Hallo,
nächste Woche kommt wahrscheinlich das langersehnte Becken (160*80*60=760L).
Dabei ist ein Algenfilterbecken (50*50*50), recht klein, abr wegen des weggesackten Estrichs unter dem anderen Becken lieber nicht mehr.
Nach Lektüre diverser Zeitschriften- und Internetartikel möchte ich gerne darin das Jaubert-Sytem realisieren.
Das Berliner System ist mir in Reinstform zu einseitig.
Im Algenbecken soll auch ein Plenum mit so 1,5 cm rein, im Hauptbecken nur hoher Bodengrund, weil auch viel Gestein rein soll und das Plenum dann womöglich zusammenkracht. Zusätzlich tut mich der Miracle Mud interessieren
Für diese Beckengröße werden 10kg empfohlen, zuwenig für Jaubert (8-10cm Bodengrund).
Der Rest wird mit Korallensand aufgefüllt. Die Frage ist, ob der Mud oben oder unten liegen sollte? Da er gelegentlich getauscht werden muß, eher oben? Vielleicht schon wegen Sauerstoffversorgung und Verfügbarkeit dre Nährstoffe, weil der Hersteller nur bis 3cm empfiehlt?
Das Algen/Jaubertbecken soll auch bei Gelegenheit als Aufzuchtbecken dienen und viel Plankton produzieren, deswegen soll es nicht 24h beleuchtet werden.
Permanente Fütterung von Jungfischen ist mir nicht möglich, also dürfte so ein Becken ideal sein.
Da ich Einseitigkeiten nicht mag und man so schneller Spitzenbelastungen runter kriegt, ist auch ein Abschäumer vorhanden. Wie oft und wielange er laufen muß, ist noch herauszufinden.
Die Spuenelementeversorgung wird mit dem Miracle Mud sicherlich geringer ausfallen, nur weiß man dann gar nicht mehr, wieviel, was und ob? Bei der Balling-Methode ists doch etwas einfacher... Kalkreaktor ist vorhanden, den kann man wohl auch auf Sparflamme fahren (relativ einfach, weil Calcium gut meßbar).
Auch ist fraglich, wo er (der Abschäumer) angebracht werden soll. Platzmäßig günstig wäre im Algenbecken hinter einer dicken Filtermatte, damit das Kleingetier nicht abgeschäumt wird. Nur leider ist manches Plankton extrem klein und kommt da durch. Vorm Einlauf ins Filterbecken wäre auch nicht so sinnvoll, weil der Ablauf für Larven durchlässig sein soll.
Insofern wärs wahrscheinlich am Günstigsten, ein 2. Filetrbecken nur für den Abschäumer anzubrigen, wo der Ablauf entsprechend gesichert ist. Auslauf des Refugiums und Ablauf zum Abschäumer sollten dann an entgegengestetzten Seiten liegen. Zumindest nachts solte er nicht laufen, weil da besonders viel Plankton unterwegs ist.
Korrigiert mich, falls diese Überlegungen totaler Humbug sind ![]()
Um dem Ganzen noch eins draufzusetzen, ich würde auch gerne zooxantellenlose Wirbellose halten, die ohne laufende Planktonversorgung nicht lange überleben (?). Dazu dachte ich an eine Dosierpumpe (habe eine Fischer) , die diese per Zeitschaltuhr und entsprechend verlegter Schläuche regelmäßig aus dem Zinn-Reaktor versorgt.
Diese Schwachlicht-Wirbellosen sollen unter einer Art Überhang aus einem Blumenkasten/Untersetzer (20cm breit) o.ä. , wo Mangroven und Caulerpas drauf wachsen. Ähnliche Konstruktionen habe ich im Süßwasser mit Erfolg angebracht, allerdings für lichtscheue Fische. Dadrunter ist es sehr finster
Der Rest wird stark beleuchtet. Wenn ich das Lampen-Samelsurium zusammenrechne, so 1000 Watt.
Hier kommen Acroporas & co rein.
Pumpen sind reichlich vorhanden. Nach grobem Überblick so 25.000 L/h, davon 4*4000L steuerbare Tunzes, die mit Wellenschlag bzw Ebbe-Flut-Rythmus laufen. Effektiv kommt man dabei wohl auf so 15.000l/h, immer noch reichlich.Bis auf die Tunzes gebraucht und billig *g* Die Strömungsverteilung ist dann ein Thema für sich..
..Ebenso UV. Im Süßwasser setze ich es inzwischen, nach einer Seuche unter Zwergbuntbarschen, grundsätzlich ein (kommt selten vor, aber wenn..). Die Pflanzen müssen seitdem täglich gedüngt werden wegen der Ausfällungen. Die ausgefällten Spurenelemente landen hoffentlich im biologischen Filter , werden bei der Reinigung entfernt und bilden so keine Zeitbombe. Nur, wie siehts im Seewasser aus ohne einen derartigen Filter? Wegen der Bakteriendichte ist so ein Teil definitiv sinnvoll. Und was ist mit meinem heißgeliebtem Plankton?
Ich habe einen 55W Troptronic, der macht bestimmt viel kaputt. Bitte keine Diskussionen über den Nutzen bzgl (mancher) Krankheiten, der ist wohl unbestritten ![]()
Um Nitrat und Phosphat mach ich mir bei der Konstruktion erstmal keine großen Sorgen. Besatz mit Fischen <=10cm, allerdings viele und keine knappe Fütterung (Grundeln, Leierfische, Riffseenadeln, Korallenwächter/Schleimis, kaudernis evtl., P. fridmani, keine Doktor- und Kaiserfische).
Das ganze soll langsam angegangen werden: erst Algen + totes Riffgestein (85 kg erstanden aus Aquarienauflösung), da vieles darin sich zersetzen wird, Wasserwerte überwachen, danach in 2 Schüben
so schätzungsweise 50KG frisches Lebendgestein, bis das Riff vollständig ist. GGf. anfüttern, um Belastung durch Fische zu simulieren. Bei übermäßigem Wachstum niederer Algen Konkurrenz schaffen durch noch mehr höhere Algen oder Wirbellose? Silicat =0 durch Osmose und Spezialfilter oder mäßige Zufuhr durch das hier gute Leitungswasser?
Potentielle Räuber wie Fangschreckenkrebse kommen in ein Extrabecken. Ich hab neulich einen im Vivarium Karlsruhe gesehen und mit ihm gespielt, ein sehr schlaues und hübsches Kerlchen ![]()
Dann warten, was sich so entwickelt. Nach 2 Monaten auffüllen mit Wirbellosen nach Bedarf und zunehmenden Kenntnissen, parallel dazu erster Fischbesatz.
Ich glaube nicht, daß man Naturbedingungen im Wohnzimmer wirklich nachahmen kann. Ich finde die konstruierten Gegnsätze Natur- bzw Technikbecken ziemlich unsinnig, denn wie soll man Srömung und Licht mit Natur schaffen bzw. Stoffkreisläufe mt Technik?
Man muß beide Mittel so kombinieren, daß sie den natürlichen Beingungen möglichst nahe kommen und Besatz und Einrichtung passend wählen. Und das ist, denk ich mal, schwieriger, als Nitrat runterzujubeln.
Algen und Mangroven habe ich hier (HD) nicht bekommen, wer was über hat, nehm ich gerne!
Grüße
Ulrike
