Meerwasser aufheben?

  • Hallo,

    bei mir steht eine Beckenvergrößerung von 50x50x50 auf 100x50x50 an. :smiling_face:
    Meine Frage lautet jetzt: Kann ich Meerwasser vom Wasserwechsel aufheben, um es dann im neuen Becken zu verwenden?

    Ich dachte mir das ich dadurch weniger neues Wasser ansetzen müßte und es so besser für die Wasserchemie wäre.
    Macht das sinn? Und wie lange meint ihr kann man das Wasser aufheben (in Kanistern)?

    Danke im vorraus,

    Thomas

    Einmal editiert, zuletzt von zobel (26. August 2007 um 14:31)

  • Hallo,

    das Wasser muss zumindest belüftet werden. Es ist weiterhin Biologie im Becken und es würde schnell gammelig werden. Allerdings würde ich einfach frisches Wasser nehmen, wenn du die Möglichkeit hast ein paar Tage vorher ansetzen. Wenn du 1/3 Altwasser hast, reicht das locker aus.

  • Hallo,

    Wenn 1/3 eingefahrenes Wasser reichen hört sich das gut an. Da ich zwei große Wassertonnen besitze (nur für das Aqua) ist das mit dem Wasseransetzen kein Thema.

    Also mach ich bei meiner Beckenvergrößerung einfach einen größeren Wasserwechsel :grinning_squinting_face:

    Oder gibt es andere Meinungen?

    Danke für die schnelle Antwort :thup

    Gruß,
    Thomas

  • Da Dein neues Becken ja insgesamt 250 Liter fassen wird und Dein altes 125 Liter würde ich lieber das Wasser von zwei WW nehmen und dieses dann zwischenzeitlich belüften und umwälzen. Da bei sagen wir mal netto 200 Liter Wasser im neuen Becken etwa 70 Liter ein Drittel ergeben halte ich diese Menge für zu hoch um sie dem alten, kleinerem Becken auf ein Mal zu entnehmen, oder wird das alte danach aufgelößt?

  • Hi,

    das alte Becken wird aufgelöst und in das große transferiert. Daher stehen ca. 50% Eingelaufendes Wasser zur verfügung ohne gehältertes.

    Ich war mir nicht sicher ob nicht 50% neues Wasser + neuen Bodengrund (Aragonit oder LiveSand) zu viel an der Biologie rütteln. Daher dachte ich das ich Wasser aufhebe. Ich möchte nämlich möglichst keine neue Algen- bzw. Einlaufphase bekommen.

  • Wenn du neues Dekorationsmaterial einbringst, dann wird dieses immer den entsprechenden Algenphasen unterliegen, egal ob du es in ein eingerichtetes Becken gibst oder bei einem Umzug. Die bestehenden Steine werden hiervon jedoch nicht bzw. nicht so stark betroffen. Das lässt sich leider nicht ändern.
    Wenn du Altwasser verwenden möchtest, so würde ich dieses in das neue Becken geben solange das alte noch steht und schonmal mit einer Strömungspumpe umwälzen, dann klappt das sicherlich.

    Die Biologie wird sich bei 1/3 Altwasser sehr schnell anpassen. Du hast dann ja 1/3 der Bakterienmasse, die üblich ist. Bakterien vermehren exponentiell. Nach dem ersten Vermehrungszyklus hast du also schon das doppelte - also 2/3 und nach dem zweiten Vermehrungszyklus ist die Bakterienpopulation dann schon wieder bei ihrem Maximum angelangt. Das heißt innerhalb weniger Stunden hast du ein ähnliches bakterielles Milleu wie im alten Becken.

  • Hi,

    das Bakterien exponentiel wachsen da sie sich teilen leuchtet mir ein. Nur hab ich keine Ahnung wie lange der Wachstumszyklus im Becken von den jeweiligen Baktis ist... Aber egal, ich werd das wohl dann mit ca. 1/3 altwasser machen.

    Noch eine Frage, da ich im Forum leider nichts gefunden habe:

    Über meinem 50er Würfel hatte ich eine 70W HQI. Für das neue Becken (100x50x50) stelle ich mir dioe ATI Sunpower 4x39W vor. Bisher halte ich keine SPS sonder lediglich Weichkorallen, Scheiben und eine Euphillia. Leider vermisse ich bei den T5 Lampen den Kringeleffekt.

    Zu meinen Fragen:

    -Kann ich die 70W HQI für den Kringeleffekt noch hinter die Sunpower hängen? Wie würdet ihr die Lampen dann ausrichten?
    -Gibt es mittlerweile jemanden der erfolgreich seine T5 mit LED´s für den Kringeleffekt "aufgeüstet" hat?

    gruß,
    Thomas

    2 Mal editiert, zuletzt von zobel (26. August 2007 um 18:49)

  • Hallo Thomas,

    ich hab gerade in letzter Zeit zwei Becken jeweils um das doppelte "vergrößert".
    Zuerst mein altes von 430 Liter auf 960 und gerade vorgestern dann dem Käufer meines alten Beckens geholfen von einem Percula auf mein altes 430 umzsiedeln...

    Hab dabei beides Mal folgenderweise verfahren:
    In den Tagen davor jeweils fast täglich Wasserwechsel unter Aufbewahrung des Altwassers (mit Pumpe belüftet), sodaß ich dann für die Übersiedlung den größten Teil "Altwasser" hatte (zumindest so wenig wie möglich ganz frisches). Am Tag der Übersiedlung haben wir dann aus dem alten Becken noch bis auf gut 10-15cm Höhe Wasser aus dem alten Becken abgezogen - in 10 und 20L Eimer oder andere Hälterungsbehälter (ist sauber und kann für das neue verwendet werden (um so viel weniger mußt Du fürs neue (natürlich die Wassermenge fürs Technikbecken vom neuen nicht vergessen, wenn ein solches vorhanden ist).
    Dann alle Korallen aus dem alten raus und in die Eimer etc. verteilen. Dann die Steine raus und in ein Behältnis rein. Dann in das Restwasser des alten Beckens (wo noch Fische und Bodengrund drinnen sind) eine Strömungspumpe reingeben, das die Fische auerstoff haben. Dann den Steinaufbau des neuen Beckens machen, neuen Sand rein (ich hab den alten verworfen) dann Wasser dazu und die Korallen platzieren und dann die Fische "umschöpfen". Beide Übersiedlungen ohne Fisch und Korallenverluste und minimale Schmieralgen und Grünalgenphase nach einigen Tagen....

    Absolut zu empfehlen - würde also nicht ein Drittel ganz frisches nehmen, wenn es anders möglich ist...

    Grüße

    Markus

    Grüße aus Tirol - dem Herz der Alpen
    PS: wozu an die See fahren, wenn man "Meer" zuhause hat?

  • Hi,

    Danke für die Infos. Da ich noch etwas Zeit habe kann ich noch in ruhe darüber Nachdenken.
    Schätze man kann nicht all zu viel verkehrt machen.

    Mein Umzug vor ca. 3 Monaten ist auch ohne Verluste und neue Algenphasen geglückt.

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