Hallo Zusammen,
ich habe mein Aquarium nach einer Standzeit von zwei Jahren im November 2006 aufgrund einer nicht in den Griff zu bekommenden Hydroidenplage ausgeräumt. Die Fische sind in ein Übergangsbecken umgezogen, vom restlichen Inhalt des Beckens habe ich mich getrennt. Nach gründlichster Reinigung und mehrtägigem Lauf des Systems mit Süßwasser, wurde das Becken im Dezember neu eingerichtet. 150 kg neue lebende Steine, 1000 l eingefahrenes und 1000 l frisches Salzwasser. Ende Januar, die Fadenalgen waren weg, die Wasserwerte ok, setzte ich die Fische aus dem 350 l Übergangsbecken innerhalb von zwei Wochen zurück. Als Letzter wurde mein Acanthurus Leucosternon zeitgleich mit dem einzig neu angeschafften Fisch, Acanthurus japonicus eingesetzt. Ein Nachsetzen des Japonicus hätte mein Weißkehldoktor (fast 2 Jahre im Becken) nie zugelassen, somit gab es nur diese Möglichkeit oder ich hätte es besser gelassen. Es ging gut, sie teilten sich die 3 Meter im Aquarium ohne größere Probleme. Nach 4 Tagen bekam der Japonicus Pünktchen und fing an sich zu scheuern. Ich habe dem Futter Vitamine und Knoblauchsaft beigemischt und Aktivkohle ins Filterbecken getan. Die UV-Anlage habe ich umgebaut, welche noch wie die ersten zwei Jahre als Bypass der Druckleitung aus dem Filterbecken lief, diese zieht Ihr Wasser jetzt in Bodennähe direkt aus dem Hauptbecken. Leider bekamen nach und nach fast alle Fische mehr oder weniger Pünktchen. Letzten Freitag ist mein Chelmon ohne äußere Anzeichen, keine Verletzung oder Pünktchen gestorben. Japonicus und Rotschwanz Blenny haben den Samstag nicht überstanden. Die restlichen Fische stehen ständig in der Strömung, meist im hinteren Teil des Beckens oder bei den Putzergarnelen an. Die Kaiserfische "schütteln" den Kopf als ob sie irgendwelche Parasiten loswerden wollen. Die beiden Ctenochaetus strigosus und der Navarchus sind mit Pünktchen übersäht und meine Grundeln haben seit heute jeweils ein trübes Auge. Alle Fische fressen, wenn auch nicht so gierig wie sonst. Ich hatte in den 4 Jahren meiner Meeresaquaristik noch nie Fischverluste aufgrund von Krankheiten oder Parasiten, jetzt habe ich Angst, den restlichen Fischbestand zu verlieren. Dass ich mir über das Futter was in das Becken geholt habe, glaube ich nicht. Die Fische in meinem anderen Aquarium bekommen das gleiche Frost- und Trockenfutter, sind topfit. Wie kann ich den Fischen helfen??? Erspart mir bitte Rechtfertigungen über das zeitige Umsetzen der Tiere, das hilft mir nicht wirklich. DANKE!
die Wasserwerte (Salifert)
KH 7,0
Mg 1470
Ca 470
NO2 0
NO3 0,2
PO4 0
ph 8,20-8,50 (digital)
Temp. 26,5-28,5 (digital)
Dichte 1023
Beckenbesatz:
1 Pomacanthus navarchus
2 Pygoplites diacanthus
1 Acanthurus leucosternon
2 Zebrasoma flavescens
2 Ctenochaetus strigosus
2 Siganus unimaculatus
1 Acreichthys tomentosus
2 Amblygobius phalaena
5 Pseudanthias squamipinnis
2 Synchiropus splendidus
2 Labroides dimidiatus
5 Lysmata amboinensis
1 Dolabella auricularia
1 Salmacis bicolor
2 Tripneustes gratilla
2 Salmacis sphaeroides
ca.80 Einsiedler
Euphyllia paradivisa
Muricea pinnata
einige Acropora
Technik:
De Bary AN 55, Durchfluß ca.1000l/h
Deltec AP 902
Red Dragon 12000l
3x Tunze Stream 6100+ 1x Osci Motion
Schuran Jetstream 1 (noch außer Betrieb)
8x 80W T5
3x400W HQI
1x250W HQI
Hauptbecken 300x80x75 LxBxH
Filterbecken 120x55x60
