Skelett total zerstört

  • Salut Forianer

    Seit einem halben Jahr haben wir eine grosspolypige Steinkoralle im Becken; ich denke es ist eine Nemenzophyllia turbida (ein wenig steht im Fossa/Nielsen über die Koralle drinn). Unter 2X250 HQI (10000 K) ist sie anfangs etwas ausgebleicht, hat die Farbe aber langsam wieder zurückgewonnen. Allerdings sind diverse Polypen langsam verkümmert und gestorben. Nun haben wir vor ein paar Tagen entdeckt, dass das Skelett unter der Koralle total durchlöchert ist und bei Berührung fast auseinanderfällt. Was kann das sein? Zerfall? Ein Fressfein? Einige Polypen sind trotzdem noch vollständig geöffnet...
    Ueber Anregungen würde ich mich sehr freuen.
    Danke, Gruss Sarah

  • Hallo Sarah,

    ich bin zwar kein Experte für so was, aber das hört sich meiner Meinung nach doch sehr nach Bohralgen an.

    Suche mal in Fossa und Nielsen nach diesem Stichwort.

    Ansonsten hoffe ich das die anderen noch bessere Tips haben.

    Grüße und schönen Tag
    Peter

  • Hallo Sarah,

    neben Bohralgen, die eine grüne Verfärbung des Skelettes verursachen, kommen auch Bohrschwämme in Frage.

    Grüße

    Hans-Werner

  • Hi Sahra
    Ein Problem mit Bohralgen bekommst du wenn Phosphat und Nitratwerte zu hoch sind.
    Auch wenn die Koralle nicht dagegen anwachsen kann kommt es zu Problemen zum Beispiel bei zu niedrigem Ca und MG Wert.

  • Salut Zämmä

    Nitrat und Phosphat sind nicht nachweisbar, der CA liegt eher zu hoch bei knapp 600mg. Mg habe ich noch nie gemessen, gebe aber diese gelben Flaschen (ABC) ins Aquarium (gemäss Angaben eher weniger dosiert). An Bohralgen glaube ich eigentlich nicht. Das Skelett ist in dem Bereich zerfressen/eingebrochen, wo die Polypen noch mindestens 5cm entfernt sind... Kann man zuviel Spurenelemente geben? Kann der Korallenkleber etwas damit zu tun haben? Oder eine Krabbe? Stehe echt vor einem Rätsel.
    Grüessli vo de Sarah

  • Hallo
    Ich habe in den Jahren recht viele dieser schönen Koralle erhalten und immer wieder waren die Skelette schon bei Ankunft der Korallen sehr porös.
    Es ist eine der schnelltwachsenden Korallen( Großpolypigen) die ich kenne und durch ihren sehr losen Aufbau, finden sich recht schnell Borsternwürmer und andere "Zersetzter", die sich in dem Korallenstamm ansiedeln.
    Sehr frisch gewachsene Stücke sind perlmutfarben und brechen durch die lose Struktur recht schnell.
    Zudem kommt es durch eben diese Struktur zur schnellen besiedlung von Bohralgen, die diese Korallen dann einholen, wenn diese nicht wächst.
    Wenn nun die Bohralgen die oberste Schicht ( Matrix) erreicht haben, stirbt die Koralle.

    Gerade in deinem beschriebene Fall, kam es zu einem Wachtumsstillstand, der den Bohrlagen eine nicht einholbaren Vorteil gebracht haben.
    Hier liegt meiner Meinung nach das Problem.
    Auch habe ich feststellen müssen, das gerade diese Korallen nach einer "Schädigung" ( du hast hier auch geschrieben, dass sie ausblaichte ..) nicht wieder "Fuß fasst" und verendet.

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