Kalkwasser

  • Hallo,

    ich habe von Anfang an einen Kalkreaktor benutzt. Nun ist das Füllmaterial alle. Nun möchte ich diese Gelegenheit nutzen um die Kalkwassermethode und die Ballingmethode zu probieren. Die Ballingmethode ist sicherlich die bessere Wahl aber momentan habe ich noch eine große Dose Calciumhydroxid aus der Apotheke zu Hause. Nun weiß ich aber noch nicht so richtig wie diese Methode funktioniert. Im Net habe ich unterschiedliche Angaben gefunden. Einmal heißt es einen Esslöffel Calciumhydroxid auf 10 Liter Wasser und einmal 3 Esslöffel auf 1 Liter Wasser? Wieviel löße ich denn nun in wieviel Wasser auf? Und wieviel gebe ich von der klaren Füssigkeit in meinen 600(Brutto) Liter Becken? Hängt sicher vom Besatz ab, aber eine grober Anhaltspunkt wäre ganz nützlich. Mit dem Kalki habe ich es geschaft KH, CA und MG zu halten. Habe gelesen, daß über längere Zeit der KH WErt trotz großer Aufhärtung absinken kann. MG muß sicher extra dosiert werden.

    Gruß
    Harry

  • Hallo Harry,

    ich würde dir von der Kalkwassermethode abraten. Wie schon mehrfach in diesem Forum erwähnt, wird bei dieser Methode Posphat gefällt. Dieses Posphat sammelt sich im Dekomaterial und ist somit erst einmal im Becken.

    Es kann normalen PO4 Testen zwar nicht mehr gemessen werden, ist aber im Becken. Durch chemische Vorgänge kann dieses Posphat wieder in Lösung gehen und einige Probleme verursachen. z.B Probleme mit Fadenalgen.

    Becken die viele Jahre mit der Kalkwassermethode aufgehärtet wurden, haben Probleme mit zementierten Bodengrund.

    Wenn es mit dem Kalki gut funktioniert hat, warum wechseln?

    Never change a running system :face_with_tongue:

  • Hallo Frank,

    von diesen Problemen habe ich auch gehört, aber wird nicht auch (zumindest) ein Teil durch die Schnellfilter aufgenommen?
    Ich möchte dies auch nicht Jahrelang so machen. Ich möchte es mal probiert haben, um mir hinterher ein Bild machen zu können was für mich am besten ist.
    Der Kalki lief zwar, aber das richtige ist es auch nicht(zumindest den den ich habe). Durch die Vibration(obwohl er frei steht) ist er sehr laut, vermutlich durch CO2 schnell Algen an den Scheiben(Wasserwerte auch mit Red Sea Test´s, die ich extra nach dem Test von Robert gekauft habe, ok), der Tropfhahn setzte sich schnell zu.
    Naja jedenfalls hört sich die Ballingmethode ganz interressant an, ist aber wie ich finde teurer als ein Kalki.

    Gruß
    Harry

  • Hallo,

    also ich würde auch dringend von der Kalkwassermethode abraten, erstens ist es eine fürchterliche Sauerei, zweitens führt es tatsächlich zu einer sehr starken Algenbelstung, und das schneller als man es erwarten mag.
    Aber zu Deiner Frage, eigentlich ist das Mischungsverhältnis zwischen Wasser und Calciumhydroxid ziemlich egal, da nur soviel gelöst wird, bis das Wasser gesättigt ist, man kann also eigentlich nur zu wenig Calciumhydroxid zugeben. Ich habe immer 3 Esslöffel auf 10ltr gegeben, kräftig geschüttelt und die klare Kalkgesättigte flüssigkeit zugegeben,

    Zu der Ballingmethode, was ist denn daran teuer? Ich kann natürlich nur für meine Erfahrung sprechen, aber ich komme mit einer Portion nun fast 4 Wochen hin, habe allerdings bis jetzt auch nur rund 350 (brutto) Liter, würde bei Dir auf 2 Wochen hinauslaufen, aber auch das finde ich erträglich!

    Ein Kalki kommt für mich auch nicht in Frage, ist mie einfach zuviel heckmeck mit dem Co2 und der Dosierung.

    Bis denne

  • Hallo Harry,

    Zitat

    Original von harry bauer
    Hallo,

    ich habe von Anfang an einen Kalkreaktor benutzt. Nun ist das Füllmaterial alle. Nun möchte ich diese Gelegenheit nutzen um die Kalkwassermethode und die Ballingmethode zu probieren. Die Ballingmethode ist sicherlich die bessere Wahl aber momentan habe ich noch eine große Dose Calciumhydroxid aus der Apotheke zu Hause. Nun weiß ich aber noch nicht so richtig wie diese Methode funktioniert. Im Net habe ich unterschiedliche Angaben gefunden. Einmal heißt es einen Esslöffel Calciumhydroxid auf 10 Liter Wasser und einmal 3 Esslöffel auf 1 Liter Wasser? Wieviel löße ich denn nun in wieviel Wasser auf? Und wieviel gebe ich von der klaren Füssigkeit in meinen 600(Brutto) Liter Becken? Hängt sicher vom Besatz ab, aber eine grober Anhaltspunkt wäre ganz nützlich. Mit dem Kalki habe ich es geschaft KH, CA und MG zu halten. Habe gelesen, daß über längere Zeit der KH WErt trotz großer Aufhärtung absinken kann. MG muß sicher extra dosiert werden.

    Gruß
    Harry

    falls du es trotz der Einwände probieren willst, hier ein paar Infos. Calciumhydroxid löst sich nur sehr wenig im Wasser (165mg/100ml bei 20°). Die Flüssigkeit sollte luftdicht und möglichst kühl (da die Löslichkeit mit steigender Temperatur abnimmt) gelagert werden. Ich weiss ja nicht wie groß deine Esslöffel sind:) aber ich schätze mal das sind ca. 3 Teelöffel auf 10L. Die klare Flüssigkeit sollte langsam an einer gut durchströmten Stelle ins Becken getropft werden. Ca. 1,5-2L sollten bei 600L ohne Probleme verwendet werden können (am besten mit einem pH-Test immer den Wert im Auge behalten). Den KH-Wert kannst du mit dieser methode aber nicht anheben oder stabilisieren.

    Zitat


    von diesen Problemen habe ich auch gehört, aber wird nicht auch (zumindest) ein Teil durch die Schnellfilter aufgenommen?

    Das Phosphat ist weg und auch das Calcium:(.

    Was hast du den für einen Kalki? Versuch doch mal eine Styroporunterlage, die sollte die Vibrationen abfangen.

    Die Sache mit den CO2 des Kalkreaktors und den Algen an den Scheiben halte ich für etwas weit hergeholt. Wie waren den deine Einstellungen am Kalki?

    Gruss,
    carsten

  • Hallo Jester

    Zu der Ballingmethode, was ist denn daran teuer?

    Gut, teuer ist vieleicht übertrieben, aber teurer als die Betriebskosten meines Kalkreaktors.

    Gruß
    Harry

  • Hallo,

    Was hast du den für einen Kalki? Versuch doch mal eine Styroporunterlage, die sollte die Vibrationen abfangen.

    An Unterlagen hab ich schon ne Menge versucht, bringt alles keine wirkliche Lösung.

    Die Sache mit den CO2 des Kalkreaktors und den Algen an den Scheiben halte ich für etwas weit hergeholt. Wie waren den deine Einstellungen am Kalki?

    Mag sein, hab nur keine andere Idee, wo die Algen her kommen. Ich gebe seit langem keine Spurenelemente zu.Eingestellt ist der Kalkreaktor so, daß ich einen KH von 7 hab. MG und CA waren immer etwas zu hoch, störte aber sonst nicht. Im Endeffekt waren ca. 30 min. Das Wasser tröpfelt am Ausgang raus.

    [/QUOTE]

    Gruß
    Harry

  • Hi,

    kann es sein dass das Lager von der Welle kaputt ist und die Pumpe deshalb so laut ist?

    Ist das ein kalki mit Gasrückführung, oder wird das überschüssige Gas einfach mit "ausgespuckt"?

    BTW: Was ist den an den Betriebskosten des Kalki so teuer ?(.

    Gruss,
    Carsten

  • Hi Carsten

    :frowning_face:

  • hab nochmal nach geschaut, ist doch garnicht so teuer die Balling Methode. Hatte irgendwie einen anderen Betrag im Kopf. Eine Frage noch: Wie macht ihr das mit den Spuris? wieviel gebt ihr bei Balling zu? Ich frage, weil ich seit Monaten garnichts mehr zugebe. Noch eine FRage: Müssen es bei Balling die Spurenelemente sein, die dazu angeboten werden? Oder kann man auch andere Benutzen. Ich hab noch soviel und müßte dadurch jetzt schon wieder 3 Flaschen kaufen.

    Harry

  • Hallo Harry,

    du solltest beim Kalkreaktor nicht nur die Kosten der Füllung in Vergleich zu den Balling-Salzen stellen. Allein die Anschaffung eines Kalki + CO2-Anlage kostet ein paar Hundert Euro. Diese Kosten entstehen dir bei Balling nicht, vorausgesetzt du dosierst manuell. Bei der Anschaffung einer Dosierpumpe muss man natürlich die Rechnung neu aufmachen.

    Grüsse
    Gabi

  • Zitat

    Original von harry bauer
    hab nochmal nach geschaut, ist doch garnicht so teuer die Balling Methode. Hatte irgendwie einen anderen Betrag im Kopf. Eine Frage noch: Wie macht ihr das mit den Spuris? wieviel gebt ihr bei Balling zu? Ich frage, weil ich seit Monaten garnichts mehr zugebe. Noch eine FRage: Müssen es bei Balling die Spurenelemente sein, die dazu angeboten werden? Oder kann man auch andere Benutzen. Ich hab noch soviel und müßte dadurch jetzt schon wieder 3 Flaschen kaufen.

    Harry

    Hallo Harry,

    die Spurenelementzufuhr ist nicht obligatorisch, sie bietet sich nur an. In Deinem Falle brauchst Du also nur die eigentlichen Komponenten der Balling-Methode: Calciumchlorid, Natriumhydrogencarbonat und NaCl-freies Meersalz.

    Ich möchte zur Kalkwassermethode noch etwas beitragen, die wurde weiter oben so platt gemacht, das sie hier gar nicht mehr weiter diskutiert wird. Der Effekt der Phosphatausfällung kommt natürlich nur dann zum tragen, wenn überhaupt anorganisches Phosphat im Wasser gelöst vorliegt. Und hier gibt es ja mittlerweile jede Menge Mittel und Wege, ein recht phosphatfreies Wasser herzustellen.
    Die Kalkwassermethode hat auch Vorteile, die nicht unerwähnt bleiben sollen: Bei einer richtigen Anwendung, tropfenweise und in der Dunkelphase, kann man nichts flasch machen, die Erhöhung der Alkalinität (vereinfacht des pH-Wertes) fördert das Wohlbefinden vieler Organismen: z.B. Kalkrotalgen. Michael Mrutzek gibt seit Jahr und Tag Kalkwasser parallel zum Kalkreaktor und hat ein beneidenswertes Wachstum sehr schöner Kalkrotalgen.
    Fadenalgen mögen diese pH-Wert Anhebung nicht, weshalb oft bestehenden Fadenalgenproblemen dadurch Einhalt geboten werden kann.
    Das man bei starkem Kalkalgenwachstum und (Stein)korllenwachstum die Calciumversorgung mit der Kalkwassermethode nicht ermöglichen kann, ist klar. Die Anwendung der Kalkwassermethode kann dennoch parallel zu Kalkreaktor oder Balling empfohlen werden.

    H Hersteller

  • Hallo Harry :smiling_face:

    von diesen Problemen habe ich auch gehört, aber wird nicht auch (zumindest) ein Teil durch die Schnellfilter aufgenommen?
    ==< nicht das ich wüsste. Ich denke ein Teil wird abgeschäumt aber einiges landet eben auch in der Deko und am oder im boden.
    Dann ensteht auf Dauer das Problem der Bodenverhärtung.

    Letztendlich kann man mit Kalkwasser genauso erfolgreich ein Becken machen wie mit Kalkreaktor. Ich denke das es die Fehlbedienung ausmacht das man unzufrieden ist. Ich bin sicher das die meisten die einen Kalkreatkor benutzen ihn nicht so sehr brauchen und des guten zuviel tun. (meist nicht immer) Ich sehe oft becken die kaum Steinkorallen drinn haben, wenn dann nur ein paar Stück aber der Kalki läuft wie eine eins.
    Alles eine Tiermengenfrage und eine des Wachstums.

    Das Problem das eigentlich entsteht ist das irgendwann die meisten Kalkwassernutzer dann umsteigen auf einen Kalkreaktor. Durch die co2 zugabe aber entsteht dann die Gefahr der "Anlösung" der eingelagerten Stoffe, ja teils düngt man das Becken wenn man unvorsichtig ist oder einen Kalki hat der Co2 ins Becken abgibt.

    Ich möchte dies auch nicht Jahrelang so machen. Ich möchte es mal probiert haben, um mir hinterher ein Bild machen zu können was für mich am besten ist.
    Der Kalki lief zwar, aber das richtige ist es auch nicht(zumindest den den ich habe).

    ==< Das könnte das Problem sein, entweder kein gutes Gerät (wurde hier schon oft diskutiert) oder zuviel Co2 oder zu wenig...Es ist oft eine Sache der einstellung, die ich gebe es zu anfangs ein wenig dauert.

    Durch die Vibration(obwohl er frei steht) ist er sehr laut, vermutlich durch CO2 schnell Algen an den Scheiben(Wasserwerte auch mit Red Sea Test´s, die ich extra nach dem Test von Robert gekauft habe, ok), der Tropfhahn setzte sich schnell zu.
    Naja jedenfalls hört sich die Ballingmethode ganz interressant an, ist aber wie ich finde teurer als ein Kalki.
    ==< Balling ist hochinteressant, ich will sie mir bei Zeiten auch mal antun.
    Dennoch, ich kenne Becken die mit only Kalkwasser gut stehen, und das nach 10 Jahren noch. und ich kenne auch super Becken mit Kalki, und das selbe gilt auch für die Balling mehtode.
    Denke es ist die Kontinuität dessen was man tut, jede Umstellung birgt gefahren in sich...


    Gruß
    Harry
    [/QUOTE]

  • Guten Morgen,

    vieleicht kann mir nochmal jemand was zur Ballingmethode erklären.Chemie ist nicht so mein Ding. Hier mal ein Textauszug von Stefan´s HP:

    Da wäre dann noch die Sache mit dem Kochsalz als Abfallprodukt:
    Um den Kochsalzanstieg auszugleichen, brauchen wir noch 50 g NaCl-freies Meersalz. Dieses kann entweder seperat angesetzt werden und zum Ausgleichen des verdunsteten Wassers verwendet werden. Oder man ersetzt beim Ansetzen des Wassers für den nächsten Wasserwechsel 167 g herkömmliches Meersalz durch die 50 g NaCl-freies Salz.
    Bei der ersten Methode muss man natürlich den Salzgehalt etwas im Auge behalten.


    Was heißt das jetzt? Wie oft muß ich das zugeben? täglich? Egal in wieviel Wasser ich das ansetze?

    Gruß
    Harry

  • Morgen,

    vorrausgesetzt du hast einen Kochsalzanstieg. Diese theoretische Rechnung basiert auf der Annahme, das der Salzgehalt des Wassers(ohne Balling) 100% konstant bleibt. Hierbei kommt es darauf an, wie oft du einen Wasserwechsel durchführst, da Salz stetig auf unterschiedliche Weise aus dem Becken entfernt wird(Spritzer, Wasser im Abschäumer etc). Wird z.B. innerhalb eines Zeitraums von einigen Wochen kein Wasserwechsel gemacht, so kann ein sinken des Salzgehaltes beobachtet werden. 50g entsprechen ca. 1.3L Wasser. Wird also durch deinen Abschäumer diese Menge an Wasser aus dem Becken entfernt, in dem Zeitraum in dem du die Lösungen zugibst (was sicher der Fall sein wird), erübrigt sich die Zugabe des Salzes. Andernfalls wird einfach beim nächsten Ansetzen von Wasser 50g Meersalz durch die 50g NaCl-freies Meersalz ersetzt.

    Gruss,
    Carsten

  • Hallo Carsten,

    also da ich meinen Abschäumer alle paar Tage leere(Wasserwechsel sowieso alle 2 Wochen 5%) hat sich die Sache mit dem freien Salz also für mich erledigt? Richtig verstanden?

    Gruss
    Harry

  • Hallo Harry,

    Carsten hat ja soweit alles geklärt. Deshalb noch ein kurzer Erfahrungsbericht. Ich habe in einem Becken ca. 1 Jahr die Balling Methode angewendet. Obwohl ich der Ionenverschiebung nicht entgegengesteuert habe, ist das Becken dadurch nicht verändert worden. Allerdings hat ein regelmäßiger WW stattgefunden.

    Trotzdem hatt ich den Eindruck, das auch dort der Boden verklumpt. Aber wie gesagt nur ein Eindruck. Der Zeitraum war zu kurz um eine gesicherte Aussage zu machen.

    Die Kosten sind allerdings nicht geringer als der Betrieb eines Kalkreaktors. Da die Zugabe täglich erfolgen sollte, kommt man um eine Dosieranlage nicht herum. Denke mal an die Urlaubszeit etc.
    Die Anschaffung eines Kalkreaktors liegt ungefähr in der Größenordnung von einer vernünftigen Dosieranlage. Die Betriebskosten, also die Salze dürften sich mit der Füllung und dem CO2 die Waage halten.

    Einen großen Vorteil hat die Ballingmethode. Sie läßt sich feinfühliger steuern als ein Kalkreaktor.
    Zum Abschluß noch die Vorteile und Nachteile aller Möglichkeiten:

    Kalkwasser:
    Vorteil: Preiswert, Posphat - Fällung, laut J.Großkopf sind bei dieser Methode weinger bakterielle Angriffe an Korallen zu beobachten.
    Nachteil: Posphat verbleibt in Deko, Ansatz reagiert stark mit der Luft, evtl.Bodenverklumpung,fast kein permanenter Eintrag möglich.

    Balling:
    Vorteil: Sehr genau zu dosieren, Ansatz besser haltbar, höherer Calciumeintrag als bei Kalkwasser
    Nachteil:
    in Verbindung mit Dosierpumpen teuer in der Anschaffung, Ionenverschieung

    Kalkreaktor:
    Vorteil: Wartungsfrei, Spurenelemeteeintrag bei Verwendung von Bruch, permanenter Eintrag
    Nachteil: Teuer in der Anschaffung, evtl. PO4- Eintrag durch den Bruch, CO2 Eintrag ins Becken bei schlechter Einstellung.

    Sicherlich gibt es noch mehr Vor und Nachteile. Das waren aber alle die mir so auf die Schnelle eingefallen sind. Auf die chemischen Unterschiede der Methoden bin ich mit Absicht nicht eingegangen.

  • Danke Frank für den ausführlichen Bericht.
    Also werde ich auch erstmal kein freies Salz verwenden.
    Aber eine Frage noch: Wie macht sich denn so eine Ionenverschiebung bemerkbar? Also woran merke ich, daß ich welches verwenden sollte?

    Gruß
    Harry

    Einmal editiert, zuletzt von harry bauer (7. Januar 2003 um 10:57)

  • Also, die Argumentation von Carsten und auch Frank, kann ich nicht ganz nachvollziehen :frowning_face:

    Zitat von SL:
    Um jedoch einer Ionenverschiebung in Richtung Natriumchlorid zu verhindern, wird deshalb noch ein kochsalzfreies Meersalz eingesetzt. Hierdurch wird das Gleichgewicht wieder hergestellt.
    ****************************************
    Für mich bedeutet das, das bei Einsatz von Preis Salz
    (Bei 2 Liter Lösungen, 50g auch auf 2 Liter, gleichzeitiger Zugabe) keine Ionenverschiebung bei richtiger Anwendung stattfindet. Warum sollte man es weglassen? Auch ist diese Zugabe nicht gedacht um eventuell "verlorengegangenes" Salz zu ersetzen!

    Bin ich im falschen Kino? Bitte um Aufklärung. :))

  • Das finde ich steht ja im Text nicht so genau beschrieben. Ich kann jedenfalls nicht erkennen, ob es täglich mit zugegeben werden soll. Es steht ja auch geschrieben, daß man es beim Wasserwechsel ersetzen kann. Und den macht man nur alle 1-2 Wochen.
    Aber wie gesagt, daß ist für mich auch alles Neuland, da ich bis jetzt mit Kalki gefahren bin.

    Gruß
    Harry


    Zitat

    Original von Jürgen Schmidt

    Für mich bedeutet das, das bei Einsatz von Preis Salz
    (Bei 2 Liter Lösungen, 50g auch auf 2 Liter, gleichzeitiger Zugabe) keine Ionenverschiebung stattfindet. Auch ist diese Zugabe nicht gedacht um eventuell "verlorengegangenes" Salz zu ersetzen!

    Bin ich im falschen Kino? Bitte um Aufklärung. :))

  • Hallo Harry,

    bei der Ballingmethode bleibt als Reaktionsprodukt Natriumchlorid (Kochsalz) übrig. Nun besteht das Meersalz allerdings zum größten Teil aus Kochsalz. Eine Ionenverschiebung wäre also nur nach langer Anwendung der Ballingmethode ohne WW zu beobachten.

    Jetzt möchtest Du aber wissen, wie man diese Ionenverschiebung feststellt oder was man dabei beobachten kann.

    Was man optisch feststellen kann, ist schwerzu sagen. Die Meerwassertiere sind seit Millionen von Jahren an diese Ionenverteilung gewöhnt. Wie diese auf eine Verschiebung reagieren, falls sie es überhaupt tun, kann ich wirklich nicht sagen.
    Theoretisch könnten durch diese geänderten Umgebungsbedingungen Streß bei den Tieren enstehen.
    Das könnte dann mit schlechtem Wachstum, Krankheitsanfäligkeiten beantwortet werden. Aber ob das wirklich so ist, weiß ich wirklich nicht.

    Für mich gilt die einfache Formel: regelmäßiger WW und es passiert nichts. Die ganze Rechnerei ist nur pure Theorie, weil niemand wirklich sagen kann, wieviel Kochsalz durch Spritzer, Austausch von Filtermaterial, Abschäumer usw. entfernt wurde.

  • Ich kann mir auch nicht vorstellen, das man eine Ionenverschiebung sofort erkennen kann, wenn sie erst einmal vorhanden ist, sodas eventuell die Tiere nicht mehr so gut stehen (falls das der Fall sein sollte!), dürfte es nicht so einfach sein alles wieder ins Lot zu bringen (kann man glaube ich nicht so einfach messen!)
    Warum sollte man das Risiko eingehen? Balling wird sich schon seinen Teil dabei gedacht haben.

    @ Harry
    Falls Du eventuell Preis Salz einsetzen möchtest, kannst Du es entweder zusammen mit den anderen Lösungen dosieren ( alle 3 Salze werden in 2 Litern angesetzt)oder die dementsprechende Menge beim WW austauschen. Aber nicht 50:50 sondern im Verhältnis der bis dahin verbrauchten Menge an Lösungen.

  • Hallo Jürgen,

    ich habe jetzt die Seite von Herrn Lidner nicht gelesen. Vermute aber aus deinem Auszug, das die enstehende Kochsalzmenge, durch Einbringen von kochsalzfreiem Salz wieder zu einer normalen Salzmischung führen soll.

    Egal wie, ich bringe ständig Salze ein. Ohne WW führt das zum Ansteigen der Dichte.

    Was soll ich mir bei der Änderung von Dosiermengen jedesmal einen Wolf rechnen, wenn die Ionenverschiebung bei regelmäßigem Wasserwechsel, so wie so keine Rolle spielt.

    Also wenn ich mal viel Lust habe, rechne ich mal aus, wie lange es dauert bis eine Ionenverschiebung stattfindet. Natürlich bei Beibehaltung der Dosierung und einem WW von 5 % in der Woche.

    Mit der Ionenverschiebung wird viel zu viel Aufhebens gemacht. Sie sollte nur erwähnt werden, weil sie stattfindet.


    Zitat

    Original von Jürgen Schmidt
    Also, die Argumentation von Carsten und auch Frank, kann ich nicht ganz nachvollziehen :frowning_face:

    Zitat von SL:
    Um jedoch einer Ionenverschiebung in Richtung Natriumchlorid zu verhindern, wird deshalb noch ein kochsalzfreies Meersalz eingesetzt. Hierdurch wird das Gleichgewicht wieder hergestellt.
    ****************************************
    Für mich bedeutet das, das bei Einsatz von Preis Salz
    (Bei 2 Liter Lösungen, 50g auch auf 2 Liter, gleichzeitiger Zugabe) keine Ionenverschiebung bei richtiger Anwendung stattfindet. Warum sollte man es weglassen? Auch ist diese Zugabe nicht gedacht um eventuell "verlorengegangenes" Salz zu ersetzen!

    Bin ich im falschen Kino? Bitte um Aufklärung. :))

  • [QUOTE]Original von Frank D
    Hallo Harry,

    Hallo Frank

    bei der Ballingmethode bleibt als Reaktionsprodukt Natriumchlorid (Kochsalz) übrig. Nun besteht das Meersalz allerdings zum größten Teil aus Kochsalz. Eine Ionenverschiebung wäre also nur nach langer Anwendung der Ballingmethode ohne WW zu beobachten.


    ja, aber durch einen Wasserwechsel holst du doch aber nur einen geringen Prozenteil des Kochsalzes raus. Bei 5% Wasserwechsel eben 5% des Kochsalzes. Das Kochsalz liegt ja nicht in einer Ecke, wo du es komplett rausholen kannst. Es sammelt sich also theoretisch immer mehr an.
    Allerdings habe ich auch nicht von Problemen gehört die eindeutig auf eine Ionenverschiebung zurückzuführen sind.

    Gruss
    Harry

  • Hallo Frank,

    Zitat

    Was soll ich mir bei der Änderung von Dosiermengen jedesmal einen Wolf rechnen, wenn die Ionenverschiebung bei regelmäßigem Wasserwechsel, so wie so keine Rolle spielt.

    Würde mich schon mal Interessieren was da so im Jahr zusammen kommt!
    Hast schon recht alles Theorie, das gilt aber auch für das Zitat. Beim WW tauscht man ja nicht nur die Verschiebung aus, man verdünnt.
    Jeder so wie er mag!


    Nachtrag:
    (ups, Harry war schneller)

  • Hi,

    eure Einwände mit den Salz, das mit der Zeit immer mehr wird, sind im Berliner System eigentlich nur in der Theorie so. Wie schon erwähnt wird durch den Abschäumer Wasser aus dem Becken entfernt, das ebenfalls Salz enthält. Somit nimmt die Salzkonzentration ohne Balling eigentlich ab. Dadurch, dass bei Balling jedoch Kochsalz entsteht gleicht sich der Verlust von Salz und das "hinzufügen" von Salz (fast) aus. Auf die Ionenverschiebung sollte eigentlich nur in solchen System geachtet werden, wo (theoretisch) kein Salz entfernt wird (Jaubert, Schlammfilter etc.)

    Gruss,
    Carsten

  • das ist was dran. sonst habe ich im Rahmen des Wasserwechsels immer Salz nachdosiert.


    Zitat

    Original von Carsten Mueller
    Hi,

    eure Einwände mit den Salz, das mit der Zeit immer mehr wird, sind im Berliner System eigentlich nur in der Theorie so. Wie schon erwähnt wird durch den Abschäumer Wasser aus dem Becken entfernt, das ebenfalls Salz enthält. Somit nimmt die Salzkonzentration ohne Balling eigentlich ab. Dadurch, dass bei Balling jedoch Kochsalz entsteht gleicht sich der Verlust von Salz und das "hinzufügen" von Salz (fast) aus. Gruss,
    Carsten

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