Wieviel ist ein "Tropfen"?

  • Hi,

    da viele Mittelchen (Spurenelemente und anderes) meistens von Hand dosiert werden, wird die Dosierangabe oft in "Tropfen" pro 100 Liter Wasser angegeben. Bei Dosierung über eine Dosierpumpe müßte man aber das Volumen pro Zeiteinheit haben.
    Weiß jemand wieviel ml einem "Tropfen" entspricht? (Hängt wahrscheinlich auch noch mit Zähigkeit und Dichte des Mittels zusammen, aber einen Durchschnittswert müßte es doch geben)

    Gruß Ralf :grinning_squinting_face:
    {400l-Riff,Aquastar-automatisiert,HQI 2x150W+Blau/Mondlicht,Ström.-Ebbe/Flut/Wellen,Kalkreaktor,Ozon,UV,Stand+Dichte-Regelung mit autom. Wasserwechsel,Titan-Kühler,Rieselfilter,Zeovit,autom. Plankton+Spurenelemente/Aminosäuren-Dosierung}

  • Hi Ralf,

    die Größe eines Tropfens einer Flüssigkeit oder Lösung wird von der Oberflächenspannung sowie der Schwerkraft bestimmt.
    Für wässrige Lösungen ist die Größe relativ konstant und beträgt ca. 0,05 ml

    Lieben Gruß,
    Jörn

  • Hi Ralf,

    da jeder Hersteller auch seine eigenen Tropfer mitliefert ist es wohl das Einfachste, ein 10 ml Messgefäss durch Tropfen zu füllen und dabei mitzuzählen. Danach etwas Kopfrechnen und du kommst auf einen recht genauen Durchschnittswert für dieses spezielle Produkt.

    Meine Versuche ergaben zwischen 0,02 und 0,05 ml / Tropfen.

  • Hallo

    Ich meine das kommt je nachdem auf die größe des Rohres an aus dem der Tropfen entstehen soll.

    Das läßt sich aber einfach für jedes Gerät bestimmen. Man gebe abgemessen 1ml in die Pipette und zählt die Tropfen. Ich komme bei einer Pipette auf 12 tropfen pro ml und bei einer anderen auf 16. Die dicke Pipette macht daraus nur 2 Tropfen(Chemiebedarf)

    Mfg Michael Hannig

    Ps frage genau nach was die Leute damit meinen denn nicht nur die Tropfengröße spielt eine Rolle. Denke dabei z.B. auch an verschiedene Konzentrationen der Lösungen. (Bei Lugolscher Lösung kenne ich mindestens 5 verschiedene Stammlösungen)

  • Hallo,
    es ist schon richtig,ich hatte mich auch einmal dafür interessiert und meine Recherche ergab,das 1ml in etwa 20 Tropfen entspricht.Um es aber für ein spezielles Produkt genau festzulegen, würde ich auch auf Thomas Verfahren zurück kommen. :smiling_face:

  • Hi all,

    habe nochmal genau nachgeschaut; folgende - bereits zum Teil einzeln benannte - Faktoren spielen eine Rolle:
    Dichte,
    Oberflächenspannung,
    Schwerkraft,
    Weite der Ausschlußöffnung,
    Ahäsion des "abtropfenden Mediums" und
    Partikelgehalt der Luft (Staub).

    Folglich: Versuch macht Klug...wie Thomas schon beschrieben hat.

    Lieben Gruß,
    Jörn

  • Hallo zusammen

    Bei Pipettenflaschen aus dem Chemiebedarf (50+100ml.)entsprechen 10 Tropfen wässriger Lösung 0,75ml. Bei Messreagenzien (Wassertests usw.) entsprechen 20 Tropfen 1,0ml. Diese Angaben werden auch von Apothekern gemacht (20gtts=1ml.)
    Wichtig scheint mir einfach, dass wenn davon gesprochen wird, dass man klar definiert, worum es sich handelt (Reagenzien oder Pipettenflaschen).
    Wie schnell hat man doch sonst sofort überdosiert!
    Thomas Zitat: Meine Versuche ergaben zwischen 0,02 und 0,05 ml / Tropfen. Das ist doch sehr ungenau und könnte doch bei Jod ins Auge gehen!

    Gruss Heinz :grinning_squinting_face: :grinning_squinting_face: :grinning_squinting_face:

  • Hallo Heinz,

    durch die benannten Faktoren kann der Tropfen sicherlich unterschiedlich groß sein. Thomas hat, sofern ich ihn richtig verstanden habe, auch nur verschiedene Ergebnisse für verschiedene Versuche beschrieben und nicht die Toleranz für einen identischen Versuch.

    10 ml "vollzutropfen" und umzurechnen ist schon relativ genau und reicht selbst für Jod aus. Man sollte allerdings ein entsprechendes Meßröhrchen mit möglichst geringem Durchmesser verwenden um die 10ml-Grenze möglichst präzise zu treffen.

    Gruß,
    Jörn

    PS: Schon lustig was man alles über einen Tropfen erzählen kann :grinning_squinting_face: :confused_face: :winking_face_with_tongue:

  • Ich mach Feierabend und gön mir jetzt einen anständigen Tropfen...aber nicht aus der Pipette! :winking_face:

    Schönes Wochenende allerseits

    Gruss Heinz :grinning_squinting_face:

  • " Kommt ein Schwabe (so wie ich) zur Tankstelle und fragt den Tankwart .... Was kostet den ein Tropfen Benzin ? ..... Der Tankwart antwortet: Nichts !...... Darauf der Schwabe: ... Dan tröpfeln sie mir mal den Tank voll. " :winking_face:

    Mit der Pipette würde ca. 1.200.000 Tropfen ausreichen um mein Tank Vollzutröpfeln. :grinning_squinting_face:

  • JA, über die Osmoseanlage tröpfel ich mir am Tag 2.400.000 Tropfen in mein Kanister und kostet nix, weist ja ---> Schwabe.

  • NACHTRAG

    zur genauen Messung eignen sich am besten Glaspipetten. Die gibt es im Laborbedarfs-Handel (gelbe Seiten). Eine Meß-Pipette 1ml, Teilung 0,01 ml, Fehlergrenze ± 0,007 ml, geeicht auf "EX" kostet so ca. 4 bis 7 EUR.

    Zitat

    Original: PRAKTIKUM CHEMISCHE OPERATIONEN FÜR BIOLOGEN
    Das Ausfließen geschieht so, daß die Pipette im Winkel von ca. 45° an die Gefäßwand gehalten wird. Wenn die Flüssigkeit ausgeflossen ist, wird 10 sec gewartet und der an der Spitze hängende Teil abgestreift. Pipetten sind auf „Auslauf“ geeicht, d.h. die Eichmarke grenzt einen Raum ab, der das zu messende Volumen um soviel übertrifft, als nach Auslauf infolge Adhäsion an der Glaswand hängen bleibt. Solche Geräte dürfen auf keinen Fall „ausgeblasen“ werden.

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