vergrößertes auge bei riffbarsch

  • hallo!

    ich hab gestern etwas schreckliches entdeckt: mein azur riffbarsch hat ein stark vergrößertes rechtes auge.

    was kann ich tun außer multisanostol zu verfüttern? was ist der grund für diese krankheit? ein pilz, bakterien,viren ... ? sind auch andere fische gefährdet?

    danke für eure hilfe!

    andi

    Einmal editiert, zuletzt von Andreas Lesslhumer (1. April 2005 um 07:04)

  • Hallo,

    hatte mein Riffbarsch auch schon mal. Es ist von alleine wieder weggegangen. Es kann sein, daß er irgendwo "hängengeblieben" ist, oder Streiterein mit einem anderen Fisch hatte. Zumindest war es bei mir so. Mit Vitaminen oder Aloe Vera angereichertes Futter wird die Heilung auf jeden Fall unterstützen.

    Sonja
    :jumping:

  • Hallo Andreas,

    wenn dein Fisch, wie im Falle von Sonja, eine mechanische Verletzung erlitten hat, ist die angereicherte Fütterung sicher gut. Denke auch daß es sich dann wieder gibt und ohne weitere große Maßnahmen verheilt.
    Ich würde es einfach mal weiter beoabchten und schaun was sich dann tut. Wird es größer/Schlimmer, oder geht es zurück...

    Es gibt auch eine Reihe von Krankheiten wie du schon richtig vermutest, die ebenfalls ein Auslöser dafür sein könnten. Die sog. Fischtuberculose (Mycobacterium) z.b. hat oftmal als Begleiterscheinung Glotzäugigkeit. Aber auch Pilzinfektionen wie Ichthyosporidium hoferi können hier Verursacher sein. Allgemeinhin kann ich aus eigener Erfahrung sagen daß es, Gesetz der Fall, kaum Aussichten auf einen Heilungserfolg gibt. Es werden zwar Medikamente Empfohlen von div. Fachleuten, jedoch sind das wie so oft "brisante" Mischungen und nicht einfach in der Anwendung bzw. ohne Risiko. Und ein Therapieerfolg ist dann letztlich immer noch Fraglich. Auch eine sichere Diagnose die solch spez. Medikamenteneinsatz eigentlich unumgänglich machen sollte lässt sich eigentlich nur durch einen Tierarzt ermitteln.

    Sollte eine mechanische Verletzung ausgeschlossen werden können, ist das Erlösen des Tieres wohl die beste Behandlung. Ich habe letzten Sommer ein Tier gehabt (H.cilliaris) bei dem ich trotz der eher negativ zu erwartenden Ergebnisse wirklich absolut alles probiert habe, da der Fisch ansonsten einen noch recht fitten Eindruck machte und so meine Hoffnung schürte, und es auch trotz allem da nicht hinbekommen. Letztlich ist er dann innerhalb kurzer Zeit (ca. 1Std.) nach dem "aufplatzen" des Auges gestorben. Ich konnt nur noch den toten Fisch "entsorgen". Sowas sollte man dann doch Vermeiden und das Tier lieber früher Erlösen wenn man sieht es wird größer und nicht besser/kleiner.

    Was als Positives bleibt ist die Übewiegend Solitär auftretende Krankheit. Ich konnte bislang weder in der Literatur noch selbst feststellen daß es sich um zwangsläufig ansteckende Krankheiten handelt. Zur Sicherheit, vor allem wegen möglicher Begleiterscheinungen Infolge des schlechten Zustandes des Fisches, würde ich ihn dennoch in Quarantäne setzen wenn du die Möglichkeit hast.

    Aber es muß ja nicht immer was schlimmes sein, hatte schon Tiere die Luftringend Kopfüber an der Oberfläche Schwammen und sich heute bester Gesundheit erfreuen. Auch das gibt es. Ich hoffe es jedenfalls für deinen Fisch und dich daß es gut ausgeht :smiling_face: Laß von dir Hören.

    2 Mal editiert, zuletzt von Esther&Thilo (2. April 2005 um 13:58)

  • Hallo Andreas

    In dem meisten Fällen geht das von selbe wieder zurück. Es ist nicht sonderlich selten das Riffbarsche mal ein Glotzauge bekommen, hier sollte wie schon angeschnitten gutes Futter mit Vitaminen helfen, bevorzugt sollte auch Aloe Vera auf dem Frostftutter hilfreich sein. Kann ruhig mehrmals täglich gegeben werden in der Krankheitspahse und dem Rest schadet es auch nicht.

    Tuberkulose is doch sehr selten, so das ich nicht denke das es deinen Fisch erwischt hat.

  • Hallo Andreas,

    mein Apolemichthys hatte so etwas letzten Sommer, einseitig, ohne weitere Krankheitssymptome. Dauerte ca zwei Wochen und bildete sich dann wieder zurück. Andere Fische wurden nicht angesteckt.

    Ich drücke dir die Daumen, dass es bei deinem Fisch auch so abläuft.

    Viele Grüße
    Christine

    Einmal editiert, zuletzt von Christine Ehrhardt (2. April 2005 um 17:51)

  • Hai Andreas

    Die von Thilo angesprochenen krankheiten haben aber immer eine starke Störung des allgemeinbefindens zur Folge. Auch parasitische Würmer kommen da noch in Frage die noch nicht genannt wurden.
    Aber dann ist der Fisch auch orientierungslos und kann das Futter nicht mehr fressen.


    Wenn er gut frisst und das Futter auch anvisieren kann denke ich am ehesten an eine Gasembolie.
    Diese verschwindet meist ohne Verlust des Auges und der Sehfähigkeit innerhalb der nächsten Tage bis Wochen.

    Die Gasübersättigung des Wassers sollte geprüft und korrigiert werden.

    Wenn er verstirbt sollte er wegen einer möglichen Infektionsgefahr der anderen Fische schnellstmöglich aus dem Aquarium entfernt werden.

  • war leider grippebedingt ausser gefecht gesetzt - drum erst die späte reaktion auf eure beiträge.

    der fisch lebt noch und frißt auch weiterhin brav. einzige verhaltensänderung die auffällt ist, dass er sich nicht ins helle licht traut. er bleibt mehr im riff und kommt nur im blaulicht raus.

    Harald:

    die gassättigung des wassers soll überprüft werden? wie messe ich das bzw. wie kann ich das korrigieren? ich weiß da nicht genau was du meinst.

    danke für eure hilfe
    andi

  • hallöchen allerseits!

    damit dieser thread so etwas wie ein ende erlebt - hier was noch so passiert ist:

    mein hübscher riffbarsch hat ca. 2 wochen nur in der großen höhle gelebt aber immer fleißig gefressen. das auge war eine zeitlang 0,5 cm groß (keine übertreibung!!!) und ich wartete jeden tag drauf, dass es platzt.

    dann war er auf einmal öfters ausserhalb der höhle zu sehen - anfangs nur bei blaulicht - später auch bei HQI.

    jetzt ist das auge wieder fast auf normalgröße - man sieht nur an den augenrändern, dass etwas war - sie haben noch eine etwas andere farbe - wird aber von tag zu tag besser.

    fressen tut er wie ein scheunenfresser - und er sekkiert auch schon wieder fleissig meinen clarkii.

    ich würd sagen es ist ein happy end - vitamine und viel gutes zureden habens möglich gemacht.

    danke an alle die mir tipps gegeben haben!

    lg
    andi

  • Zitat

    Original von Robert Baur
    . Es ist nicht sonderlich selten das Riffbarsche mal ein Glotzauge bekommen

    Hallo Robert,

    was mich noch abschließend Interessieren würde. Siehst du einen Zusammenhang zwischen einer möglichen Gasembolie und speziell Riffbarschen? Sind diese hier etwas Anfällig für eine evtl. Sauerstoffübersättigung? Sollte ja doch recht wenig Vorkommen eigentlich. Denke du hast schon mehr Riffbarsche gepflegt wie ich :smiling_face:

  • Hai Thilo

    Ich würde hier nicht von Sauerstoff Übersättigung reden. Eine Stickstoffübersättigung ist sehr viel wahrscheinlicher.

    Ich habe es aber auch schon sehr häufig bei Doktoren und Kaiserfischen gesehen.

    Einen Zusammenhang sehe ich eher darin dass die Fische nach kleinen Luftbläschen Schnappen wie ich es bei meinem Sägebarsch auch beobachtet habe. Nach Abstellen dieser Lufteinbringung durch die Förderpumpe (Wasserstandserhöhung im Filterbecken) war das Problem recht schnell beseitigt.

  • Hi Harald,

    Danke für die Info. Konnt ich bislang nicht feststellen. Ich muß sagen Leider. Das wäre vergänglich gewesen dann. Den letzten Verlust wo ich gehabt habe durch ein Glotzauge war ein Kaiser. Das nach den Luftblasen geschnappt wurde konnt ich nicht beobachten, aber die Erklärung klingt klar Plausibel. Kann mir auch gut Vorstellen daß hier Riffbarsche gern Kandidaten dafür sein können. Leben ja recht Aktiv und gern auch in Bereichen wo man eher mal Bläschen hat.

    Vermute aber daß ein Fisch dann schon gezielt danach schnappen muß, und auch einige dabei erwischen muß bis das soweit kommt. Was denkst du?

    In meinem 54l Testbecken herrscht reger "Luftblasenverkehr" der momentan noch Unvermeidbar ist, Verluste bzw. Krankheitssymptome die auf eine Stickstoffübersättigung zurückführen gab es hier noch nicht. Glück, Zufall, oder doch vom Besatz abhängig. - Ist sicher ein Interesanter Punkt der u.U. berücksichtigt werden sollte. Wie Schätzt du das ein?

    Da sieht man mal wieder wie wichtig es ist Neuerungen ausgiebig zu testen ehe man "die Katz aus dem Sack" lässt :smiling_face:

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!