Ist Plankton nötig und wie kann man Plankton selber züchten???

  • Hallo
    Ich wollte mal fragen ist Plankton nötig?? Wie kann man das Plankton selber manchen? Was für eine Technik braucht man dazu?? Lohnt es das Plankton selbst zu züchten?

    Mit freundlichen Grüßen
    Markus
    (seawater007)

  • Hallo seawater 007,

    mach Deinem Namen alle Ehre und spioniere einmal in
    der Rubrik "SUCHEN"
    Du wirst unter Plakton 139 Treffer erzielen und unter
    Plantonreaktor 10 Treffer

    Das reicht die halbe Nacht um Informationen zu erhalten.

    nette Grüße aus Minden

    FKM

  • Hi Markus :smiling_face:

    Schau doch mal bei uns unter Erfahrungsberichten, dort findest du was über den Plantkonreaktor der Fa. Zinn. Damit kann man Phytoplankton bzw. Zooplankton züchten.

    Man kann die Frage "ist Plankton notwendig, nicht so pauschal beantworten. ich denke je länger man Seewasser macht kommen Zeiten wo man gerne Tiere halten würde die man so nicht halten kann, oder einfach nur um dem Becken an sich bessere Bedingungen anzubieten. Ich würde es jederzeit bejahen. Die Frage ist halt nur, man muss wissen wie, denn es bringt wenig Plankton das belastet ist zuzuzgeben und sich gleichzeitig die Wasserqualtität zu verschlechtern.

    Hinzu kommt das viele Tiere eher über das Licht leben und es sichtlich, auch nach Jahren zum wachsen und gedeihen nicht brauchen.

    Dennoch ich befürworte eine Planktonzugabe auf jeden Fall, solange es nicht belastet ist.

    Es ist einfach zu komplex um das so zu erklären ohne einen Roman zu schreiben.


    Zitat

    Original von seawater007
    Hallo
    Ich wollte mal fragen ist Plankton nötig?? Wie kann man das Plankton selber manchen? Was für eine Technik braucht man dazu?? Lohnt es das Plankton selbst zu züchten?

    Mit freundlichen Grüßen
    Markus
    (seawater007)

  • Hallo Markus,

    da ich (wir) uns nun seit geraumer Zeit mit Plankton etwas intensiver beschäftigen, will ich einmal etwas ausholen. Einige werden diesen Bericht in der Form schon kennen. Deshalb etwas verkürzt.

    Plankton ja oder nein? Es kommt darauf an was Du damit bezweckst. Es bringt nichts irgendetwas in irgeneiner Menge in das Becken zu kippen. Plankton ist die Lebensgrundlage alles Lebens im Meer. Leider können wir unter normalen Bedingungen dieses im Becken so nicht nachvollziehen. Deshalb müssen wir Plankton etwas genauer spezifizieren. Was möchte ich erreichen und was setzte ich in welchen Konzentrationen ein. Plankton ist ja schon mal die grobe Unterscheidung in Zoo und Phyto. Schau dir nur mal die unterschiedlichen Fangapparate der einzelnen azooxanthellen Korallen an. Davon werden einige Zooplankton fressen, andere werden nur Phyto aufnehmen können. Andere Tiere selektieren aus dieser Suppe auch nur ein gewisses Spektrum z.B. Haarsterne.

    Du siehst also, es ist gar nicht so einfach. Aber es ist auch nicht unmöglich. Man muß aber wissen was man halten möchte und auch seine Beobachtungen machen und die hoffentlich richtigen Folgerungen daraus ziehen.

    In einem noch laufenden Test scheint es zu gelingen gewisse Tierarten zu ernähren und am Leben zu erhalten. Mehr will ich momentan noch nicht erzählen.

    Zur Planktonzucht: Das ist durchaus möglich. Allerdings benötigt Plankton Nitrat und Phosphat in relativ hohen Konzentrationen (50mg Nitrat) Diese belastete Brühe sollte man so nicht in ein Riffbecken kippen. Das gibt auf Dauer sicherlich Probleme.

    Dieses Zuchtplankton vor dem Einbringen ins Becken schadstoffrei zu bekommen, ist das eigentliche Problem.
    Einige behelfen sich, indem sie das Plankton nicht füttern und dadurch die Belastung sinkt. Andereseits wird durch diesen Futterentzug das Plankton an der Vermehrung gehindert. Somit kein Nachschub.

    Da helfen dann nur riesige Mengen als Ansatz. Der Zinnreaktor reicht dafür sicherlich nicht aus.

    Alles hoffnungslos: Nein nicht ganz. Eine Firma entwickelt gerade eine Möglichkeit, dem Pfleger diese Problematik abzunehmen. Wir werden sicherlich noch davon hören.

  • Hi Frank!
    Das Zoo kannst Du ja mit einem Planktonnetz abseihen, also keine Schadstoffe im Aqua.

    Gruß Geri

  • Hallo Gerald,

    ich glaube Frank meinte damit eher das Phyto.

    Nitrat in Zooplankton glaube ich eher nicht.

    mfg Stephan

  • Hallo Zusammen,

    klar, der Part mit den Schadstoffen bzog sich auf das Phytoplankton. War aus dem Text aber nicht ganz klar zu ersehen.

  • Hi!
    Kenne aber Aquarianer, die das Phytoplankton mit dem Zoo vermischen und dann ab ins Aqua.
    Also gar nicht warten bis das Phyto aufgefressen ist und noch einen Tag vergehen lassen.

    Gruß Geri

  • hmmm...
    eines der hauptprobleme warum plankton sich im aquarium nicht sonderlich vermehren bzw. entstehen kann ist, dass die momentane bauweise der pumpen das plankton zerstört. Auch der abschäumer wirkt gegen das plankton.
    Das ist eigentlich ziemlich doof, da man dieses "meeresleuchten" dann auch um aquarium hätte....

    Erst wenn sich plankton alleine und beständig im aquarium OHNE große wasserbelastungen vermehren kann, würde ich sagen, dass die meerwasseraquaristik einen weiteren meilenstein errungen hat.
    Alles andere ist reiner zeitvertreib :grinning_squinting_face: GRINSSS.....

    :grinning_squinting_face: iP!!

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  • Hi ich habe von dem Plankton zeugs keien Ahnung...

    was ist der Unterschied zwischen Zoo & Phytoplankton?

    Danke

    André

  • Zitat

    Original von iP
    hmmm...
    eines der hauptprobleme warum plankton sich im aquarium nicht sonderlich vermehren bzw. entstehen kann ist, dass die momentane bauweise der pumpen das plankton zerstört. Auch der abschäumer wirkt gegen das plankton.
    Das ist eigentlich ziemlich doof, da man dieses "meeresleuchten" dann auch um aquarium hätte....

    Erst wenn sich plankton alleine und beständig im aquarium OHNE große wasserbelastungen vermehren kann, würde ich sagen, dass die meerwasseraquaristik einen weiteren meilenstein errungen hat.
    Alles andere ist reiner zeitvertreib :grinning_squinting_face: GRINSSS.....

    Hallo IP,

    woher hast du diese globale Aussage Plankton wird in Pumpen zerstört?

    Soweit ich weis, beziehen sich diese Tests auf Artemia Naupien, die zu diesen Tests heran gezogen wurden.

    Deshalb meine Frage.
    Ich selbst verfüttere nicht gerade kleine Mengen an Phytoplankton und habe diese Probleme noch nicht festgestellt.
    Mich würden Untersuchungen zu diesem Thema sehr interessieren.

    mfg Stephan

  • Zitat

    Original von Andre Rued
    Hi ich habe von dem Plankton zeugs keien Ahnung...

    was ist der Unterschied zwischen Zoo & Phytoplankton?

    Danke

    André

    Hi Andre,

    das eine ist die Kuh und das andere ist das Gras, oder kurz gesagt Tier und Pflanze.

    Ich hoffe das war deutlich.

    mfg Stephan

  • Hallo zusammmen,

    @ iP

    scheint so als wäre meine AQ - Spielerei nicht so ganz erfolglos sonst könnten sich Leierfische im AQ nicht halten. Im Becken gibt es überdies noch reichlich Tierchen mit dem Namen Krill (mit lebenden Steinen eingebracht).Wenn Du Nachts mit der Taschenlampe auf der "Pirsch" bist, wirst Du erstaunlich viel Getier sehen(auch leuchtend ) das unter den Sammelnamen Plankton fällt.

    Eine Frage an alle :Wie kann man Plankton im AQ nachweisen? Am besten Sortenrein

    nette Grüße aus Minden
    Frank knut

  • @ Stephan & FKM

    hm, gute frage. Wie soll ich meine aussage jetzt beweisen? LOL :grinning_squinting_face:
    Naja, also wenn ich von plankton spreche, dann meine ich nicht diesen krill, den auch ich massig im aquarium habe. Da ich leider nicht den genauen unterschied zwischen phyto und zooplankton kenne, kann ich da auch sehr schlecht argumentieren. Fakt ist aber, dass man plankton züchten muss, da es in unseren schaubecken nicht genügend bzw. kaum vorhanden ist. Von mehreren händler habe ich auch die aussage bekommen, dass in strömungsarmen zonen mehr plankton vorkommt, da es dort nicht von den pumpen erfasst wird.
    Ausserdem, da sich sowieso alles in unseren becken von alleine super stark vermehrt, wieso kann man dann keine planktonfressende arten halten? Warum ist eine zusätzliche fütterung der dendronephia arten notwendig, wenn diese doch voll in der strömung sitzen?
    Zum einen vernichtet der abschäumer (vor allem die mit pumpen, weniger die mit holzausströmern) sehr viel plankton, zum anderen ist es für mich logisch dass alles planktonmässige, was von den strömingspumpen erfasst wird, sofort vernichtet wird. Irgendwo im internet habe ich das auch nachgelesen, kann mich aber nicht mehr erinnern wo.
    Für mich ist die größte vernichtung des planktons durch förderpumpen und abschäumer jedoch ein logisch Grund der einleuchtet.
    Und deswegen finde ich, dass die meerwasseraquaristik erst einen richtigen "meilenstein" gemacht hat, wenn man planktonfressende arten ohne zusätzliche fütterung halten kann. Erst dann ist für mich nachgewiesen, dass genügend plankton vorhande ist.

    Sollte ich mich irren, korrigiert mich bitte:)

    :grinning_squinting_face: iP!!

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  • Hallo IP,

    das werden wir leider so in unseren "Spucknäpfen" nicht hin bekommen da sie viel zu dicht besiedelt sind.
    Wir haben alle zu viele Fische (sonstige Tiere) pro Liter in unseren Becken. In der Natur außerhalb von Riffen ist die Dichte ja wesentlich geringer.
    Jeder der schon mal an einem Riff getaucht ist, wird dies bestätigen können, sobald man vom Riff weck sieht kann man kaum noch Fische entdecken. Aber in diesen Bereichen werden erhebliche Mengen an Plankton gebildet, vorallem Phytoplankton bildet sich hier mit hilfe des Sonnenlichts.

    Ich experementiere schon einige Zeit mit einem Produkt das kontinuierlich zugegeben wird. Hierbei handelt es sich um ein Konzentrat das weitgehend Nitratfrei ist. Dies ist ja das eigentliche Problem bei der Planktonfütterung.

    Einige "nicht haltbare" Tiere lassen sich unter diesen Bedingungen halten. Es ist aber noch zu früh etwas genaueres zu sagen.

    Diese Weichkoralle frist sehr warscheinlich kein Phytoplankton, bei der größe der Polypen. Ich Meine das sie eher Zooplankton frißt. Das bildet sich von ganz alleine im Becken, wenn man Phyto füttert.

    mfg Stephan

    Nachtrag:

    Auf die Pumpen/Abschäumer bin ich ja garnicht eingegangen, meiner Erfahrung nach ist das für das von uns verwendete Phytoplankton nicht so das Problem. Aber in der nächsten Zeit kann ich das noch mal ausgibiger Testen. Im Abschäumer sehe ich so erstmal nix. :grinning_squinting_face:
    Ich werde hier oder an geeigneter Stelle über die Tests berichten.

  • Wart mal Stephan, nicht dass wir aneinander vorbei reden: ich meine dass jegliche art von plankton und kleinstlebewesen (ausser bakterien und virenzeugs) von den pumpenrädern vernichtet wird. Ist jetzt eigentlich egal ob von den abschäumerpumpen oder strömungspumpen.

    Bildlich sieht das in etwa so aus:D

    Plankton schwimmt frei rum
    ---->
    Plankton treibt in Richtung Pumpe
    ---->
    Plankton wird von Pumpe erfasst
    ---->
    Plankton ist hin:p

    LOL!!!

    :grinning_squinting_face: iP!!

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  • Hallo Ian,

    genau so ist die althergebrachte Meinung. Und jeder meint das es genauso ist, weil es logisch ist. Und von daher plappert es jeder nach ( meine jetzt keinen persönlich, du weißt schon).

    Dadurch wird die Ausage (um die handelt es sich solange es mir keiner bewiesen hat) nicht richtig oder falsch. Stephan und auch ich versuchen seit einiger Zeit alles mögliche erst einmal in Frage zu stellen. Damit sollen nicht 20 Jahre erfolgreiche Riffaquaristik in Frage gestellt werden, aber einige Punkte könnten sich evtl. doch in eine andere Richtung bewegen. Schau doch zum Beispiel mal unter Technik 'Tunze Pumpe'. Das ist sicherlich auch ein ganz kleiner Ansatz.

    Leider verlaufen Planktondiskussionen nicht mit dem nötigen Fachwissen. Ich selber besitze dieses auch nicht und versuche so gut es geht, mir dieses Wissen anzueignen. Aber so als Hobby ist es wirklich sehr schwierig.

    Nochmal zurück zu der Pumpe: Wenn wir von Plankton sprechen gibt es ja verschiedene Größen: Von Nano über Micro bis Macro.

    Das übliche Phyto Plankton liegt in der Größenordnung um 10µ. Eine mechanische Beschädigung ist dadurch erst einmal ausgeschlossen. Wie es mit Scherkräften innerhalb der Pumpe aussieht ist eine andere Sache.
    Du siehst also, ich kann es auch nicht sagen, was wirklich passiert.
    Es muß aber noch andere Gründe geben warum Phytoplankton im Becken abstirbt. Ein Grund könnte die mangelnde Tiefe eines Beckens sein.
    Deshalb funktioniert zum Beispiel die Kalzifizierung im Becken nicht so wie im Meer.
    Oder der Freßdruck des Zooplankton im Becken ist zu groß, weil die Besatzdichten zu groß sind. Wir "simulieren" ja nur einen ganz kleinen Bereich, eben das Riff. Und gerade dieser Bereich dürfte die natürliche Lebenserwartung von Phytoplankton stark verkürzen.

    Denn aus dem Planktonmangel im AQ direkt auf eine Zerstörung des Plankton durch die Technik zu schliessen, ist mir ehrlich gesagt zu banal.Da spielen sicherlich noch viele andere Faktoren eine Rolle.

    Vielleicht sieht ein Riffbecken in 20 Jahren ganz anders aus. Bestehend aus 2 Becken. Eines mit den Korallen und der andere Teil simuliert das offene Meer. Wer weiß?

    Aber ich diskutier immer wieder gerne zu dem Thema, in der Hoffnung dabei etwas zu lernen. Den eine funktionierende Phyto und Zooplankton Population wäre sicherlich der ganz große Durchbruch in der Seewasseraquaristik.

  • Hallo IP,

    ich bin der Meinung das sich in meinem Becken nicht so extrem viele klein Tierchen entwickeln würden, wenn alles an Phytoplankton direkt von den Pumpen vernichtet würden.
    Im Becken bildet sich einiges an Zooplankton, was aber sicher nicht für unseren "dichten" Besatz ausreicht, um es autag zu betreiben.
    Das andere Problem sehe ich auch noch darin, das die ganzen Stoffkreisläufe im Meer noch nicht komplett aufgeklärt sind.

    Zum Testbecken, das ist sehr klein für ein Seewasserbecken mit nur 230l Gesamtvolumen. Die Leistung der Pumpen liegt bei ca. 5000l/h. Nein, nein ich habe keine Null zuviel dran, es ist wirklich so viel.
    Und wie ich schon angedeutet habe, den Effekt mit den Pumpen konnte ich so nicht feststellen. Zumindest nicht bei dem Phytoplankton mit ca.10µm.

    Mir ist so etwas noch nicht aufgefallen, aber das werden wir noch testen. Dieser Test ist meiner Meinung nach extrem wichtig, sonst kann man sich die ganze Sache komplett schenken.

    mfg Stephan

  • Ich kann mich da Frank und Stephan nur anschließen!!

    Wenn ich in meinem Hauptbecken 20 (!!) Liter Pyhto füttere sehe ich die leichte Trübung noch nach 48 Stunden.

    Da ich 32.000 Liter Strömung auf 1.200 Liter Wasser habe, sollten die drei Red Dragon das schneller "vernichten" wenn es denn so wäre!

    PS. Denke wir drei sollten uns wirklich demnächst mal treffen

    Grüße und schönen Tag
    Peter

  • Hallo Peter,

    Zitat

    Original von Peter Schmiedel
    Wenn ich in meinem Hauptbecken 20 (!!) Liter Pyhto füttere sehe ich die leichte Trübung noch nach 48 Stunden.

    gehst du davon aus, daß das Phytoplankton noch lebt? Kann es nicht auch sein, daß die Trübung nur noch von den leblosen Resten herrührt?

    Walter H. Adey berichtet in seinem Buch "Dynamic Aquaria" (2. Auflage 1998) über Messungen, die mehr als 90% Mortalität bei gewissen Zooplanktern (z.B. Artemia salina) nachweisen. Andere Plankterarten würden überleben - welche Arten das seien, darüber schweigt er sich leider aus. Die inneren Turbulenzen, hohe Druckunterschiede und Scherkräfte würden die Impellerpumpen zu Killern machen.

    Das Problem sei nicht, daß die Plankter grundsätzlich getötet würden, sondern daß die Pumpen für ein Ungleichgewicht der Arten sorgen würden.

    ----------

    Wer sich mehr für Plankton interessiert, dem empfehle ich das kleine Büchlein "Algen, Quallen, Wasserfloh" von Ulrich Sommer. Er beschreibt ompakt und leicht lesbar "Die Welt des Planktons". Erschienen ist das Buch 1996 im Springer Verlag (ISBN: 3540603077).

  • Hallo Thomas,

    die tests die mit Zooplankton gemacht wurden kann man so nicht auf Phytoplankton übertragen. Soweit meine Meinung dazu.

    Frage, was schlagt ihr den für eine Pumpe für die Tests vor?

    mfg Stephan

  • hallo Stephan,

    könnte man nicht eine aquabee 2000/1 (als unterstellter "plantonkiller", ist es eine gängige pumpe an schäumern und kalkies) mit den neuen tunze stream vergleichen?

    das würde mich echt interessieren.

    gruß,
    patrick

  • Zitat

    Original von patrick
    hallo Stephan,

    könnte man nicht eine aquabee 2000/1 (als unterstellter "plantonkiller", ist es eine gängige pumpe an schäumern und kalkies) mit den neuen tunze stream vergleichen?

    das würde mich echt interessieren.

    gruß,
    patrick

    Hallo Patrick,

    stellst du mir ´ne Tunze Stream zur Verfügung?

    Spaß bei Seite das Ding ist doch noch nicht zu bekommen, ich habe schon mehrere Händler angebohrt aber nix. Tunze kommt mit den Teilen einfach nicht rüber.

    Die Idee ist nicht schlecht, sehn wir mal.

    mfg Stephan

    PS: Deine "Opfermonti" kommt gut. :grinning_squinting_face:

  • hi Stephan,

    ich glaube die stream könnte ich selbst gut unterbringen...
    schön, das mit der monti. meiner gehts auch wieder gut die mistvie.... stehen im augenblick nicht auf rote montis, sondern auf acros aller art, vor allem aber grün :angry_face: :loudly_crying_face:
    ich glaube das geht nur noch so lange, bis ich die falle habe und das ist im besten fall heute nachmittag :grinning_squinting_face: :face_with_tongue:

    gruß,
    patrick

  • Hallo leuts,

    das waren zuviele aussagen auf einmal, als dass ich da auf alle eingehen könne:)


    "Nochmal zurück zu der Pumpe: Wenn wir von Plankton sprechen gibt es ja verschiedene Größen: Von Nano über Micro bis Macro."
    ----> Die größe ist letztendlich egal, da es nicht um die mechanische vernichtung, sondern um die tubulenzen und teildrücke in den pumpen geht. Alles was da im wasser schwimmt, wird laut physik zerstört.


    "Das übliche Phyto Plankton liegt in der Größenordnung um 10µ. Eine mechanische Beschädigung ist dadurch erst einmal ausgeschlossen. Wie es mit Scherkräften innerhalb der Pumpe aussieht ist eine andere Sache.
    Du siehst also, ich kann es auch nicht sagen, was wirklich passiert. "
    ----> ich habe da auch nie die mechanische wirkung gemeint:)


    "Es muß aber noch andere Gründe geben warum Phytoplankton im Becken abstirbt. Ein Grund könnte die mangelnde Tiefe eines Beckens sein.
    Deshalb funktioniert zum Beispiel die Kalzifizierung im Becken nicht so wie im Meer.
    Oder der Freßdruck des Zooplankton im Becken ist zu groß, weil die Besatzdichten zu groß sind. Wir "simulieren" ja nur einen ganz kleinen Bereich, eben das Riff. Und gerade dieser Bereich dürfte die natürliche Lebenserwartung von Phytoplankton stark verkürzen."
    ----> mumken, aber fakt ist, egal was wir gerade machen - was plankton betrifft, machen wir es falsch. Und großes riff hin oder her ist eigentlich egal. Jeder benötigt nunmal im mw-aquarium starke strömungen. Und meines erachtens ist es kein zufall dass sich plankton vermehrt in den ruhigen zonen bildet. Zum einen wirds da nicht gefressen, zum anderen (und da bin ich mir "hellseherisch" ziemlich sicher) wird es nicht von pumpen erfasst.


    "Denn aus dem Planktonmangel im AQ direkt auf eine Zerstörung des Plankton durch die Technik zu schliessen, ist mir ehrlich gesagt zu banal.Da spielen sicherlich noch viele andere Faktoren eine Rolle."
    ----> mumken, kann ja sein dass andere faktoren eine rolle spielen. Frage ist nur: wer spielt die größere rolle? Wenn alle anderen einflüße auch zu 50% der vernichtung beitragen, dann sind die anderen 50% immernoch die pumpen/technik. Und das wäre verhälnismäßig sehr sehr viel.


    "Vielleicht sieht ein Riffbecken in 20 Jahren ganz anders aus. Bestehend aus 2 Becken. Eines mit den Korallen und der andere Teil simuliert das offene Meer. Wer weiß?"
    ----> wäre ne coole idee :)) Ich finde sowieso dass das filterbecken (oder sumpfbecken oder wie auch immer) mindestens so groß sein sollte wie das hauptbecken (von der literzahl).


    "Aber ich diskutier immer wieder gerne zu dem Thema, in der Hoffnung dabei etwas zu lernen. Den eine funktionierende Phyto und Zooplankton Population wäre sicherlich der ganz große Durchbruch in der Seewasseraquaristik."
    ----> um nicht zu sagen: der größte!

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  • Hallo Stephan:)

    nun zu dir...

    "ich bin der Meinung das sich in meinem Becken nicht so extrem viele klein Tierchen entwickeln würden, wenn alles an Phytoplankton direkt von den Pumpen vernichtet würden. "
    ----> da sich plankton an strömungsschwachen stellen im mw-aqua besser bildet, denke ich dass sich dort das kleinvieh vermehrt und sich dann verteilt. Was denkst du darüber?


    "Das andere Problem sehe ich auch noch darin, das die ganzen Stoffkreisläufe im Meer noch nicht komplett aufgeklärt sind."
    ----> da gebe ich dir übrigens völlig recht. Vergleich mal das weltall mit den weltmeeren. Da sind die menschen um einiges weiter...


    "Zum Testbecken, das ist sehr klein für ein Seewasserbecken mit nur 230l Gesamtvolumen. Die Leistung der Pumpen liegt bei ca. 5000l/h. Nein, nein ich habe keine Null zuviel dran, es ist wirklich so viel.
    Und wie ich schon angedeutet habe, den Effekt mit den Pumpen konnte ich so nicht feststellen. Zumindest nicht bei dem Phytoplankton mit ca.10µm. "
    ---- ok, wie testest du denn dein plankton? Siehst du es oder hast du reagenzien dazu? Wenn ja (reagenz), ist es dann photomerisch? Wie genau sind diese tests? Und können die testen ob das plankton lebt?


    Mir ist so etwas noch nicht aufgefallen, aber das werden wir noch testen. Dieser Test ist meiner Meinung nach extrem wichtig, sonst kann man sich die ganze Sache komplett schenken.
    ----> da haste recht, und ich finde es sehr wichtig und gut wenn ihr das macht. Ich würde es auch toll finden, wenn ihr mir irgendwann sagt, dass e wirklich nicht die pumpen sind. Das wäre super, denn wenn es an den pumpen liegt, kannst du vergessen dass sich das in den nächsten jahren so schnell ändert. Oder wie seht ihr das: Meerwasseraquaristik ohne pumpen/strömung? Natürlich möchte ich dann aber ein genaues testergebnis auf meinem schreibtisch liegen haben!!!! :grinning_squinting_face:

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  • Hallo Peter,

    und nun zu dir :grinning_squinting_face: ...


    "Wenn ich in meinem Hauptbecken 20 (!!) Liter Pyhto füttere sehe ich die leichte Trübung noch nach 48 Stunden.
    Da ich 32.000 Liter Strömung auf 1.200 Liter Wasser habe, sollten die drei Red Dragon das schneller "vernichten" wenn es denn so wäre!"
    ----> cool, aber wenn ich in mein hauptbecken 20 liter sand oder erde reinschütte, dann habe ich bestimmt sogar noch eine leichte trübung nach 72 Stunden, bei der umwälzmenge...:)


    "PS. Denke wir drei sollten uns wirklich demnächst mal treffen"
    ----> und was ist mit mir? Darf ich da nicht mit? :loudly_crying_face:

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  • Zitat

    Original von Thomas Chronz
    Hallo Peter,

    gehst du davon aus, daß das Phytoplankton noch lebt? Kann es nicht auch sein, daß die Trübung nur noch von den leblosen Resten herrührt?

    Walter H. Adey berichtet in seinem Buch "Dynamic Aquaria" (2. Auflage 1998) über Messungen, die mehr als 90% Mortalität bei gewissen Zooplanktern (z.B. Artemia salina) nachweisen. Andere Plankterarten würden überleben - welche Arten das seien, darüber schweigt er sich leider aus. Die inneren Turbulenzen, hohe Druckunterschiede und Scherkräfte würden die Impellerpumpen zu Killern machen.

    Das Problem sei nicht, daß die Plankter grundsätzlich getötet würden, sondern daß die Pumpen für ein Ungleichgewicht der Arten sorgen würden.


    Dieser Thread spiegelt genau meine meinung wieder:)

    :grinning_squinting_face: iP!!

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  • ja, klar, abschäumer mit planktonverschonung:)
    LOL!!!

    :grinning_squinting_face: iP!!

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  • Hi Ip!
    Also Zooplankis kommen ins Flügelrad, erleiden Genickbruch, kommen zu Steinkoralle, weil Steinkoralle mit Fangarm winkt, Plankis tot, keine Gegenwehr wird von Korallis gefressen, gut für Korallis, weil frisch tot, keine Gegenwehr............... Ende. :grinning_squinting_face:

    Nee mal im Ernst. Ich denke auch, daß Plankton im Aqua überlebt, beim Abschäumer und Kalki eher nicht, aber die Pumpen zerfledern sie nicht, außer Du hast Watte in Deinen Filterpatronen. Habe jetzt 6Wochen kein Plankton zugegeben, weil ich es anders verwenden mußte. Hatte aber noch immer zahlreiches im Hauptbecken.
    Aber interessieren würde mich auch welcher Abschäumer Plankton schonen soll. :smiling_face:

    Gruß Geri

  • Hallo zusammen,

    mittlerweile habe ich erfahren, das es wohl schon aktuelle Untersuchungen mit Pumpen und der Zerstörung von Phyto-Plankton gibt. Ich werde jetzt mal versuchen an die Ergebnisse zu kommen. Das kann allerdings etwas dauern.

  • Hallo Patrick,
    hallo Stephan P,

    die Tests mit der Tunze Stream sollten bald möglich sein. Ich habe meine diese Woche bekommen und heute eingebaut (allerdings schon auf der Interzoo bestellt). Im Handel sollten die jetzt auch so langsam erhältlich sein.

  • @all,

    habe meinen neuen Tunze-Stream-Kit(24.000 Liter pro Stunde) auch am Samstagnachmittag eingebaut. Habe ihn eine Woche nach der Interzoo bestellt und ihn letzte Woche geliefert bekommen. Habe damit 1xAquabee 3000, 2x Aquabee 2000 und 1x Aquabee 1000 ersetzt. Die einzige Pumpe die bei mir jetzt ein Planktonzerstörer sein könnte ist meine Red Dragon 12m², da ich über keinen Abschäumer verfüge und auch denn Kalki zur Zeit nicht in Betrieb habe, da Calziumversorgung mit Balling getätigt wird.
    Mal sehen ob sich auf Dauer am Aquarium was tun wird.

    Peter,

    ich verfüge nun auch endlich über Strömung satt, da ich auf 1200 Liter wie Du, wirkliche 34 000 Liter in der Stunde habe. Bin auch gespannt, genauso wie Du, ob das die Riffspülung ersetzten kann. Bisher mit 18 000 Litern/Stunde hatte ich keine Probleme mit irgendwelchen Mulmablagerungen.
    Aber gestern bei der Inbetriebnahme das Tunzekits hat es trotzdem noch einiges an Mulm hinterm Riff hervorgespült.

    Cu Markus R.

  • Hi Markus,

    ich habe an der Rückseite weniger Steien im Strömungsschatten ganz wenig Ablagerung. Die möchte ich dort aber auch lassen, denn ich dneke auch das ist eine biologische Nische die ihre Partner findet.

    Mnachmal denke ich ehct es ist zu heftig. Bei mir müssen sich die Fische ihr Futter wirklich verdienen. Und zum Teil massive gegen die Strömung ankämpfen. Und durch die fünf Strömunsgausgänge von denen 2x2 Intervall mäßig laufen kommt die Strömung auch immer von einer anderen Richtung. Da schnappt halt auch mal ein Fisch daneben wenn das Futter "ungeplant" plötzlich anbiegt :grinning_squinting_face:

    Versuchsweise habe ich seit zwei Tagen die beiden 12000 Nachts abgeschaltet. Mal sehen wie sich das auswirkt

    Grüße und schönen Tag
    Peter

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