Balling vs Kalkreaktor

  • Hi,
    ich habe da mal eine Frage.....keine Angst, NICHT nach dem Funktionsprinzip :winking_face:
    Ich habe nun viel über die verschiedenen Möglichkeiten gelesen, mein Becken mit Calcium zu versorgen. Bisher habe ich versucht meinen Ca-Wert mit Elos Expert Ca, Mg zu erhöhen (Elos ist mir allerdings zu teuer auf Dauer) Dazu kommt, dass ich den Wert damit nicht wirklich hoch bekomme..? Da ich in meinem Becken inzwischen einiges an Korallen habe, denke ich darüber nach, mit welcher Methode ich "meinen Korallen etwas gutes tue" im gleichen aber der Betrieb relativ einfach sein soll. (Ich muss oft dienstlich reisen und möchte meiner Freundin eine überschaubare Technik bieten :winking_face: Ich denke nun also über einen Kalkreaktor nach, oder über Balling. Ich denke die Kosten sind ähnlich. Die Reaktoren kosten Geld, die Dosierpumpen auch.

    Was ist mit den Folgekosten?

    Was ist mit der Handhabung der beiden Methode?

    Was ist mit Wasserwechseln (bei Balling beschrieben, wegen der Ionenverschiebung?)

    Kann man die Beckengrösse mit der Methode in Verbindung bringen? So nach dem Motto:
    100-800l eher Balling, 800-> eher Reaktor? Ist das einfach nur "persönlicher gusto" was man nutzt, oder liegt das wirklich an den Folgekosten der Befüllungen?


    Danke für Eure Entscheidungshilfen..... :winking_face:

  • Hallo Ilja,

    ich selbst stand ebenfalls vor dieser Entscheidung. Entschieden habe ich mich für Balling. Im Moment noch ohne Dosierpumpe. Füttern muß eh jeden Tag jemand. Der kann dann genau so gut Die Lösungen per Hand zugeben. Bei mir klappt es im Moment sehr gut.

    Für den Urlaub denke ich, je nach Besatz, ist es evtl. gar nicht notwendig über 2 Wochen die Dosierung vorzunehmen. Hierzu können die Profis aber warscheinlich eher was zu sagen.

    Der Vorteil war bei mir das ich im Moment die Investition in einen Kalkreaktor spare. Wenn es mit Balling nicht funktionieren sollte, kann ich den Reaktor immer noch anschaffen. Wenn es mit Balling gut funktioniert, werde ich wohl eine Dosierpumpe kaufen.

    Die Chemie kostet wirklich nicht die Welt. Man kann also Balling ohne große Investition ausprobieren. :winking_face:

    Gruß

    Ralf

  • Hallo,

    ich bin zwar mit meinen 3 Monten sicher noch Anfänger habe mich jedoch direkt für die Balling Methode entschieden.
    Dies nach internsivem Studium im Internet und in Büchern.

    Bei mir sind die Calzium und Magnesiumwerte sowie die KH seit ca. 4 Wochen aufgrund der Balling Methode stabil und auf hohem Niveau.

    Momentan noch ohne Dosierpumpe welche jedoch in den nächsten Wochen im Rahmen der IKS Steuerung genutzt wird.

    Für mich und jetzt am Anfang funktioniert Balling einfach super.
    Und dies ohne einen teuren Kalkreaktor und die Gefahr von ins Becken getragenem CO² und und und.

    Gruß

    Guido

  • Hallo!

    Also ich habe die Methode von Balling noch nicht ausprobiert ein bischen davon gelesen.

    Da ich auch sehr oft Unterwegs bin musste ich auch eine einfache Techink denken wegen meiner Frau.
    Ich benutze selbst den Jetstream 1 von Schuran. Bei meiner Beckengrösse zwar viel zu überdimensioniert(Aber ich plane eh bald ein grösseres Becken) habe auch lange gebraucht die richtige Einstellung zu finden aber jetzt läuft er perfekt. Ich lasse ihn nur an zwei Tagen in der Woche laufen das reicht bei meiner Grösse perfekt! Heisst Frau muss nur CO2 flasche auf u. zudrehen. Habe aber viele die auch einen Schuran oder ATI haben bei Becken in deiner Grösse. Da läuft er ständig und passt auch alles miit den Werten. Ausser Magnesiium das dosiere ich mit Tropic Marin Bio Magnesium ist bei meiner Grösse auch recht sparsam, man kann aber auch Magnesium Pro von Gro Tech mit in den Reaktor geben dann habe ich auch die Magnesiumversorgung über den Reaktor!

    Wass die Folgekosten betreffen ist der Jetstream unglaublich sparsam.Mein Granulat also eine Füllung reicht bei mir 6 Monate u. meistens länger(natürlich eine Frage der Beckengrösse u. Besatz). Ich Pflege hauptsächlich Acros und andere grosspolüpige Steinkorallen die Wachsen wie verrückt! Also scheint alles zu passen!

    Viele Grüsse

    Christian T.

  • Hallo Ilja,

    also ich würde Dir zur Ballingmethode raten und zwar aus folgenden Gründen:

    1. niedrige Kosten (schätzungsweise 30 - 50 Euro pro Jahr für ein gut besetztes Steinkorallenbecken von etwa 400 Litern Inhalt) :grinning_squinting_face:

    2. sehr einfach zu dosieren. Ich gleiche meist nur 1mal die Woche mit den angesetzten Lösungen das Calcium- und Magnesiumdefizit aus. Deine Freundin braucht nur gleiche Mengen (Meßzylinder) der Lösungen dosieren -> einfach :O

    3. ermöglicht äußerst stabile Ca/Mg/KH-Werte. pH-Wert ist im Gegensatz zum Kalkreaktor geringeren Schwankungen unterlegen (vor allem nach CO2 -Dosierfehlern hat der Laie beim Kalkreaktor Probleme).

    4. Steinkorallen freuen sich :grinning_squinting_face:

    Wichtig ist allerdings, daß man öfters Wasserwechsel macht (ich mach`s 1 mal die Woche).

  • Hallo Ilja


    Nun, wir haben in den Jahren nun so gut wie alles durch, das heisst erste Kalkwasser, danach Kalkreaktor und Kalkwasser, danach nur Kalkreaktor danach wieder Kalkwasser auf dem Übergang zu Balling.

    Ich gebe nicht täglich zu sondern messe alle zwei wochen und ergänze dann die fehlenden Mengen an Ca und Mg. Es geht auch täglich da muss man halt anfangs den Verbrauch erurieren. wer tätlich zugibt dem kann man nur zu einer Dsoierhilfe raten, weil es dann doch ein" immer daran denken" ist.

    Ich achte im übrigen nicht auf eine Ionenverschiebung, warum ist auch ganz einfach. Durch 5% Wasserwechsel die Woche wird dieser garantiert nicht greifen. Ohnehin wird in jeder Hinsicht gerne von der Ionenverschiebung gesprochen aber auswirkungen davon habe ich noch keine gesehen. (vermutlich weil eben doch Wasser gewechselt wird)

  • Hallo auch,
    ich habe auch lange überlegt, was ich nehmen soll für.
    Einen Kalki habe ich jedoch noch nicht benutzt und kann daher auch keinen Vergleich anstellen.
    Ich habe auch von Anfang an die Balling Methode angewendet. Die Salze sind billig und auf einen Reaktor kann man später leichter umstellen als umgekehrt.
    Ich wollte keine zusätzliche Pumpe im Dauerbetrieb haben. Auch das Füllen der CO2 Flaschen und das schwierige Einstellen der CO2 Blasen hat mich davon abgehalten.
    Auch will ich kein völlig automatisiertes Becken haben.

    An der Balling Methode konnte ich bisher keine Nachteile feststellen. Man kann die Dosierung leicht ändern und bringt kein Phosphat o. Ä. in das Becken ein. Wer weiß schon, was aus dem Korallenbruch sonst noch alles gelöst wird und man nicht messen kann. Auch gibt es keine notwendige Wartung von Pumpen, Nadelventilen o. Ä.
    Gut, man hat immer 3 Kanister herumstehen aber Wasser muss ich eh immer nachfüllen.

    Andreas
    http://www.andihase.de

  • Hallo Ilja,

    ich habe die gleichen Erfahrungen wie Robert gemacht, in meiner nun ca. 15 jährigen Laufbahn als Meerwasseraquarianer. Zuerst Kalkwasser, dann Kalkreaktor, danach beides zusammen und seit ca. 2 Monate habe ich auf Balling umgestellt. Nach meinen bisherigen Erfahrungen ist die Balling-Methode am einfachsten zu handhaben, deswegen habe ich auch umgestellt. Es gab mit dem Kalkreaktor immer die Probleme mit der einstellerei CO2 und Wasserdurchlauf. Dies ist besonders für Urlaubvertretungen (meistens die Tochter) problematisch. Jetzt dosiere ich per Dosierpumpe automatisch und es gibt bis jetzt keine Probleme mehr.

    MFG
    Peter Ismaier

  • Hallo Ilja,

    ich wende die Balling-Methode nun auch schon länger an und bin vollstens zufrieden damit. Zum Einsatz kommt bei mir die Dreikanal-Dosierpumpe von Grotech, die sehr einfach zu programmieren ist und die 3 Lösungen auch zeitversetzt zugibt.
    Extra-Wasserwechsel aufgrund einer Ionenverschiebung brauchst Du nicht einzuplanen wenn Du die entsprechende Menge Natriumchloridfreiem Meersalz dazugibst als dritte Lösung. Durch dieses zusätzliche Salz soll die Dichte im Laufe der Zeit etwas ansteigen. In der Praxis hat sich dies bei mir aber nicht bestätigt da man ja auch täglich etwas Salzwasser dem Schaumbecher des Abschäumers entnimmt.

    Ich finde diese Methode im Gegensatz zum Kalkreaktor viel einfacher, denn wenn man einmal die richtige tägliche Dosiermenge der drei Lösungen ermittelt hat und alles der Dosierpumpe überlässt braucht man nurnoch ca einmal pro Monat neue Lösungen ansetzen und alles läuft von alleine. Am Anfang sollte natürlich häufig KH und Ca gemessen werden um Überdosierungen zu verhindern, aber das versteht sich ja von selbst. :face_with_tongue:

    Viele Grüße Rene

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!