Deep Sand Bed

  • Hallo Leute,

    mir ist beim Surfen im Netz aufgefallen, das die Amis einen Faibel für hohen Bodengrund haben. Sie nennen es DSB (deep sand bed ).
    Hier mal ein Beispielbild:

    [URL=http://adriansreeftank.homestead.com/hobbieststanks.html]

    Was haltet ihr davon? Wiederspricht das nicht allem, was wir hier den Anfängern so predigen von wegen, den Bodengrund so dünn wie möglich usw.
    Auch kann man lebenden Sand (live sand) dort kaufen, wo dann angeblich die Kleinstlebewesen drin enthalten sind, so ähnlich wie lebende Steine auch.
    Und da es dort viele Aquarianer so machen (ich schätze so 2/3), muß es auch funktionieren.
    Ich bin gespannt auf eure Meinungen.

  • Hallo Resa,

    danke, genau solche Aquarien sehe ich auf amerikanischen Meerwasserhomepages zuhauf. Der Sand scheint auch ganz fein zu sein, das das funktioniert und keine Fäulnisherde ergiebt, wundert mich schon.

  • Hallo sabine,

    diese DSB's sind eine Abwandlung des Jaubert-Systems (hab ich glaube in einem der Artikel gelesen die Du mir geschickt hast :grinning_squinting_face: ). laut der Quelle sollen sie aber den Nachteil haben, daß es im Gegensatz zum Jaubertsystem nicht so eine gleichmäßige Wasserbewegung gibt und dadurch Sauerstofffreie stellen entstehen können, in denen Schwefelwasserstoff gebildet wird. Ich glaube nach 2-3 Jahren soll es zu Problemen kommen, wenn der Bodengrund nicht regelmäßig durchgearbeitet wird. Der Unterschied zum Jaubertsystem besteht nur im fehlen des Plenums und in der Sandkörnung

    MfG, frank.

    PS: hier noch mal sabines link zum anklicken: http://adriansreeftank.homestead.com/hobbieststanks.html</a>

    MfG, Frank


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    Bremsen ist die Umwandlung hochwertiger Geschwindigkeit in sinnlose Wärme....

  • HI Sabine,

    ich denke das der feine Sand die Oberfläche stark verdichtet und somit keine Fäulnisse unterhalb entstehen können zumindest sichtbar.

  • Hi,

    Zitat

    Original von Resa
    Hier noch ein Bild

    was mich wundert ist der so "saubere" Sand. Selbst bei Aquarium mit Jaubert ist der Bodengrund nicht so sauber.

    Gruss,
    Carsten

  • Hallo Sabine,

    gibt es einen Hinweis darauf warum die das so machen,
    also es scheint zumindest zu funktionieren.

    Mir wäre glaube ich das Risiko der fäulnißbildung zu
    hoch.Außerdem,aber das ist geschmackssache,mag
    ich es von der Optik her nicht.Auch wären mir ein paar
    Liter Wasser mehr viel lieber.

    Gruß Jürgen

    Panoramabecken 200x70x60, Photon Plus 2x400W Megachrome Coral 14K E40 + 4x54W T5 Aqua Science Special 15K, 2x Tunze Stream 12000 l/h,ATK Abschäumer150cm mit The Pump 40

    Die Summe der auf der Erde vorhandenen Intelligenz bleibt ewig gleich. Nur die Bevölkerung wächst ständig...

  • Hallo @

    die Amis scheinen sich bei DSB und Jaubert in zwei Lager zu teilen. Die einen schwören auf DSB, weil bei Jaubert angeblich sich das Plenumwasser mit Nitraten und Phosphaten anreichern soll und sich somit die Wasserqualität verschlechtert.
    Die Verfechter von Jaubert sagen dagegen, das nur die solche Probleme haben, die alten Bodengrund nehmen zum animpfen und durch den entstehenden niedrigen PH Wert sich Altlasten wie z. B. Phosphat lösen und ins Plenumwasser diffundieren.
    Ich weiß auch nicht was daran wahr ist und was nicht. Fakt ist halt nur, das DSB und Jaubert dort sehr verbreitet ist und das sie Erfolg damit haben.

  • Hallo sabine,

    es war der 1. von den 2 Artikeln aus der Koralle auf Seite 70.....


    Frank.

    MfG, Frank


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  • Hallo Frank,

    ich weiß das die Systeme sich ähneln, deswegen bin ich ja bei meiner Recherche über Jaubert auch zwangsläufg auf DSB Becken gestoßen.
    Wie läuft dein System?

    Mein Becken für das Jaubertsystem ist übrigens schon bestellt :grinning_squinting_face:

  • das kleine Becken läuft einigermaßen - ich habe jetzt nach 2 Monaten ein paar Fadenalgen, aber das hält sich in grenzen. Ansonsten sind die Wasserwerte mit Salifert gemessen einigermaßen in Ordnung, wenn man bedenkt daß daß becken eigentlich zu klein ist. (NO3 ist bei 10mg) ansonsten alles im grünen Bereich.

    Das große Becken richte ich gerade langsam ein. Meine Frau gewährt im Moment nicht die gesamten finanziellen Mittel die ich benötige, also kann ich nur Stückenwqeise kaufen. Aber vor Dezember soll es ja sowieso nicht losgehen. Ich habe meine Lebendsteine für die 2. Dezemberwoche bestellt (die liegen dann schon mind .4 Wochen beim Händler im Becken - da müßte das meiste abgestorbene schon runter sein :grinning_squinting_face: :grinning_squinting_face: :grinning_squinting_face: )

    MfG, Frank

    MfG, Frank


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  • bei diesem amerikanischen Becken ist die aerobe und die anaerobe Bodengrundschicht sehr schön zu sehen...

    MfG, Frank


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  • Hi @ll,

    vor 10- oder 15 Jahren hat AB dieses System in Deutschland eingeführt und alle waren begeistert und haben ihre Becken umgerüstet. Na ja nicht alle aber ganz schön viele. Ich selber kannte damals sicher mehr als 20 Aquarianer persönlich, die sich dieses System für enorm viel Geld kauften. Dabei waren die Bodenplatten nicht das Teuerste sondern der "lebende Sand" der durch seine Leichtigkeit faszinierte. Irgendwann war auch ich kurz davor umzurüsten, als die ersten Becken zusammenbrachen und dann immer mehr, bis alle die ich persönlich kannte und noch viele andere mehr alles wieder entsorgten. Ich habe mich damals nicht so sehr um die Einzelheiten gekümmert, weiß also nicht woran es gelegen hat. Egal was man auch macht, meine Erfahrung ist, daß es sehr gefährlich ist laufende Becken nachträglich mit bilogischen Systemen auszustatten. Das gilt ausnahmslos für sämtliche Filtersysteme. Werden die gleich zu Anfang mit in Betrieb genommen kann es gut gehen, wenn man sich an die Anweisungen des Herstellers hält. Aber niemals nachträglich installieren es sei denn, es muß ohnehin von vorne angefangen werden.

  • Zitat

    Original von Ralph D. Huber
    -Vor 10- oder 15 Jahren hat AB dieses System in Deutschland eingeführt und alle waren begeistert und haben ihre Becken umgerüstet. Na ja nicht alle aber ganz schön viele. Ich selber kannte damals sicher mehr als 20 Aquarianer persönlich, die sich dieses System für enorm viel Geld kauften. Dabei waren die Bodenplatten nicht das Teuerste sondern der "lebende Sand" der durch seine Leichtigkeit faszinierte.


    Hallo Ralph,
    wenn ich mich recht errinnere wurde von ab ein Bodenfiltersystem vertrieben.Die AQmis arbeiten meines Wissens ohne Bodenfilter, nur mit hohem Bodengrund. Der "Lebende Sand" von ab müßte mit Bakterien in Wannen(Tanks)belebter Quarzsand gewesen sein.
    Anfang der 80er wurde Bundesweit mal "Lebender Sand" und Lebende Steine aus Südfrankreich (nach Importeurangaben aus ca. 25m Tiefe) angeboten. Den Sand kenne ich nicht, aber die Steine waren Spitze.
    Verschiedene Exporteure in Indonesien bieten "Lebenden Sand" an. Allerdings nur Boxweise mit ca 15-20kg Gewicht.

  • Zitat

    Original von Jürgen Rathje

    Mir wäre glaube ich das Risiko der fäulnißbildung zu
    hoch.


    Hallo Jürgen,
    ich bzw. meine Tochter beteiben unser Süßwasserbecken schon seit 3 Jahren mit einem hohen Bodengrund aus Spielkistensand. Ich war auch skeptisch, aber nach vielen positiven Erfahrungsberichten im Internet haben wir es ausprobiert. Super Pflanzenwuchs und keinerlei Fäulnißbildung. Warum soll es also in Meerwasser nicht funktionieren?

  • @ Ralph,
    der Unterschied ist aber bei den Amis, das sie keine Bodenplatte unter ihrem Sandbett haben.
    Was mich nur so verwundert ist das so viele ihre Becken auf die Art einrichten, oft noch mit einem Refugium unter ihrem Hauptbecken, auch mit so einem hohen Bodengrund.
    Ich weiß nicht, vielleicht habe ich nur Homepages mit sölchen Becken gefunden, aber irgendwie habe ich den Eindruck, das das da drüben die gängige Art ist, ein Becken einzurichten.
    Ich dachte bisher immer, das Erfahrungen in der Meerwasseraquaristik weltweit einheitlich umgesetzt werden, d. h. die beste Methode macht das Rennen. Deshalb bin ich so erstaunt.
    Ich will hier nicht für das Deep Sand Bed plädieren, das darfst du nicht falsch verstehen.
    Ich finde es nur interessant, wie unterschiedlich sich die Meerwasseraquaristik in den verschiedenen Ländern entwickelt hat.

  • @ Klaus,

    wenn ich das lese mit eurem Süßwasserbecken, das es gut läuft, dann ist es durchaus möglich, das es bei den Amis auch so ist, und deshalb so viele ihr Becken derartig einrichten. Ich habe Becken gesehen, die laufen mit dem Sandbett seit mehreren Jahren. Das würden sie ja nicht, wenn es Probleme geben würde mit z. B. Schwefelwasserstoffbildung oder ähnlichem.
    Aber sie scheinen auch einen lebenden Sand zu benutzen, der direkt aus dem Meer entnommen wird, wenn ich das mit meinen bescheidenen Englischkenntnissen und den entsetzlichen Übersetzungsprogrammen richtig gedeutet habe.

  • Hallo Klaus,

    Zitat

    Original von KS
    wenn ich mich recht errinnere wurde von ab ein Bodenfiltersystem vertrieben.Die AQmis arbeiten meines Wissens ohne Bodenfilter, nur mit hohem Bodengrund. Der "Lebende Sand" von ab müßte mit Bakterien in Wannen(Tanks)belebter Quarzsand gewesen sein.

    Anfang der 80er wurde Bundesweit mal "Lebender Sand" und Lebende Steine aus Südfrankreich (nach Importeurangaben aus ca. 25m Tiefe) angeboten. Den Sand kenne ich nicht, aber die Steine waren Spitze.
    Verschiedene Exporteure in Indonesien bieten "Lebenden Sand" an. Allerdings nur Boxweise mit ca 15-20kg Gewicht.

    der Sand von AB war sicher kein Quarzsand, ich denke die Kieselalgen wären oben rausgehüpft. Außerdem rollte die obere Schicht im Strom der Pumpen hin und her. Ich denke dabei eher an Kammerlinge ähnlich dem Biofora.

    Das mit dem Unterschied Bodenplatten ja bei Ab und nein bei den Amerikanern ist richtig daran habe ich nicht gedacht.

    Nun kann man sicher darüber diskutieren so etwas nach dem Muster des Spülsaums (Strand) zu gestalten. Wertvolle Informationen erhält man in dem Buch "Biologie der Meereshöhlen" von Rupert Riedl, das im Paul Parey-Verlag in Hamburg erschienen ist. Das Buch kostet allerdings über DM 200,00 = mehr als € 100,00. Ich will aber gerne die Ensprechenden Kapitel studieren und dann darüber berichten. Da ich jedoch kein ausgebildeter Biologe bin lese ich das nicht gerade wie einen spannenden Roman !

  • Hallo Sabine :smiling_face:

    Es gab schon öfter Berichte über den sog. lebenden Sand :smiling_face: Ich meine auch in einer der beiden Zeitschriften: Der Meerwasseraquarianer oder die Koralle.
    Klar warum sollte das nicht funktionieren. Man hat genug kleinstlebenwesen die das locker halten, so würde ich zumindst annehmen.
    Interessant ist es allemal.


    Zitat

    Original von sabine
    @ Klaus,

    wenn ich das lese mit eurem Süßwasserbecken, das es gut läuft, dann ist es durchaus möglich, das es bei den Amis auch so ist, und deshalb so viele ihr Becken derartig einrichten. Ich habe Becken gesehen, die laufen mit dem Sandbett seit mehreren Jahren. Das würden sie ja nicht, wenn es Probleme geben würde mit z. B. Schwefelwasserstoffbildung oder ähnlichem.
    Aber sie scheinen auch einen lebenden Sand zu benutzen, der direkt aus dem Meer entnommen wird, wenn ich das mit meinen bescheidenen Englischkenntnissen und den entsetzlichen Übersetzungsprogrammen richtig gedeutet habe.

  • >> ich bzw. meine Tochter beteiben unser Süßwasserbecken schon seit 3 Jahren mit einem hohen Bodengrund aus Spielkistensand. Ich war auch skeptisch, aber nach vielen positiven Erfahrungsberichten im Internet haben wir es ausprobiert. Super Pflanzenwuchs und keinerlei Fäulnißbildung. Warum soll es also in Meerwasser nicht funktionieren?<<

    in Hinsicht auf Süßwasser möchte ich auf einen Unterschied hinweisen, nämlich die Pflanzenwurzeln. Eine Reihe von Pflanzen (z.B. Echinodorus, bekannt als "Amazonas-Schwertpflanzen") bilden lange Wurzeln aus, die auch in die unteren Bereiche gehen und meines Wissens Sauerstoff eintragen. Das hat man im Meerwasser ja nicht.

    Außerdem sind im Süßwasser oft Turmdeckelschnecken vorhanden, die sich durch den Boden graben. Ähnlich wie die Seegurken, nur halt kleiner, aber dafür mehr.

  • Hallo Bernd,

    so wie ich es verstehe, will man in der unteren Schicht gar keinen Sauerstoff, weil dort Nitrat zu Stickstoff abgebaut wird in einem anaeroben Milieu.

    Siehe hierzu folgendes Bilder, das ich in einem amerikanischen Forum in einem Deep Sand Bed Thread gefunden habe.

    Bild

    Bild

  • >>> Sabine,

    das ist ein gute s Beispiel dafür das im unteren Bereich ein feinere Sand oder Schlamm vorhanden ist und nach oben immer gröber wird, sich also aerobe u. anaerobe stellen bilden.
    In meinem Süsswasser hatte ich auch ca. 15 cm Bodengrund der allerding durchgehend eine Körnung von 2-3 mm hatte , anfangs funktionierte es prima bis mein No3 auf 200mg gestiegen war musste ich den Sand entfernen d.H. ich hatte hier wohl zu wenig anaerobe stellen auch durch das ständige aufwirbeln vom Sand.

    Ich denke das der Miracle Mud Filter genau so funktioniert nur halt eben im Filterbecken und nicht im AQ was den Vorteil hat das diese Prozesse nicht im Aq stattfinden und mann den Boden reinigen oder wechseln kann ohne gefahr zu laufen das, dass System zusammenbricht oder gestört wird.

  • Hallo Sabine,

    >> so wie ich es verstehe, will man in der unteren Schicht gar keinen Sauerstoff, weil dort Nitrat zu Stickstoff abgebaut wird in einem anaeroben Milieu.

    ja, ich verstehe schon. Ich wollte nur darauf hinweisen, dass man vorsichtig sein sollte beim Vergleich von Süßwasseraquarien mit tiefem Boden mit solchen im Seewasser. Denn bei starker Durchwurzelung und/oder vielen Turmdeckelschnecken könnte das anaerobe Milieu ausbleiben.

    MfG

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