Was ist das für eine Steinkoralle?

  • Salut Forianer

    Wir haben Gestern diese Steinkoralle gekauft (siehe die beiden Bilder), können sie aber in keinem Buch finden. Der Händler wusste auch nicht mehr wie sie heisst und woher er sie hatte... Sie hat eine Art "Berge und Täler" ist bräunlich-grün und leuchtet unter dem Blaulicht wunderschön grün. Am Aussenrand erkennt man die Wachstumszone. Wir tippen auf eine Merulina-Art, sind aber gar nicht sicher. Die Wuchsform scheint eher platten-förmig zu sein.
    Lieben Dank und Gruss,
    SARAH

  • Zitat

    Original von Harald Mülder
    Hi Sahra
    Ich tippe auf eine Hydnophora.
    Vorsicht nesselt sehr stark bei kontakt.

    hallo sahra,

    so wie harald sagt, wobei das nesseln nicht nur bei kontakt geschieht, die koralle wirft aktiv 'nesselfäden'
    aus und kann dabei benachbarte korallen, die etliche cm entfernt stehen, treffen.

    diese fäden sehen wie ein netzt aus.

    werden mesenterialfilamente genannt.

  • Hallo zusammen,

    nun als wir die oben genannte Koralle gekauft hatten, viel mir auch gleich die Ähnlichekeiten zu den Hydnophora's auf. Die aber nur in Bezug auf ihr Gewebe. Die Wuchs und Polypenform ist nicht direkt zu vergleichen.

    Hydnophora rigida ist wohl schon alleine von der Wuchsform (Plattenförmig) auszuschliessen. Die Hydnophora exesa weist zwar eine etwa flachere Wuchsform auf, hat jedoch ihre Polypen in Kreisen angeordnet.

    Link zu einem weiteren Bild: http://www.euschen.ch/aquarium/merulina/exesa.jpg

    Dies ist ein Bild aus Fossa/Nielsen Band 4 einer Exesa.

    Nun bleibt aber immer noch die Frage offen um was es sich wirklich handelt ? Ich tippe weiterhin auf eine Merulina. Leider habe noch nie eine solche gesehen noch konnte ich ein brauchbares Bild dazu finden ??

    Die Polypen können so weit aufgehen das diese ebenfall an eine Turbinara Art erinnern könnte....

    Es grüss auch Marc


    HINWEIS:
    Bilder dürfen nur eingestellt werden, wenn das Veröffentlichungsrecht vorliegt.
    Thomas Chronz  

    Einmal editiert, zuletzt von Riffbarsch (13. Januar 2003 um 10:54)

  • Salute :face_with_tongue: :face_with_tongue: :face_with_tongue: :face_with_tongue: :face_with_tongue:

    Nun, ich Tippe auch auf ne Hydnophora. Falls das der Fall sein sollte, unbedingt rundherum einen Freiraum von 10-15 cm lassen-die Art nesselt sehr stark!

    Gruss Heinz :grinning_squinting_face: :face_with_tongue: :grinning_squinting_face: :face_with_tongue:

  • Hallo nochmals,


    bald glaube ich euch auch noch das es sich um eine Hydnophora handelt. Ich konnte aber wie gesagt noch kein Bild finden was nur annähernd passt....

    Wir haben bereist 3 Stück Hydnophora rigida, diese zeigen aber nicht mal im geringsten den Trieb zum vernesseln ! Eine da vom steht 5 cm neben einer Galaxea, auch diese ignorieren sich gegenseitig ! Auch bei Nacht, nur um das vorweg zu nehmen....

    Ich muss aber sagen das wir sehr viel Strömung haben, was ja die Chem. Rezeptoren etwas ausser Gefecht setzen könnte ??

    Gruss Marc

  • Hallo meuschen (cooles Avatarbild von dir... :smiling_face_with_sunglasses: )

    Es ist nur ne Vermutung , dass es sich um eine Hydnophora handelt! Wenn man die Koralle ganz genau zuordnen möchte, ist eine Untersuchung des Skeletes unausweichlich. Vielleicht kann dir Tom genaueres dazu sagen, da er sich mit der Thematik intensiv auseinader setzt und sehr gute Kontakte zu einem amerikanischen Korallenspeziallisten unterhält.

    Gruss Heinz :face_with_tongue:

  • Hallo,
    das Bild von Sarah ist 100% eine Hydnophora.

    @meuschen,
    es kann lange Zeit gut gehen mit den Hydnos aber irgendwann denne nesseln sie und das dann nicht zu knapp. Hatte auch mal eine sehr große diese stand in direkter Nachbarschaft einer Caliendrum. Es ging etwa 12 Monate gut und dann über Nacht hatte es sich die Hydno doch anders überlegt dieses konnte ich ebenfalls bei direkter Nachbarschaft mit einer Motnipora flachwachsend grün beobachten. Also Hydnophoras können sehr stark nesseln wenn sie wollen. Das sieht dan garnicht so gut aus für ihrehn Gegener :winking_face_with_tongue:

  • hallo Stephan,

    wenn dies 100pro eine Hydno ist, weisst du viellciht gleich auch noch welche ?
    Ich kenne wie bereits oben geschrieben nur die rigida und die exesa. Beide passen für mich aber nicht so ganz !

    Gibt es wo möglich noch andere Arten welche z.B. bei Fossa nicht aufgeführt sind ?

    Gruss Marc

  • Juhuu :grinning_squinting_face:

    Sorry, ich will mich ja nicht vordrängen aber ich bin der Meinung, dass es sich am ehesten um eine Hydnophora pilosa handelt.
    Ich bin auch stolzer Besitz einer solchen Kolonie und möchte an der Stelle nochmals erwähnen, dass die Art wirklich sehr, sehr stark nesselt-Nachbarn haben bei Berührung nicht die geringste Chance!!!
    http://www.reeffarmers.com/wavesmarinemiscstony.htm

    Gruss Heinz :smiling_face:

  • HAllo
    Wir haben vor langer Zeit genau so eine Koralle gepflegt wie du sie hier auf dem Bild zeigst.
    Ich habe sie leider durch Helicostomabefall verloren.
    Sie ist ausgesprochen schnellwüchsig und liebte es nicht ganz so hell.
    Sie wuchs auch tellerförmig und später sogar an der Scheibe hoch.

    Ich habe lange gesucht was es se8in könnte aber am nächsten kommt eine Hydnophora.

    Eine Merulina zeigt nicht diese Polypen(ein Bild wird nachgereicht wenn das Licht angeht.)

    Ups.. gerade angegangen..

    Copyright Harald Mülder

  • Hallo,
    hier noch ein Foto einer Hydnophora pilosa mit halb geöffneten Polypen.

    Foto + ©: Klaus Schatz

    Ich habe alle Hydnophora-Arten aus meinem Aquarium entfernt, da sie doch viel Schaden durch Vernesseln angerichtet haben.

  • Hey Harald - salut

    Sieht GENAU so aus, wenn die Polypen eingezogen sind! Kannst Du denn auch bestätigen, dass sie nicht so viel Licht benötigt? Im Fossa/Nielsen steht, dass Hynophoras viel Licht und viel Strömung brauchen...? Ich denke wegen dem Nesseln werden wir mal abwarten und gucken, wie die Nachbarn reagieren. In ca. 10-15cm Entfernung steht eine Turbinaria.
    Lieben Dank für alle Tipps und es Grüessli vo de
    SARAH

  • Zitat

    Original von Sarah
    Hey Harald - salut

    Sieht GENAU so aus, wenn die Polypen eingezogen sind! Kannst Du denn auch bestätigen, dass sie nicht so viel Licht benötigt? Im Fossa/Nielsen steht, dass Hynophoras viel Licht und viel Strömung brauchen...? Ich denke wegen dem Nesseln werden wir mal abwarten und gucken, wie die Nachbarn reagieren. In ca. 10-15cm Entfernung steht eine Turbinaria.
    Lieben Dank für alle Tipps und es Grüessli vo de
    SARAH

    Hallo Sarah
    Bei dem Bild handelt es sich um eine Merulina.
    Diese hat niemals Polypen gezeigt. Der Standort ist unter dem Mittelsteg ca 10 cm unter der Wasseroberfläche.

    Die Damalige Hydnophora die auch tellerförmit wuchs hatte ich bei 150 w Hqi am Beckenboden plaziert.Diese hatte Polypen wie eure.
    Nesseln tut die Hydnophora dann wenn sie Kontakt mit einer anderen Koralle bekommt dann aber durch die Mesentherialfilamente mehrere cm weit.

  • Hallo Sarah und Marc,

    nun beim ersten Bild könnte man glatt meinen, es handle sich um Merulina aplicata, doch das zweite Bild gibt schon etwas näher Auskunft und schliesst dies aus. Denn für eine Merulina - Art sind die Polypen zu lang. Aus meiner Sicht handelt es sich um Hydnophora grandis, welche einen plattenförmigen Wuchs aufweist und längsgerichtete Täler besitzt, statt der normalen Form, verzweigt mit dicken Ästen mit runden Spitzen.
    Diese Wuchsform ist wahrscheinlich auf eine bis dato hin zu geringe Beleuchtungsstärke zurückzuführen, was durchaus möglich wäre, da mir die Koralle eher eine dunklere Färbung hat, schon fluoreszierend aber dunkler und nicht dieses sehr helle plakative giftgrün.
    Wie schon erwähnt wurde, hat diese Korallen - Gattung eine sehr starke Nesselkraft, wenn nicht die stärkste unter den SPS Korallen. Sie kann auch sehr lange Kampftentakel ausbilden, mit welchen sie ihren Raum verteidigt oder ihr Wachstumsgebiet erweitert oder freihalten will. Deshalb sollte einen Mindestabstand zu benachbarten Korallen von etwa 10-15 cm eingehalten werden. Natürlich muss diese Koralle nicht unbedingt ihre Nesselbatterien per K-Tentakel um sich werfen, es kann auch sein, dass sie unmittelbare Korallen akzeptiert oder gar nicht warnimmt, je nach Strömung !
    Doch sollte man einen Abstand immer miteinrechnen beim Platzieren dieser Tier-Kolonien, denn diese Korallen - Gattung ist trügerisch.
    Denn beim Einsetzen hat die Koralle ein gleichgrosses Volumen wie ihr Skelett und scheint uns klein, doch bei abgeschlossener Eingewöhnung, breitet diese Koralle ihr Gewebe soweit aus, das dieses sich etwa 5-7mm vom Skelett abhebt und ihre vluminöse Gestalt zum Vorschein kommt. Benachbarte Korallen, welche dann zu dicht, in Abständen von etwa 5-50mm, neben ihr stehen, bekämpft sie nicht mal mit ihren K-Tentakeln, sondern verdaut diese bei lebendigem Laibe mit den ausgestülpten Mesenterialfilamenten ( meistens in der Nacht ), wie Harald, vor mir schon mitteilte.
    Somit kann Hydnophora in kurzer Zeit eine Nachbarkoralle schwer schädigen. Und wenn man dann am anderen Morgen aufwacht, sieht man nichts mehr von einem stillen Angriff, sondern nur noch das kahle Skelett, der Nachbarkoralle.
    Also, genügend Platz gewähren !

    Servus

    Einmal editiert, zuletzt von Uncle Tom (13. Januar 2003 um 21:18)

  • Zitat

    Original von Uncle Tom

    Und wenn man dann am anderen Morgen aufwacht, sieht man nichts mehr von einem stillen Angriff, sondern nur noch das kahle Skelett, der Nachbarkoralle.
    Also, genügend Platz gewähren !

    Servus

    sevus....

    das mesenterialfilamente-netzt ist auch normalerweise nach stunden zu sehen.

    die kahlheit der bekämpften koralle kommt dann so nach und nach zum vorschein.

  • Zitat


    Von Joe :

    das mesenterialfilamente-netzt ist auch normalerweise nach stunden zu sehen

    Ist möglich, hab selber aber schon beobachten können, dass nichts mehr zu sehen war, hab sogar mal die Zeit gemessen, in der schon mal ein solcher Angriff vonstatten ging. War hinterher dann doch sehr müde !

    Gruss

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