Priolepis nocturna - Färbung

  • Hallöchen,

    Ich belästige euch mal wieder mit meinen rein theoretischen Fragen, die mich aber doch sehr interessieren...

    Es geht um Priolepis nocturna, und zwar folgendes: Wenn man im Meerwasserlexikon mal schaut, sieht man ein Bild von Manuelas Fisch und zwei von Peters Fisch(en); hier der Link für die fauleren: LINK

    Ich denke, die Unterschiede in der Färbung sind eindeutig- die Tiere auf Peters Bildern haben durchgehende schwarze Streifen und weiße Flächen, das Tier auf dem oberen Bild hat schwarze Flecken und die Mitte der Streifen ist andersfarbig. Meine ist übrigens auch von der "gescheckten" Variante.

    Nun würde mich natürlich interessieren: Sind das beides P. nocturna in verschiedenen Farbvarianten oder ist eines der Tiere eine andere Priolepis-Art? Wenn es sich um Farbvarianten handelt, muss ich wahrscheinlich auch darauf achten die richtige Variante als Partner zu kaufen, oder?

    Liebe Grüße,
    Jannes

    Einmal editiert, zuletzt von Jannes Freiberg (28. Oktober 2005 um 19:46)

  • Hallo
    Das ist eine sehr gute Frage und die ist ohne weiteres nicht zu beantworten.
    Idh könnte mich vorstellen, dass diese Farbvarianten aus den verschiedenen Fanggebieten kommen könnten.
    Um ehrlich zu sein, habe ich meinen Tieren noch nie so die Farbformen angesehen.

    Bin gespannt was dabei heraus kommen wird.

    Gruss Michael

  • Hi Jannes

    Interessente Frage.
    Da sieht man mal wieder das man öfter genauer gucken muss. Das sind evtl. schon zwei verschiedene Arten.
    Die von Manuela habe ich nicht nochmals gefunden, die andere voj Peter kommt den bei fishbase gezeigten P. nocturna schon gut nahe, wobei die auch anders ausschauen.

  • Jannes,

    ich hatte das auch schon mal aufgegriffen, denn die erste "Variante" hat auch deutlich mehr Gelb. Ich habe schon beide zusammen gepflegt. Ein Verhaltens Unterschied ist nicht festzustellen.

    Persönlich halte ich das für eine Farbvariante wie sie bei vielen Fischearten vorkommen. Sicherlich nicht um eine eigene Art.

    Grüße und schönen Tag
    Peter

  • Hallo,

    Wah, die bei Fishbase sehen ja nun wieder anders aus :winking_face_with_tongue:

    Also, ich habe mir jetzt verschiedene nocturnas angesehen, zuerst die Bilder, dann die bei fishbase, dann meine eigene(hab mit Mysis gefüttert, das wirkt todsicher :D), und bin zu dem Schluss gekommen, dass, wenn das alles ein und dieselbe Art ist, diese ziemlich Farbvariabel ist.

    Mein Exemplar(das kommt bei Roberts Bild nicht so rüber, vielleicht ists da auch so) hat auf jeden Fall hellere Bereiche in den Streifen, aber die Flossen haben keinerlei gelb sondern sind weiß-blau.

    Nun mal ein logischer Gedanke: Wenn ich nun züchten und mir eine zweite nocturna besorgen möchte, sollte es doch schon eine in der richtigen Farbform sein, da es ansonsten zu verfälschungen kommt, oder?

  • Hallo Jannes

    Ich habe mit der Zucht im allgemeinen noch keinerlei Erfahrung, denke aber das Nachzuchten von zwei verschiedene Farbvariationen dann auch etwas anders aussehen können. Vermutlich aber auch nur sehr gerinige Unterschiede Zucht hat aber bei dem Tier noch nicht geklappt, zumindest ist mir nichts bekannt.

  • Hi Jannes,

    Die Zucht dürfte natürlich auch mit unterschiedlichen Farbformen klappen, vorausgesetzt, man schafft es überhaupt.

    Da ich auch davon ausgehe, daß es sich um eine Art handelt, gibt es da m.E. keine Probleme. Und bei Grundeln der Gattung Gobiosoma klappt sogar das Kreuzen innerhalb der Gattung bestens...

    Imho ist allerdings eine Vermischung auch von Standortvarianten nicht unbedingt schön.
    Daher müsstest Du eben zunächst klären, ob es sich um eine herkunftsbedingte Standortvariante handelt, oder um eine Farbvariation, die auch lokal auftritt.

    Im letzten Fall hätte ich dann keine Bedenken bezüglich Vergesellschaftung/Zucht mit verschiedenen Farbformen.

    Viele Grüße
    Inken

  • Hallo,

    Danke, genau das meinte ich- bei vielen Tieren ist leider auch Kreuzung möglich, was dann zur Folge hat dass du bei Süßwasserfischen fast keine reinen Ancistrus dolichopterus und bei Vogelspinnen keine echte Brachypelma albopilosum oder Avicularia metallica bekommst, das ist natürlich nicht erwünscht.

  • Hi Jannes,

    Nun, daß es sich nicht um eine eigenständige Art handeln wird, ist nach der allgemeinen Einschätzung (s. Peters Beitrag) doch relativ sicher.

    Demnach gibt es nur noch zwei Möglichkeiten:

    Fall 1
    Es handelt sich um verschiedene Farbvarianten, die innerhalb einer Art mehr oder weniger regelmäßig an allen Standorten auftauchen

    Fall 2
    Es handelt sich um Standortvarianten einer Art

    Im ersten Fall wäre es vollkommen egal, wie deine beiden Fische aussehen, denn ein Paar aus beiden Farbformen würde dann auch in der Natur vorkommen.

    Im Fall zwei wäre der "Schaden", den Du bei einer Kreuzung anrichten würdest m.E. zwar unschön aber wenig dramatisch. Im Grunde wie wenn man normale Ocellaris mit der bei Darwin endemischen, schwarzen Form kreuzen würde.

    Nur als Denkanstoß:
    Selbst wenn es sich um unterschiedliche Arten handeln würde, wäre bei einer Kreuzung noch nicht unbedingt klar, ob dies nicht auch in der Natur vorkommt. Das hängt dann davon ab, ob sich die Verbreitungsgebiete der Arten überschneiden.

    Z.B. bei manchen Centropygen sind gattungsinterne Kreuzungen in der Natur nicht unüblich....

    Viele Grüße
    Inken

  • Hi,

    Fall 2 würde mir immer noch nicht gefallen, weil ich nur ungern Originalformen verfälschen will- in Fall 1 wärs natürlich wurscht, obwohl dann natürlich doch noch geklärt werden sollte ob die Tiere sich dann auch wirklich wild paaren oder ihren Partner doch eher mit Bedacht wählen.

    Aber wie findet man sowas eigentlich heraus? Offensichtlich tappt man hier ja gerade ziemlich im Dunkeln.

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