Fragen an die Chemie-Cracks

  • Hallo zusammen,
    hab schon viel gelesen, aber leider noch nicht alles kapiert. :pfish:Hoffe Ihr könnt mir bei den Fragen ein bischen auf die Sprünge helfen.

    Danke

    Frage 1:
    Bei Balling „Light“ ist das Gewichts-Verhältnis Calziumchlorid-Dihydrat zu Natriumhydrogencarbonat 4 : 1 Bei Balling „Plus“ ist das Verhältnis aber nur 0.9 : 1
    Ich vermute mal, dass die grossen Menge Magnesium die bei Balling „Light“ eingesetzt wird direkten Einfluss auf den CA-Wert hat und dies mit 4-fachen an Calziumchlorid-Dihydrat kompensiert wird.
    Kommt das ungefähr hin?

    Frage 2:
    Wenn ich die drei Lösungen für Ballingmethode ”classic” ansetze, jedoch die Spurenelemente weglasse, kann ich dann Lösung 3 (Mineralsalz) entweder mit Lösung 2 (Natriumhydrogencarbonat)
    oder mit Lösung 1 (Calziumchlorid-Dihydrat) mischen?

    Frage 3:
    Aus einem Post über Magnesium habe folgenden Text entnommen:
    Hallo Markus, sicher kannst du mit MgCl2 arbeiten. Das ist sogar besser, als wenn du Chlorid und Sulfat (SO4) nimmst. Die Cl/SO4-Methode ist eigentlich noch aus der "Vor-Balling-Zeit",
    man hatte sich dabei nur an dem Verhältnis der häufigsten Anionen im Meerwasser orientiert, eben Chlorid und Sulfat.
    Das Problem ist aber, dass Magnesium, genau wie Calcium, als Karbonat (CO3) verbraucht wird. Somit bleibt Chlorid und Sulfat übrig.
    Das Chlorid kann man durch die Ballingmethode kompensieren, das Sulfat reichert sich an.
    Also lässt man es besser weg.
    Gruß Armin Glaser

    Verstehe ich richtig, dass es bei der Magnesiumzugabe besser ist nur das Magnesiumchlorid-Hexahydrat zu verwenden und dass
    Magnesium-Sulfat-Heptahydrat wegzulassen wenn die Ballingmethode „classic“ angewendet wird?

    LG
    Edi

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    Kein Abschäumer

  • Hi Edi,

    wo finde ich denn die Rezepte bzw. Anleitungen zu Balling "Light", "Classic" und "Plus", auf die du dich beziehst?

    Punkt 3 verstehst du richtig, wenn ich Armin Glasers These richtig verstehe. Er meint, das zugegebene Magnesium würde komplett verbraucht werden (nachvollziehbar, sonst müsste man ja nicht nachdosieren) und dann würden halt die Reste der Salze übrigbleiben und sich anreichern. Das heißt, im Falle der Zugabe von nur Magnesiumchlorid kommt es nur zu einem Ionenungleichgewichtes Richtung Chlorid, Sulfat bleibt wie es ist. Das überschüssige Chlorid kann man dann im Rahmen der Ballingmethode ausgleichen.

  • Hi Thomas

    die Rezepte bzw. Anleitungen findest Du unter http://www.meeresaquaristik.de/html/balling.html
    und http://www.aquaterrashop.de/balling.php

    Gruss
    Edi

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  • Hallo Eduard


    Die Balling light Methode bezieht sich nicht auf eine berechnete Zudosierung der Stoffe
    Sondern es geht um eine Art und Weise wie man die Zugabe der Stoffe anhand des Verbrauchs regeln kann, ohne ständig rechnen zu müssen

    Diese Ionenverschiebung ist wie ein Gespenst
    Wenn du normal Wasserwechsel machst und ab und an mal eine Handvoll Mineralsalz verwendest wirste nie Probs bekommen.

    Meiner Meinung nach bräuchte man auch nicht mal das MG Sulfat

    Gruss Claude

  • Hallo Claude

    Jetzt wo Du es sagst, ist mir klar, dass bei Balling Light jede der Lösungen individuell zugegeben wird.
    Trotzdem stelle ich mir vor, dass die drei Lösungen ungefähr zu gleichen Teilen zugegeben werden damit die Kanister in etwa zur gleichen Zeit leer sind.
    Wenn dem so ist, habe ich wieder das Problem mit dem Calziumchlorid-Dihydrat zu Natriumhydrogencarbonat Verhältnis von Frage 1.
    Wenn dem nicht so ist müsste ich bei Balling Light den Calziumchlorid-Kanister 4 mal füllen während der Natrium-Kanister in der gleichen Zeit ein mal gefüllt wird.

    Aber vieleicht bin ich auch nur deppert :smiling_face:

    Beim Mineralsalz geht es mir eigentlich darum ob ich es mit einer der anderen Lösungen
    (Natriumhydrogencarbonat) oder (Calziumchlorid-Dihydrat) mischen darf.

    Grüsse
    Edi

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  • Hi Edi,

    ich habe mir die Seite mit den Rezepten von aquaterra mal angesehen. Zum "Classic" ist mir aufgefallen, dass nirgendwo erwähnt wird, weshalb man Mineralsalz verwendet. Ebenso fehlt ein Hinweis auf eine Reduzierung der Meersalzmenge beim nächsten Wasserwechsel.

    Ausgehend von optimalen Wasserwerten postuliert Hans-Werner Balling einen sinkenden Calciumwert durch das Wachstum von calciumzehrenden Korallen und Algen. Damit einher geht auch ein sinkender Karbonathärtewert.
    Also wird dem AQ Calcium und Karbonathärte zugeführt, die berühmeten Ballingsalze. Leider bestehen die nicht nur aus Ca und HCO[T]3[/T], sondern bringen auch noch Kochsalz mit, das sich aus dem Cl und dem Na bildet.

    Dieses Kochsalz würde sich (ohne ausreichenden Wasserwechsel) unangenehm anreichern. Also lässt man es beim nächsten Wasserwechsel einfach weg, man setzt das Meerwasser einfach dünner an. Resultat: jetzt fehlen alle anderen Elemente des Meersalzes, das ja nicht alleine aus Kochsalz besteht. Deshalb muss nun kochsalzfreies Meersalz bzw. Mineralsalz zum Wechselwasser zugegeben werden. Das wäre in meinen Augen Balling "Classic".

    Aber zur Frage 2:
    ich würde die Lösung 3 'Mineralsalz' also gar nicht erst ansetzen, sondern erst beim Wasserwechsel berücksichtigen. Auf keinen Fall würde ich das Mineralsalz zur Chlorid- oder Hydrogencarbonatlösung zugeben, das Resultat wären sicher Ausfällungen.

  • HI

    Hmmpf Ihr nehmt das ganz zu kompliziert
    Thomas meinte grad auch schon das man noch genau auf das fehlende Salz eingehen soll
    muss ich dann echt noch machen das warum oder wieso.

    Die Mengen in den Kanistern haben ja nichts mit der Zugabemenge zu tun
    das ergibt sich ja aus dem Verbrauch.

    Du wirst eh sehen das das ganze rechnen auf Dauer nichts bringt und das Becken eben doch die eine oder andere manuelle Zugabe braucht.


    Nein mischen sicher nicht

    Gruss

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