Wieder mal was zum nachdenken

  • Atlantik-Haie vor dem Aussterben
    Wissenschaftler: Viele Populationen um mehr als 60 Prozent gefallen

    Washington/Halifax (pte, 17. Jan 2003 10:52) - Forscher
    haben im renommierten Wissenschaftsmagazin Science
    http://www.sciencemag.org ihre Sorge über die schwindenden
    Haipopulationen im Norwest-Atlantik zum Ausdruck gebracht. Manche Arten
    sind in den vergangenen 14 Jahren sogar um die Hälfte zurückgegangen,
    berichtet das Magazin in seiner jüngsten Ausgabe.

    Am schlimmsten betroffen sind nach Aussagen der Forscher von der
    Dalhousie University in Nova Scotia, Kanada, http://www.dal.ca,
    Hammerhaie (Fotos). Diese Spezies ist um 89 Prozent zurückgegangen.
    Schlimm betroffen sind auch die Weißen Haie mit einer Rate von 79 Prozent
    und verschiedene Küstenhaie mit 61 Prozent (seit 1992). "Mit Ausnahme der
    Makos sind alle untersuchten Haiarten um mehr als 50 Prozent in den
    vergangenen acht bis 15 Jahren zurückgegangen", so die Forscher. Ein
    großer Vorteil bei anderen Fischarten ist die verhältnismäßig kurze
    Reproduktionsphase, die bei den meisten Spezies zwischen 30 und 40
    Prozent innerhalb eines Jahres beträgt. "Bei Haien sieht das leider
    anders aus. Die meisten Arten brauchen 15 Jahre bis sie überhaupt
    geschlechtsreif sind", so Julia Baum, Mitautorin der Studie. Außerdem
    haben Haie eine lange Trächtigkeit.

    Gründe für das Verschwinden der Raubfische sehen die Wissenschaftler in
    der Überfischung der Gewässer. Das betreffe sowohl in Küstennähe lebende
    Raubfische als auch Hochsee-Haie. Betroffen von der Überfischung sind
    auch andere Knorpelfische wie Rochen. Nach Angaben der Forscher sind zwei
    Arten darunter, die als ausgestorben bezeichnet werden können, da ihre
    Zahl so klein geworden ist.

    "Bemühungen einzelne Spezies vor dem Aussterben zu retten, sind zum
    Scheitern verurteilt, weil sie den Druck auf andere Spezies dadurch
    erhöhen", so die Forscher. Sinnvoll wäre nur ein Schutzprogramm, das die
    Ozeane vor dem Verschwinden der biologischen Vielfalt bewahrt. In ersten
    Kommentaren anderer Wissenschaftler wurde bestätigt, dass die
    Haipopulationen auch in anderen Ozeanen immer kleiner werden.
    Internationale Fischereiflotten mit immer besseren Ausrüstungen fischen
    die Meere leer. Zu den Opfern zählen auch immer öfter Haie und Rochen,
    obwohl diese in den meisten Fällen auf den spezialisierten Trawlern gar
    nicht mitverarbeitet werden können. (Ende)

    Quelle: pressetext.europe

    MfG, Frank


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