Hallo an alle,
ich beschäftige mich schon länger mit alternativen Konzepten ein Riffaquarium zu betreiben. Die ständige Diskussion um Neonröhren oder HQI nerven auch langsam. Warum nicht mal Nägel mit Köpfen machen und die technischen Nachteile dieser Leuchtmittel elininieren. Stromverbrauch und Hitzeentwicklung, Lebensdauer und Spektralverteilung sind sicher die Hauptprobleme.
Mehr und mehr drängen immer leistungsfähigere Leuchdioden in die Geräteentwicklungen. Sie sind in unterschiedlichen Wellenbereichen lieferbar. Man könnte sich damit genau die Spektralverteilung zusammenstellen die man für sich und seine Pfleglinge als richtig empfindet.
Ich stelle mir das so vor:
Als Beleuchtung eine Matrix aus vielen Leuchtdioden mit hoher Leuchtstärke. Weißes Licht oder eine Kombination aus unterschiedlichen Wellenbereichen. Eine flächige Ausleuchtung des gesamten Beckens wäre damit sichergestellt. Bestimmte Bereiche des Beckens könnten durch Bündelung mehrerer Dioden spotähnlich beleuchtet werden.
Dioden haben kaum Wärmeabgabe was bei sommerlichen Temperaturen ein zugkräftiges Argument sein würde. Auch ist der Stromverbrauch im Verhältnis zur Lichtausbeute enorm. Eine Niedervoltstromversorgung von 3.5 - 5 Volt reicht aus. Eine zusätzliche Sicherheit vor allen in Seewasserbecken. Je Diode etwa 20mA Stromaufnahme sind ein guter Wert. Die durchschnittliche Lebensdauer wird mit etwa 100000 Stunden angegeben. Enorm wie ich meine.
Weitehin wäre es kein Problem die Beleuchtungsstärke zu variieren. Entweder durch die Regelung der Versorgungsspannung oder durch einfaches Ausschalten einzelner Dioden in einem Leuchtenfeld. Eine echte Wolkensimulation mit wandernden Wolken durch einen angeschlossenen Computer wäre so erstmals möglich.
Momentaner Nachteil:
Die Dioden kosten etwa 1,50 bis 2,50 € das Stück.
Und man wird eine ganze Menge davon brauchen. Ich denke aber es ist nur eine Frage der Zeit wann die Preise dafür purzeln. Nimmt man mal die mögliche Stromersparnis, die fehlende Wärmeentwicklung, die mögliche Lichtverteilung und Spektralverteilung dieser Lichterzeuger und zusätzlich noch die Lebensdauer ( selbst die halbe Zeit ist schon gigantisch) an, relativiert sich der Anschaffungspreis sicher auch.
So, das war eine ganze Menge. Ich hoffe ich löse damit eine muntere Diskussion aus. Neue Wege zu gehen ist nicht immer einfach. Ein Techniker wie ich kann sich halt schlecht mit augenscheinlichen Nachteilen von vorhandenen Techniken zufrieden geben.
Puschi
