Algenfilter und euere Erfahrungen

  • Hallo

    Ich habe da wieder mahl ein par fragen!

    Nun habe ich schon viel von Algenfiltern und deren vorteile gelesen und plane nun mein Filterbecken um zu bauen.

    Nun die fragen: kann ich das komplette vom Becken kommende Wasser über den Algenfilter leiten?

    Was für eine Beleuchtung könnt ihr empfehlen? Ich dachte da eigentlich an meine normale T8 die ich als Hilfe da schon eingebaut habe. Und zeit versetzt gegen die Hauptbeleuchtung laufen lassen möchte.

    Nun spiele ich noch mit dem Gedanken unter die Algen eine 10-12cm Sandschicht zu machen um den Nitratabbau zu verbessern. Was für Sand sollte ich dafür nehmen (Art und Größe)?

    Wie hoch sollte die Strömung in dem Algenfilter sein? Ich habe da noch eine Powerheadpumpe die ich da rein hängen kann.


    Gibt es vielleicht unter euch jemanden der damit schon praktische Erfahrungen gemacht hat?


    Danke im Voraus für euere Hilfe, und nen schönes Wochenende!

    Mit freundlichen Grüßen Attila

  • HAllo Attila

    Ich würde dir raten das Becken so zu konstruieren wie ein Schlammfilterbecken.
    Durch den breiten spalt hast du dann eine gleichmäßige Strömung die über den Algen langzieht.
    Als Bodengrund kannst du dann feinen Korallenbruch nehmen.
    Die Algen würde ich aber 24 std lang beleuchten um nicht eine Geschlechtliche Vermehrung der Algen und ein damit einhergehendes Absterben zu provozieren.
    Als T8 Beleuchtung hat sich sehr gut die JBL 15000 Kelvin Röhre bewährt.

  • Hallo Attila

    Hier möchte ich mir erlaube zuerst mal zu fragen was dein Begehr ist im Bezug auf den Algenfilter..

    Nitratabbau ? Phosphatentzug? Oder viel Kleinsttierchen die sich zweifelsohne in jedem Refugium bildn ?

    Wenn die ersten beiden wichtig sind, und es primär um den Abbau von Nitrat und Phosphat geht dann rate ich Dir zu einer Anwendung nach dem Schlammfiltersystem. Hier wird das Wasser durch einen Schlitz zwangsdurchgedrückt... Viel Licht das die Algen gut wachsen, die meisten nehmen seit neuesten T5 Licht über den Algen in 24 Stunden Beleuchtung. Und es sollte das 10 fache des Beckenvolumens übe den Filter geführt werden. Schlammschicht min. 5 cm !

    Oder schwebt dir einfach ein Zusatzsystem vor um viele Kleinstierchen zu haben, die sich im Algenfilter vermehren und dann den Beckeninsassen zur Verfügung stehen. IN den Algen wird trotzdem Phosphat aufrgenommen, NItratabbau findet meist dann erst statt wenn man deutlich höher als 5 cm geht un den richtigen Bodengrund von der Körnung her hat.

  • Hallo

    Danke erst mal für die schnellen antworten!

    @ Harald
    Wegen der Lichtdauer hatte ich mich nicht weiter gekümmert, außer das ich den PH wert auch über Nacht halten möchte. Aber mit 24h müsste es ja auch stabil bleiben.

    @ Robert
    Die gründ für ein Algenfilter sind:
    Zum einen möchte ich meinen Ph wert stabilisieren
    des Weiteren möchte ich durch natürlichen art Phosphatentzug erzielen.
    Der Nitratabbau währe ein schöner Nebeneffekt, aber nicht mein Hauptgrund da mein wert recht stabil zwischen 2-3 mg/l liegt.
    Da ist die Sache mit den Kleinsttierchen schon eher einer der Hauptgründe.

    Dann dachte ich dass ich dann immer frisches Futter für meine Doc´s habe.

    Also beim Bodengrund dachte ich an ca. 5cm Korallensand und ca. 5cm Livesand darüber.

    Jetzt habe ich da noch ne doofe Frage! Meinst du das 10fache des Algenbeckenvolumens oder das meines Hauptbeckens??? :confused_face:

    Mit freundlichen Grüßen Attila

  • Halo Attila

    Beim original Schlammfilter sollten es 10 x die Menge des Hauptvolumens des Aquariums sein das über den Filter geführt wird:-)

    Da dies nicht deine Intention ist, kannst du natürlich auf anderes zugrückgreifen. Je mehr Licht du aber über den Algen anbietest desto besser das Wachstum dieser. Wichtig erscheint mir die relgemässige Kürzung der Algen, um so das gespeicherte aus dem System zu entfernen.

    Ich denke das du mit einer Mischung von feineren Sanden gut bedient bist.. aber auch hier macht es die Mischung. Zu grobes würde ich nicht nehmen, aber du soltlest dich in etwa an DSB orientieren von der Konrgrösse her.

  • Hallo,
    wenn die "Sache mit den Kleinstierchen einer der Hauptgründe" ist , wäre es natürlich sinnvoll die Pumpe vor den Algenfilter/das Refugium zu schalten und das Wasser per Schwerkraft ins Hauptbecken rücklaufen zu lassen (was leider nur funktioniert wenn man das Refugium über oder neben das Becken montieren kann). Bei Deiner jetzigen Planung kommt ab einer bestimmten Tierchengröße alles gehäckselt ins Aquarium.
    Grüsse,
    Martin

  • Hallo Martin

    Man mag es zar nicht glauben aber auch bei mir wimmelt es nur so von kleinstviechern im Refugium. Und das trotz einer 2000er Aquabe die das Wasser aus dem Hauptbecken entnimmt und dort hineinpumpt. Das Refugium steht über dem eigentlichen Aquarium bei uns.

    Anbei ein Bild..

  • Hallo

    Danke erst mal für die Hilfe!

    Also mit der 10fachen Wassermenge dürfte es nicht das Problem sein 3000 l/h von der Hauptpumpe und ca. 1000 l/h vom Abschäumer das sind dann 4000 l/h, und entspricht knapp der menge des Hauptbeckens.

    Für die Beleuchtung, werde ich mir doch lieber nen ATI Doppelbalken mit Reflektoren kaufen. Hoffe dass es genug licht sein wird. Damit die Algen schnell wachsen und öfter ausgelichtet werden können.

    Was mein ihr kann ich dann diese abgeschnittenen Algen meinen Doc´s als Futter geben? Oder sind sie dann schon zu sehr mit Schadstoffen belastet.

    Beim Sand werde ich den rat von Robert befolgen und mir den feinen Sand für nen DSB also ca. 1,2mm Aragonit Sand. Aber durch die hohen preise von Livesand werde ich die Schichtdicken ändern. 8-9cm Aragonit Sand und nur 2-3cm Livesand. Hoffe das klappt so.

    Leider habe ich keine Möglichkeit das Algenbecken über das Hauptbecken zu bauen.

    Da habe ich noch eine frage! Muss man zusätzlich einige Tiere in das Algenbecken einsetzten? Wenn ja welche?

    Mit freundlichen Grüßen Attila

  • Habe in mein technikbecken auch Algen ( Versch. Kaulerpas ) eingesezt . Nun lese ich etwas von 24 Std. Beleuchtung . Habe eine 80 Watt T 5 drüber . Muss oder soll ich 24 Std. beleuchten ?

    Ulrich

  • hallo Ulrich

    nein musst du nicht, das mit der 24 Std. Beleuchtung kommt vom Miracle Mud System.

    Durch die Dauerbeluchtung kommen die Algen nicht zur Ruhe und wachsen stetig weiter, zudem stabilisierst du nachts den Ph. Aber ein Muss ist es in einem Zusatzsystem nicht, wohl aber sollte man bei MM also Schlammfilter 24 Stunden beleuchten.

  • Hallo Ulrich,

    man kann auch gegensätzlich beleuchten - also das Licht über dem Algenfilter nach einschalten. Aber die 24-Stundenbeleuchtung hat 2 Vorteile:

    1. bleibt der PH-Wert schön stabil
    2. wird eine geschlechtliche Vermehrung der Algen und damit deren Absterben unterbunden.

    MfG, Frank


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  • Hallo Attila

    Das mit dem 10 fachen Wasserumsatz ist nur auf Miracel Mud gemüntzt !
    Auch würde ich mit dem Kauf des Leuchtbalkens noch warten und erst mal schaun wie die Caulerpa so mit der vorhandenen Beleuchtung wächst ? Wenn es zuwenig ist kann man immer noch was nachschieben an Licht.

    Ich würde die Algen den Docs schon geben, sie fressen sie ja im Hauptbecken auch wenn es ihnen schmeckt...

    Im übrigen hätten wir unseren Algenfilter auch gerne unten drunter gehabt, ging aber nicht, von daher war es nur eine Notlösung .-)

    Du brauchst keine tiere ins Algenbecken setzen, kannst das aber. Es entsteht von alleine genug in kürzester Zeit. Interessant wären ein paar Einiedler, Garnelen, da die dann auch immer gut das becken mit ihren Laich versorgen. ABer das tun auch andere, wie Mysis etc. da wäcsht eine Menge auch Borstenwürmer... oder Schnecken.

  • Hallo,

    Zitat

    Was für eine Beleuchtung könnt ihr empfehlen? Ich dachte da eigentlich an meine normale T8 die ich als Hilfe da schon eingebaut habe. Und zeit versetzt gegen die Hauptbeleuchtung laufen lassen möchte.

    Ich habe über meinem Algenfilter eine 15W T8 warmweiß und hab sie auch nur Zeitversetzt zur Restbeleuchtung laufen. Algen wachsen mehr als gut genug und ich hatte noch nie eine geschlechtliche Vermehrung und/oder Absterben...

    Bei mir läuft das Wasser vom Abschäumer in den Algenfilter.

    Grüße

    Markus

    Grüße aus Tirol - dem Herz der Alpen
    PS: wozu an die See fahren, wenn man "Meer" zuhause hat?

  • Hallo,

    @ Robert: So hab ichs mir auch gedacht: wenn die Pumpe das Wasser ins Refugium pumpt (Refugium über oder gleich Aquarienniveau), überleben schon ein paar Larven, die größeren Tiere, also "ausgewachsene" Amphpipoden und Copepoden gelangen dann mit der Schwerkraft ins grosse Becken. Bloss die umgekehrte Anordnung (Refugium unter dem Becken, Pumpe pumpt das Wasser hoch ins Aquarium) zerschredert halt höhere Lebensformen, da gibts auch Untersuchungen zu bei Gartenteichpumpen (die sind sehr wirksam gegen Wasserflöhe, Insektenlarven und Kaulquappen :().

    Die Idee des Refugiums im eigentlichen Sinne: Ein geschützter Ort, der eine stabile Population von Nahrungstieren (Kleinkrebse) unterhält. Ein Teil der Population wird über den Wasserstrom kontinuierlich ins Hauptbecken gespült und dort von den Fischen gefressen.

    @ Attila: Wenns um Nährstoffentzug geht, solltest Du natürlich den größten Teil der gewachsenen Algen n i c h t den Docs geben, Du hast sonst einen Nähstoffkreislauf, aber keinen Nährstoffexport (Phophat etc. kommen halt über die Fischexkremente wieder ins Becken...)

    Grüsse,

    Martin

    Einmal editiert, zuletzt von Martin Kornacker (31. Oktober 2004 um 21:45)

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