Hallo miteinander!
Zu allererst möchte ich zu diesem sehr guten Forum recht herzlich gratulieren!
Ich hoffe durch Eure Mithilfe wieder neue Freude an der Meerwasseraquaristik zu finden.
Ich bin leider zur Zeit etwas hilflos, und am Überlegen ob ich das Becken nicht verkaufen soll, was mich aber doch irgendwie reuen würde.
Ich habe mein Becken ca. 3 Jahre, aber leider habe ich zur Zeit alle Plagen die man sich vorstellen kann. Ich habe Grünalgen, Massen an Glasrosen, sowie rote Algenteppiche (Schmieralgen), die das ganze Becken vom Bodengrund bis zu Korallen und Steine überwachsen und immer mehr unansehlich machen.
Die Wasserwerte sind schon länger sehr schlecht. Habe sie auch mit Wasserwechsel nicht mehr in den Griff bekommen. Somit nehme ich an, dass ich vielleicht auch technische Änderungen vornehmen muß, um ein schönes Becken zu haben. Ich bin auch am Überlegen, das Riff neu aufzubauen - kann ich da die unten angeführten Lebendsteine auch wieder verwenden (kann ich die Steine irgendwie von Algen bzw. Glasrosen reinigen?), oder soll ich alle rausgeben, und neue hineingeben?
Ich weiß, dass dies ein ziemlich langes Schreiben ist, aber ich denke, dass ihr mir nur weiterhelfen könnt, wenn ihr möglichst viele Informationen habt.
Nun zu meinen Aquariendaten:
Becken 160x65x65 cm und Filterbecken 70x40.50 cm;
Beleuchtung: Aqua Connect UFO complet 120 cm mit 2 x 150 W HQI mit 2 x Blaulicht und 2x Mondlicht;
Ist die Beleuchtungdauer der HQI von 10 Std. in Ordnung?
Im Hauptbecken habe ich drei Tunze Strömungspumpen die auf der Rückwand im Becken angebracht sind. 2 Stk. 7410P links und rechts, die jeweils diagonal in Richtung anderes Eck an der Frontscheibe gerichtet sind, und an einen Tunze Multicontroller 7092 mit Photozelle angeschlossen sind.
Wie soll ich den den Multicontroller am besten einstellen?
In der Mitte der Rückwand ist eine Tunze Pumpe mit ca. 3000 l angebracht, die Richtung mitte der Frontscheibe ausgerichtet ist, und dauernd läuft und nicht am Multicontroller betrieben werden kann, da sie nur auf 220 V läuft.
Ist die Pumpenanbringung und Ausrichtung so in Ordnung? Kann die Ausrichtung die Ursache sein, dass die Frontscheibe ebenfalls sehr schnell veralgt?
Über einen Kamm wird das Oberflächenwasser über eine Rückwandbohrung in einen ATK Eiweissabschäumer 130 cm hoch, der mit 5 Lindenholzausströmer betrieben wird, hineingeleitet. Die Ausströmer werden mit einer Luftpumpe der Marke "Die Pumpe Mod. 20 A-18470" der Fa. Hagen aus Holm betrieben. Vom Eiweissabschäumer läuft das Wasser in das 140 l Becken. Aus diesem Becken wird das Wasser mit einer Tunze Pumpe Nr. 802 in das Hauptbecken über einen Eheim-Schlauch zurückgepumpt. Somit laufen ca. 270 l/Std. durch den Eiweissabschäumer.
In div. Büchern habe ich gelesen, dass das Beckenvolumen mindestens 1 x pro Std. durch den Eiweissabschäumer laufen soll.
Ist dies richtig? Wenn ja, wie kann ich unten angeführtes Problem lösen?
Leider gelingt es mir nicht den Durchlauf so zu erhöhen (am Eheim-Rücklaufschlauch habe ich eine Klemme zum Drosseln der Wasserrücklaufmenge angebracht, da ansonsten der Wasserspiegel im Hauptbecken steigen würde, da der Abschäumer das Wasser nicht mehr aufnehmen könnte, obwohl der PVC- Zulauf zum Abschäumer einen wesentlich größeren Durchmesser aufweist als die Anschlüße des Eiweissabschäumers - d.h. die Engstelle sind der Einlauf- bzw. Ablaufanschluß des Abschäumers).
Weiters habe ich einen Eheim 2226 Aussenfilter der mit Filterwatte und im unteren Korb mit einem groben blauen Eheimfilter (zeitweise in einem Korb zwischen Filterwatte Kohle), nur im Kreislauf mit dem Filterbecken und im Dauerbetrieb in Verwendung, damit unter anderem auch im Filterbecken eine gute Wasserumwälzung stattfindet.
Ist dies in Ordnung?
Das Verdunstungswasser wird automatisch mit Leitungswasser in das Filterbecken nachgefüllt. Über das Leitungswasser (kommt vom Gebirge herunter - bestes Trinkwasser) habe ich von der Gemeinde eine Zusammenstellung der Werte, die im Vergleich mit den Fachbüchern in Ordnung sein dürfte, sodass ich keine Osmoseanlage in Betrieb habe.
Weiters habe ich auch einen Kalkreaktor in Betrieb. Der Zulauf ist über ein T-Stück an den Eheim Rücklauf angeschlossen, und der Rücklauf vom Kalkreaktor erfolgt über ein Silikonschläuchchen tröpfchenweise in das Hauptbecken.
Filterbecken ist mit einer Meerwasserleuchtstoffröhre beleuchtet.
Weiters habe ich ein Selzle ph-Messgerät in Verwendung, sowie ein Selzle Leitwertmessgerät, dass aber leider bis heute (auch nach mehrmaligen Einsenden zur Reparatur durch den Händler) noch nicht funktioniert (springt immer mit sehr großen Schwankungen auf und ab), sodass dieses Gerät leider nichts nützt. Daher würde ich nie mehr ein Selzle-Messgerät kaufen, da sie dazu noch teuer waren.
Im Hauptbecken habe ich damals ca. 60 kg Lebendgestein aus Indonesien sowie ca. 100 kg Tuffgestein hineingegeben. Im Filterbecken sind ca. 20 kg Lebendgestein.
Der Bodengrund ist ein sehr grober Korallenbruch (schon eher Korallensteinchen) der ca. 4-5 cm hoch ist.
Ist dies in Ordnung so, oder soll ich diesen Bodengrund einmal komplett entfernen und erneuern. Habe da noch nie etwas geändert bzw. gereinigt.
Weiters habe ich das Problem, dass bei mir in letzter Zeit div. Metallteile (Halogenleuchten, Beschläge der Aquarienblende usw.) zu rosten beginnen, bzw. in einem Eck auf der Wohnzimmerdecke sich Schimmel ansetzt. Habe einen Aquariumraum zur Pflege des Beckens und für die Technik - vorne ist nur die Frontscheibe im Wohnzimmer zu sehen. Über der Frontscheibe ist ca. 30 ein Blende zum öffnen damit ich die Frontscheibe von vorne reinigen kann.
Wer kennt dieses Problem ebenfalls, und kann mir vielleicht einige Tipps zur Lösung dieses Problemes geben?
Ich weiß, dass dies sehr viele Fragen sind. Aber dies ist meine letzte Hoffnung, dass ich doch noch dieses interessante Hobby wieder mit Freude weiter ausüben kann.
Ich danke euch auf jedenfall im Voraus für euer Bemühen!
Ein verzweifelter Aquarianer!
