Genicanthus - Geschlechtsrückwandlung

  • Hi,
    am 10.03.05 starb das Männchen (Foto 1) meines Genicanthus watanabei Paares. Das Weibchen schwamm daraufhin 11 Monate solo im Becken bis ich wieder ein einzelnes, wunderschön gezeichnetes Männchen auftreiben konnte, das am 24.02.06 eingesetzt wurde. Nach 2-3 tagen Rangelei mit dem Weibchen schwammen sie friedlich als Paar miteinander. Aber schon 3 Wochen später verblasste die Streifenzeichnung (Foto 2) und innerhalb weniger Wochen blieben nur einige kleine Streifen in der Afterflosse von der Männchenfärbung zurück (Foto 43. Dies ist bis heute so geblieben und das Weibchen (Foto 4) hat seine Färbung überhaupt nicht verändert.
    Wie ich heute im Lexikon lesen konnte hat Robert mit Genicanthus bellus ähnliche Erfahrungen gemacht.

    Vielleicht hat noch jemand diese Beobachtungen gemacht oder weiß eine Erklärung dafür?

  • Hi Klaus

    Ja, in der Tat. Wir hatten vor nicht allzulanger Zeit von Joachim Großkopf ein Pärchen bekommen, deutlich sichtbar - wenn auch der Anfang der Umfärbung zum Manderl. (der obere orange Streifen war schon gut sichtbar)

    Im Becken dann folgte dann über einen Zeitraum von zwei Wochen eine langsame wieder Rückfärbung zum Weiberl. Seitdem zicken die beiden auch ein wenig rum, hält sich aber im gesamten im Rahmen. Ab und an ein bisserl jagen.. mehr nicht. Warum das so ist weiss ich nicht, aber es scheint ja nicht unüblch zu sein. Ich meine schon mal was gelesen zu haben, speziell bei Genicanthus. Evtl. ist das Männchen nicht stark genug ? Wobei mich dann wundert dass das andere Tier keine Anstalten zur Umfärbung macht.

    Oder es ist bei der Art halt so, dass sie nur unter gewissen Umständen zum Mann werden, und das ne Weile nur bleiben und dann wieder zum Weib werden.

  • Zitat

    Original von Robert Baur
    Oder es ist bei der Art halt so, dass sie nur unter gewissen Umständen zum Mann werden, und das ne Weile nur bleiben und dann wieder zum Weib werden.


    Oh Gott :winking_face_with_tongue: Schrecklich :grinning_squinting_face:

    Vielleicht meldet sich ja noch jemand der eine Erklärung dafür hat. Falls du etwas erfährst sag mir bitte Bescheid.

  • Hi,

    vielleicht handelt es sich ja nicht um eine Rückentwicklung sondern nur um eine Demutsfärbung?
    Keine Ahnung ob es das gibt, dass sich das Männchen zwar als Männchen knapp durchsetzen kann, aber erst ab dem Zustand "totaler Dominanz" und voller Sicherheit in Partnerschaft und Revier wirklich die Prachtfärbung zeigt.

    Ist ja auch irgendwie eine Provokation an alle weiteren Artgenossen so ein Rausputzen und da hält er sich dann evtl. erstmal lieber zurück bis er voll akklimatisiert ist. Leider weiss ich viel zu wenig über das Verhalten der Lyras um zu sehen, ob sowas Sinn machen könnte...

    Grüße
    Hanno

  • ...oder genau umgekehrt, er setzt die Prachtfärbung nur ein, wenn fremde Männchen in der Nähe sind die er beeindrucken will. Da er sich gegen das einzige Tier in Sichtweite aber glasklar durchgesetzt hat, hält er den Aufwand nicht für nötig.

    Naja, ohne sich beim Verhalten der Art auszukennen kann man halt nur raten und dann alles und das Gegenteil "erklären".

    Bei der ersten Möglichkeit müsste sich die Färbung bei Robert ja wieder eingestellt haben. Da das nicht so scheint, testet doch mal die zweite Alternative mittels Spiegel...

  • Zitat

    Original von Hanno
    vielleicht handelt es sich ja nicht um eine Rückentwicklung sondern nur um eine Demutsfärbung?
    Keine Ahnung ob es das gibt, dass sich das Männchen zwar als Männchen knapp durchsetzen kann, aber erst ab dem Zustand "totaler Dominanz" und voller Sicherheit in Partnerschaft und Revier wirklich die Prachtfärbung zeigt.


    Zitat

    ...oder genau umgekehrt, er setzt die Prachtfärbung nur ein, wenn fremde Männchen in der Nähe sind die er beeindrucken will. Da er sich gegen das einzige Tier in Sichtweite aber glasklar durchgesetzt hat, hält er den Aufwand nicht für nötig.

    Hi,
    dagegen spricht, daß beim alten Mann die Färbung über Monate (bis zum Tod) vorhanden war.

  • Hallo Klaus,
    bei einem bekannten Händler in Niedersachsen hat sich ein G. bellus-Mann nach dem Verlust des Weibchens selbst in ein Weib zurückverwandelt. Der schwamm einige Zeit alleine und weil kein Weibchen vorbeikam hat er wahrscheinlich auf einen Mann gehofft und sich schon mal als Weibchen schön gemacht. Dann bekam der Händler ein neues Weibchen und das umgewandelte Tier hat sich sofort wieder entschlossen ein Mann zu werden. Wäre interessant gewesen, wenn ein Mann dazugekommen wäre.
    LG Helmut

  • Hallo zusammen,
    Helmi da kann ich deine Aussage mit Bildern unterstützen :smiling_face:
    hier war der bellus noch ein Mann

    und hier der Rückwechsel zum Weibchen

  • Leider habe ich mir erst vor kurzer Zeit eine Paar watanabei gekauft und kann dazu wenig aus eigener Erfahrung sagen - vor allem da der Mann nur wenige Tage gelebt hat :frowning_face:

    Ich ziehe folgende Rückschlüsse:

    1. Kauft nur Weibchen, die wandeln sich schon um
    2. Sollte man die Tiere wohl besser as 2, 5 oder so halten
    3. Damit scheiden sie natürlich für fast alle von uns aus, denn den Platz haben wird nicht

    Grüße und schönen Tag
    Peter

  • Hallo,
    ich hätte da mal eine Frage die zwar nicht zum Thema passt aber evtl. könnt Ihr mir ja weiter helfen.
    Würde gerne Wissen wie das verhalten dieser Tiere bzgl. Korallen aus eurer Erfahrung ist und wäre dankbar über eine Bezugquelle für G.bellus und das wichigste cirka. Preise damit ich mal Sparen kann darauf *g*

    LG Stefan

  • Schade das dieses Thema ein zu schnelles Ende gefunden :loudly_crying_face: aber Versuchen kann man es ja nochmal.
    Wie schaut das denn nun bei euch so aus mit euren Genicanthus Arten ?
    Bei mir schwimmen seid ein paar Tagen 2 Weibchen von G.bellus ( habe wie man es bei Doktoren auch macht einen ganz kleinen dazu gesetzt, es ging ohne Problme ) Beide haben sich kurz angestupst und gut war *liebe auf den ersten Bick ?* und dazu schwimmt noch ein Päarchen G.lamarck rum, wobei hier das große G.bellus Weibchen nicht auf den Lamarck Bock zu sprechen ist.
    Ansonsten sind das echt tolle Fische die aber in nicht zu kleine becken gehören, vorallem der G.bellus nicht zum G.lamarck muss ich sagen das sie doch recht Riffgebunden schwimmen.

  • HI Stefan

    i am sorry, aber ich hatte die Frage mit den Korallen gar nicht mehr mitbekommen. Sie gehen an überhaupt keine Korallen!

    Ergeben hat sich bisher auch nichts weiter, die Tiere sind beide nun seitdem Weiberl.

  • Hallo Robert,
    ist ja nicht so wild alles, die Frage bei G.bellus lebt er paarweise im Freiwasser oder als Gruppe ? ggf-. probier ich das im neuem becken mal mit 3 Weibchen evtl. tritt dann hier schneller die Umwandlung eines der Tiere ein.

    LG Stefan

  • Hallo!

    wollte das Thema nochmal ausgraben und Berichten das mein Paar G. watanabei immer noch regelmäßig ablaicht und von einer Umwandlung keine Rede sein kann. Es muss als irgend ein Faktor an der Pflege (Futter, Platz etc) oder an der Fischgesellschaft sein.

    Grüße und schönen Tag
    Peter

  • Hi,
    bei mir hat sich noch ein zugesetztes Männchen zurückgewandelt und wurde wieder entfernt. Vielleicht weibliche Hormone im Wasser :winking_face_with_tongue:

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