Verklebung....Wulst oder Stumf

  • Hi, Ihr alle zusammen :))

    Ich möchte mich mal an die Speziallisten wenden!

    Was ist besser, oder hält länger bei der Aquarienverklebung...die Wulsverklebung oder die Stumfverklebung?
    Weil rein optisch würde mir die Stumfverklebung besser gefallen da die Wulsverklebungen die ich bisher gesehen habe nicht sehr schön waren.


    Danke für Eure Tips.


    Gruß Jürgen

  • hallo jürgen,

    nun, wenn wulstverklebungen ordentlich gemacht sind, sehen sie ebenfalls gut aus.

    die wülste gelten als halbarer als die stumpfen und sollen in den nähten elastischer sein.

    wulst ist teurer als stumpf.

    es gibt auch die möglichkeit, die scheiben unter jeweils
    45 grad anzuschneiden.

    das ergibt vom optischen her nur eine mininaht,
    ist aber am teuersten vom zuschnitt.

    ralph d. huber weiss bestimmt mehr.

    mal warten, was er so sagt.

  • Hallo Jürgen, Joe,

    die Haltbarkeit von Stumpfverklebungen sind nicht nachteiliger gegenüber Wulstverklebungen !

    Für wulstverklebte Nähte wird enorm mehr Kleber verbraucht der dann nur als optisches Mittel eingesetzt wird. Der Vorteil für den Aquarienbauer besteht darin, daß er die Kanten höchstens entgraten muß. Manche Billiganbieter machen jedoch nicht einmal das. Leider ist dieser Qualitätsunterschied nach der Verarbeitung nicht mehr zu erkennen. Bei Bewegungen aber z.B. auf dem Transport, schneiden die ungeschliffenen Kanten in die vulkanisierte Masse, was ebenfall selten sichtbar ist die Klebeflächen aber unzulässig verkleinert. Bei stumpf verklebten Becken wird ein Qualitätshersteller alle sichtbaren Kanten zumindest schleifen und/oder polieren. Ein Arbeitsaufwand mehr der im allgemeinen nicht honoriert wird.

    Ich möchte nun auf die beiden unterschiedlichen Angebote eingehen, die Jürgen mir überlassen hat.

    das eine Angebot beinhaltet eine geteilte Bodenscheibe, die bei diesen Abmessungen meiner Ansicht nach erforderlich ist und ebenfalls einen nicht unerheblichen Mehraufwand erfordert. Allerdings sollte zumindest die Trennaht zusätzlich mit einer Glasspange gesichert werden. Ich habe diese Sicherungsspangen grundsätzlich auch an der Vorder- und Rückscheibe mit ausgeführt. Was mich bei dem ersten preiswerteren Angebot stört, ist der eigentlich geschenkte Betrag für die Vorortverklebung weil die bei sachgemäßer Ausführung nicht an einem Tag erledigt werden kann sondern mindestens zwei Tage erfordert, einschließlich der notwendigen An- und Abfahrten. Außer die eigentlichen Aquarienscheiben sollten auch sämtliche Stabilisierungsspangen die oben aus statischen Gründen angebracht werden müssen ebenfalls an allen Sichtkanten geschliffen, nicht nur entgratet sein. Und zu guter Letzt, sollte die Position der Beleuchtung vor dem Bau geklärt werden, damit später nicht 15- oder 19 mm dicke Glasstreifen unter den Brennern liegen (ich gehe dabei von HQI-Hauptbeleuchtung aus).

    Die Deteils die ich hier aufgeführt habe gehen aus beiden Angeboten nicht hervor und sollten auf jeden Fall vor einer Auftragsvergabe schriftlich geklärt werden; ebenso wie Art- und Umfang der Gewährleistung und der Abfolge der Zahlung (Anzahlung und Restzahlung).

    So, ich glaube ich habe nichts vergessen. So habe ich die Frage einerseits beantwortet und andere Aquarianer können bei Bedarf auf meine Ausführungen zurückgreifen, die jedoch nicht für alle Beckengrößen identisch sind.

  • Hallo Leute,
    sagt man nicht normalerweise, daß Stoßverklebungen stabiler sind, da sie größere Kontaktflächen von Scheiben / Silikon haben ??? :confused_face:
    Viele Grüße
    Simon

  • Hallo Simon,

    Zitat

    Original von Simon Schreiber
    sagt man nicht normalerweise, daß Stoßverklebungen stabiler sind, da sie größere Kontaktflächen von Scheiben / Silikon haben ??? :confused_face:

    bei einer Glasdicke von 12 mm beträgt die Kleberkontaktfläche 12 mm ! und bei einer Glasdicke von 8 mm sind auch nur diese 8 mm im direkten Kontakt mit dem Kleber. Der Rest dient einerseits der Optik, die Naht erscheint bei Wulstverklebungen deutlich Dicker und andererseits zusätzlicher Dichtungsmaßnahmen durch z.B. Ausführung einer Hohlkehlnaht.

    Auf Wunsch ängstlicher Kunden oder als aufwendiges Qualitätsmerkmal kann man schmale geschliffene Glasstreifen in die Winkel einkleben. Die Menge an Kleber ist enorm und die Naht erscheint geradezu gewaltig aber die dadurch zusätzlich abgefangener Lasten sind für die Beckensicherheit nicht mehr relevant.

    "Das was man sagt" ist aus der Sicht eines Herstellers falsch. Es wird hier lediglich zwischen Druck-, Zug- und Scherkräfte unterschieden. - so ? :confused_face: nein so ! :smiling_face:

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