Kranker C. heraldi braucht Diagnose

  • Hallo an Alle !

    Ich hab Mo. von einem Wiener Händler einen Centropyge heraldi erstanden und (leider erst zuhause, im Händlerbecken war hab ichs nicht gesehen) festgestellt dass das Tier nicht gesund ist.

    Der Fisch hat auf der einen Seite über/hinter dem Auge eine Zone die wie "aufgerupft" aussieht, leichte fleischliche Verfärbung. Am Foto grad noch zu sehen.

    In den letzten Stunden haben sich beidseitig in der Körpermitte seitlich rote Flecke gebildet. Auf den Fotos leider nicht so toll zu sehen.

    Laut Aussage Händler handelt es sich um eine Transportverletzung (wers glaubt wird selig). Aber zurücktragen will ich ihn soundso nach Möglichkeit nicht bevor die Krankheit nicht geklärt ist und ich weiss ob nachfolgende Fische (derzeit ist er der Einzige im Becken) in Gefahr sind.

    Von den Steinen pickt er, Futter jeglicher Art (inkl. Lebend-Artemia) wird verweigert.

    Wer weiss womit ich es zu tun habe respektive ob es eine Behandlungsmöglichkeit gibt ? Nachdem ich erst vorige Woche meinen geliebten "Hektor"-Heraldi verloren habe ist das schon ein verdammt harter Schlag ins Gesicht.

    Bin für jede Hilfe schwerst dankbar.

    Karl

    Bilder

    Juwel Vision 450l, 4xT5, Multiflotor 1000
    Nano 40l (Asylbecken für Krabben etc.)

    Einmal editiert, zuletzt von El_Coyote (1. September 2004 um 13:20)

  • Hallo Karl

    Am richtigsten wäre ein Abstich zu machen und diesen diagnostisch zu untersuchen.

    Von den Symptomen kommen drei Verdachtsdiagnosen in Frage.

    1.) Uronema
    2.) Brooklynella
    3.) Bakterielle Infektion mit fischpathogenen Vibrionen

    1 und 2 sind mit einem Süßwasserbad zu behandeln.
    3 ist meines erachtens die am schwerwigensten verlaufende Infektion die auch sehr rasch verläuft so dass nach auftreten der ersten Symptome sofort mit Antibiotika behandelt werden muss.
    Dies wie hier schon oft besprochen mit allen vorsichtsmaßnahmen im extra Becken.
    Guten Erfolg habe ich mit Lincomycin bei diesen Infektionen gemacht.

  • @ Harald
    Vielen Dank für die rasche Antwort.

    Ich bin nur was Fischkrankheiten im Meerwasser angeht, ein Komplettlaie.
    Im Süsswasser hab ich das meiste mit Ektozon und selbstgepanschten Kupferlösungen meines ehemaligen Händler beseitigt.

    "Süsswasserbad" bedeutet das Tier für ca. 20min. in ein Minigefäss mit Dichte 0.0 zu setzen oder reicht eine Verringerung des Salzgehalts ?
    1x täglich oder wie oft kann man dem Tier das antun ?

    "Fischpathogene Vibrionen" - das hat aber nix mit der von mir gefürchteten Fich-TBC zu tun, oder ? (ächz, wimmer)
    Wie schnell wäre der unfähre Krankheitsverlauf. Kann man das Becken nach so einer Sache eigentlich "wegschmeissen" oder wie sieht es mit der Ansteckung für spätere Pfleglinge aus?

    Hilft irgendeins der "herkömmlichen im Handel erhältlichen Medikationen" wie Preis-Medikamente oder so ? Achja, Ektozon hab ich dem Aquarienwasser beigemengt.

    Als Nicht-Arzt weiss ich nämlich nicht, wie ich an Lincomycin kommen soll.

    ich werde mal in den Zoohandel rasen und einen UVC-Klärer kaufen, kann ja auch nichts schaden.

    Viele Grüsse und Danke für Deine Hilfe und Geduld,
    Karl

    Juwel Vision 450l, 4xT5, Multiflotor 1000
    Nano 40l (Asylbecken für Krabben etc.)

    Einmal editiert, zuletzt von El_Coyote (1. September 2004 um 14:22)

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