Mini Schaltschrank im AQ Unterschrank?

  • MoinMoin.

    So, ich möchte gerne in meinen Unterschrank eine Art "Schaltschrank" Einbauen.
    Dazu habe ich mir 10 Feuchtraum Aufputz Steckdosen besorgt, die ich unter dem Becken anbauen möchte. Leider habe ich keine möglichkeit, irgendwie direkt an den Sicherungskasten zu gehen, und muss in eine Steckdose. Ich denke aber, da ich nicht viel an Technik habe in dem kleinen Becken (Lampe ca 170W, Heiz. 150W, Pumpen ca 50W) sollte das wohl keine Probleme ergeben. Nun die Frage:
    wenn ich unter dem AQ noch zusätzliche Sicherungsautomaten pro Steckdose installiere, funktioniert das denn auch bei einem evtl. Kurzschluss ? Oder fliegt dann trotzdem die große raus und alles ist Dunkel? Für 1-2 Pumpen habe ich auch noch eine USV rumliegen, die ebenfalls mit unter das Becken kommt.
    Aber hauptfrage war wg. den Sicherungen, ob es überhaupt sinn macht.

  • Hallo AnPa,

    es fliegt immer die Sicherung raus die am nächsten n dem "Problemgerät" geschalltet ist. Also ja, es macht Sinn, vorrausgesetzt die Sicherungen unter Deinem Aqua haben keine größere Auslösetolleranz als die im Hauptsicherungskasten.

    Ein Problem hast Du nur, wenn der Kurzschluß in einem Gerät entsteht der nichts mit dem Aqua zu tun hat. Sprich wenn sich der Fernseher verabschiedet und am gleichen Haussicherungsautomaten hängt, ist Dein Aqua mit aus, da Du ja keinen sep. Stromkreis hast.

    Gruß
    Andreas!

  • Hallo Angelo

    Du kannst wenn du magst aus deiner Steckdose Max 3500 Watt
    an Strom saugen.
    Strom (16A) mal Spannung (230V) = Leistung 3500Watt
    oder >1h 5336 Watt. Bei einem Kurzschluß entstehen ca.18kW

    Wenn du aber in einem Altbau mit nur 1 Sicherrung für
    Lampen und 1 für Steckdosen wohnst, klappt das natürlich nicht.

    Ich würde bei einer Unterverteilung 6A automaten nehmen,
    in einem Fehlerfall würde nur der 6A Automat fallen.
    Das sind immerhin 1380 Watt die für Pumpen bzw. Licht
    ausreichen sollten. (Verbaust ja nicht nur 1 Sicherrung für alles).
    Natürlich solltest du einen Fi mit 25A/0,03A einbauen um dein
    und das Leben von dritten zu schützen.

    MFG Alex

  • Zitat

    Original von Andreas Pridzun


    es fliegt immer die Sicherung raus die am nächsten n dem "Problemgerät" geschalltet ist.... !

    Hallo,
    die Nähe zum Problemgerät ist unwichtig. Der Strom in einem Stromkreis ist überall gleich gross. Durch beide Sicherungen fliesst die gleiche Stromstärke. Bei gleichen Sicherungswerten kann man nicht sagen, welche Sicherung zuerst anspricht. Du könntest in dem Unterschrank besser Sicherungen mit kleineren Ansprechströmen einbauen ( 5 A ) . Aber das grössere Problem wird sein, wenn der FI auslöst. Das wird dir im Fehlerfalle eher passieren.

    Gruß Thomas

  • Hallo,

    Danke für die Antworten.
    Also es ist ein Altbau (100 Jahre +)
    Auch mit dementsprechender Stromversorgung -> Deswegen USV für überlebenswichtige Sachen (Pumpen??)
    Das mit den Sicherungen ist auch so ne Sache. Werde mir doch evtl. überlegen, ein Kabel zum Stromkasten zu führen. Aber Belastungstechnisch sollte es trotzdem möglich sein, das an die Dose zu hängen, da es ja nicht viel ist :smiling_face: Hab ja (noch) kein 1000 Liter Becken mit 3x400 W HQI oder sowas :grinning_squinting_face:
    Also einen FI haben wir hier nirgends. Wie wird so ein Teil denn angeschlossen? Muss ins Wasser dann eine "Elektrode" die den Fehlerstrom evtl. auffängt oder wie?

  • Hallo,
    ich würde auf jeden Fall eine FI einbauen, die normalen Sicherungen schützen gegen Fehlerstrom nicht. Die Sicherungen lösen erst aus, wenn der Strom durch einen Kurzschluss über 10 bzw 16 A steigt. Wahrscheinlich ist bei euch dann eine Null-Erdung, wenn sich zum Beispiel ein Kabel mit der Phase löst und an das Metalgehäuse eines Gerätes kommt, gibt es einen dicken Kurzschluss, da das Gehäuse mit dem Null Leiter verbunden ist. Dadurch löst dann die normale Sicherung aus. Das ist aber sehr unsicher und wenn der Strom in diesem Fall nicht die Auslöseschwelle der Sicherung erreicht steht das Gehäuse unter Spannung. Auch wenn du nur an Phase kommst und der Strom durch dich fliesst löst die Sicherung nicht aus, da keine 16 A durch dich fliessen können. (du bist aber trotzdem dann etwas tot).
    Der Fi löst schon bei 30 mA aus, das ist dann ungefährlich.
    Mal abgesehen von der erhöhten Gefahr durch das Seewasseraquarium würde ich dir auf jeden Fall zu den Einbau eines FI raten.
    Einen Fühler im Becken hat glaube ich niemand, die Geräte, die Spannung über das Gehäuse abgeben könnten sind mit dem Schutzleiter verbunden.

  • Genau ein Fi ist schon sehr wichtig.
    Er vergleicht den Strom der über den Leiter L
    geht und wieder über den Leiter N zurück.
    Ist die Summe Gleich 0 ist alles OK
    ist die Summe >30mA schaltet er ab.
    Je nach dem wie viel mA der Fi hat.

    Es sei dir auf jeden fall geraten, wenn du dich nicht auskennst,
    einen Fachmann vor Ort zu fragen.

    Mfg Alex

  • damit sicherungen selektiv auslösen (gleiche auslösecharakteristik), muss die schwächere sicherung 2 stufen unter der nächsthöheren sein, also 6A bei vorgeschalteten 16A automaten (wenn die nicht typ c sind).

    ehrlich gemeinter tip: wenn du der meinung bist, ein fi bräuchte eine elektrode im becken, lass das bitte einen elektriker machen - soviel geld will der nun auch nicht haben und du rettest einen arbeitsplatz und vielleicht dein leben...

    Tatsachen schafft man nicht aus der Welt, indem man sie ignoriert.

  • Das mit der Elektrode dachte ich, das ich hier sowas schon mal gelesen habe! Dann hab ich das aber falsch verstanden :smiling_face:

    Ich kann schon Schaltpläne lesen usw. Nur habe ich halt noch nie einen FI in der Hand gehabt. Und wie man mit Stromkabeln umzugehen hat und die Korrekt anschließt, hab ich auch schon mehrmals gemacht :smiling_face: Und wenn ich Probleme habe, kenn ich auch nen Elektriker :grinning_squinting_face:

    Danke für die Tips !

  • Zitat

    Original von Alexander Grah
    ehrlich gemeinter tip: wenn du der meinung bist, ein fi bräuchte eine elektrode im becken, lass das bitte einen elektriker machen ...


    Wenn du zum Beispiel nur Schutzisolierte Geräte im Becken hast, also Geräte mit dem flachen Netzstecker ohne Schutzleiteranschluss, dann kann im Fehlerfalle ( Heizstab platzt) der Strom aus dem Becken nicht anderweitig abfliessen und dein Becken steht trotz FI unter Spannung.
    In diesem Fall würde eine geerdete Sonde schon sinn machen. dann würde der Strom über diese Elektrode abfliessen und der FI würde auslösen.

    Gruß Thomas

  • HAllo,
    es gibt für den nachträglichen Einbau in Badezimmern in so alten Häusern (habe ich auch 100 jahre +) Steckdosen mit integriertem FI. Die kostet dann zwar was um die 90 Euro aber das sollte es wert sein. Frag bitte einen Elektriker sicher ist sicher.

    Gruß Stefan

  • Thomas - aber der fi kommt in dem moment, wo man anpackt ganz sicher - also kein problem. hat irgendjemand keine schutzisolierten geräte im becken ? wenn ja, aus welchem material sollte das bitteschön sein ?

    klar, man könnte über einen titanstab das wasser erden - für die sicherheit bestimmt nicht schlecht, aber es ging mir darum, das man schon wissen muss, was man tut beim einbau eines FI.

    Tatsachen schafft man nicht aus der Welt, indem man sie ignoriert.

  • Hi AnPa,

    obwohl es nicht deine Hauptfrage ist... ja es macht Sinn eine Feuchtraumverteilung im Unterschrank zu haben! Habe ich auch gemacht.

    So kann man alle installierten Steckdosen dort aufklemmen und sinnvoll Schalten.
    Schalter oder Schaltuhren gibt es ja dafür und das spart Platz.

    :face_with_tongue: Wer will schon wegen Ausschalten den Stecker ziehen müssen!

    Und nur eine Zuleitung. Aber ein FI... der sollte ein MUSS sein!

    Gruss Sven

  • Hallo Sven,

    hast du solche Klemmleisten oder irgendwelche Schaltmodule benutzt?? Falls ja kannst du ein bestimmtes System empfehlen?

    Gruß Bi

  • Hi,

    ich habe einen Feuchtraum-Aufputzverteiler vom Baumarkt EK08 Schutzklasse IP65 (54) verwendet. Gibt es auch größer aber reicht bei mir aus. Man kann natürlich auch Leitungsschutzschalter als Schalter missbrauchen, aber besser sind "echte" Schalter z.B. ich habe ABB E221-10 (einpolig) und E221-20 zweipolig <-- damit kann man Verbraucher Allpolig abschalten! (L & N)

    Die Verdrahtung der umliegenden Steckdosen ist so zentral und wassergeschützt.

    Gruss Sven

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