Cyanos/Schwamm

  • Hallo André,

    ist nicht ganz so einfach. Wenn man sie absaugt beschleunigt man offenbar den Vorgang, wahrscheinlich weil schnell der Platz wieder von Cyanos (=Biomasse) besiedelt wird. Außderdem saugt man die Mulmschichten, die sich unter Cyanos bilden mit ab.

    Mit Easy Life, kann sein, habe ich keine Erfahrungen.

    Grüße

    Hans-Werner

  • Zitat

    Original von Hans-Werner
    es gibt eigentlich nur zwei "Algen"-Sorten, die durch einen roten Farbstoff (Phycoerythrin) so rot gefärbt sind, das sind die Rotalgen und die Cyanobakterien. Nach Rotalgen sieht nun das nicht aus.
    Phycoerythrin ist alkohollöslich, die Probe sollte also in Alkohol grün werden. :confused_face:


    Hallo Hans-Werner,
    ich habe nochmals einige Algenfetzen in Alkohol gelegt. Diesmal verfärbten sie sich grün.

  • Zitat

    Original von Stefan C.
    hast du in der näheren Umgebung der Cyanos schon mal den Bodengrund untersucht? (ausgekocht und PO4 gemessen?)
    ich denke, da wirst du Augen machen.
    Bei mir war im Wasser 0,00 PO4 mit Merck, aber Bodengrund und teilweise Steine 0,092 mg/Ltr. und da lassen sich die burgunderfarbenen Cyanos bevorzugt nieder.
    wirf mal einen Cyanofetzen in normales Wasser in einem Kübel; nach ein paar Stunden ist das Wasser 100%ig blutrot :]


    Hallo Stefan,
    Harald hat sich mittlerweile gemeldet. Er schreibt daß es eindeutig eine "sehr kleine" Cyanoart ist. Da werde ich nochmals einen Test mit AntiRed machen.
    Bodengrund ist nur noch an einer Stelle, allerdings total vermulmt, im Becken. Dort wachsen fast keine. Besiedelt werden stellenweise alte LS, einige Monate alte LS und Ablegersteine an Strömungsstarken und -schwachen Stellen. Erste Flecken tauchten sporadisch seit erfolgreicher Nitratsenkung auf. Seit längerer Zeit habe ich <2mg Nitrat (Salifert) im Aquarium. Erst nach dem Absaugen von größeren Mulmansammlungen und 80L Wasserwechsel (wie meist TropicMarin "alt") erfolgte eine Massenvermehrung.

    Einmal editiert, zuletzt von KS (9. Juli 2004 um 01:58)

  • Hallo Klaus,

    Cyanobakterien sind nicht nur bei der Phosphatnutzung sehr gut, sie können auch N2-Stickstoff binden und nutzen. Vielleicht ist in deinem Fall die Stickstofffixierung der entscheidende Vorteil. Dann sollten bei den Cyanos mikroskopisch Heterocysten (Verdickungen der fädigen Zellketten) nachweisbar sein. Wäre eine Frage an Harald.
    Häufiger ist, denke ich, aber der Vorteil bei der Phosphatnutzung ausschlaggebend. Weshalb Mulmabsaugen und Ww das Auftreten ausgelöst haben, kann ich nicht sagen.

    Grüße

    Hans-Werner

  • Hai Klaus,

    Zitat

    Erste Flecken tauchten sporadisch seit erfolgreicher Nitratsenkung auf


    ...und du kannst sagen, was du willst.Alles, mit dem wir in die Systeme eingreifen, um einen Wert zu senken, geht immer zu schnell, so daß die Cyanos in die geschlagene Bresche einspringen.

    @Hans-Werner,
    diese besprochene Cyanoart gibt aber einen Teil des Stickstoffs in umgewandelter Form wieder als Aminosäuren ab, und erfüllt so in meinen Augen einen wichtigen Nährstoffproduzenten bei Stickstofflimittierung.

    Servus
    Stefan

  • Zitat

    Original von Stefan C.


    ...und du kannst sagen, was du willst.Alles, mit dem wir in die Systeme eingreifen, um einen Wert zu senken, geht immer zu schnell, so daß die Cyanos in die geschlagene Bresche einspringen.


    Hi Stefan,
    dauerte über 7 Monate :grinning_squinting_face:

  • Zitat

    Original von Hans-Werner
    Dann sollten bei den Cyanos mikroskopisch Heterocysten (Verdickungen der fädigen Zellketten) nachweisbar sein. Wäre eine Frage an Harald.


    Hi Harald,
    konntest Du in dem Matsch sowas sehen?

  • Zitat

    Original von KS


    Hi Stefan,
    dauerte über 7 Monate :grinning_squinting_face:


    Klaus,
    was sind schon 7 Monate ???
    bei mir liegt der PO4 Gau (Limittierung) jetzt 7 Monate zurück. Wenn ich am großen Becken einen Wasserwechsel mit 400 Ltr. mache, kann ich drauf wetten, das 2 Tage später die Plage wieder da ist.
    Für was ich überhaupt noch den Abschäumer einschalte, frage ich mich des öfteren....

    4 Jahre liefen meine Becken ohne Adsorber mit den relevanten Werten bei nn, und hatte niemals eine Cyanobakterie zu Gesicht bekommen.
    Dann einmal ins System eingegriffen und aus war's:-)) seitdem leuchten die Cyanos von giftgrün bis blutrot und burgunderfarben.
    Ich schätze, in einem Jahr hat sich alles wieder eingependelt, wie es früher war.

    Servus
    Stefan

  • Hi Stefan, Hans-Werner,
    was mir nach Aktivierung der letzten Gehirnzelle noch eingefallen ist. Der Wasserwechsel erfolgte so: Im Becken Mulm absaugen. Wasser vom Technikbecken hochpumpen. Technikbecken entleeren, Trennscheibe mit Perennator einkleben. Nach 4.5 Std. Osmosewasser einfüllen 85 Liter). Salz dazu. Umwälzpumpe einschalten. Nach ca. 3 Std. Wasserkreislauf wieder herstellen.
    Allerdings habe ich schon öfters mit Silikon (Perennator oder Grow) geklebt und teilweise schon nach 2 Std. wieder benützt.

  • Klaus,
    vielleicht liege ich falsch bei deinem Problem; aber sind die Silikone nicht essig-vernetzend? Viele Cyanos hast du eh nicht, aber könnte die 'Ausdünstung' nicht als zusätzliches Bakterienfutter gedient haben??
    (neben deinem Zeovit-System?)

    Deine Wasserwechselmethode finde ich aber doch einigermaßen umständlich :winking_face:
    Ich habe am großen Becken eine 400 Ltr. Wanne und an der anderen Anlage ein 200 Ltr. Becken zwischen Becken und Filterkammer gehängt.
    Bei WW wird einfach das Zwischenbecken mittels Hahn abgesperrt und der normale Kreislauf über Filterbecken betrieben; Wasser aus den Zwischenbecken ablassen, neues einfüllen; Hahn wieder auf und fertig.

    Ich sehe aber bei den WW noch andere Probleme. Es wachsen in den Becken ja immer Bakterienfilme, Schwämme usw.; bei WW ist die Fauna logischerweise immer hin, und niemand schrubbt das Becken sauber und trocknet es aus...

    Servus
    Stefan

  • Einmal editiert, zuletzt von KS (11. Juli 2004 um 01:44)

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