Gobiosoma oceanops / Gobiosoma evelynae

  • Hallo,

    ich wollte mal einiges in Erfahrung bringen über die Gobiosoma oceanops / Gobiosoma evelynae.
    Hält man diese als Paar oder geht es auch in kleineren Gruppen 6-8 Tieren gut ? Kann wer über laichen oder sogar Zucht berichten ?

    Gruß
    Timme

    Einmal editiert, zuletzt von Timme Denker (12. Oktober 2005 um 16:04)

  • Hi Timme,

    Die Tiere kommen in der Natur paarweise vor, ich würde auch im Aquarium zu dieser Haltungsform raten, da diese Tiere untereinander extrem aggressiv sein können, auch wenn man dies von so einer Grundel kaum erwartet. Ich würde zumindest bezweifeln, daß Gruppenhaltung bei geschlechtsreifen Tieren in normal großen Becken funktioniert.

    Daher solltest Du dich bemühen, ein festes Paar zu erwerben. Bei mir ist ein nachträgliches Verpaaren (mit einem sehr kleinen Jungtier) nicht geglückt. Obwohl im 400l Becken eigentlich genug Platz zum ausweichen gewesen wäre, hat das alteingesessene Tier das Jungtier äußerst zielstrebig verfolgt und hart attackiert.
    Konnte die alte Grundel zum Glück herausfangen, bevor sie die Kleine töten konnte.

    Viele Grüße
    Inken

    PS: Zucht ist möglich, wird in den USA sogar kommerziell betrieben. Substratlaicher, 30tägige larvale Phase. Man kommt anscheinend mit Brachionus und üblichen Methoden gut aus, ist aber wohl eine Kategorie schwerer als Amphiprion usw.

  • Hi Inken,
    woher hast Du denn das? Das sind putzende Grundeln und man kann sie ohne Probleme in Gruppen halten. (von 1982 bis 1992 hatte ich 12 Stück ohne Geraufe im 340- Liter- Becken).
    Gruss Heinz

  • Hi Heinz,

    Mir ist schon klar, daß es sich um Putzergrundeln handelt. Das mit dem paarweisen Vorkommen (bei Putzerfischen recht populär) hab ich aus verschiedenen Quellen, fishbase z.B. ist hier vermutlich aufgrund der vorliegenden Freilandbeobachtungen recht verlässlich.

    Und wie gesagt, ich weiß aus eigener Erfahrung (s.o.) wie unverträglich die Tiere untereinander sein können. Können, bestimmt nicht immer müssen.

    Finde allerdings deine Erfahrungen auch sehr interessant, vielleicht kannst Du noch etwas mehr darüber erzählen, also ob die Tiere gleichzeitig eingesetzt wurden, ob Paarbildung zu erkennen war, allgemeine soziale Interaktion usw. Würde mich sehr interessieren :smiling_face:

    btw: Hattest Du oceanops oder evelynae? Ich habe/hatte nämlich nur evelynae, vielleicht unterscheiden sich diese im Grunde sehr ähnlichen Arten ja doch....

    Viele Grüße
    Inken

  • Hi Inken,
    hatte oceanops, gleichzeitig eingesetzt. Das Verhalten der Tiere zueinander war ähnlich wie das Gebaren von Julidochromis untereinander. Jeder Fisch besaß ein eigenes kleines Revier. Paarbildung war ohne Präferenzen nur sporadisch und temporär zu beobachten. Allerdings war der Feinddruck in dem Becken relativ hoch, der einzige Mitbewohner war ein Angler - den sie eigentlich als Nahrung dienen sollten.
    Gruß Heinz

  • Hi Heinz,

    Danke für die Infos. Daß das in der Größenordnung klappen kann, war mir neu.

    Vielleicht liegt es aber auch gerade an der hohen Anzahl, durch die sich evtl. keine feste Sozialstruktur bilden konnte?
    Kenne das so von meinen Ocellaris. Wenn ich weniger als 10 zusammen aufziehe, gibt es immer Ärger. Bei über 10, geht es problemlos.

    Du schreibst von '82-'92. Haben die alle 10Jahre durchgehalten? :winking_face_with_tongue:

    Für ein unnatürliche Sozialverhalten würde bei einer langjährigen Haltung auch sprechen, daß Du kein Laichen beobachten konntest. Intakte Paare tun das häufig schon nach kurzer Zeit...

    Viele Grüße
    Inken

  • Hi Timme,

    ich hatte ein paar Gobiosoma randalli, leider ist das Weibchen verschollen.

    Sie haben regelmäßig abgelaicht. Einen Aufzuchtversuch habe ich gemacht bevor das Weibchen abhanden gekommen ist. Die Jungen habe ich mit Brachionus 3 Wochen durchgekriegt, dann war Ende, wahrscheinlich unzureichende Pflege.

    Viele Grüße,

    Wolfgang

  • Hi Inken,
    natürlich nicht, habe mich vertippt- muß heißen: 88-92. Gelaicht haben sie schon, doch im Prinzip gab es keine festen Paare.
    Gruß Heinz

  • ok, hab mich ein bsihcen belesen im us forum udn auf us seiten.
    entweder paarweise oder 6+. bei paarbildung unterdrücken die übrigen dann den stress denn die zweie sonst ausüben würden.

    ich schau mich dann mal um, ob ich ein paar oder ein paar mehr bekomme. platz hätte ich schon. mal sehen wie sie sich entwickeln ...

  • Zitat

    Original von Wolfgang Colsman
    ich hatte ein paar Gobiosoma randalli, leider ist das Weibchen verschollen.


    Hi Wolfgang,

    Ist das Weibchen das größere Tier?

    Viele Grüße
    Inken

  • Hi Inken,
    ich hatte auch mal 6 Stck im Aquarium. Gleichzeitig eingesetzt und alle zusammen hatten als gemeinsames Revier einen ca. 30x20x20cm großen Krustenanemonenstein. Allerdings wurden sie im Laufe von Monaten dann durch einen in diesem Stein lebenden Fangi dezimiert.

  • :winking_face: wahrscheinlich hab ich ja den Link zum Zuchtbericht wieder übersehn :winking_face:

    poste trotzdem mal einen

    http://www.advancedaquarist.com/issues/jan2003/breeder2.htm

    LG Martin

    The only reason many species have not yet been successfully reared is that too few people have tried (Naomi Delventhal)

    Many species might go extinct, as too few people look out for them (Martin Reith). Help to change this http://accion-salva-una-especie.org/

  • wenn die sich dann akklimatisiert haben, werd ich wohl die zucht mal versuchen. Gibt im amerikanischen Forum recht viele infos und in england werden sie kommerziell nachgezüchtet.

  • Hallo Inken,

    GUs habe ich keine sehen können, mit der Größe bin ich mir nicht mehr sicher, war aber auf jeden Fall kein gravierender Unterschied.

    Im Verhalten war der Unterschied zu erkennen: das Männchen ist wesendlich seltener ausserhalb der Bruthöhle anzutreffen.

    Viele Grüße,

    Wolfgang

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