Hallo zusammen,
ich verwende zum Wasserwechsel und als Nachfüllwasser normales Leitungswasser und bisher war das auch kein Problem. Anfangs hatte ich mir die Werte von unserem Wasserwerk besorgt und die wichtigsten Werte auch nochmal gegengemessen. Sah gut aus und ich war zufrieden.
Vor zwei Wochen nun der Schock: 1mg/l PO4 im Becken. Okay, ich füttere viel und da war PO4 ohnehin immer etwas kritisch. Aber mit Adsorber hatte ich den Wert zumindest bei 0,1 mg/l halten können. Woher der plötzliche Anstieg kam, war mir unbegreiflich. Also sofort Adsorber gewechselt und auch mehr als gewöhnlich verwendet, trotzdem war der Wert nach einer Woche immer noch bei 0,5 mg/l und da bewegt sich nun gar nix mehr dran. Adsorber wieder gewechselt, der Wert fällt nicht weiter.
Ich hab nach den Gründen gesucht und dabei dann doch mal wieder das Leitungswasser getestet: Und tatsächlich, da waren auch mind. 0,5 mg/l PO4 drin!
In einem Gespräch mit Frank Mohr sagte er mir nun, dass sie im Animal-Center in Würzburg auch Probleme mit dem Wasser haben und ein Wasserwerker ihnen sagte, dass im Winter wegen der Schneeschmelze Phosphat in die Leitungen gekippt wird, damit die besser durchgängig sind. Er hat auch explizit nochmal nachgefragt, ob nicht zufällig Kieselsäure verwendet wird anstatt Phosphat. Aber es wurde nochmals bestätigt: Phosphat. Da der gesetzliche Grenzwert für Phosphat bei 6,4 mg/l liegt, können sie also praktisch noch eine ganze Menge mehr reingiessen und das ist immer noch okay.
Schöner Mist, Platz für eine Osmoseanlage und vorallem Vorratsbehälter für das Wasser habe ich nun wahrlich nicht, deshalb war ich froh, dass das Wasser am Anfang so gut war. Und nun das!
Jedenfalls sollten alle, die Leitungswasser verwenden, nun mal bei ihrem PO4-Wert schauen, nicht dass der ihnen genauso aus dem Ruder läuft wie mir.
