40 cm keine 400 Watt rüber hängen. In unserer Zuchtanlage haben wir bei einer Höhe von 30 cm T5 Beleuchtung (blau und weiß). Sofern das Wasser unbelastet ist, kommen die Farben unter T5 wunderbar zur Geltung und die Ableger wachsen hervorragend. Die Wattzahl ist nicht immer entscheidend!
    Wenn man wirklich hohe Becken hat (So ab 65/70 cm), dann ist es von Vorteil HQI-Brenner mit einer höheren Wattzahl zu nehmen, da sie einfach Lichtstärker sind.

    Bis dann,

    Lars

  • Hallo Lars
    ich habe mir im Keller vier Becken mit den Maßen 90x100x35 aufgebaut. Wie würdest du sie beleuchten? Ich dachte, da ich noch vier Giesemann System 400 250 Watt habe, dass ich diese nehme.
    Oder was wird noch als optimal angesehen für dieses Beckenmaß.

    Mfg Gunther

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