KH-Wert ab Kalkreaktorauslauf?

  • Hallo zusammen
    Lese gerade in dem (nagelneuen) Buch "Steinkorallen im AQ, Band II", dass es nicht sinnvoll ist einen KH-wert über 16 am Auslauf des Kalkreaktors anzustreben, da dann ein Teil des Hydrogenkarbontes wieder ausfällt. Aber warum gibt es dann Reaktoren die mit Auslaufwerten von 30-40 KH werben?
    Wer kennt die Zusammenhänge?
    Freundliche Grüsse und Danke für sachdienliche Infos
    peter_s

  • Zitat

    Original von peter_s
    Hallo zusammen
    Lese gerade in dem (nagelneuen) Buch "Steinkorallen im AQ, Band II", dass es nicht sinnvoll ist einen KH-wert über 16 am Auslauf des Kalkreaktors anzustreben, da dann ein Teil des Hydrogenkarbontes wieder ausfällt. Aber warum gibt es dann Reaktoren die mit Auslaufwerten von 30-40 KH werben?
    Wer kennt die Zusammenhänge?
    Freundliche Grüsse und Danke für sachdienliche Infos
    peter_s

    tag peter,

    nun, ganz einfach.

    drosselst du den auslauf bei gleichzeitiger beibehaltung der blasenzahl, steigt der kh-wert .

    das reaktorwasser wird saurer und löst mehr kalk.

  • Hallo Peter,

    die Stelle aus Knops Buch sollte richtig zitiert werden:
    "(...) mit Karbonathärten von 20 oder gar 30 °dKH können dazu führen, dass ein Teil der gelösten Hydrogenkarbonate beim Vermischen mit dem Aquarienwasser wieder ausgefällt wird."
    Es steht da nicht, daß das Ausfällen notwendigerweise geschehen muß.

    Es kommt nur dann zu Ausfällungen, wenn das saure Wasser aus dem Kalkreaktor mit 30°dKH zu schnell mit zu wenig basischem (pH-Wert 8,..) Aquarienwasser vermischt wird. Das läßt sich in der Regel aber leicht vermeiden indem man für genügend Nachschub aus dem Becken sorgt.

    Ob jetzt weniger Wasser mit höherem Härtegrad oder mehr Wasser mit niedrigerem dKH aus dem Reaktor kommt, läßt sich ja leicht einstellen. Welche der beiden Varianten die bessere ist, kann ich dir leider nicht sagen, ich habe das noch nie ausprobiert.

    Die Leistungsfähigkeit eines Reaktors bemisst sich eigentlich nur an der Menge an Calcium und Hydrogenkarbonat, die der Reaktor überhaupt in einer bestimmten Zeiteinheit ins System eintragen kann, nicht nach dem maximal erreichbaren °dKH. Der tatsächliche Wert, der eingestellt wird, richtet sich dann nach dem Verbrauch des Beckens.

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