Ozonisator

  • Hallo alle zusammen!

    Wenn ich von der Seite in mein AQ schaue, ist das Wasser in der Tiefe recht gelblich. Ein Händler sagte mir, dass ich einen Ozonisator verwenden soll. Da diese Geräte aber teuer sind habe ich ich bei Ebay nachgesehen und durchaus etwas gefunden, was ich gerne ersteigern würde.

    Meine Fragen sind: Wie funktioniert ein Ozonisator eigendlich? Und unterliegt er einen Alterungsprozess?

    Danke an alle Versalzenen Markus

  • Hi,

    zwar keine Antwort auf deine Fragen aber eine kostengünstigere Alternative: je 100 Liter Beckenwasser 50 - 100 g gute Aktivkohle an eine gut durchströmte Stelle oder in einen Extra-Filter geben und nach 3 Tagen wieder entfernen.
    Das mag der Gilb nicht.

    Eine Seite im Internet, die dir bei deinen Fragen sicher weiterhilft: Sander

    Einmal editiert, zuletzt von Riffbarsch (5. Januar 2003 um 02:50)

  • Hallo Markus Stank,

    Zitat

    Original von Markus Stank
    Wenn ich von der Seite in mein AQ schaue, ist das Wasser in der Tiefe recht gelblich. Ein Händler sagte mir, dass ich einen Ozonisator verwenden soll. Da diese Geräte aber teuer sind habe ich ich bei Ebay nachgesehen und durchaus etwas gefunden, was ich gerne ersteigern würde.

    zunächst einmal möchte Ich Dich bitten, den Hinweis von Thomas unbedingt zu beachten !

    Denn Ozon ist nicht nur ein Segen sondern es kann ganz schön viel Unheil anrichten. Die Gelbfärbung Deines Aquariumwassers setzt sich aus unendlich vielen Bestandteilen zusammen. Wichtig für Dich zu wissen ist aber, daß sie bereits toxisch sein kann wenn sie sichtbar wird. Ozon setzt sich aus drei Sauerstoffatomen zusammen, wovon das Dritte äußerst agressiv reagiert. Ozon verbrennt diese Gelbstoffe wie auch z.B. Nitrit. Bei zu hoher Dosierung allerdings auch so empfindliche Teile wie Kiemen, Augen, Schleimhaut usw. Es vermindert aber auch bei entsprechender Dosis die Keimzahl im Aquarium. Manche Leute, so wie ich selbst, geben regelmäßig eine konstante Menge davon in den Abschäumer um die Schäumertätigkeit zu verbessern. Manche Leute, ich jedoch nicht, steuern damit ihren Nitratfilter über das Redoxpotential.

    Die eleganteste und schonendste Methode Gelbstoffe zu entfernen ist das Filtern über die von Thomas genannte Aktivkohle, die ich Dir nochmals anrate.

  • Noch eine Anmerkung:
    wenn man dann doch Ozon einsetzen will, dann am besten die Luft des Abschäumers damit versetzen und das abfließende Wasser über Aktivkohle leiten: diese zerstört katalytisch das meiste noch vorhandene Restozon.

  • Hallo Markus!

    Noch eine einfache und billige Methode gegen den Gilb: Mehr Wasser wechseln, das bringt gleichzeitig noch alle Spurenelemente ins Aquarium.

  • Hi!

    Nun soll aber Aktivkohle Phosphat freisetzen. Ich bin gerade dabei mein Phosphat von 0,55 mg/l zu reduzieren. Wenn nun zusätzlich Phosphat in das Becken gelangt, ist die ganze Mühe doch vergebens.

  • Hi!

    Nun soll aber Aktivkohle Phosphat freisetzen. Ich bin gerade dabei mein Phosphat von 0,55 mg/l zu reduzieren. Wenn nun zusätzlich Phosphat in das Becken gelangt, ist die ganze Mühe doch vergebens.

    Oder will der Händler nur seine teuren Ladenhüter an Ahnungslosen verticken?

    Gruß Markus

  • Hallo Namensvetter,

    Ich würde trotzdem eher Aktivkohle verwenden: Notfalls legst Du halt noch einen Beutel Phosphatabsorber dazu, wenn Dir die mögliche Phosphatabgabe der Kohle sorgen macht.
    Habe selbst mal mit Ozon gearbeitet, aber ausser der Tatsache, dass ich meine Scheiben weniger of reinigen musste, hatte ich eher den Eindruck, dass durch die Überführung von Spurenelementen in ihre Oxidform, meine Korallen eher langsamer wuchsen. Und eine verbesserte Abschäumung (das soll Ozon ja u.a. auch bewirken) konnte ich mangels geeigneter Testmöglichkeiten (Wer hat schon ein Labor ? :grinning_squinting_face: ) auch nicht wirklich verifizieren.

    Lass es lieber, den Vorteilen stehen nicht unerhebliche Risiken gegenüber....

    Gruss, Markus

  • Hallo Markus 0873!

    Danke für deine deutlichen Worte!

    Sag mir doch mal bitte, wieviel Kohle pro 100 Liter Wasser so die Regel sind. Thomas sagte 50 - 100 Gramm. Das ist eine große Bandbreite. Was kann ich bei zuviel Kohle kaputt machen?

    Schönen Sonntag noch Markus

  • Hallo Markus,
    nehme 100 gr und diese aber nicht einer Zwansfilterung sondern so im Aqua oder Technibecken unterbringen. Zum Beispiel in einem Nylonstrumpf deiner Frau, Freundin :grinning_squinting_face: Die Freud sich dann auch wenn immer mal wieder Strümpfe fehlen :winking_face:

  • Hallo Markus,

    Ich selbst benutze Aktivkohle im Dauerbetrieb und zwar ca 100g auf 100 Liter.
    ALLERDINGS hab ich sie nur in einem Netzbeutel im Filterbecken liegen, und nicht etwa in einem geschlossenen Aussenfilter. Das hat den Vorteil (vgl. "Das Riffaquarium" von Sprung/Delbeek), dass das AQ-Wasser nicht mehrmals pro Std. durch die Kohle gezogen wird, sondern die Absorbtionsprozesse eher durch Diffusion, auf jeden Fall aber langsamer ablaufen.
    Dadurch werden Spurenelemente nicht schlagartig und in kurzer Zeit aus dem Becken entfernt, was dir deine Korallen nämlich doch übel nehmen könnten.
    Diverse "Gelbstoffe" werden aber recht zügig und zuverlässig entfernt, so zumindest meine Erfahrung.

    Ich würde also sicherheitshalber mit 50g/L beginnen, und die Kohle in einem Netzbeutel an eine Stelle mit sanfter Wasserbewegung legen. Fertig !
    Sollte gut funktionieren und ein Risiko gehst Du damit nicht ein. Beui regelmässigem Wasserwechsel hält sich die Spurenelement-Verarmung in absolut vertretbaren Grenzen.

    Gruss, Markus

  • Hallo Markus,

    eine permanente Aktivkohlefilterung kann ich so ohne weiteres nicht empfehlen.

    1. Bei übertriebener Dauerfilterung mit Aktivkohle können zu viele Stoffe entzogen werden. Diese Filterung steht im Verdacht die HLE - Erkrankung bei Doktorfischen hervorzurufen.

    2.Bei zu langem Einsatz kann es zum sogenannten Durchbruch der Kohle kommen. Es werden dann Stoffe die vorher gebunden waren, wieder abgegeben und andere leichter zu fixierende Stoffe gebunden.

    3.Bei langem Einsatz wird die Aktivkohle besiedelt. Dabei können Prozesse ablaufen, die nicht gewünscht sind.

    Auf Grund dieser Überlegungen, kann ich nur einen regelmäßigen aber gezielten kurzfristigen Einsatz empfehlen. Obwohl ich zugeben muß. ich hatte in meinen ersten Jahren in der Seewasseraquaristik auch Kohle im Dauereinsatz. Dieser mache ich nun seit Jahren aber nicht mehr.

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