News: Hygienewahn als Ursache für Immun-Überempfindlichkeit

  • noch eine Pressemeldung:

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    Die Hälfte der Österreicher ist Allergiker
    Hygienewahn als Ursache für Immun-Überempfindlichkeit

    Wien (pte, 8. Juni 2004 15:59) - Nach jüngsten Untersuchungen leiden fast
    50 Prozent der Österreicher unter Allergien. Nach der so genannten
    Hygiene-Hypothese ist die zunehmende Sauberkeit ein Mitgrund für das
    immense Ansteigen der Allergien in den Industrienationen. Wissenschaftler
    der Universität Marburg http://www.med.uni-marburg.de haben nun bewiesen,
    dass die hohen Hygiene-Standards eine Ursache für Allergien sind,
    berichtet die Gesundheitsplattform http://www.gesund.co.at .

    Die Hygiene-Hypothese besagt, dass das menschliche Immunsystem wegen
    übergroßer Hygiene unterfordert ist. Gewissermaßen aus Langeweile stürze
    es sich deshalb auf harmlose Stoffe als Ersatzfeinde. Statistischen
    Studien konnte man schon lange entnehmen, dass Kinder in allzu keimfreier
    Umwelt besonders anfällig für Allergien sind. Für diese Hypothese
    sprechen die so genannten Kuhstall-Studien. Bei Kindern, die auf dem
    Bauernhof aufwachsen, ist das Risiko an Heuschnupfen oder Asthma zu
    erkranken nur etwa halb so groß, berichten die Forscher. Grund dafür ist
    ein "trainiertes Immunsystem".

    Der Kontakt mit dem Bakterienbestandteil Endotoxin während der Kindheit
    bewirkt möglicherweise, dass das Immunsystem Allergene besser toleriert,
    so dass es seltener zu allergischen Reaktionen kommt. Landkinder sind
    dieser Substanz häufiger ausgesetzt als Stadtkinder. Diese Ergebnisse hat
    die internationale Allergy and Endotoxin Gruppe (ALEX) veröffentlicht.
    Die Universitätskliniken in Marburg, Salzburg, Basel und München konnten
    in einer gemeinsamen Studie an 3.500 Kindern anhand spezieller
    Botenstoffe, den so genannten Zytokinen, nachgewiesen, dass das
    Immunsystem der untersuchten Vier- bis Achtjährigen auf besondere Weise
    trainiert war. Weil sie ständig mit Keimen konfrontiert werden, wird ihr
    Immunsystem toleranter, es gewöhnt sich an harmlose Bakterien und
    schaltet quasi ab. Rund 20 Prozent der Kinder und Jugendlichen leiden
    heute an Heuschnupfen, jeweils zehn Prozent an Neurodermitis und an
    Asthma.

    Eine österreichweit durchführte Studie ergab, dass rund 50 Prozent aller
    Menschen an Allergien leidet. Als häufigste Allergieform, mit knapp 25
    Prozent, wurde die Pflanzenallergie genannt. Mehr als 13 Prozent der
    Befragten klagen über Tierallergien bzw. Hausstauballergien. Sehr stark
    zunehmend sind auch Lebensmittelallergien. Zwischen 1950 und 1960 lagen
    diese Zahlen noch um das Vier- bis Fünffache unter den derzeitigen
    Werten. Die Forscher hatten ursprünglich angenommen, dass
    Umweltverschmutzung der Grund für die Zunahme an Allergien war. Indizien
    wiesen aber daraufhin, dass der Hygienewahn der tatsächliche Auslöser
    ist. Besonders schlimm wirken hierbei die chemischen Keulen und
    aggressiven Putzmittel auf Chlorbasis, die nach Ansicht der Experten
    völlig überflüssig sind. (Ende)

    Aussender: pressetext.austria

    MfG, Frank


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