Unter diesem Namen gab es mal einen Fred über einen jungen Mann, der die Sachen von Bernd Mohr weiterentwicklet hat. Große Anlage, viel Engagement, viele Tiere. Sehr gut!
Ich will heute mal einen Korallenzüchter vorstellen, dem Qualität absolut vor Quantität geht, der nicht in der Öffentlichkeit auftritt und der nicht an jeder Ecke seine Ableger verramschen muß, weil er zu viele gemacht hat. Er werkelt im stillen Kämmerlein mit viel Wasserwechsel, AquaScience Röhren und täglich 1 - 2 Stunden Arbeit vor sich hin und verkauft definitiv NICHT an Besucher.
Für mich sind es die besten Korallen, die ich jemals gesehen habe, aber das muß jeder selbst für sich entscheiden.
Zu den Farben der Fotos:
Unvorbelastete sollten wissen, daß jede Digitalkamera wenn sie ein Bild abspeichert (JPEG; TIFF), mittels eines Programms versucht, die Farben für das menschliche Auge so neutral wie möglich wiederzugeben. Was dabei heraus kommt, hängt vom Programm der Kamera ab und letztendlich auch vom Geschmack und den Voreinstellungen des Fotografen.
In der professionellen Fotografie verwendet man ein sogenanntes Rohformat (RAW), welches Bilder erzeugt, die auf den ersten Blick nicht immer ansehnlich sind, da sie nur das wiedergeben, was der Chip aufgezeichnet hat. Die Aufgabe des Fotografen ist nun, mittels geeigneter Soft- (z.B. Apple Aperture oder Adobe Lightroom, auch andere) und Hardware (farbkalibrierte (!)Computer, Bildschirm, evtl. Drucker) einen neutralen Punkt im Bild (weiß oder grau - daher "Weißabgleich) zu finden, der auch am Objekt weiß war, hier zum Beispiel sauberer Korallensand. Denn dieses reflektierte Weiß ist das Gesamtspektrum der Beleuchtung und wird jetzt als Neutralweiß (oder grau) definiert. Danach werden alle anderen Farben ausgerichtet.
Das ist ein schwieriges Unterfangen und bei der Aquarienbeleuchtung (blaue Röhren!) immer auch mit dem persönlichen Geschmack des Fotografen verbunden.
In diesem konkreten Fall werden die Korallen vollflächig aus 20cm Abstand mit Powerbalken und T5 im Wechsel blau/weiß bestrahlt. Die Lichteinwirkung ist also enorm und auch dem Kamerachip steht eine Menge davon zur Verfügung. Ob ich nun immer die natürlichen Farben getroffen habe, mag dahingestellt sein, auf jeden Fall wurde nicht die Sättigung verändert, sondern wenn, dann nur das Verhältnis der Farben zueinander.
Wäre also mein Empfinden zu rotlastig, würde der der gesamte Blauanteil nach lila kippen und grün würde unansehnlich, eher bräunlich.
Zweifler mögen sich also immer ein neutrales Grau oder Weiß suchen, um beurteilen zu können (Was aber außerdem von den jeweiligen Bildschirmeinstellungen Eurer Computer abhängig ist!), ob die Farben so stimmen.
Aber genug geredet: Einfach genießen!!!
Zunächst einige Bilder aus dem Hauptbecken von 2004









