Probleme mit zu niedrigem PH-Wert

  • Hallo,

    habe folgendes Problem :
    Ich arbeite mit der Balling-Methode.
    Bis vor ca 2 Monaten hatte ich immer einen PH-Wert von 8.2 - 8.3.
    Damals war meine Karbonathärte noch bei ca. 10 dKH.

    Ich habe dann aufgrund der neuesten Erfahrungen, die man ja auch hier im Forum liest, meine Karbonathärte auf 7 dkH gesenkt, indem ich dem Wasser eine gewisse Zeit keine Balling-Salze mehr zugegeben habe.

    Als meine KH dann auf ungefähr 7 war, hatte ich Probleme mit dem PH-Wert. Er ist auf ca. 7.9 , zeitweise sogar auf 7.7 gesunken.
    Bei diesem PH-Wert war mir nicht ganz wohl, deshalb habe ich mit regelmäßiger Kalkwasserzugabe (Calciumhydroxid) versucht, den PH-Wert wieder anzuheben.

    Jetzt ist die KH wieder auf ca 9 - 10 dkH angstiegen, mein PH-Wert aber immer noch bei 7.9.

    Was mache ich falsch, bzw. was muß ich tun, damit ich auf einen PH-Wert von über 8 und auf eine KH von ca 7 komme.

    Gruß und schon vorab danke für Eure Antworten

    Axel

  • Hallo habe noch was vergessen :

    Mein Ca-Wert liegt bei ca 450,
    mein MG-Wert bei ca 1400.
    Es ist also bis auf den PH-Wert alles im grünen Bereich

    Gruß
    Axel

  • Hi,

    weiß gar nicht was Du willst? Der pH zwischen 7,8 und 8,2 ist doch OK! Es stellt sich immer ein gewisser Wert ein und den zwanghaft ändern zu wollen geht zu 90% nach hinten los. Also mache Deine KH bei 7-8 fest und laß den pH dort wo er sich einpendelt. Das ist schon OK solange er nicht unter 7,5 fällt.

    mfg Uwe

  • Hallo Axel,

    es gibt da den berühmten Satz: wer mißt, mißt Mist.

    Beschreib doch bitte mal deine Methode, den pH-Wert zu bestimmen. Moglicherweise liegt hier der Hase im Pfeffer.

    Es könnte sich nämlich um ein Meßproblem handeln. pH-Meßketten und Eichflüssigkeiten altern, auch chemische Messreagenzien haben nur eine gewisse Lebensdauer. Veränderte Strömung oder Bewuchs an der Meßkette verändern den Meßwert etc.

  • Hallo Thomas,

    das war auch das erste, was ich gedacht habe, da ich
    über einen alten Messcomputer messe. Ich habe die Eichlösungen vor ca 9 Monaten gekauft (ph 7 und 9) und habe damals die Elektroden geeicht. Als das Problem dann mit dem zu niedrigen PH-Wert auftrat, dachte ich auch, daß es vielleicht an den Elektroden liegt und habe diese nochmals in den Lösungen (allerdings in denen, die ich vor einem 3/4 Jahr gekauft habe) geeicht.
    Ich bekam aber das gleiche Ergebnis.
    Kann es sein, daß die Eichlösungen nach 9 Monaten nicht mehr zu gebrauchen sind ?

    Axel

  • Hi Axel,

    Zitat

    Original von adaniker
    Kann es sein, daß die Eichlösungen nach 9 Monaten nicht mehr zu gebrauchen sind ?

    Ein Jahr sollten die Lösungen schon mindestens halten; Vorraussetzung: sie sind unbenutzt und luftdicht verschlossen. Lösungen, die für das Eichen schon benutzt wurden, müssen verworfen werden und dürfen nicht mehr zur unbenutzten Lösung zurückgegeben werden.

    Achtung: es sind verschiedene Eichlösungen mit unterschiedlichen pH-Werten auf dem Markt. Es ist unbedingt darauf zu achten, daß der vom Hersteller vorgegebene pH-Wert benutzt wird, da sich andernfalls deutliche Meßfehler einstellen können.

  • Hallo Axel
    ich verwende ebenfals die Ballingmethode und mein PH Wert schwankt zwischen 7,8 und 8.0 selten darüber.
    Also mache dir keine weiteren Sorgen.

    Mfg Gunther

  • Hab mal gehört, dass die Eichlösung Ph 9 sehr schnell unbrauchbar wird nach einmal öffnen, sollte man mal nachhaken, wär das nix für Suchspezialisten Th.Chronz *g

    Ansonsten ist die Kh von 6-8 in Ordnung.
    Und Calziumhydroxid erhöht nur Calzium,dein Ph Wert passt
    also lass mal gut sein.
    Gruss Th.

  • hi,

    auch auf die gefahr hi, daß ich mit der Suchfunktion auch selber zum Ergebnis komme, meine Frage: Welche Bedeutung hat eigentlich der KH-Wert? reicht es nicht aus, wenn ich den Mg und Ca - wert messe?
    Nachtrag:
    In den Büchern die ich besitze wird darauf nicht näher eingegangen - oder ich habe es vielleicht nur überlesen? - ich schaue aber gern nochmal nach.

  • Hi Axel,

    auch auf die Gefahr hin, mich jetzt unbeliebt zu machen: hast du denn gar kein Fachbuch ?

    nur kurz:
    Der KH-Wert ist einer der Wichtigsten (nach dem Salzgehalt). Er ist das Maß, wie gut das Meerwasser mit Säureschwankungen fertig wird. Algen, auch symbiontische, geben Nachts Kohlendioxid (Stoffwechsel) an das Wasser ab. Je höher der KH-Wert ist, um so geringer schwankt der pH-Wert durch diese Abgabe. Jetzt könnte man denken (und früher tat man das auch), daß ein möglichst hoher KH-Wert ja gut ist, doch leider hat sich herausgestellt, daß Steinkorallen dann weit weniger gut wachsen und gedeihen. Für ein Riffbecken wird deshalb heute ein KH-Wert zwischen 7 und 9 angestrebt - Fachleute mögen mich verbessern.

  • Das mit den Puffern ist so eine Sache für sich und seitdem ich mit dem Refraktometer mal die verschiedenen Puffer gemessen habe und bei denen so grossen Abweichungen gemessen wurden weiss ich ehrlich auch nicht, ob man jeden Puffer glauben schenken solte.

    Zumal bei fast keinen älteren Puffer ein Haltbarkeitsdatum drauf seht!

    Nur die Neuen haben dies seit kurzem!

    PH 9= Dieser ist ein sehr instabiler Wert und kann nicht lange benutzt werden.

    Einmal geöffnet ist ein Puffer nie und nimmer 9 Monate haltbar!

    Vielleicht ist es ja eine gute Idee nicht nur Testreagenzien zu testen( wie Harald und Robert) sondern auch mal verschiedene NEUE Puffer zu nehmen und diese zu vergleichen.
    Könnte mir vorstellen, dass hier die merkwürdigsten Ergebnisse anzulesen sind?

  • Zitat

    Original von Michael Mrutzek
    Einmal geöffnet ist ein Puffer nie und nimmer 9 Monate haltbar!

    Hallo Michael,

    so einfach kann man das nicht sagen.
    Wenn der Behälter mit dem Puffer nur kurz geöffnet wird, gelangt über die Luft eine bestimmte Menge CO2 in den Behälter und wird vom Puffer "abgepuffert". Je öfter man den Behälter öffnet, um so mehr verbraucht sich der Puffer bis er seine Kapazität erschöpft hat und im pH-Wert steigt. Wenn er nur einmal geöffnet wurde und danach nur herum stand, wurde seine Pufferkapazität auch nur einmal belastet.

    Einen anderen Aspekt beschert uns allerdings das Material, aus dem der Behälter gefertigt wurde. Wenn dieses auch nur ein bißchen Gas hineindiffundieren läßt, so wird früher oder später der Puffer erschöpft sein, ob man den Behälter nun geöffnet hatte oder nicht.

  • Hallo,

    ich habe gerade im WWW etwas gefunden.
    Dipl. Ing. Ralf Degner beschreibt im Artikel Leitfaden zur pH-Messung, wie Profis mit den Pufferlösungen umgehen:

    Gebrauch der Pufferlösungen

    • Haltbarkeitsangabe beachten
    • Basische Pufferlösungen (pH > 7) nach Möglichkeit
      meiden.
    • Kalibrierungen mit basischen Pufferlösungen in geschlossenen Gefäßen durch-führen (Kohlendioxid aus der Luft ändert den pH-Wert der Pufferlösung).
    • Ein kleines Volumen der Lösung in ein sauberes Kalibriergefäß, z.B. ein Becherglas, füllen. Niemals die Meßkette direkt in die Vorratsflasche tauchen.
    • Vorratsflasche nach Gebrauch sofort verschließen.
    • Benutzte Pufferlösungen nach Gebrauch verwerfen und nicht in die Vorratsflasche füllen.
    • Keine Reste verwenden.
    • Die angebrochene Pufferflaschen innerhalb des nächsten Monats aufbrauchen. Basische Pufferlösungen innerhalb der nächsten Tage verbrauchen

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