Hechelnde Fische

  • Hallo,
    nachdem ich eine ausführliche Frage zu meinem Problem im Chemie Forum gestellt habe, weil ich evt. ein Chemikalienunfall vermutete, möchte ich unter Fischkrankheiten nochmal nachfrage und hoffe, das ein Fischkrankheitenexperte drüber stolpert. (Es handelte sich um MG Anhebung und anscheinend ist das nicht das Problem)
    Meine Korallen, Stein- Weich- und Hornkorallen stehen super und geöffnet. Einzig und allein gedeien Xenien und Scheibenanemonen nicht bei mir.
    Wasserwerte: Sind mittlerweile tlw. dreimal kontrolliert und gegenkontrolliert.

    Salz 1,023
    PO4 0,1
    Temp 24,5 - 26
    PH Morgens 8,1 Abends 8,5
    Nitrat 0,5
    Nitrit unter 0,025
    MG 1240
    CA 360
    KH 6
    NH4 0
    O2 Tetra Test, genaue Bestimmung nicht möglich, aber gesättigt und auch gegenkontrolliert auch anhand des Wassers beim Händler.

    Wasserprobe aus dem Bodengrund gezogen - kein fauliger oder schwefelhaltiger Geruch.

    Jetzt zum eigentlichen Problem:
    Die meisten Fische atmen schneller bei mir.

    Kanarienlippfisch: 3 x schneller als normal, Hechelt
    Lippfisch McCoscerie: 3 x schneller als normal, Hechelt
    Schleierschwanzschleimfisch: Meiacanthus atrodorsalis: 2 x schneller
    Clownfisch: Amphiprion ocellaris: 2 x schneller
    Salarias fasciatus: 2 x schneller
    Gramma Loreto: vielleicht ein bischen schneller
    Mandarinenfisch: nicht erkennbar
    Gelbkopfgrundeln: atmen nicht schneller
    Zwergkaiser bispinosa: schlecht erkennbar, aber ich würde sagen er atmet nicht schneller

    Der Kanarienlippfisch hat tatsächlich ein erkennbares Geschwür am Mund. Auf meine Frage vor sechs Tagen bekam ich die Antwort, das er sich an einen Borstenwurm verletzt haben könnte. Aber das hat ja nichts damit zu tun, das die meisten anderen Fische auch schneller atmen.

    Die eigentliche und entscheidende Frage: Gibt es eine Krankheit, eine organische Substanz, vielleicht ein Schwamm, oder ein Gas das eine schnelle Atmung bei Fischen bis hin zum Hecheln hervorruft, OBWOHL!!! man keine äußeren Sympthome wie rote Kiemen, Geschwulste, Pünktchen, Flecken etc. erkennen kann???
    Besonders bei Lippfischen und Schleimfischen, während meine Gelbkopfgrundeln auf keinen Fall betroffen sind.

    Es ist in den letzten Monaten kein Neuzugang dazugekommen.

    Meine Maßnahmen der letzten fünf Tage: Innenfilter mit Aktivkohle und Luftaustritt zusätlich reingehangen, 30% Wasserwechsel und Timo Clear.

    Eine Besserung ist bis jetzt nicht eingetreten.

    Gruß Dirk

  • Hallo!

    Ich hatte das in meinen Süsswasserbecken. Meine Guppys hatten keinen Appetit und Atmeten schnell. Bei der Fischtuberkulose erkennt man keine externe Symptome!
    Ich war mir damals sehr sich, dass es sich um eine Fischtuberkulose handelt. Insgesamt verlor ich ca. 100 Guppys!

    Du kannst dir ja mal im Internet über Fischtuberkulose informieren.

    Hier habe ich noch einen Link:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Fischtuberkulose

  • Andreas,

    das wäre aber ein schleichender Verlauf und nicht von heute auf Morgen und dann nicht alle Fische gleichzeitig - daher glaube ich nicht daran.

    Zudem ist wei du schon sagst eine Diaknose nur am toten Tier möglich, und eine Behandlung gibt es IMO auch nicht.

    Grüße und schönen Tag
    Peter

  • Hallo,

    ich teste den Salzgehalt mit einem Refractometer von Aqua Medic,
    Nitrate aktuell mit Red Sea
    Nitrit mit JBL
    Parallel hab ich noch meinen Sera Koffer und hab Nitrat und Nitrit mit Sera gemessen und hab bei meinem Händler überprüfen lassen. Gleichzeitig hab ich mir eine Wassderprobe von meinem Händler mitgeben lassen, damit ich meine Test auch mal an anderem Wasser messen kann. Es war aus den Fischbecken - aber die Werte sag ich nicht. Ist zu grausam. Zumindest hab ich einen Vergleich der Farben gehabt bei belastetem Wasser und bei meinem Unbelastetem.

    Maßnahme: In den letzten Fünf Tagen - 2 x Timo Clear (Easy Life), 30 % Wasserwechsel, Innenfilter mit Aktivkohle für Meerwasser, Fische füttern mit Aloe Vera. Die Fische fressen übrigens.

    Das hecheln besonders bei den Lippfischen bleibt. Genauso wie die verstärkte Atmung bei den Schleimfischen.

    Gruß Dirk

  • Hallo Andreas,

    ich hab mir gerade mal den Verlauf der Krankheit Fischtuberkulose durchgelesen und der deckt sich in keiner Art und Weise mit meinen Fischen. Weil, äußerlich ist NICHTS !!! erkennbar. Und bei Fischtuberkulose sollen ja mehrere versch. Symptome erkennbar sein. Vor allen Dingen bei gelben Kanarienlippfischen sollte man gerade an den Kiemen oder sogar durch den Körper schauen können wenn da was rotes wäre oder Geschwulste oder Innere Organe sich verändern. Und meine Fische fressen auch - morgens und abends.

    Gruß Dirk

  • Hallo Dirk,

    leider haben sich die Sera Testserien im Meerwasser als ungeeignet erwiesen - den mit Sera ermittelten Wert kannst du schon mal vergessen. Wie der No2 Test von JBL und der No3 von red Sea ist kann ich auch nicht sagen - für mich ist der Kombitest NO2 / NO3 von Tropic Marin der Maßstab.

    Daher sehe ich den No2 Gehalt immer noch als eine Möglichkeit an, dieser sollte aber mit dem Wasserwechsel besser geworden sein. Ist nach dem WW eine Besserung eingetreten? Wenn nicht könnte es immer noch eine bleibende Verätzung (Ph Peak) der Kiemen sein.

    Grüße und schönen Tag
    Peter

  • Hallo Peter,

    ich habe ja mit meinen JBL Nitrit Messreagenz auch das Wasser meines Händlers verglichen und da zeigt mein JBL Test eindeutig ein 0,2 mg an.
    Ich sehe zumindest einen gravierenden deutlichen unterschied in den Farben. Und die Fische beim Händler hecheln ja auch nicht - trotz 0,2 mg Nitrit.

    ABER - WAS ALLES KANN EINEN PH-PEAK AUSLÖSEN? Damit ich eine Anregung zum Nachdenken habe.

    Calziumhydroxidzugabe wende ich schon seid einem Jahr immer gleich an.

    Gruß Dirk

  • Hallo,

    (ich stell diese Info/Anfrage mal parallel zum Chemieboard, weil ich ja auch parallel angefragt Hatte.)

    ich hab den am schlimmsten betroffenen Fisch, Kanarienlippfisch, rausgefangen und von meinem Händler untersuchen lassen. Er hat
    !!!KEINE!!! Anzeichen für eine Krankheit.

    Also bleibt nur ein Giftstoff/Schwermetall im Wasser übrig.

    Übrigens meinet mein Händler, ein Indiez für ein Schwermetall wäre, das die Lipp- und Schleimfische zuerst betroffen sind und man bei den Grundeln nichts sieht, denn Lipp- und Schleimfische reagieren auf Schwermetalle wesentlich empfindlicher.

    Wo kann ich mein Wasser genau untersuchen lassen, z.B. auf Schwermetalle oder andere Giftstoffe?

    Gruß Dirk

  • Hllo Dirk,

    ich würd mal das Calciumhydroxid weglassen. Macht extreme Ph-Schwankungen. Dein Ca ist so niedrig, daß Du da eh was anderes baruchst. Mach Balling und gut ist.
    Hast Ozon vielleicht zu hoch eingestellt?

    Grüße
    Ulrike

  • Hai
    Vorausgesetzt die Sauerstoffsättigung ist in Ordnung (Anzeichen wären an der Oberfläche schwimmen) kann es noch verschiedene Ursachen haben.

    1. Durch Chemisch- Physikalische Reize kommt es zur Reizung und ödematisierung der Kiemenschleimhäute.
    zb. Nesselgifte, Säurenund Laugen, usw

    2. Durch Parasieten kommt es zur Schleimhautödematisierung

    3.Durch Giftstoffe kommt es zur Schädigung des Hämoglobins.
    a. Nitrit
    b. Kohlenmonoxyd
    c. Schwefelwasserstoff
    d.Gifte der Seegurken


    Dabei kann es durch PH wertschwankungen zu temporären anstieg von Nitrit kommen die später aber nicht mehr unbedingt messbar sind,

    Ich würde empfehlen über Kohle zu filtern und durch optimale haltungsbedingungen und Fütterung die Heilung zu fördern. B12 Vitamin hilft dabei neue Rote Blutkörperchen zu bilden.

  • Hallo,

    erst mal Dank für die Rückmeldung.
    Nach 50% Wasserwechsel innerhalb von 8 Tagen, Kohlefilterung, 2 x Timo Clear und Fütterung der Fische mit Aloe Vera (B12 werd ich mir morgen auch noch besorgen) ist keine Besserung in Sicht.
    Alle drei McCoscerie Lippfische sind tot. Ein Kanarienlippfisch ist tot, der andere Lebt noch.
    Definitiv hecheln meine zwei Schleimfische und der Kanarienlippfisch.

    Mit Calciumhydroxid arbeite ich jetzt seid 7 tagen nicht mehr, nur Magnesium hab ich nach dem Wasserwechsel um 100 mg/l auf 1260 angehoben. Ca steht mittlerweile bei 340.

    Ich habe jetzt alle Produkte für Balling und verwende seid heute ballin-Light !!!GANZ VORSICHTIG!!!

    Über 25000 Ecken und vielen Telefonaten kann ich eine Wasseranalyse bekommen über Schwermetalle (Schwermetall Specralanalyse - wenn ich das richtig verstanden habe) Der Chemiker arbeitet im Labor und ist selber Aquarianer. Aber das kann ich erst Montag losschicken.

    Noch eine unprofessionelle Zusammenfassung, wenn ich das so richtig verstanden habe:
    Aber ich ein nettes und ausführliches Gespräch mit ihm und die ganze Geschichte kann schon von meiner MG Anhebung her rühren. (Hab ich ja ausführlich im Chemie-Board erleutert) Die Chemischen Prozesse, die in einem Aquarium ablaufen sind ja echt unterschiedlich. Ionen-verschiebung, PH-Schwankungen etc.. Übrigens hat dieser Aquarianer eine Fischart, die in Salzseen vorkommt, und immer wenn er MG zuführt, geht es ihnen schlecht. Der unterschiedliche Ionenhaushalt und die damit einhergehende Verschiebung wirkt sich wohl auch auf den Stoffwechsel unterschiedlicher Fische unterschiedlich aus.

    Den toten Kanarienlippfisch habe ich untersuchen lassen und es waren keine Krankheiten festzustellen.

    Ich hoffe die Ursache doch noch zu finden.

    Gruß Dirk

  • Nachtrag an Harald:

    Ich denke, das ich bei dem Nachweis von Nesselgiften oder Giftstoffe, die besonders bei Lipp- und Schleimfischen wirken, ein Problem haben werde - ODER???

    Ich habe meines Wissens keine Niederen Tiere oder Fische in meinem Becken, die solche Giftstoffe abgeben könnten. (Kugelfisch, Kofferfisch, Seegurke, Krustenanemonen )

    Eine Liste meiner Tiere hängt ja immer an meinem Beitrag an.

    Gruß Dirk

  • Hai

    Ich würde mich nicht so auf das Magnesium versteifen,ich habe schon kiloweise /1000l Magnesium nachdosiert ohne jegliche negativen Beobachtungen.

  • Hallo,

    es ist zum verrückt werden. Nicht nur das meine Lipp- und Schleimfische hecheln, mein Gramma loreto atmet auch sehr schwer. (Hechelt aber noch nicht.)
    Und die Korallen sehen aus, als ginge es ihnen nie besser.

    Und das atmen z. B. von meinem Salarias fasciatus / Juwelen Felshüpfer war gestern besser, heute hechelt er, als wäre es sein letzter Tag.

    Ich habe einen Kanarienlippfisch untersuchen lassen, der leider anschließend gestorben ist - aber es war keine erkennbare Krankheit vorhanden, auch die Kiemen waren i.O.
    Ich habe einem anderen Händler einen Schleimfisch zwecks Untersuchung gegeben, der auch keine erkennbare Erkrankung festgestellt hat. Auch unter den Kiemen ist nichts zu erkennen. Auch nicht, das die Kiemen angegriffen oder die Kiemenspitzen weggeätz sind o.ä..
    Der Schleiomfisch zur Untersuchung hat diese wohl überlebt und ist jetzt erst mal beim Händler im Becken.

    Zwei Forenmitglieder haben mir geschrieben, ob ich vielleicht H2S / Schwefelwasserstoff im Becken habe. Ich habe ja einen ziemlich hohen Bodengrund. An der Scheibe 4 - 7 cm.
    Ich habe mehrere Proben aus dem Bodengrund gezogen und mal dran gerochen. Aber Schwefel habe ich überhaupt nicht gerochen.
    Kann man H2S / Schwefelwasserstoff mit einem Test irgendwie nachweisen?

    Ich habe vor, nach Sindelfingen zur Messe zu kommen. Wäre jemand bereit, mein Wasser mal zu testen. Nicht unbedingt auf der Messe, aber ich kann ja ein paar Flaschen mitbringen.

    Gruß Dirk

  • Hi Dirk,
    wirklich übel mit deinen Fischen.
    Dein Schleimfisch ist beim Händler im Becken, so kannst Du jetzt wenigstens feststellen ob das Hecheln eine Krankheit ist oder was mit deinem Becken zu tun hat. Die Tatsache, daß ein Händler keine Krankheit nachweisen konnte, heisst ja noch nicht das er keine hat.
    Wenn dein Sand nirgends schwarz ist, hast Du auch kein H2S drin, denn dieses würde mit Schwermetallen seehr schwerlösliche Sulfide bilden, die alle dunkel bis schwarz gefärbt sind wenn ich mich recht erinnere.
    Btw woher hast Du das mit der Aloe vera Zugabe zum Futter ? Wozu soll das gut sein ? Vorsichtshalber mal weglassen.

    MfG Frank

  • Hallo,

    ich nwar heute bei zwei Händlern. Ich habe nochmal Wasserprobe mitgebracht und zwei GROßE Portionen Bodengrund. Das Wasser ist ok und der Bodengrund riecht in KEINER Art und Weise auch nur ansatzweise faulig. Auch das wasser selbst riecht nicht auffällig. Beide haben noch mal Nitrit gemessen, falls was gammelt oder so. Aber Nitrit ist 0 oder zumindest mit den Test`s nicht nachweisbar.

    Meine Händler sind ratlos, ich bin ratlos und wenn sonst keiner mehr eine Idee hat anscheinend alle anderen auch.

    Ein Schleimfisch ist ja seid Montag Morgen, 27.11. beim Händler im Becken. Er hat wohl zwischendurch mal ein wenig ruhiger geatmet, so berichtet mein Händler, aber heute Abend war er kräftig an Pumpen.

    2 Schlußfolgerungen:
    Wenn alles andere ausscheidet, kann ja nur durch irgendetwas ein Kiemenschaden entstanden sein, die Ursache ist jetzt weg und vielleicht regenerieren sich die Fische wieder. Seid ihr da mit mir einer Meinung?!?

    Die Idee kam von einem Händler. Wenn ein Stein Metalle freigibt, die irgendwie eingeschlossen waren und jetzt oder die ganze Zeit langsam freigesetzt wurden und werden, kann ja auch sein, das dadurch die Fische einen Schaden haben. ABER - so meine Überlegung - reagieren nicht die Korallen zuerst und empfindlicher als die Fische?!?

    Über Antworten würde ich mich freuen. Auch wenn es im Moment nichts bringt, so weis ich wenigstens, ob meine Überlegungen richtig sind.

    @ Frank: das mit dem Aloe Vera habe ich hier aus dem Forum, wird auch immer wieder angeraten wenn Fische Krank sind und ich habe auch noch nichts negatives gelesen.

    Gruß Dirk :wink

  • Zitat

    Original von FrankL
    Btw woher hast Du das mit der Aloe vera Zugabe zum Futter ? Wozu soll das gut sein ? Vorsichtshalber mal weglassen.

    Warum? das ist doch gar nicht mal schlecht - das hilft gegen Krankheiten im Verdauungsbreich. Daß muß nicht weggelassen werden...

    Dirk: hast Du einen Ozonisator laufen? Wenn ja schalt den mal ab.

    MfG, Frank


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    Bremsen ist die Umwandlung hochwertiger Geschwindigkeit in sinnlose Wärme....

  • Hallo Frank (iXware),

    ich habe kein Ozonisator.

    Nur ein Filterbecken, das auch als biologischer Filter arbeitet und einen Abschäumer. (Hab ich ausführlicher Im Chemie Board unter - Chemie und hechelnde Fische - erleutert.)
    Sonst hab ich nix an Technik.(Im Becken nur Lebendgestein, keine Keramik o.ä., und wenig Fischbesatz)

    Momentan mache ich nur Balling Light und vorher habe ich auch noch andere Spurenelemente wie Flour, Jod, Strontium etc. nachdosiert. (Weniger als auf der Packung steht, da ich regelmäßig Wasserwechsel mache. Vielleicht mache ich auch in Zukunft nur noch Wasserwechsel Und Balling Light. Mal schaun.)

    Gruß Dirk :wink

  • Hallo,

    @ Frank: Grundsätzlich ist jeder vernünftige Kommentar sinnvoll, vor allem, wenn man ihn noch untermauern kann. Das hast du getan. Auch lebt das Forum vom Erfahrungsaustausch. Und die sind gerade in solchen Fragen mal unterschiedlich.

    Aber nie davon abhalten lassen, einen Kommentar zu schreiben. Gerade bei meinem Problem ist mir echt jeder Rat und auch jede Idee willkommen.

    übrigens, ich habe nur dann Futter mit Aloe Vera gegeben, wenn ich dachte, ein Fisch hat ein Problem. Die letzte Aloe Vera Fütterung ist mindestens ein halbes Jahr her oder noch länger. Das kann daher nicht der Auslöser gewesen sein. Denn die Aloe Vera Fütterung mache ich ja erst seid nach dem Auftreten des Problems und auch erst seid ca. zwei Wochen.

    Naja, wie schon geschrieben werd ich jetzt erst mal nichts mehr machen und schaun, wie sich alles weiterentwickelt. Wenn sich was ändern sollte, schreib ich es sofort rein.

    Gruß Dirk :wink

  • Hallo,

    mal den Stand der Dinge und etwas, was ich Internet gefunden habe. Ich schreib das mal in beiden Board`s, Fischkrankheiten und Chemie.

    Gestern ist mein Centropyge bispinosa gestorben. Mein Schleimfisch Salarias fasciatus ist auch nicht mehr zu sehen. Mein Kanarienlippfisch hechelt und schwimmt fast kaum noch. Meinen Gramma loreto gehts auch nicht gut. Einzig die Grundeln und ? schlecht zu sagen? meinen Amphiprion ocellaris gehts gut. Zumindest zeigen die Grundeln nicht das geringste des Unbehagens an. Vielleicht sind die auch einfach nur super robust.

    Ich hab in einem Süßwasserforum folgendes Zitat gefunden:

    [...]CO2 ist ein Fischgift. Erhöhte CO2 Werte hindern die Fische beim Atmen. Die Fische bekommen ihr eigenes CO2, das ja ein Abfallprodukt ihrer Atmung ist, nur noch erschwert (oder gar nicht mehr) los, wenn der CO2 Gehalt des Wassers zu hoch ist. Das Abgeben von CO2 funktioniert nämlich im Prinzip genauso wie das Aufnehmen von O2, durch Diffusion v.a. an den Kiemen - und durch hohe CO2 Gehalte im Wasser ist der Konzentrationsunterschied CO2 Fischblut-Wasser geringer, was die Diffusion (also sozusagen "das Bestreben, diese Konzentrationsunterschiede auszugleichen", worauf das ganze System beruht) erschwert, be/verhindert.
    Das ist unabhängig vom O2 Gehalt des Wassers (im üblichen Rahmen).
    Das heißt:
    Auch bei reichlich Sauerstoff im Wasser behindert zu viel Kohlendioxid die Fische bei ihrer Atmung. Hier hilft dann kein Erhöhen des Sauerstoffgehaltes, sondern nur eine Senkung des CO2 Gehaltes!
    Nicht alle Fische (Arten, Zustand, Alter, ...) reagieren gleich empfindlich auf erhöhte CO2 Gehalte. Genaue Untersuchungen, welche Art jetzt wie empfindlich ist, sind mir nicht bekannt.[...]

    Ist das auch auf ein Meerwasseraquarium anzuwenden?

    Desweitern habe ich einen PH-Wert von Morgens 7,6 bis Abends 8,0. Aber das kann vom Grundsatz her nicht alzu schlimm sein, denn im Chemie Board hat Sabrina Büchler gerade geschrieben: zitat - der ph-wert ist meiner ansicht nach ok, meiner schwankt zwischen 7,6 und 8,0( morgens/abends).

    Allerdingsmacht mich das Zitat aus dem Süßwseerforum ein wenig stutzig: ein niedriger PH-Wert deutet ja vom Grundstz z. B. auf einen erhöhten CO2 Anteil im Wasser hin. Da mein Sauerstoff Anteil ok, bzw. gesättigt ist, kann ja trotzdem ein zu hoher CO2 Anteil im Becken sein.

    Wäre das ein vernünftiger, nachvollziehbarer Denkanstoß und vor allem, wie kann ich dann Abhilfe schaffen?

    Dann hab ich mir das Buch über Fischkrankheiten im Meerwasseraquarien vonGerald Bassleer gekauft.
    Beschleunnigte Atmung kommt vor bei:
    Ammoniakvergiftung: (kann ausgeschlossen werden, da Ammoniak den PH Wert in die Höhe treibt. Steht im selben Buch. Außerdem weisen meine Test`s kein Ammoniak nach)
    Nitritvergiftung: Durch Test`s kein Nitrit nachweisbar
    Zu niedriger PH-Wert: Ich zitiere: Bei einem zu niedrigen PH-Wert tritt eine schleimigweiße Hauttrübung auf, die auch die Augen befallen kann. In spateren Stadien stellen sich Hautblutungen ein. Die Atmung ist beschleunigt, und der Fisch wird apathisch.

    Vielleicht gibt es ja auch eine Kombination zwischen niedrigen PH-Wert bei mir und zuviel CO2 im Wasser.

    Dann habe ich gestern noch mit einem Händler gesprochen über Krankheiten die man nicht sieht, z.B. Bakterien. Aber der sagte mir, das bei einer bakteriellen Krankheit die Fische eigentlich innerhal weniger Tage sterben und nicht wie bei mir, über Wochen. (Ist ja bei dem Kanarienlippfisch schon über einem Monat.)


    Übrigens, damit man mal sieht, wie gut es meinen Korallen geht, hab ich mal ein Bilder drangehangen.

    Falls jemanden etwas Gutes einfällt, Z.B.wodurch evt. ein zu hoher CO2 Gehalt im Wasser kommen kann, vielleicht auch in Verbindung mit einem etwas niedrigen PH-Wert, und wie Abhilfe geschaffen werden kann, der möge sich äußern.

    Viele Grüße Dirk

  • Hai
    Hast du einen Abschäumer in betrieb? Der sollte eigentlich überschüssiges co2 ausblasen.
    Betreibst du einen Kalkreaktor? dann solltest du versuchen den Auslass über den Abschäumer einzuleiten.

    Mach doch mal Bilder vom gesamten Becken, der Umgebung und der Technik.

  • Hallo Harald,

    danke für deine Antwort.

    Das erste Bild ist ein Bild vom gesamten Becken. Mehr Becken gibt es nicht.

    Mein Abschäumer (luftbetrieben mit Holzausströmer) läuft 24 Std.

    An Technik habe ich nichts außer den Abschäumer und einen Innenfilter, der drei Schaumstoffkissen (50 cm hoch, 10 x 7 cm breit9) mit einer 2000 Pumpe durchströmt. Einmal im Monat wird ein Kissen ausgetauscht, so das jedes Kissen 3 Monate arbeitet. Nitrat wird dabei nicht produziert, denn mittlerweile habe ich nur noch 2,5 mg Nitrat im Becken.

    Ich habe allerdings im Chemieboard schon mal die befürchtung geäußert, ob diese Filteranlage zu viel Sauerstoff verbraucht. Aber mit dem Sauerstofftest hab ich ja allerdings eine Sättigung gemessen. Aber ich bin eh am überlegen, ob ich den Filter nicht komplett rausschmeiße und nur noch Strömungspumpen und Abschäumer betreibe. Ich hab mich nur noch nicht getraut, weil ich nicht weis, ob sich das evt. negativ auf die biologie im Becken auswirkt.

    ich habe übrigens nur Lebendgestein im Becken, keine Riffkeramik o.ä.. Auch will/wollte ich das Becken so fahren, das sich ein Nitratgehalt von 10 mg einpendelt. Mehr Fische pack ich nicht rein - wenn mein Problem beseitigt ist.

    Nichts ist schlimmer, als nicht zu wissen, warum meine Fische sterben und ich finde nichts.
    Oder anders ausgedrückt - Kein Fehler zu finden ist schlimmer als einen Fehler zu finden, den man abstellen kann. Ich hoffe immer noch mit eurer Hilfe mein Problem herauszufinden.

    Fragen stellen erwünscht und Antworten / Denkanstöße geben auch. :grinning_squinting_face:

    Gruß Dirk :wink

  • Hallo Dirk !

    Meinen Kommentar habe ich zusätzlich auch noch einmal an diesen Thread angehängt.

    Das von Peter Schmiedel genannte Buch heißt:

    "Fischkrankheiten im Meerwasseraquarium: Ursache, Diagnose, Behandlung",
    [Gerald Bassleer, Dähne Verlag, 2000, ISBN 3-921684-88-9], [GB00]

    Jenseits der niedrigen pH-Wert Theorie durch aerobe Zersetzung von organischem Material, könnten meiner Meinung nach "Haut- und Kieferwürmer"(monogene Trematoden) die Ursache sein:

    "Kiemenwürmer ....Die Gefahr besteht jedoch, das sie sich schnell ausbreiten und (mit ihren Haken) das Kiemengewebe ernstlich schädigen, wozu dann noch eine Sekundärinfektion durch Bakterien kommen kann, so daß die Fische schließlich den Erstickungstod sterben."
    [GB00, S. 70]

    "Typische Krankheitssymptome sind Atemnot, geöffnete Kiemendeckel, An der Oberfläche Hängen und Luftschnappen, Auf dem Boden Liegen, Abmagerung, Scheuern mit dem Kiemendeckel am Boden, den Korallen o.ä."
    [GB00, S. 70]

    Das jetzt mal als Vermutung - von Fischkrankheiten habe ich eigentlich kaum Ahnung - aber nach Überflieges des o.g. Buches wäre das vielleicht eine Erklärung.

    Die Größe der Würmer soll zwischen 0,05 bis 1,0 mm sein und durch einen Haut- oder Kiemenabstrich mit der Lupe erkennbar sein.
    Als eine mögliche Behandlungsmethode wird in dem Buch ein Süßwasserbad empfohlen.

    Viele Grüße,
    Claus

  • Hallo,

    ich hab mir jetzt in dem Buch von Gerald Bassleer mal die Krankheiten durchgelesen und bin tatsächlich bei Oodinium stehen geblieben.

    Wenn ich das richtig verstanden habe, werden auf jeden Fall und in erster Linie die Kiemen befallen und man sieht die weißen Pünktchen evt. nur sehr schwer und je nach Lichteinfal evt.l gar nicht.

    Das Problem ist, auch wenn ich meine noch verbliebenen Feenbarsche Gramma loreto, Gelbkopfgrundeln und meine Anemonenfische Amphiprion ocellaris in der Fischfalle fangen kann, werd ich meine Mandarienfische wohl nicht rausbekommen. Die sind ja immer nur im Riff.

    Es müssen ja alle Fische raus, damit kein Wirtsträger mehr im Aqua ist.

    Und es wäre eine Behandlung auf Verdacht. Schwierig - Schwierig

    Gruß Dirk :wink

  • Dirk,

    bei einem Oodinium Befall scheuern sich die Tiere auch - machen deine das? Versuche auch mal die Flossen deiner Tiere gegen das Licht zu unteruschen, bei Oodinium sollte man auch hier einen Belag erkennen.

    Der Salaris auf dem Bild zeigt zudem deutliche Unterernährung.

    Grüße und schönen Tag
    Peter

  • Hallo!

    Wenn sie Oodinium haben, sieht man auch auf den Flossen die Pünktchen. Bei mir waren die Flossen immer als erstes sichtbare betroffen.

  • Hallo,

    ich stell das mal wieder parallel zum Chemie Board

    Da ich immer noch nicht weiß, warum es meinen Fischen schlecht geht, möchte ich nochmal bez. der Krankheiten etwas wissen.

    Der ganze Verlauf zieht sich jetzt über 70 Tage hin.

    Ca. am 30.09.2006 habe ich ja, wie im Chemie Board ausführlich beschrieben, mein MG Haushalt um 250 Mg innerhalb 6 Tage erhöht.

    In den nächsten 6 Tagen starben zwei Lippfische McCoskerie. der Dritte zeigte ein deutlich verändertes Verhalten und Unwohlsein.

    Dann viel mir auf, das meine Lippfische und Schleimfische anfingen schwerer zu atmen, bzw. zu regelrecht zu hecheln.

    Einen Kanarienlippfisch habe ich mit zum Händler genommen Zwecks untersuchung - nichts festzustelle.
    Einen Schleimfisch habe ich zu einem anderen Händler gebracht, der auch nichts feststellen konnte. Dieser Schleimfisch ist nach zwei Wochen beim Händler gestorben.

    Dann ist mir diese Woche mein Zwergkaiser Bispinosa gestorben. Auch den habe ich zum Händler gebracht - nichts festzustellen.
    Gerade auf diesem dunklen Fisch hatte man ja z.B. Oodinium sehen müssen. Aber man hat wie bei den anderen Fischen nichts auffälliges gesehen.

    Meine Gramma Loretto`s atmen auch schwer und sind fast den ganzen Tag in eine Höhle.

    Meine Grundeln und Mandarienfische zeigen immer noch keine Auffälligkeiten.

    Da das ganze sich über einen Zeitraum von mittlerweile 70 Tage abspielt, muß es ja eine Krankheit sein, die sehr langsam verläuft. Bei den Tieren und der Ansteckung. Ist so etwas überhaupt möglich?

    Gruß Dirk :wink

  • Peter, Andreas,
    meines Wissens gibt es von Oodinium eine Form die nur die Kiemen befällt. Eine Vergiftung würde ich ausschließen da die Fische zu einem recht unterschiedlichen Zeitpunkt erkrankten.

  • Hallo,

    @Klaus: Zitat: "meines Wissens gibt es von Oodinium eine Form die nur die Kiemen befällt".
    Gelesen hab ich darüber nichts. Aber das wäre ja interessant zu Wissen und eine Erklärung. In dem Buch von Bassleer steht zumindest nichts.

    Harald: Was sind Schimmeltoxine?
    Bezüglich der Salze: Ich hab mit dem Apotheker Chef persöhnlich die Sache durchgesprochen und der sich wiederrum bei der herstellerfirma rückversichert. Zumindest haben die Salze nach einer europäischen Norm den höchsten Reinheitsgrad, den man bekommen kann.

    Gruß Dirk :wink

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