Regeneration abgefressener SPS-Polypen ?

  • Hallo Korallenpfleger,

    wer pflegt Kaiser- oder Falterfische oder auch andere Korallenfresser ( ob sie sich nun hauptsächlich von Korallenpolypen ernähren ist egal ) mit SPS-Korallen zusammen ?

    Wie ist das mit der Regenerationsfähigkeit einer kleinpolypigen Steinkoralle, bei der gerade ein Polyp gefressen wurde :

    - Kann die Koralle den Polypen wieder komplett ersetzen oder wir der Platz des Polypen
    lediglich mit Korallengewebe überzogen ?

    - In welcher Zeitspanne kann eine kleinpolypige Koralle diese Regeneration vornehmen ?

    - Attakiert der Korallenfresser die selbe Stelle, also wenn das Gewebe Risse aufweisst
    wieder oder ist der Korallenfresser nur auf Polypen aus und nicht das Gewebe ?

    - In wie weit deckt ein Korallenfresser seinen pflanzlichen Nahrungsanteil durch das
    indirekte Fressen der Symbiose-Algen, wenn dieser eine gewisse Anzahl an Polypen
    gefressen hat ?

    - Fressen Korallenfresser eher die kurzpolypigen ( also Porites-, teils Montipora-,
    Psammocora- oder Pavona-Arten ) oder eher die langpolypigen ( also Seriatopora-,
    Poccillopora-, Acropora-Arten ) SPS-Korallen ?

    Konnte dazu schon mal jemand Beobachtungen oder Erkenntnisse machen ?

    Einmal editiert, zuletzt von Uncle Tom (13. Juli 2004 um 09:28)

  • gar nicht so einfach zu beantworten.
    Ich habe 3 Großkaiser in einem Becken, die alle Arten bis zu Euphyllias in Ruhe lassen. Also gar kein Schaden.
    Dafür schlägt eine Feile gnadenlos bei dickästigen Acros zu, und frißt das Gewebe bis zum Grund fein säuberlich ab.
    Ein Kleinii in einem anderen Becken packt eine Acro selago immer an den Wachstumsspitzen, so daß diese das Wachstum aufgegeben hat.
    Meine beiden Aurigas in wieder einem anderen Becken lassen trotz aller eingesetzten Versuchungen auch die Korallen in Ruhe; also auch ganz anders, als es in der Literatur heißt.
    so macht halt jeder seine Erfahrungen:-))

    PS: wie geht denn 'indirektes Fressen' :confused_face:

    Servus
    Stefan

    Einmal editiert, zuletzt von Stefan C. (13. Juli 2004 um 09:33)

  • Hallo Stefan,

    dass der C. kleinii immer auf die Spitzen der A. selago los geht, mag Möglicherweise daherkommen, dass der Axialpolyp, der ja eh immer grösser als die Radialpolypen ist, längere und fädige Tentakel besitzt. Das lockt den C. kleini regelrecht an. Die Tentakel einer Glasrose z. b. sind ja auch sehr lang und dünn, desshalb werden diese glasrosenfressenden Fische nie das Zentrum angreifen, sondern immer an den Tentakel zupfen.
    Mit indirektem Fressen der Symbiose-Algen meinte ich, dass der Fisch primär den Polypen einer Koralle frisst, da dieser in der Strömung sich bewegt und den Fisch neugierig macht. Wird nun also der Polyp gefressen, was ja das Ziel des Fisches ist, erhält er durch die Symbiosealgen auch pflanzliche Nahrung. Der Fisch hat es ja nicht auf die Symbiose-Algen abgesehen, sondern auf den Polypen.

  • Zitat

    Die Tentakel einer Glasrose z. b. sind ja auch sehr lang und dünn, desshalb werden diese glasrosenfressenden Fische nie das Zentrum angreifen, sondern immer an den Tentakel zupfen.

    ohhhh, wenn ich das nur einmal noch bei meinen Kleinii's erleben dürfte :loudly_crying_face: (Glasrosen)
    seltsamerweise packt ein Kleinii immer nur eine grüne Selago an, die rote läßt er vollkommen unbehelligt. Also das nächste Rätsel....

    Servus
    Stefan

    Einmal editiert, zuletzt von Stefan C. (13. Juli 2004 um 10:40)

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