Was macht ihr im Urlaub mit euren Becken?

  • Hallo erst einmal.
    Wie der Name schon sagt, bin ich absolut neu in dem Thema Meerwasseraquaristik. Ich tauche seit 15 Jahren und möchte mir nun den Traum erfüllen und zu Hause ein kleines (schwanke zwischen 112 und 300 ltr.) Meerwasseraquarium einrichten. Ich habe mir schon div. Bücher zugelegt ( Riffaquaristik für Einsteiger, Koralle 1+2, Koralle Nano, Tetra und die beiden ersten Bänder von Nielsen/Fossa) und gerate immer wieder in Gewissenkonflikte bzgl. der Realisierbarkeit (Artgerechte Haltung). Nun stolpere ich immer wieder über meinen Urlaub und das Problem: Wie soll in dieser Zeit die Pflege aussehen und kann ein Laie das übernehmen?

    Daher würde mich interessieren wie ihr das handhabt?

    Wäre für eine Antwort zwecks Entscheidungsfindung dankbar.

    Gruß
    Cris

  • Hallo Cris,

    Etwas Technik solltest Du schon haben. ich habe eine Nachfüllautomatik mit einem angeschlossenen 30 l Fass mit Osmosewasser, welches verdunstetes Wasser nachfüllt. Das Fass hält ca. eine Woche, dann muss es aufgefüllt werden, was letzten Urlaub mein Schwiegervater gemacht hat.

    Das Füttern übernimmt bei mir im Urlaub ein Futterautomat (Rondomatic von Grässlin) der dann in der Zeit über dem Becken hängt und zwei Mal am Tag füttert. Mein Schwiegervater hat dann zwischendurch auch mal Artemia verfüttert, dass hat ihm auch Spaß gemacht.

    Das wars dann auch schon. Einen zweiwöchigen Urlaub kann man so problemlos machen. Bei längeren Urlauben sollte dann natürlich auch mal jemand den Abschäumer saubermachen etc. Da ist es dann ganz gut, wenn Du jemanden hast, der davon Ahnung hat.

    Ein MW-Aquarium finde ich jedenfalls problemloser als Katze, Hund etc.....
    Wichtig ist aber immer, dass Du jemanden hast, der notfalls mal Helfen kann (Aquarienhändler, Bekannter mit Erfahrung) wenn wirklich mal was nicht funktioniert und der Pfleger (meistens ja Nachbarn oder Verwandte) überfordert ist. Bei einem Freund ist im Urlaub mal die Pumpe der Nachfüllautomatik ausgefallen und ich wurde dann von dessen Mutter angerufen. Die Pumpe musste ich dann austauschen.

    Grüsse

    Christian

    Einmal editiert, zuletzt von Roderich (14. Januar 2007 um 20:31)

  • Hallo Chris,

    es kommt ja immer drauf an, wie lange du in den Urlaub fliegst. Wenn du zwei Wochen weg bist, kann das schon ein Laie übernehmen. Vorrausgesetzt du schulst ihn ein.

    Ich mach es so, das ich erst meine Korallen ablichte und ein Heft erstellt habe. Da kann jeder Laie sehen (in diesem Fall mein Bruder) mit welcher Koralle sie zu tun hat.
    Früher ging es immer mit meinem Bruder so ab:
    die Koralle hinten links vor der grünen, leicht schräg oben hat ihre Polypen nicht offen. Dann sagst du "Ähm, welche meinst du?". Dann fängt das Ratespiel erst recht an.

    Um sowas zu vermeiden habe ich eben mein Heftchen (Schnellhefter) mit Korallen, Fischen und das nötige Pi-Pa-Po beim Pflegen meines Aquariums. Und das hilft unheimlich. Seit dem wissen wir immer über welche Korallen wir immer sprechen. :ylol

    Ich fliege zwei mal im Jahr in den wohlverdienten Urlaub. Im Frühjahr sind es zwei Wochen und im Sommer bis zu sechs Wochen. Da ist ein Heft sehr sinnvoll. :thup

  • Hallo Cris,

    mein Becken steht in einem Seniorenheim und da betreuen es alles angelernte Aquarienlaien.
    Mein Rezept: einfache Technik, dann kann nicht viel ausfallen bzw. ist leicht zu erklären bzw. zu pflegen. Futter: genau zeigen wie viel. Für die Tätigkeiten und Kontrollen gibts eine Prüfliste.
    Ich würde allerdings schon sagen, dass es gut wäre, wenn zwei Mal täglich zumindest wer vorbeischauen kann (für den Fall eines Stromausfalls etc.). An einzelnen Tagen ist bei gut genährten Fischen sicher auch nur ein Mal eine Fütterung kein Problem. Und für Notfälle sollte immer eine Tel. Nr. eines bekannten Aquarienkollegen vorhanden sein, der weiterhilft, wenn was aus dem Ruder gerät.

    Grüße

    Markus

    Grüße aus Tirol - dem Herz der Alpen
    PS: wozu an die See fahren, wenn man "Meer" zuhause hat?

  • Auch ich gehe zwei mal im Jahr für zwei Wochen auf Tauchurlaub . Meine Nachbarn ( beide75 Jahre ) kümmern sich um die Fütterung . Sie sind beide absolute Laien , jedoch kennen Sie die Laufgeraüche des Aquariums . Sollte
    sich irgendwas falsch anhören haben sie zwei Notrufnummern von befreundeten Aquarianern die sie sofort anrufen . Die Frau hat so eine Beobachtungsgabe , ihr fällt sofort , auf ob es den Fischen oder den Korallen schlecht geht .

  • Ich fahre mehrmals im Jahr in Urlaub :smiling_face_with_sunglasses: (Rentner), dementsprechend habe ich die Technik ausgelegt.(Aquastar)
    Automatischer Wasserausgleich ( Osmose), Dosierung von Calcium, Magnesium und Kh durch
    Dosierpumpen.
    Wasservorrat 50 ltr. Osmosewasser, 50 ltr. Meerwasser und je 10 ltr. Calcium und Magnesium.

    Das Aqa betreut meine Nachbarin und meine Schwester nach Plan.
    Die Wasserwerte ( Leitwert, Ph,Rhedox werden mir vom Aquastar täglich als SMS gesendet.
    Somit kann man bei sinkenden werten telefonisch eingreifen.
    Des weiteren habe ich zwei erfahrene Aquarianer die im Notfall helfen.

    Viele Grüße :wink

    Erhard

  • Ein "Muss" ist meiner Meinung nach eine Nachfüllautomatik (oder jemand der jeden Tag vorbeikommt) und ein Futterautomat. Bei Steinkorallen noch Dosierpumpen für die Spuris. Der Rest ist Luxus, auch wenn es bestimmt beruhigend ist, wenn man im Urlaub eine SMS mit den Wasserwerten bekommt.

  • Na, dann will ich mich mal nicht entmutigen lassen und weiterlesen.

    Danke nochmal und Gruß
    Cris

  • Hallo,

    ich kann auch noch eine unschöne Erfahrung beitragen.
    Bei mir ist über Weihnachten die Futtermaschine ausgefallen (Fishmate F14). Ergebnis: 2 Fische wohl verhungert. Erstaunlicherweise der Chelmon Rostratus und der Ctenochaetus binotatus. Wundert mich deswegen, weil die beiden ja eigentlich eh den ganzen Tag am Lebendgestein rumpicken. Alle anderen haben überlebt.
    Die Batterie war neu und ich hatte die Maschine am Vortag nochmal getestet. Ging dann aber vom ersten Tag an als ich weg war nicht. War vorher für Wochenenden kein Problem. Über Weihnachten hatte leider auch niemand so recht Zeit zu schauen, so dass ein Freund das erst nach 6 Tagen entdeckte (kein Aquarianer).
    Dann ist ihm beim Versuch etwas Futter aus der Maschine ins Becken zu geben, der gesamte Inhalt der Maschine ins Becken gefallen. Daraufhin war dann Ammoniak nachweisbar. Alle Garnelen sind dann hin und ein Seeigel. Scheinen wohl empfindlich gegen Ammoniak zu sein.
    Ich habe dann als ich 2 Tage später wieder da war den Bodengrund mit nem Mulmsauger gereinigt, große Wasserwechsel gemacht, Zeovit und Bakterien eingesetzt. Inzischen scheint es wieder besser zu werden, Verluste hatte ich seitdem keine mehr.

    Aber in Zukunft werde ich da wohl etwas bessere Vorkehrungen treffen! Es muss ja nichts passieren, aber wenn, dann kommt natürlich alles zusammen.

    Trotzdem kann ich dich nur ermutigen es zu versuchen, macht abgesehen von solchen Rückschlägen nämlich wirklich Spaß.

    Grüße,
    Ralf

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