Korallenbruch als Bodengrund?

  • Hallo,

    ich habe mal eine Frage an euch.

    Da ich bisher immer Knop - Reefbase als Bodengrund genommen habe konnte ich ja sicher sein vor Verunreinigungen keine Angst haben zu müssen. Habe das Zeug immer nur kurz in Meerwasser durchgespült und dann ab ins Becken.

    Nun hat mein Händler das nicht mehr... und somit habe ich mir einen Eimer Korallenkies in 5 mm Körnung besorgt. Wollte das eigendlich auch wieder so machen, ein Freund hat mir jedoch dringend davon abgeraten.

    Er meinte das dieses Zeug oftmals stark verunreinigt ist und er schon erlebt hat das damit ganze Becken gebügelt worden wären :frowning_face:

    Sein Ratschlag war das Zeug in frischem Salzwasser 1 - 2 Wochen stehen zu lassen und dann mal daran riechen bzw. Ammoniak / Nitrit messen.

    Ist das wirklich so? Der von mir erstandene Kies macht eigendlich einen sehr sauberen Eindruck, ich habe schon 2 Hände voll ins Becken getan und es staubt nicht mal.
    Wer von euch verwendet noch richtigen Korallenkies / bruch als Bodengrund und wie behandelt ihr ihn dann vor?

    Besten Dank vorab!

    Gruß
    Udo

    PS: Als Füllung für Kalkreaktoren / Schwefelfilter wird doch auch solcher Bruch verwendet und dort manchmal sogar ohne ihn vorher zu reinigen... damit müsste er doch auch das System belasten, wenn er wirklich so verunreinigt wäre. Oder?

  • Hallo Udo

    In jedem natürlichen Bodengrund wird sich Po4 messen lassen. Ammoniak denke ich weniger, aber Po4 ganz sicher. Das ist halt auch normal das es naütrliches Material ist.

    Ich tendiere seit längerer Zeit eher zum Sand, und bin seitdem richtig glücklich. Ich würde mir aber die Aussage nicht so zu Herzen nehmen, du bist doch bisher mit dem Matrial auch gut gefahren ?

    Es ist im übrigen auch so das die Materialien für den Kalki das gleiche Problem haben, wobie ich die reinen Werte die man so messen kann nicht als Problem ersehe. Die Ersatzmaterialien vn Knop, aquamedix und Rowa sind alle des gleichen Urspungs und haben weit weniger Po4 in sich als die Materialien aus dem Mer (Korallenbruch) Aber sie lösen sich auch ein wenig schlechter als die Natürlichen Materialien.

  • Hallo Udo

    Wenn du den ganz normalen Korallen/Muschelbruch meinst dann stimmt das was dein bekannter sagt nicht.

    Das ist ein ganz normaler Bodengrund den wohl viele hier im Becken haben und den Ich auch schon mal hatte,allerdings etwas feiner.

    Der wird dann eigentlich nur gewaschen,kann man Osmosewasser für nehmen und dann ab ins Becken aber Zeit bei lassen das ist wichtig.
    Den Bodengrund in mehreren Schritten (3/4/5) wechseln wobei du jeweils mind. 2 Wochen Pause dazwischen lassen solltest.

    Rein optisch halte ich von einem solch groben Bodengrund allerdings nichts und auch deine Fische ganz speziell Grundeln dürften nicht so happy sein damit.
    Aber es ist dein Becken,nicht meines.

    Wenn du mit dem Knop Reefbase so zufrieden warst warum bestellst du den dann z.b nicht im Internet das dein Händler den nicht mehr hat ist doch eigentlich kein Problem,gibt doch genügend andere.

    Gruß
    Frank

    Einmal editiert, zuletzt von Doctor Fisch (15. August 2004 um 03:51)

  • Udo,

    die Frage sollte erstmals sein welche Fische du pflegen willst? Ich kenne von Tauchen keine Flächen mit grobem Korallenbruch. Dennoch hatte auch ich zu Anfang den Korallenbruch - bald aber auf Sand gewechselt. Fast alle Fische (von Brunnenbauern etc mal abgesehen) ziehen Sand als Bodengrund vor.

    Ist nicht nut die natürlichste Variante, es verhindert auch noch das sich unmengen an Detrius zwischen den groben Teile ablagern.

    Grüße und schönen Tag
    Peter

  • Hallo Robert, Frank und Peter,

    erstmal danke für eure Antworten!

    Ja, es ist ganz normaler Korallenbruch... so wie man ihn auch zur Füllung von Kalkreaktoren verwenden kann. Wie schon geschrieben macht das ganze einen sehr sauberen Eindruck.
    Ich benötige eh nicht viel... will nur die Bodenscheibe im Frontbereich / Seitenbereich verdecken und nicht eine mehrere cm dicke Schicht einbringen. Ich werde das Zeug deshalb nur kurz durchspülen und dann verwenden, habe mich, glaube ich, viel zu verrückt machen lassen. Bei der Füllmenge eines großen Kalkreaktors wird bestimmt genau so viel davon eingebracht... und dort kommt ja auch niemand auf die Idee das Zeug vorher Wochenlang "einzuweichen". Im Zweifelsfall kann ich ja einen Phosphatabsorber mitlaufen lassen.

    Das ich das Reefbase auch über einen Versandhandel hätte beziehen können ist mir schon klar... nur wegen einem so nen Eimer mach ich doch keine Bestellung, Tiere und Technik kaufe ich sowieso immer bei den Händlern in meiner Nähe, würde sich für mich also nicht lohnen.

    Der 2. Grund warum ich dieses Reefbase, sowie alle feinen Bodengründe, nicht mehr verwenden kann, ist die (gewollt) starke Strömung in meinem Becken... ich möchte die sich dann Androhende "Wanderdüne" von vornherein ausschliesen.
    Die 5 mm Körnung bleibt wenigstens - einigermaßen - so liegen.

    An Fischbesatz ist bisher nur eine Gruppe Dascyllus melanurus drin, sollen noch 2 Sechsstreifenlippis und 2 LSD Mandarins rein... also nichts was in feinem Bodengrund butteln will (die Sandflächen wären dafür eh zu klein).

    Die Frage nach dem sich ansammelnden Detritus in groben Bodengrund wird, meiner Meinung nach, überschätzt. Ich glaube das die Detritusmenge unabhängig vom verwendeten Bodengrund immer gleich viel ist und (wie in meinem Fall) bei der geringen Bodengrundmenge + Höhe keine Rolle spielt.

    Mir war halt mal wichtig zu erfahren ob diejenigen von euch welche noch solchen Bodengrund verwenden, überhaupt irgendwelche Maßnahmen zur Vorreinigung unternehmen... und wenn ja - welche.

    Gruß
    Udo

  • Zitat

    Original von Udo Oehler

    Die Frage nach dem sich ansammelnden Detritus in groben Bodengrund wird, meiner Meinung nach, überschätzt. Ich glaube das die Detritusmenge unabhängig vom verwendeten Bodengrund immer gleich viel ist und (wie in meinem Fall) bei der geringen Bodengrundmenge + Höhe keine Rolle spielt.

    Beckenstandzeit seit dem 8.4.2004, 160 Liter

    Gruß
    Udo

    Na ja, wie ich sehe hast Du darin ja schon ausreichend Erfahrung gesammelt :grinning_squinting_face:

    mfg Uwe

  • Zitat

    Original von use

    Na ja, wie ich sehe hast Du darin ja schon ausreichend Erfahrung gesammelt :grinning_squinting_face:

    mfg Uwe

    Hallo Uwe,

    ich halte diese Aussage von Dir für überheblich und nicht ganz durchdacht :angry_face:
    Wie kannst Du, ohne jemanden persönlich zu kennen, soetwas behaubten... weil in meiner Signatur steht das mein Becken seid dem 8.4.2004 läuft oder machst Du Dich dabei über die Beckengröße lustig??? Ich betreibe die Meerwasseraquaristik schon länger und bin weder verpflichtet alle bisher besessenen Aquarien in meiner Signatur aufzuführen noch mir solch einen blödsinn nachsagen zu lassen.
    Das Becken in Deiner Signatur ist wohl auch das einzige was Du jemals gehabt hast...oder? :winking_face:
    Im übrigen ist nicht jeder in der Lage aus finanziellen / platzgründen ein 3 Meter Becken zu stellen... schon mal daran gedacht. Haben die dann Deiner Meinung nach keine Ahnung und sollten lieber den "Profis" das Reden / Schreiben überlassen?

    Zum Bodengrund... sind eigene Erfahrungen (nur halt nie mit natürlichen Material - und auf das Bezieht sich dieser Thread). Mein 1. Becken hatte ich auf Anraten eines Händlers mit Kalkbruch von ca. 10 mm dekoriert. Als ich dieses Becken später wegen einer Undichtigkeit am Überlauf ausser Betrieb nahm fand sich kaum mehr Detritus an, als in Becken welche später mit dem feineren Reefbase dekoriert waren.

    Als zusätzliche und für Dich vielleicht Aussagekräftigere Quelle nenne ich hier ein Zitat aus Riffaquaristik für Einsteiger von D. Knop...

    Zitat: "Die Körnungsgröße ist sekundär. Sehr feine (1,0 mm) bis sehr grobe (10,0 mm) Körnung eignen sich gleichermaßen. Die Sedimentansammlungen in grobem Bodengrund sind übrigens kaum geringer, als in feinem"

    Ich erwarte jetzt von Dir keine Entschuldigung... muss ich doch damit leben das nicht jeder mit meiner Denk - und Handelsweise einverstanden ist... genau so wenig ich es mit der Euren sein muss! :winking_face:

  • Hi Udo,

    war ironisch gemeint, nicht böse und schon gar nicht auf die Beckengröße bezogen :winking_face: . Ossis untereinander sollten Ironie eigentlich verstehen :grinning_squinting_face:

    Detritus entsteht bei einem mehr, bei dem anderen weniger. Durch meine Jungfischaufzuchten bei mir überreichlich. Im groben Bodengrund sammelte der sich bei mir immer heftig an, in dem feinen jetzt nicht mehr weil er an der Oberfläche von den Grundeln etc. immer aufgewirbelt wird und so schließlich im Schnellfilter landet
    Solange ich meine Fische aus der Hand gefüttert habe hatte ich auch keinen Detritus im Bodengrund. Woher auch - kam ja keiner rein außer dem bißchen Fischaa. Das reichte gerade das die Borsties nicht verhungerten :D.

    Also solange Du nicht wirklich Detritus produzierst kommst Du auch mit groben Bodengrund problemlos klar. Das Problem kommt erst wenn Du anfängst exorbitant Futter einzutragen.

    mfg Uwe

  • Hi Jo,

    wenn die Körnung gleich groß ist stimmt das sogar annähernd. Dann ist dias Volumina der Hohlräume gleich, egal ob die Körnung 10mm oder 1mm ist.
    Ein Frostfutterbröckchen kann aber zwischen 10mm Körnung dazwischenrutschen, zwischen 1mm Körner paßt es nicht rein :grinning_squinting_face: und kann deshalb auch gefressen werden.

    mfg Uwe

  • Zitat

    Original von use
    Hi Jo,

    wenn die Körnung gleich groß ist stimmt das sogar annähernd. Dann ist dias Volumina der Hohlräume gleich, egal ob die Körnung 10mm oder 1mm ist.
    Ein Frostfutterbröckchen kann aber zwischen 10mm Körnung dazwischenrutschen, zwischen 1mm Körner paßt es nicht rein :grinning_squinting_face: und kann deshalb auch gefressen werden.

    mfg Uwe

    moin uwe,

    ah,so war das!

    nun, auch ein dazwischengerutschtes futterteilchen wird gefressen, allerdings nicht von denen für die es hineingegeben wurde! :grinning_squinting_face:

  • Hi zusammen

    Es ist so das der Dreck auf sehr feinen Bodengrund liegen bleibt und so die Chance hat vom Filter erwischt zu werden. Bei gröberen aber fätt der Dreck durch und hält sich hartnäckig im Boden.

    Es muss aber dann schon feiner Sand sein :smiling_face:

  • Zitat

    Original von use
    Hi Udo,

    war ironisch gemeint, nicht böse und schon gar nicht auf die Beckengröße bezogen :winking_face: . Ossis untereinander sollten Ironie eigentlich verstehen :grinning_squinting_face:

    Also solange Du nicht wirklich Detritus produzierst kommst Du auch mit groben Bodengrund problemlos klar. Das Problem kommt erst wenn Du anfängst exorbitant Futter einzutragen.

    mfg Uwe

    Hallo Uwe,

    im nachhinein betrachtet habe ich vielleicht zu heftig reagiert... ich lege sonst eigentlich nicht jedes Wort auf die "Goldwaage" - war aber doch mal kurz vor den Kopf gestoßen... Schwamm drüber, ok :smiling_face: :smiling_face: :smiling_face:

    Ich muß dazu noch anführen das ich wirklich kein Freund von viel Bodengrund bin, ich verwende den wirklich nur im Sichtbereich und dann auch nur in der Schütthöhe die notwendig ist um die Bodenscheibe zu verdecken... das ist im Millimeterbereich anzusiedeln. Durch die starke Strömung sollte hierbei immer noch ein Sauerstoffreiches Milieu vorliegen. Ich glaube nicht das diese Menge an Bodengrund damit auf die Biologie - m e i n e s - Beckens einen großen Einfluss hat, 1 x im Jahr wird das ganze abgesaugt und durch neuen ersetzt... bisher ohne Probleme.

    Wie gesagt das ist mein Weg und er funktioniert, bei den Bodengrundmengen und Schütthöhen wie ich sie bei anderen Becken so sehe, wird das natürlich ganz anders sein.

    Maßgeblich zum Erfolg trägt der Tierbesatz und die Fütterung + Pflege desselben bei - da gebe ich Dir vollkommen Recht.

    Ich pflege nicht viele und keine großwerdenten Fische oder solche die einen großen Nahrungsbedarf haben. Ich füttere 1 x täglich und dann eher wenig, dafür aber hochwertiges Futter. Mechanische Filterung ist bei mir Pflicht... ich habe es ohne probiert - ging aber nicht auf dauer.
    Und ich pflege viele Detritusfresser, wie zB. Schlangensterne wo ich 1 Exemplar auf 30 Liter Wasser rechne... zusammen mit all den Krabben (die ich niemals entferne) und Einsiedlerkrebsen bleibt da selbst für die Borstenwürmer kaum was übrig. Wer schon mal gesehen hat mit welcher hartnäckigkeit und ausdauer diese Tiere selbst kleine Steinbrocken bewegen weil ein kleiner Fütterbrocken darunter gedriftet ist... der weis das die selbst groben Bodengrund umbaggern würden um auch den letzten gewitterten Partikel zu erbeuten.

    Also nochmal... ich hätte mich auch gleich verständlicher Ausdrücken können - war nicht so böse gemeint :winking_face: : :grinning_squinting_face: :smiling_face:

    Gruß
    Udo

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