Pressemitteilung: Globaler Meeresschutz kostet 14 Mrd. Dollar

  • Hier mal wieder eine Pressemitteilung:
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    Globaler Meeresschutz kostet 14 Mrd. Dollar
    Britische Forscher berechnen Jahreskosten für Schutzpark

    London (pte, 16. Juni 2004 12:49) - Um die Meere der Welt zu schützen,
    wären jährlich zwischen 12 und 14 Mrd. Dollar notwendig. Zu diesem
    Schluss kommen britische Experten der Universitäten von York, Cambridge,
    Cranfield und Wales in einem Fachartikel im Wissenschaftsmagazin
    Proceedings of the National Academy of Sciences PNAS http://www.pnas.org
    . Die Autoren sind auch überzeugt, dass dies der einzige Weg ist, die
    Meere vor dem Overkill zu retten.

    Die Kosten sind hoch, sind aber eine Gewährleistung dafür, dass die
    Versorgung mit Fisch auch in Zukunft gesichert ist. "Ein solches
    Schutzsystem ist praktisch wie eine Lebensversicherung", argumentieren
    die Forscher. "Die Erwartungen sind dahingehend, dass gewisse Gebiete vor
    der Überfischung geschont werden, so dass sich die Zahl der
    Meereslebewesen erholen kann", so Callum Roberts, Meeresbiologe und
    Umweltschützer. Dass die Errichtung eines solchen Schutzparks dringend
    notwendig ist, hatten Wissenschaftler schon beim World Summit on
    Sustainable Development in Kapstadt 2002 erkannt. Die Idee wurde beim
    "Worlds Parks Congress" 2003 in Durban erneut zum Diskussionspunkt.
    Damals meinten Experten, es müssten dringend 20 bis 30 Prozent der
    Weltmeere geschützt und damit frei von kommerzieller Fischerei werden.

    Auf die hohen Kosten kommen die britischen Wissenschaftler, in dem sie
    die Kosten von 83 marinen Schutzzonen von 100 Quadratkilometer bis zu
    30.000 Quadratkilometer Fläche berechneten. Demnach waren kleinere
    Schutzzonen teurer als große. Christopher Delgado vom International Food
    Policy Research Institut IFPRI http://www.ifpri.org in Washington
    empfindet die Kosten allerdings als zu hoch. Außerdem stellt sich der
    Wissenschaftler die Frage, wer diese Kosten tragen soll. Dazu komme noch
    die Problematik der Überprüfbarkeit der Einhaltung der Schutzzone. Gerade
    in Entwicklungsländern gebe es weniger Handhabung über diese, so Delgado.
    "Die Schutzzonen funktionieren nicht, auch wenn staatliche Behörden das
    Fischereiverbot vollziehen. Wo sollen die Menschen hingehen, wenn sie zum
    Erwerb ihrer täglichen Nahrung fischen?", meint Delgado

    Studienleiter Andrew Balmford von der Universität in Cambridge ist sich
    dieser Problematik bewusst und sieht vor allem noch die Herausforderung
    der internationalen Umsetzbarkeit dieses Vorhabens. Balmford argumentiert
    aber damit, dass die Schutzzonen auch mindestens eine Mio. Arbeitsplätze
    schaffen würden. "Immer noch fehlt es am Verständnis darüber, wie ein
    erfolgreiches Management eines Schutzgebietes aussieht", so Roberts.
    "Fischen gehört allerdings zu den größten Belastungen der Meere. Wenn wir
    nicht imstande sind diese Belastungen zurückzunehmen, werden wir in den
    Anstrengungen die Ozeane am Leben zu erhalten scheitern", erklärt
    Roberts.
    (Ende)

    MfG, Frank


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