beckenentwicklung

  • hallo :)) !
    da ich euch früher mit meinen "problemen(cryphtos,algen,cyanos,..)" belastet habe, möchte ich euch jetzt auch an meiner freude über mein becken teilhaben lassen und gleichzeitig von meinen erfahrungen berichten.
    irgendwer stellte hier mal die frage wie lange denn die einfahrphase eines beckens dauert. also bei meinem becken, bei meiner konstellation dauerte es ziemlich genau 4 monate (andere becken sind anders, schon klar!) falls sich jetzt jemand fragt wie ich das denn festgestellt habe, antworte ich, eines abends bin ich vor dem becken gesessen und habe mir gedacht, jetzt ist die 1. Phase vorbei, kennt wahrscheinlich eh jeder.
    also meine algen sind stark zurückgegangen und jetzt konstant(algen gehören in jedes becken - glaube ich!)
    keine krankheiten mehr, es schaut so aus als fühlen sich alle pudelwohl, die werte haben sich auch im grünen bereich eingependelt
    ich habe vor ca. 1 monat angefangen täglich eine kappe aquatim ins becken zu geben und ohne den kausalzusammenhang beweisen zu können freue ich mich inzwischen über die vielen unterschiedlichen "kleinstlebewesen" die bei dunkelheit im becken herumkreuchen und fleuchen. auch in diesem bereich ist mein becken jetzt sehr lebendig geworden.
    für die weitere entwicklung des beckens habe ich aber doch auch eine frage:
    ich habe zeovit im becken. wegen der algen habe ich damals aufgehört die baks zu füttern. inzwischen füttere ich wieder ein wenig (5 tropfen/800l). meine frage: reicht eine zunehmende fütterung der überlebenden baks aus und sie vermehren sich wieder oder sind durch den futterstopp "bestimmte gruppen" der baks gänzlich ausgestorben und es ist besser, eine neue population aufzubauen?
    ist etwas länger geworden, aber ich denke, mal was positives tut auch gut :winking_face: !
    grüße wilfried

  • Hallo Wilfried

    ERst mal glückwunsch das die Biologie im Becken scheinbar in Ordnung gekommen ist. Allerdings muss man dazu noch anmerken das gerade der frühe Fischbesatz hier weniger hilfreich war.
    Das verlängert meist die ersten Algenphasen enorm.
    Und auch hier wieder der Zusatz, jedes Becken ist anders, so ein einfahren kann bei dem einen ganz schnell gehen, bei den anderen dauert es dann ein halbes Jahr und druchaus auch mal länger.

    Zu deiner Frage: Ich sehe da keine Probleme, bei der Verwendung von Zeofood und gleichzeitiger Planktonzugabe.
    Ausserdem denke ich nicht das Bakterienstämme komplett verschwinden.
    Von daher, kein Problem. Aber halte dich an die Anweisungen von Thomas Pohl im Bezug auf die Menge und Anwendung.

    Viele grüße
    Robert

  • hallo robert!
    ich danke dir und ich werde nach den angaben von thomas dosieren, ich wollte nur nicht von 0 auf 10 tropfen hochfahren!
    :)) grüße wilfried

  • Hallo Wilfried,

    Zitat

    Original von wilfried fillafer
    ich habe zeovit im becken. wegen der algen habe ich damals aufgehört die baks zu füttern. inzwischen füttere ich wieder ein wenig (5 tropfen/800l). meine frage: reicht eine zunehmende fütterung der überlebenden baks aus und sie vermehren sich wieder oder sind durch den futterstopp "bestimmte gruppen" der baks gänzlich ausgestorben und es ist besser, eine neue population aufzubauen?

    stickstoffabbauende Bakterien bleiben bei gleichmäßiger Nahrungszufuhr konstant in ihrer Anzahl. Ein größeres Nahrungsangebot führt zu einer Vermehrung der Bakterien und ein sinkendes Nahrungsangebot zu einer Verringerung der Stämme.

    Ich habe bereits früher mehrfach in unterschiedlichen Postings versucht diese Zusammenhänge darzustellen.

    Als Erste profitieren die nitrifizierenden Bakterien von einem steigenden Nährstoffangebot, was sich in einem steigenden Nitratgehalt bemerkbar macht. Ob Nitrat beim Erreichen des Peak bakteriell vermindert wird hängt von verschiedenen Faktoren ab. Der wichtigste Faktor ist die zur Verfügung stehende Fläche zur Besiedlung mit nitratabbauenden Bakterien. Steht die nicht zur Verfügung, steigt Nitrat weiter an.

    Ich lese recht häufig, daß davon ausgegangen wird genügend denitrifizierende Bakterien im Aquarium zu haben aber aus Erfahrung weiß ich, daß eher das Gegenteil der Fall ist. Ein paar Kilo lebende Steine ist eben nicht alles und ein speziell dafür eingerichteter Nitratfilter ist sensibler als eine Mimose. Da Zeovit mit der Unterstützung von Bakterien arbeitet, ist der Stickstoffabbau prinzipiell gleich. Damit bewegen wir uns wieder auf der Ebene der biologischen Filterung, die ja bis auf einige Ausnahmen aus der Meerwasseraquaristik verbannt worden ist. Alles was damit im Zusammenhang steht, muß gleichmäßig und langsam erfolgen. Also auch keine "Futterstops", durch die lediglich die Bakterien in ihrer Zahl vermindert werden jedoch nicht "aussterben" ! Sie können sogar Trockenperioden eine kurze Zeit überdauern. Schwieriger ist das bei den Nitrobactern, die ihren Metabolismus auf Nitratatmung umstellen können indem sie die Nitratmoleküle aufbrechen und den darin enthaltenen Sauerstoff benutzen, den sie nach wie vor benötigen. Bekommen sie den von woanders her, z.B. durch im Wasser gelösten Sauerstoff, auch wenn der Anteil daran gering ist, also gemeinhin als sauerstoffarm bezeichnet wird, besteht keine Veranlassung zur Nitratatmung zu wechseln. Wenn man das so bezeichnen will, ist die Denitrifikation nichts anderes als eine Notfallmaßnahme um am Leben zu bleiben und die damit verbundene Nitratverminderung lediglich ein Nebeneffekt den wir uns zunutze machen können. In der Landwirtschaft ist das schon seit jahrzehnten bekannt und....unerwünscht, da die Pflanzennährstoffe anderweitig durch Düngung eingebracht werden müssen.

    Unter all diesen Gesichtspunkten ist es nicht richtig, vom Sterben einer Population zu sprechen und in der Folge von einer Neuansiedlung, da die Organismen ständig präsent sind.

    Ich möchte Dich nicht einer Illusion berauben aber bis diese Verhältnisse gleichmäßig stabil verlaufen, dauert es ungefähr ein Jahr. Das dauert deshalb so lange, weil es nicht bei der Anfangsbelastung bleibt. Da wird dann hier ein Fisch dazugesetzt und dort eine Anemone usw. und deshalb muß sich das System jedesmal aufs Neue anpassen, was mit einer Unterbrechung oder zumindest einer Einschränkung der Stabilisierung gleichbedeutend ist.

    Was ich jetzt nicht verstehe ist, daß Du einerseits davon sprichst Dein System sei eingefahren und andererseits Probleme im biologischen Abbau vermutest. Kannst Du mir diesen Widerspruch erklären ?

  • hallo ralph!
    einfahren:
    vergleiche ich mit einpendeln, damit meine ich, dass veränderungen, wie zB. die erhöhte fütterung das gesamtsystem nicht mehr so stark aus dem gleichgewicht bringen - das system ist stabiler geworden ist - wie am anfang. mir ist vollkommen klar, dass das system nach 12 monaten stabiler ist, wie nach 4. irgendwie (und ich weiß nicht warum) erscheint mir der vorgang aber nicht linear sondern in stufen (über die eckpunkte der stufen[grafisch] kann man natürlich wieder ein linie ziehen (ich hoffe du verstehst mich). kennst du das auch: mehrere wochen tut sich im becken eigentlich nicht viel(ich schau dann jeden tag und suche indizien für die weiterentwicklung ohne fündig zu werden und dann plötzlich passiert vieles sehr schnell hintereinander(vielleich wäre besser zu sagen, dass die entwicklung in schüben ablauft??), dann ist wieder ruhe.
    schau: vor kurzem habe ich bemerkt, dass ich (unbewußt) die meßabstände für die wasserwerte verändert/vergrößert habe.
    rückgeschlossen weiß ich also, dass die werte stabiler geworden sind, denn auf wechselnde ergebnisse reagiere ich, kannst mir glauben (wenn du meine beträge gelesen hast weißt du, dass ich darauf eher hektisch reagiere :loudly_crying_face: ).
    mein kleines ökosystem(800l) wird wahrscheinlich nie so eingefahren sein wie deines, aber nach deiner einschätzung/erfahrung wird die nächste stufe der entwicklung in 8 monaten erreicht sein, die nächste stufe dauert dann wahrscheinlich mehrere jahre, usw.
    biologischer abbau:
    ich glaube hier mal gelesen zu haben, dass sich die nitrobacter aus verschiedenen bakterienarten zusammensetzen. meine idee war jetzt, dass einzelne arten den "hungerzustand" besser überstehen als andere. wenn ich nun wieder mehr füttere (zeofood) würde ich dann ja nur mehr die überlebenden arten vermehre, dann würde ich ja nur eine "falsche" nitrobacterzusammensetzung hochpäppeln.
    wenn es aber nur einen nitrobacterstamm gibt oder alle gleich unter der hungersnot leiden, kann ich einfach mehr füttern und alles ist wieder paletti.
    das war meine frage.
    übrigends trotz wieder aufgenommener fütterung der baks kann ich keine veränderung der werte bei, ammonium,nitrit und nitrat feststellen - alles im grünen bereich, nämlich null. aus dem schlließe ich auch das mein system die 1. phase "beendet" hat. aber ganz ehrlich gesagt: die feststellung jetzt ist es soweit war haupsächlich intiutiv.
    ich hoffe meine gedanken sind für dich nachvollziebar!
    :smiling_face: grüße wilfried

    4 Mal editiert, zuletzt von wilfried fillafer (9. Januar 2003 um 15:02)

  • Hallo Wilfried,
    freut mich das dein Becken jetzt läuft.
    Zu dem Bak und Foodfragen, kann ich dir nur Praktische Antworten geben...da das Theoretische mich nich sonderlich interessiert.
    Ein Zudosierung von Baks ist genauso erforderlich wie Food,
    da Praktisch bei einer Dossierung der Bakterien nachlassende Farben der Korallen wieder viel Intensiver werden und das Wachstum anschiebt, daraus schliesse ich praktisch das diese genauso wie das Food von Korallen aufgenommen und verbraucht werden, dies ist auch bei Grosspolypigen zu sehen.Wie sich das Theoretisch verhält...keine Ahnung is mir auch pumpel... :smiling_face:
    Also kannst auch Dossieren... aber bitte in Massen...und genau diese Masse musst du für dein Becken finden, da jeder Besatz anders ist, ok?
    Gruss Th.

  • du weisst doch was ich mein...näää? :smiling_face:
    bin halt bissle Plond manchmal...ok?
    Gruss Th :smiling_face:

  • Hallo Thomas :grinning_squinting_face: ,

    mal angenommen das Wort Massen wäre groß geschrieben also MASSEN, dann wiederum wäre es laut der amtlichen deutschen Rechtschreibung richtig.

    Auch in der Schweizerdeutschen Rechtschreibung wird es so geschrieben

    -> siehe: http://www.duden.de/service/downlo…tung_duden1.pdf

    MfG, Frank


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    Einmal editiert, zuletzt von iXware (11. Januar 2003 um 16:23)

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