Die Gute alte statik Frage

  • Also geht um mein neues Becken "projekt" in form eines 550L Deta beckens (100 cm schenkellänge).

    Das Becken steht auf einem VA2 Stahl gerüst, welches in sich geschlossen ist (also keine einzelnen Beine)


    Die Wohnung ist "neubau" Sprich "vernüftiger" Stahlbeton.

    Stehen soll das Becken an 2 Tragenden Wänden.

    Würdet ihr dies dort "bedenkenlos" hinstellen oder irgendwas an Platten, ect. darunter legen um präventiv entgegen zu wirken.

    Ich meine sollte der Estrich drunter leiden sollte dies kein Problem darstellen diesen nach auszug wiederherzustellen. Nur geht es halt darum, ob man das ansich aus "sicherheissicht" dort einfach so aufstellen kann oder doch den weg zum Statiker machen sollte.

    Eine "Verankerung" des untergestells in den Wänden halte ich für "kritisch" da ich ja nicht "in" das gestell hineinbohren will (denke das dies der Stabilität nicht unbedingt zuträglich ist).

  • Ich würde bedenkenlos einen Statiker fragen ..idealerweise den der das Haus geplant hat :winking_face:

  • Hy,

    550l wuerde ich nicht auf den Estrich stellen. Flex den raus - geht schnell und Du hast nachher kein schiefes Becken :smiling_face:

    Ne anstaendige Rohbetondecke an den Aussenwaenden kann das locker ab das Gewicht. Aber wenn Du ganz sicher gehen wiillst: Statiker Fragen, dann hast Garantie.

    Gruß
    Roger

  • - Aus Statikgründen sehe ich da auch keinerlei Problem, das würde ich mich auch ohne Statiker trauen.
    - Das mit dem Estrich ist immer ein guter Vorschlag, WENN du das demenstprechend umsetzen kannst würde ich es unbedingt machen.
    - Den Rahmen an der Wand festmachen ist gerade bei einem Deltaeckbecken gut zu lösen. Ich spreche da aus eigener Erfahrung. Guck mal hier
    . Der Rahmen selbst ist dadurch natürlcih etwas aufwendiger.

    Gruß
    ..Martin

  • Hmm... was ist mit Absacken gemeint? ich meine, ich hatte vor auf den Estich selbst eine MDF PLatte oder ne 8mm Stahlplatte zu legen (beides ca. 20 cm grösser, als das Aquarium selbst ist).

    Dadurch würde ich eine grössere Verteilung des Gewichtes schaffen.

    Was würde denn schlimmstenfalls mit dem Estrich passieren? Ich meine, eigentlich sollte er wenn "gleichmässig" absacken oder? Also ich dürfte keine "schieflage" bekommen dadurch.

    Weil Wegflexen ist mir persöhnlich nicht unbedingt auf die schnelle möglich.


    Die Wandkonstruktion kommt für mich auch nicht wirklich in betracht :winking_face:

    Einmal editiert, zuletzt von Marcus Hummler (4. Mai 2006 um 17:10)

  • Unter dem Estrich liegt fast immer eine Überbrückungs/Dämmschicht aus Styropor o.ä. da sehe ich wenn dann das Problem.

    Der Estrich in sich hat auch hoehe Festigkeit. Wenn hohe Lasten (Druck) darauf kommem, leitet der Estrich die zunächst weiter, drückt dann das Styropor zusammen. Das aber nur an den Stellen mit hoher Last. an anderen Stellen nicht. da Estrich (wie auch Beton usw) nahezu keinen Zug aufnehmen kann "reißt" er an der Übergangsstelle hoher/niedriger Spannung.Lange rede kurzer Sinn: Der Estrich kann im Extremfall an der Stelle absinken.

    Deswegen auch die Idee den Estrich an der Stelle partiell rauszuschneiden (rausmeißelen geht übrigens auch leicht !)und das Styropor zu entfernen.
    Anschließen das ganze als 1 Schicht (ohne Styropor) wieder mit neuem Material eingießen und aushärten lassen.

    ob's das ganze wirklich braucht ?!?


    gruß
    ...Martin

  • Er würde aber ja "gleichmässig" absinkenen oder? ich meine rein von der logik her?


    Ok werde mal prüfen ob man des nicht doch "entfernen" kann....

  • Hy,

    noe, wieso gleichmaessig? Hinten an der Wand ist der Estrich schwimmend. D.h. er liegt an nichts an. Vorne, am angenommenen Riss, da verhakt er sich vielleicht mit Resten des Estrichs, bricht nur einseitig aber oder oder oder ... kann ne ziemlich einseitige Sache werden.

    Andererseits sollte es auch reichen, wenn Du 3 Druckfundamente (je ca. 30cm) unter tragende Teile des Unterschranks einplanst. Damit musst nicht den gesamten Estrich wegreissen und hast ne saubere Ebene zum abziehen ...

    Gruß
    Roger

  • Nunja ich denke ich werde es so machen, dass ich den Estrich an den kompletten breiten wo die Unterkonstruktion aufliegt raushauen werde und diese auffülle. so bin ich auch auf der "sicheren" seite das ich keinerlei "spannungen" in der Konstruktion bekommen kann.

    Eine Frage noch... womit wird das dann "aufgefüllt"?

    Also ne genaue bezeichnung wäre gut, nicht das ich irgend was total falsches im Baumarkt kaufe.


    Der Estrich sollte sich mit Hammer und Meißel "leicht" herauslösen lassen oder?

  • Hallo Marcus

    wenn du das schon machst, dann ist es vermutlich weniger Aufawand das gelich an der ganzen betroffene Fläche zu machen.
    wegen dem Material fragst Du einfach am besten mal kurz im Baumarkt nach. Ich denke aber -> wieder Fließestrich.

    Vorgehen würde ich folgendermaßen
    - Am Estrich die Stelle anzeichnen die Du auschneiden möchtest
    - Mit einem Bohrer die "Nahtstelle" perforieren. Ansonsten hast du einen zackigen Ausbruch durchs meiseln. Abstand Loch<-> Loch ca 5 cm. Das Bohren geht dann relativ schnell da der Estrich nicht besonders hart ist. Ein Bohrhammer wäre dazu gut...
    - Den Estrich Mit Meißel und Hammer oder Gerät rausmeißeln. Dabei ist egal wenn Du das drunterliegende Styropor verletzt
    - Styropor an Nahtstelle einschneiden und dann entfernen
    - Noch ein Tip: Estrich- und Styropor-Reste würde ich in 2 Behältern getrennt zum entsorgen sammeln. bei uns musste ich das mühselig beim Wertstoffhof wieder trennen :frowning_face:

    viel Spaß. Du wirst sehen, das ist eigentlich ein "ganz spaßige" Arbeit
    ...Martin

  • Ich bin ja auch eher der ängstliche Typ was Statik und Untergestelle angeht
    (gell Norbert) aber in Deinem Fall würde ich gar nichts machen ausser das
    Becken an eine tragende Wand stellen.

    Mein altes 700l Becken stand in zwei Mietswohnungen auf schwimmenden
    Estrich (1x Parkett 2 Jahre, 1x Laminat 1 Jahr) und es gab überhapt keine
    Probleme... von der "großen Flut!" mal abgesehen aber die hatte mehr mit
    meiner Dummheit zu tuen... :winking_face_with_tongue:

    Also Druckverteilerplatte drunter und gut ist. :grinning_squinting_face:

  • Hy,

    die von Christian beschriebene Methode geht in 95% der Faelle gut. Ich habe nur gesehen wie meine Estrichleger geschlampt haben (Estrichdicke teilweise <3cm) und waere daher vorsichtig. Aber nur wenn das AQ dort auch lange stehen soll.

    Wie Du das machst:

    Estrich rausflexen (Flex 30 Euro im BM)

    Folie reinlegen (WICHTIG!) Dick genug damit nichts reisst - DU bekommst das Zeug sonst spaeter nie raus!

    Estrich Randdaemmstreifen reinfriemeln (Styroporstreifen 10cm hoch, xm lang - einmal rundrum)

    Auffuellen mit Estrichbeton, glattstreichen mit Glaettkelle

    1 Woche trocknen lassen

    Evtl. nun nochmal mit Ausgleichsmasse nacharbeiten. Kommt drauf an wie gut oder schlecht Du abgezogen hast :smiling_face:

    Zu beachten dabei ist, dass auch hierbei n paar Kilo Beton noch zum Beckengewicht dazukommen :smiling_face:

    Gruß
    Roger

  • @ Christian

    Nur zum besseren Versändniss:

    Du hast das Becken einfach so auf den Laminat gestellt?

    Sprich also Aufbau:

    Aquarium

    Druckverteilerplatte (was soll ich mir darunter vorstellen und welche außmaße?)

    Laminant

    Trittschalldämmung (oder der Teppich der vorher darunter war)

    Estrich (schwimmend)

    Beton Decke


    @ RTH

    Hmm?

    Was willst du da Bauen? Nen kompletten Sockel aus Beton?

    Wie gesagt das Becken soll da auf seinem "bisherigen" Stahlgestell hingestellt werden und keinen Beton unterbau bekommen.

    Denn so ließt sich Deine Beschreibung irgendwie.

    Und wieso wieder auffüllen? Wieso wenn nicht rausklopfen, mit Estrichbeton wieder zuschmieren und frieden?

    Achja das Becken wird warscheinlich 2 - 3 jahre dort stehen. Weiss nicht, ob dies als "lange" zu definieren ist.

    Einmal editiert, zuletzt von Marcus Hummler (5. Mai 2006 um 12:16)

  • Hmm ..

    was genau ist der Unterschied zwischen

    "Mit Estrichbeton auffuellen"

    und

    "Mit Estrichbeton zuschmieren"

    ?? Beide Male wird der jetzt leere Fleck im Estrich mit Beton zugeschuettet. Alternative waere aber auch, das Stahlgestell bis auf den Rohboden gehen lassen.

    Fuer 3 Jahre wuerde ich mir den Stress nicht machen und zur Not ne Zugentlastung gegen die Decke sofern die auch aus Beton ist ...

    Es waere auch noch anzumerken, dass ein angesetzter Estrich spaeter gut mit dem bestehenden Estrich verbunden sein muss (Querschlitze einfraesen, Eisenstaebe drin versenken)

    Gruß
    Roger

    Einmal editiert, zuletzt von RHT (5. Mai 2006 um 12:25)

  • Also habe ich 2 Optionen...

    Einmal die 95% Version indem ich alles so lasse wie es ist (es liegt Teppich (trittschalldämmung) und darüber Laminat) nehme ne 8mm Stahlplatte oder eine bearbeitere Siebdruckplatte (nen eck grösser als der unterbau) und hoffe, das alles da stehen bleibt wo es stehen soll.

    Oder aber ich reisse Laminat raus, Teppich raus, Meißle den Estrich raus und stelle das Gestell gleich auf den Beton ( unter der voraussetzung das dieser "eben" ist wenn nicht müsste dieser ja nachgearbeitet werden ). Und ziehe das vor der Umzug wieder mit Estrich ab.

    Einmal editiert, zuletzt von Marcus Hummler (5. Mai 2006 um 13:44)

  • Hi Marcus,

    fast genauso nmeinte ich es:

    - Aquarium
    - Untergestell (in meinem Fall aus Holz)
    - Druckverteilerplatte (was soll ich mir darunter vorstellen und welche außmaße?)
    -> Ich hatte eine Holzplatte genommen die die gleichen Maße wie mein Becken hatte. Deine Vorschläge sind aber ncoh besser!
    - Laminant
    - Trittschalldämmung (oder der Teppich der vorher darunter war)
    - Estrich (schwimmend)
    - Beton Decke

    Wie gesagt nur meine Meinung (kein Garantieanspruch :grinning_squinting_face: ) aber bei der
    Beckengröße würde ich mir (bei Deinen Rahmenbedingungen) nicht allzuviel
    Sorgen machen...

  • Werde es mir hier einfach machen.

    Stahlplatte besorgen, einige schwergewichtige Freunde einladen und mal gut auf der Platte verteilen. (denke das man locker 800Kg lebendmasse darauf unter bekommt). Und wenn der dieser Belastung net nachgibt denke ich sollte das auch bei "dauerbelastung" nicht wirklich ein Problem werden (würde ich dann testen indem ich Becken drauf stelle und mit ner Wasserwage "prüfe".

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