Innenverkleidung als Glasrosensubstrat

  • Aus gegebenem Anlass möchte ich mal vor einem Risiko warnen, wenn man Becken von innen mit Schaumstoff oder dergleichen verkleidet.

    Was ist passiert?

    Bei der Einrichtung meines Beckens vor gut zwei Jahren habe ich auf der Rückwand und der rechten Seitenwand eingeklebte Rückwände von Juwel im Becken gelassen, die noch vom Süßwasser her drin waren. Von der Haltbarkeit her auch kein Problem.

    Aber inzwischen hat sich rausgestellt, dass die ein ideales Siedlungssubstrat für Glasrosen abgeben. Die linke Wand, unverkleidet, ist leer. Rückwand und rechte Seite sind voll von den Mistviechern! Das ist gar nicht mehr in den Griff zu bekommen.

    Bei eingespritztem PU-Schaum ist das vielleicht auch so? Also wer eine Innenverkleidung hat - aufpassen wegen Glasrosen!

    Können wuerdemanni eigentlich Wände raufklettern?

    MfG

  • Hallo,

    meine Wurdemanni schwimmt und klettert überall hin, ums ans Futter zu kommen. Ich sehe da keine Probleme.
    Schwieriger wird es, eine der Wurdemannis zu kriegen, die auch wirklich Glasrosen frißt.(siehe frühere Diskussionen)

  • Zitat

    Original von sabine
    Hallo,

    meine Wurdemanni schwimmt und klettert überall hin, ums ans Futter zu kommen. Ich sehe da keine Probleme.
    Schwieriger wird es, eine der Wurdemannis zu kriegen, die auch wirklich Glasrosen frißt.(siehe frühere Diskussionen)


    tag sabine,

    nun, habe diese diskussionen auch verfolgt und selbstverständlich auch wurdemannis im einsatz.

    bislang haben alle - bei verschiedenen händlern zu verschiedenen zeiten gekauft - ihren dienst versehen.

    es nimmt zwar ziehmlich zeit in anspruch - und für den ahnungslosen betrachter scheint sich nichts zu tun - aber dann bemerkt man, das die ein oder andere rose verschwindet.

    wenngleich auch aus unerklärlichen gründen einige grössere exemplare stehen bleiben, als wollten die garnelen die glasrosen gärtnern.

  • Hallo Joe,

    das macht meine auch. Ich habe zwei große Glasrosen, die lässt sie in Ruhe, aber kleine Glasrosen habe ich keine. Dabei füttere ich genug, das sie sich eigentlich vermehren müßten, tun sie aber nicht. Bin ich mal ein o. zwei Tage weg, und es gibt nicht so viel Futter, dann fehlen den beiden Glasrosen die Tentakeln. Kommt mir vor wie Vorratshaltung :winking_face:

  • Die Wurdemanis sind hervorragende Kletterer und schaffen es eigentlich an jeden Punkt zu gelangen,- wenn sie durch die Ritze passen.

    Was mir aufgefallen ist: Die Anzahl der benötigten Wurdemanis zur Glasrosenvernichtung schwankt gewaltig. Ich geh mal davon aus dass die Tierchen total unterschiedliche Fressverhalten haben und je nach Individum Glasrosen direkt abmampfen oder dann halt nur wenn es unbedingt sein muss.
    So kenne ich ein 600l Becken bei dem 10Wurdemanis eingesetzt wurden bis dann die Glasrosen weggefressen waren.
    Ich habe im 750l Becken 3Wurdemanis drinn. Ich hatte eine Glasrosenplage von mehreren 100 Stueck, die aber alle in kürzester Zeit weggeputzt waren. Die kleinen Glasrosen sind am Anfang als erste verschwunden, doch kurz danach waren die Grossen auch weg.

    Wurdemanis erachte ich persönlich als die sicherste und einfachste Methode zur Glasrosenbekämpfung. Zudem sind diese Tierchen auch noch schön an zu sehen :smiling_face:

  • Hallo,

    da komme ich jetzt wohl nicht mehr umhin, mir ein paar von den Wuerdemanni zu bestellen. Danke für die Hinweise mit den Schwimm- und Kletterkünsten. Ich versuche es mal mit 4 Stück auf 600 l netto.

    Bei Michael Mrutzek gibt es Nachzuchten. Damit sollte gesichert sein, dass es die richtige Art ist. Hier in der Gegend hat's ohnehin keine.

    Ohne die Rück- und Seitenwand könnte ich die noch manuell kurz halten, aber so .. keine Chance. An sich sieht die Rückwand ja nicht schlecht aus. Aber wer rechnet schon mit so was.

    Servus

  • Hallo alle Glasrosengeschädigte,

    im Frühjahr gab es mal die Diskusion wegen der Berghiaschnecken von http://www.berghia.de. Hat eigentlich inzwischen jemand Schnecken von dort bekommen oder gibt es immer noch die gleichen Probleme ?
    Bei mir waren jedenfalls nach Einsatz von 2 ca. 2 cm langen Schnecken nach 6 Wochen bis auf eine großes Exemplar alle Glasrosen verschwunden. Und die sind wirklich in den letzten Winkel gekrochen um ihr Futter zu finden. Leider hab im Anschluß die Schnecken nicht mehr wieder gesehen, so das ich sie nicht weitergeben konnte.

    Gruß
    Bernd

  • Hallo Namensvetter,

    ich hatte auch vor ein paar Monaten an die dort angegebene E-Mail-Adresse geschrieben - Funkstille, keine Antwort.
    Die Quelle scheint versiegt zu sein.

    Servus .. Bernd

  • Nun ich denke das da kein Zusammenhang zwischen dem Substrat der Wand un den Glasrosen besteht. Vermutlich bieten diese Stellen einfach die besten Bedingungen im Sinne von Licht, Strömung etc. Zudem waren sie auch noch unbesiedelt, so daß die Galsrosen sich keinen Lebensraum erkämpfen müssen.

    In meinem Becken sind einige Glasrosen, die auf dem Umzug der L.wurdemani warten. Alle befinden sich auf dem LS und keine auf der 160 x 70 cm geschäumten Rückwand.

    Bei mir gehen die L.wurdemani übrigens auch eher an kleine Exemplare. Entweder sie Nesseln weniger oder das Fleich ist zarter :grinning_squinting_face:

    Grüße und schönen Tag
    Peter

  • @ Resa

    jetzt gut zwei Jahre

    @ Peter

    Es ist aber schon auffällig. Verkleidet sind die Rückwand und die rechte Seite. Die linke Seite ist nur Glas, inzwischen großteils mit Kalkalgen überzogen. Auf der linken Seite ist keine einzige Glasrose. Die beiden anderen sind dicht besiedelt. Von Licht oder Strömung her sehe ich keine Unterschiede.

    Möglicherweise hat der von dir verwendete Schaum eine andere Oberflächenstruktur als das Juwel-Material? War ja auch nur eine Vermutung, dass man mit PU das gleiche Problem bekommen kann.

    Servus

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