Hier mal wieder eine Pressemitteilung:
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Korallen können globale Erwärmung überleben
Forscher entdecken alternative Algen-Symbiose
New York (pte, 13. August 2004 08:05) - Wissenschaftler haben entdeckt,
dass nicht alle Korallenarten durch die globale Erwärmung Schaden tragen,
berichtet das Wissenschaftsmagazin New Scientist
http://www.newscientist.com . Wenn nämlich Algen, die höhere Temperaturen
vertragen, in Symbiose mit den Korallen treten, ist das Überleben
gesichert, berichtet der Forscher Andrew Baker von der New Yorker
Columbia Universität.
Seit den 80-er Jahren beobachten Forscher das immer offensichtlichere
Sterben von Korallenriffen. Vor allem in Gebieten, in denen die
Temperaturen um nur ein Grad Celsius über dem langjährigen Durchschnitt
lagen, funktionierte die Symbiose zwischen den Photosynthese-treibenden
Algen und den Korallen nicht mehr. Als Folge sind die Algen verschwunden
und die Korallen abgestorben. Die Algen versorgen nämlich die
riffbildenden Korallen mit den lebensnotwendigen Nährstoffen.
Interessanterweise reagierten aber nicht alle Korallen gleich auf die
globale Erwärmung. Manche Stöcke starben ab, während sich manche in
unmittelbarer Umgebung hielten. Den Grund für dieses Phänomen haben die
Meeresbiologen um Baker nun herausgefunden. Bei Riffen vor der Küste
Panamas konnten die Forscher zwei Typen von Symbiodinium-Algen
feststellen. Bei Korallen, die mit der Subtype Stamm-C lebten, starben
die meisten an Bleiche, während hingegen die Subtype Stamm-D auf die
wärmeren Temperaturen durchaus positiv reagierten und die Photosynthese
fortsetzen konnten. Wenn sich manche der Korallenstöcke erholten, konnten
die Forscher feststellen, dass wesentlich mehr Stamm-D Algen diese
bewohnten. Rob Rowan, Experte von der University of Guam in Mikronesien
hat ähnliche Entdeckungen im Pazifik gemacht.
Dass damit jedoch das große Sterben der Riffe aufzuhalten sei, bezweifeln
die Experten. Neben der globalen Erwärmung sind nämlich Abwässer,
Überdüngung, Dynamitfischen und Tourismus an der Zerstörung der
Korallenriffe mitverantwortlich. Für Umweltschützer bleibt daher das
düstere Bild aufrecht, dass bis 2030 die Hälfte aller Riffe der Erde
zerstört sein könnte.
(Ende)
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