Wachstumsleistung von Algen

  • Hallo Stefan, hallo Thomas,

    das Wörtchen theorethisch habe ich eingesetzt, weil mir einfach keine Erfahrungswerte vorliegen. Ich würde das als durchaus erreichbar ansehen, ist ja in gewisser Hinsicht vor allem eine Frage der Refugiengröße und einer Vermeidung von Wachstumslimitierung. Gerade wenn der Algenfilter mit einem Nitratverbraucher alla Miracle Mud oder DSB gekoppelt wird ist sicherlich ein nachdosieren von Nitrat bzw. Ammonium (Gefahr von Nitritspitzen) unerlässlich um ein weiteres Algenwachstum und damit auch Phosphatverbrauch zu erreichen. Das deckt sich ja auch ganz gut mit den Erfahrungen von Stefan.
    Algenfilter können durchaus einen signifikanten Beitrag zum Phosphataustrag darstellen, können jedoch unter gewissen Rahmenbedingungen alleine nicht ausreichend sein (mangelnde Dimensionierung, N-Limitierungen, Eisenmangel, etc.) hier bietet sich dann mit Adsorbern auf Eisenbasis eine gute Alternative, kann man natürlich auch ausschließlich auf die Art machen.
    Was IPs Probleme mit Phosphat angehen denke ich, dass die Fütterung und der Besatz eine wesentliche Rolle spielen. Wenn ich mich recht erinnere hat IP ein Becken mit ziemlich vielen, großen Fischen da ist man halt leicht in Bereichen wo sich Phosphat nur schwer in Grenzen halten lässt. Und wenn man dann womöglich auch durch lange Zeit verschleppte hohe P04-Werte Depots angehäuft hat ist der Wert überhaupt nur schwer/ gar nicht runter zu bekommen.

    Grüße aus dem sonnigen Süden :winking_face:

    Thomas Bahr 

    120x90x70cm (750l) / 640 w LED (China) / Bubblemagus C7 / 3xTunze Stream mit Multicontroller / RD3 5 m² Förderpumpe / Vliesfilter im Unterschrank (MC 5000)

  • Hallo zusammen ,

    sieht ja aus als kommt zum Schluss doch einiges wieder auf einen Nenner... :winking_face:

    Thomas
    Nett von Dir , das Du uns hier ein wenig unter die Arme gegriffen hast...
    ich sehe das meiste hier ungefähr so wie Du (ohne dabei von den chemischen Komponeneten Ahnung zu haben ) , kriege es aber nicht so schön hingeschrieben...

    @Stefan
    Schön von Dir , das Du doch Geduld mit mir gehabt hast (wer nicht fragt bleibt dumm ,weisst Du ...)- besonders Dein letzter Beitrag hat alles super verdeutlicht - ausserdem ist schon einiges hängengeblieben
    vom Bericht Deiner Erfahrungen , ich werde bestimmt noch was davon gebrauchen können !

    @all

    Das meiste ist ja jetzt geschrieben , ich möchte nur noch unterstreichen
    das auch ich nicht glaube , hohe Phosphat- und noch weniger hohe Nitratwerte durch Algenewachstum/ernte bekämpfen kann ,
    glaube aber , das es zum Vorbeugen eine gute Hilfetstellung sein kann - wie öfter mal gesagt :unter der Voraussetzung das der Rest auch stimmt =)

    GRÜSSE AUS DEM HOHEN NORDEN
    mein Bilderbuch

    Einmal editiert, zuletzt von Thomas Engels (26. Oktober 2006 um 23:56)

  • Hi,

    doch kann man schon. Ist alles nur eine Frage des Verhältnisses. Wer es sich leisten kann 3m² Algenfläche für ein 300l-Becken zu stellen braucht keinen Adsorber mehr. Die Kosten sind aber fast identisch. Bei der einen Variante zahle ich Strom für die Beleuchtung und Strömung, bei der anderen den Adsorber. bei der einen muß ich regelmäßig Adsorber wechseln, bei der anderen Algen ernten. Der Wartungsaufwand ist beim Algenfilter aber höher da ich Nitrat genauso überwachen muß wie Calcium bei den Korallen und außerdem neigen diese Filter dazu Glasrosen anzusiedeln und zu vermehren. Platzsparender und bequemer ist deshalb der Adsorber. Biologisch interessanter der Algenfilter. Die derzeit gängige Variante einen kleinen Algenfilter im Beipass zu haben dürfte für die meisten die optimale Variante sein. Man sollte halt nicht zuviel Abbauleistung davon erwarten. Einen ordentlichen Einfluß auf ein positives Aquariumklima hat er trotzdem.

    mfg Uwe

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