Silicat Salifert - richtige Anwendung?

  • Hallo Leute,
    da ich diverse Algen- und Planarienprobleme habe, wollte ich mein Wasser mal auf Silikat hin überprüfen. So wie ich das richtig rausgehört habe ist da wohl der Test von Salifert ziehmlich gut und habe mir ihn daraufhin gekauft.
    Ich habe den Test mit dem AQ-Wasser, Osmose-Wasser und Leitungswasser durchgeführt, erstaunlicherweise alles mit dem selben Ergebniss von 0.03 mg/l. Das wundert mich ja doch schon ein wenig, weil ich erwartet habe, das im Leitungswasser auf jeden Fall mehr Silikat enthalten sein müsste. Mache ich bei den Tests irgendwas falsch?
    1. 2ml des zu testendes Wassers mit der Spritze ins Testgefäß

    2. 6 Tropfen Si1 und 2 Tropfen Si2 ins Testgefäß und das ganze 10 Sekunden mischen (Was soll "mischen" denn genau heißen? Ist damit gemeint das Gefäß zu schließen und dann zu schütteln oder ist eher "schwenken" gemeint?) Anschließend 5 Minuten warten (ist es egal ob das Gefäß mit Deckel verschlossen sein muss?)

    3. nochmal 2 Tropfen Si2 ins Testgefäß und 10 Sekunden mischen

    4. Gestrichener Löfel Si3-Pulver ins Testgefäß und wieder 10 Sekunden Mischen (richtig Schütteln oder was?)

    5. Farbwert ablesen: hier gibts in meiner Anleitung zwei Varianten wobei ich da nicht so ganz durchsteige
    a) Von der Seite durch die Flüßigkeit durchschauen und mit Farbskala vergleichen, richtig?

    b) Hier steht jetzt man soll durch das geöffnete Testgefäß (sollte es denn nun vorher beim Mischen oder beim 5 minütigen Warten geschlossen gewesen sein?) von oben reinschauen und dem Faktor 10 multiplizieren. Wieso sollte die Flüßigkeit von oben anders aussehen als von der Seite im Falle a)?

    Am Ende der Anleitung steht ferner, dass das was ich messe der Gehalt an Silikonoxid in mg/l ist. Brauche ich denn diesen Wert oder interessiert mich der Silikonwert, den ich durch Multiplikation mit dem Fakto 2,1 aus dem Silikonoxid errechnen kann?

    Danke für Eure Hilfe!

  • Hi,

    zwecks dem test kann ich dir nicht helfen, aber soweit ich weiß, filtert die osmoseanlage kein sikikat aus dem wasser. wenn du welches hast ist ein reinstwasserfilter hinter der osmose nötig. das ist nen harz das auch den allerletzten rest von allem aus dem wasser filtert...was da hinten rauskommt sollte hoch reines h2o sein.

    grüße

    joe

    P.S.: meine osmose hat nur ganz am anfang silikat gefiltert...bereits nach etwa 2 monaten war wieder silikat im wasser....alles andere wird gefiltert.

  • Hallo,

    ich verwende auch den Test von Salifert, allerdings gibt es kleinere Abweichungen in der Anleitung.
    Ich denke Du hast entweder ein älteres oder neueres Produkt der Firma Salifert, würde mich mal interessieren. Bei mir steht auf der Verpackung anwendtbar bis 01-2009, habe es mir vor 3 Monaten gekauft.
    Zu deinen Fragen mit oder ohne Deckel mischen bzw stehen lassen usw. sehe ich es so.
    Der Deckel soll nur verhindern, das beim Mischen die Flüssigkeit nicht das Gefäß verlässt. Die Tropfen lassen sich innerhalb der angegebenen Zeit durch schwenken gut vermischen, so das man hier den Deckel nicht unbedingt benötigt.
    Bei Zugabe des Pulvers muss bis zu dessen Auflösung schon gut vermischt werden. Will man das in den angebenen 10 Sekunden schaffen ist es besser wenn man den Deckel verwendet und gut schüttelt.
    Die 2 Varianten in Punkt 5 sind so zu erklären.
    Das Testgefäß ist doch bei der Überprüfung mit der Farbscala nur sehr gering gefüllt. Wenn Du also von oben hineinschaust wird dir die Einfärbung immer schwächer erscheinen als wenn du durch das Glas von der Seite schaust. Du schaust doch von der Seite durch eine größere Tiefe der Testflüssigkeit, damit erscheint sie auch dunkler.
    So ist auch entscheidend, wie dein gemessener Wert von 0,03 mg/l entstand.
    Wenn du von oben in das Testgefäß beim Vergleich geschaut hast , so wäre der Wert auf der Skala mit
    10 zu multiplizieren, also 0,3 mg/l.
    Hast du von der Seite beim Vergleich durchgeschaut , so wären es 0,03 mg/l.
    Ich wundere mich eigentlich, das dir die unterschiedlichen Farbintensitäten nicht aufgefallen sind.
    Ich hoffe ich konnte Dir damit helfen.

    Gruß Sven

  • Hallo
    Ich verwende den Test auch allerdings steht in meiner Anwendug etwas ganz anderes?

    1. 2ml des zu testendes Wassers mit der Spritze ins Testgefäß
    2. 4 Tropfen Si1 und 5 min warten.
    3. 4 Tropfen Si2 und 1 min warten.
    4. Gestrichener Löfel Si3-Pulver ins Testgefäß und wieder 10 Sekunden Mischen

    Dann ablesen. Mein Test ist ca 3 Monate Alt.Eventuell hat Salifert ja etwas geändert?

    Würde mich mal intressieren :ylol

    Mit freundlichen Gruß

    Jürgen Mletzko

    :fish2:

  • Hallo Kubanskusu,

    dass du in deinem Leitungswasser den gleichen Silicatwert hast wie in destilliertem Wasser ist äußerst unwahrscheinlich.
    Ein Messfehler ist viel wahrscheinlicher. Außerdem scheint die Firma Salifert sehr abwechslungsreich in der Zusammensetzung
    ihrer Tests zu sein, vielleicht passt die Anleitung gar nicht zum Test. Lass dir den Test am besten bei dem Händler,
    wo du ihn erworben hast, mal vorführen.

    Zur Umrechnung: 1 mg Silicium = 2,1 mg Silicat (SiO2) = 3,4 mg Kieselsäure (Si(OH)4)
    Im Riff findet man 0,04 - 0,1 mg/l Si, im offenen Meer bis 5 mg/l.


    Jochen: Dass Silicat von der UO nicht zurück gehalten wird, ist falsch. Richtig ist, dass der Schlupf etwas größer
    ist als bei anderen Stoffen. Ich habe gerade die Silicatrückhaltung der UO im Naturkundemuseum überprüft: 90%

    Gruß Armin

  • Zitat

    Original von Armin Glaser


    Jochen: Dass Silicat von der UO nicht zurück gehalten wird, ist falsch. Richtig ist, dass der Schlupf etwas größer
    ist als bei anderen Stoffen. Ich habe gerade die Silicatrückhaltung der UO im Naturkundemuseum überprüft: 90%

    Oh, ok. dann unterliege ich einer fehlinformation. so nen wasserwerktyp hat mir mal erzählt, das die partikelgröße von silikaten klein genug ist um durch die osmose zu kommen. scheint dann ja ne mehr oder weniger fehlinformation zu sein :smiling_face:
    werd ich mir mal so speichern :smiling_face: danke :smiling_face:


    Grüße

    joe

  • Hallo Jochen,

    da hat dich der Mensch doppelt veräppelt.
    Die Silicatmoleküle sind nicht besonders klein und sie werden zurück gehalten.

    Dass sie etwas schlechter als andere zurück gehalten werden liegt daran, dass sie zu einem großen Teil als
    unpolare Kieselsäure vorliegen.

    Gruß Armin

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!