Erfahrungsaustausch Spurenelemente

  • Hallo zusammen!

    nachdem ich nun seit mehreren Monaten Balling einsetze und mir dadurch eigentlich hauptsächlich Fadenalgen zugezogen habe stellt sich mir die Frage, inwiefern Spurenelemente denn überhaupt nachdosiert werden müssen. In Borneman's 'Aquarium Corals', welches ich gerade studiere sind einige zur gängigen Meinung kontroverse Dinge zu lesen:
    Was seiner Meinung nach gebraucht wird und nachdosiert werden muss oder positiven Einfluss hat:
    - Calcium (Kalkwasser oder 2-Lösung-Methode {Balling ohne
    Zusätze}
    - Iod

    Was seiner Meinung nach kaum eine Rolle spielt, oder/bzw. Algen fördert und Korallen hemmt:

    - STRONTIUM!
    - Magnesium
    - Eisen
    - Molybdän
    - etc.

    Nun meine Frage: wer kommt gänzlich ohne Spuris aus? Und dann wie viel WW pro Monat?

    Und wer Spuris zusetzt, welche? Erfahrungen damit?

    Ich meinerseits habe gerade von Stephan Linder ein neues Päckchen Salze bekommen, das ich nun ohne die Spurenelemntzusätze zufüge (weil MIT wachsen Algen zu gut, und mein Calciumwert liegt bei 320 mg/l, muss den jetzt unbedingt anheben!)

    Bin jetzt mal gespannt was da kommen mag! :winking_face_with_tongue:

  • hallo harald,

    ich gebe meinem aqua an spurenelemte gar nichts zu außer jod. pflege allerdings noch nicht soviele korallen.

    was ich mache ist jeden zweiten tag 5 liter kalkwasser, wert ca. 450 - 600 (lt. sera) und alle 2 wochen 30l ww auf brutto 600l+180l.

    habe aber auch probleme mit fadenalgen...

    wobei po4 weit unter 0,25 mg/l liegt (lt. sera 0,1mg/l)

  • Hallo, ich gebe seit 2 Monaten keine separate Elemente mehr in mein ca. 200 Liter netto Riffaquarium. 2 mal im Monat mache ich ein WW von je 20 Liter.
    Seitdem gingen die Fadenalgen bzw. Cyanobakterien zurück. Ich machte früher diverse Elemente wie Strontium, Magnesium, usw. rein. Wenn auch halbe Dosierung gebraucht wurde, bekam ich die Algen nicht im Griff.
    Kalzium habe ich nie dosiert, da der Schwefelnitratfilter in den nachgeschalteten Aufhärtungsreaktoren genügend produziert. Mein Riff ist bereits 1 Jahr alt.
    Die Korallen und restlichen Wirbellosen, sowie Fische wachsen fabelhaft weiter.
    Saludos aus Argentinien.

  • Hallo Matthias,

    zunächst einmal sind Calcium, Magnesium und Strontium Makroelemente (Hauptkomponenten) des Meerwassers, weil ihr Gehalt über 1 mg/L liegt und sind damit nicht als Spurenelemente aufzuführen. Davon einmal abgesehen müssen Calcium und Magnesium nachdosiert werden, Strontium kann man diskutieren, ich selbst gebe es nicht mehr zu.

    Gerade Eisen und Molybdän spielen als Spurenelemente alles andere als eine untergeordnete Rolle. Wenn ausreichend Stickstoff und Phosphor vorhanden ist, und das ist oft die Regel, wird Eisen innerhalb kürzester Zeit zum Mangelnährelement, was sich dann in schlechtem Wuchs sowohl von Korallen als auch vieler Makroalgen zeigt.
    Eisen ist als Komponente der Cytochrome in den Elektronentransportketten der Atmungskette für die Zellatmung und damit "Energiegewinnung" von entscheidender Bedeutung, als auch z.B. im Ferredoxin, was auch in der Photosynthese vorkommt (allgemein: Eisen-Schwefel-Proteine).

    Molybdän spielt im Pflanzenstoffwechsel ebenfalls eine Rolle und kommt als Zentralatom in einigen Enzyme vor, ganz wichtig im Enzym Nitratreduktase, die nach der Aufnahme von Nitrat in die Pflanze die Umwandlung von Nitrat zu Nitrit katalysiert. Da wir im Aquarium v.a. Nitrat als Stickstoffquelle finden, ist dieses Enzym für die Pflanzenernährung im Aquarium bedeutsam.

    Von Hemmung des Korallenwachstums kann dabei allerdings keine Rede sein (es sei denn, Spurenelemente sind überdosiert und damit z.T. toxisch), steht das so in dem Buch? Die Konkurrenzfähigkeit der Algen nimmt zu, wenn die Korallen nicht wachsen, das ist aber auch alles.

    Wenn Korallen schlecht wachsen, z.B. aufgrund zu niedriger Calciumgehalte (was auch oft eine zu niedrige Karbonathärte bedingt) nehmen sie wenig Nährstoffe auf. Diese stehen dann v.a. den Algen zur Verfügung. Wenn Du dann noch ordentlich Spurenelemente reinkippst, dann blüht es halt sehr schnell. Das hat nichts mit der Balling-Methode zu tun oder das diese Spurenelemente in normaler Dosierung das Korallenwachstum hemmen.

    H Hersteller

  • Hi @ all!

    Wer zum Teufel ist Harald??
    Danke trotzdem für Eure bisherigen Beiträge!
    @Jörg:
    Klar sind Calcium und Magnesium keine Spurenelemente, diese gebe ich ja auch weiter zu! Calcium in Form von Calciumchlorid-Dihydratlösung + Natriumbicarbonatlösung. Nur eben ohne Spurenelemente, um erst mal Calcium auf 420 mg/l anzuheben, und dann wieder die kompletten Balling-Lösungen (+ Rencke?!) zu verwenden. Deckt sich ja mit Deiner Aussage, dass die Stoffaufnahme der Korallen bei zu wenig Calcifizierung gering ist;
    wenn genau diese wieder steigt, verbrauchen die Korallen mehr Spurenelemente, konkurrieren mit den Algen und ich setzte wieder welche zu;
    Vielleicht missverstehe ich den Satz in meinem Korallenbuch ja auch; der Autor geht zwar grundsätzlich davon aus, dass die Rolle, welche Strontium im Korallenstoffwechsel
    spielt, immer noch unklar ist; doch er schreibt:
    " Although it has been suggested that calcification rates increase in the presence of enhanced strontium levels, it seems that the incorporation of strontium results in reduced or slower growth and increased skeletal density.[...] In one study, calcification in synthetic seawater was significantly lower than in natural seawater, possibly from the significantly higher strontium levels in synthetic sea salt. Strontium has also been found to be a competetive inhibitor of calcification."
    Gerne nenne ich Dir die Quellen des autors, falls Dich dieses Thema näher interessiert.

    Nach verzweifelter suche nach der ursache für mein Algenwachstum kam bei der letzten Calciummessung von 320mg/l ein gewisser Aha-Effekt zum Vorschein.
    Zusatz: Meine sarcophyton, meine Neohtea sowie meine scheibenanemonen wachsen prächtig, die Scheiben vermehren sich jedoch nur sehr verhalten; über die Röhrenkorallen und die Gorgonie kann ich noch keine aussage treffen, da diese erst kurz in meinem Becken sind.

    Wasserwerte:
    NO3-: 7mg/l
    PO4-: nicht messbar
    pH: 8,6
    KH: 8° dKH
    Zeovithfilterung + Siporax + Ehfisubstrat + Abschäumug (der Abschäumer produziert jedoch rel. wenig, scheint keinen abfall zu geben.);

    Ich werde dieses Thema wieder hochziehen, sobald ich Erfahrungen mit meiner Taktik vorliegen habe.

  • Hallo Matthias,

    Borneman schreibt ja deutlich, daß sich die Forschungsergebnisse auf überhöhte Strontium-Konzentrationen beziehen. Die Zugabe von von Spuren- und Makroelementen hat aber nicht den Sinn, ein Überangebot bereit zu stellen, sondern ein eventuelles Defizit auszugleichen.

    Magnesium gebe ich nur solange zu, wie der Messwert unter 1350 mg/l liegt, vergleichbar gehe ich bei Calcium und Strontium vor. Andere Spurenelement-Konzentrationen kann ich nicht messen, gehe aber davon aus, daß sie der gleichen Zehrung unterliegen wie z.B. Calcium.

    Da ich meine Filterung nach Berliner System um Zeovit erweitert habe, halte ich mich an die Empfehlung von Thomas Pohl und habe die Zugabe von Spuris auf 5 % vom Sollwert reduziert.

    Jetzt warte ich erst mal drei Monate ab und sehe dann weiter.

  • Hallo Matthias

    seit einem Jahr sind mir die Spuris ausgegangen, es stellte sich mir damals die Frage, ob ich wieder welche kaufe oder ob ich einfach mal nichts mehr nachdosiere um zu sehen wie sich das Korallenwachstum und die Farbintensität verändert. Nach einem halben Jahr habe ich festgestellt, dass das Wachstum und die Farbintensität zurück gingen. Anscheinend reichen die WW nicht aus um dieses Defizit zu kompensieren. Seit nun einem halben Jahr verwende ich drei selbst gemachte Lösungen und bin mit dem Resultat mehr als zufrieden.

    - Magnesium-Lösung (nach Thomas Chronz)
    - Strontium/Molybdän-Lösung (2 Tropfen/150lt. tägl.)
    - Eisen/Mangan-Lösung (2 Tropfen/150lt. tägl.)


    Betriebsdaten:
    -Wasserwechsel alle 8 Wochen 20%
    -Kalkwasser täglich ca. 3lt.
    -Joddosierung täglich (Lugolsch 1% 10 Tropfen od. 0,75ml/100lt.)
    -Eisen/Mangan täglich
    -Strontium/Molybdän täglich
    -Strontium sep. 1x wöchentlich (4ml /100lt. wöchentlich)

    Gruss Heinz :grinning_squinting_face:

  • Hallo,
    ich mache einmal die Woche einen 20 l Wasserwechsel(bei 300l) und brauche keine Spurenelemente zuzugeben, selbst mein Magnesiumgehalt bleibt konstant.

  • Hallo!

    Meine Erfahrungen sind die:

    Zuwenig Zugabe von wichtigen Elementen ist genau so schädlich wie zuviel Zugabe. Wenn die Korallen eine Zugabe von Spuris nicht gewohnt sind, ist das so wie wenn sie die Haustür weit offen habe, und dauernd versuchen irgendwelche wichtigen Elemente zu bekommen. Wenn man jetzt von heute auf morgen mit der vollen Dosis reinfährt, versuchen sie mit beiden Händen die Türe zuzuhalten um nicht überrannt zu werden. Die Algen sind darüber natürlich hocherfreut und nehmen gern die Elemente auf - und dann hat man ein wunderschönes grünes Fadenalgenbecken, und die Entfernung derselben ist eine langwierige Geschichte.

    Ich habe es so gelöst:

    Balling Methode ohne Zugabe von Spuris. Erst nachdem ich merke dass die Korallen zu wachsen beginnen , und keine Fadenalgen wachsen, gebe ich langsam (am Anfang 1/4 der Dosierung) die Spuris bei, und dass nur 2-3 Mal pro Woche. Dann wird langsam die Dosierung erhöht, aber immer die Korallen im Auge behalten.

    Und am wichtigsten:

    Jedes Aquarium hat ein unterschiedliches Milieu. Welchen Besatz habe ich? Bei Weichkorallen reicht wahrscheinlich ein wöchentlicher Wasserwechsel. Je mehr Steinkorallen ich halte, um so mehr muss ich an wichtigen Elementen zugeben. Also immer die Werte messen, und Nitrat und Phosphat gegen Null halten.

    Zusammenfassend ist meine Meinung die, dass die Balling-Methode sehr wohl wirkt, und wenn man sich die Sachen aus der Apotheke besorgt, oder man kennt einen Chemiker, auch um einiges billiger ist. Wichtig ist nur - die Dosierung der Spuris schön langsam steigern, und auf den eigen Bestand der Korallen abstimmen.

    Schönen Abend noch

    dietmar

  • Hallo,

    leider habe ich bis jetzt keine sehr positiven erfahrungen mit der Zugabe von Spurenelementen
    machen können (QFI) . Ich werde demnächst ausser
    Kalzium,Magnesium und Strontium nichts mehr zugeben und versuchen alles über regelmässige Wasserwechsel zu lösen.

    Nachdem Fadenalgen verschwunden waren beginnen jetzt Blaualgen (grüne schmierige Algen) zu wachsen, die scheinbar immer mehr werden.

    Ich gehe ausserdem zur Zeovitfilterung über und dann werden wir sehen.

    Gruss Thomas Wenk

  • Hi,

    Ich denke ich kann hier auch meinen "Senf" dazugeben.

    Vielleicht brauch ich auch kein neues Thema anfangen, weil ich nämlich auch diskutierungswürdiges hätte. :smiling_face:

    Fangen wir mal von vorne an. Vor einer Woche habe ich einem Bekannten eine Wasserprobe meines Aquariums gebracht. Da diesem ein Chemielabor mit entsprechenden Geräten zur Verfügung steht, hat er mir relativ genaue Messungen von meinem Wasser gemacht.

    Folgendes sprang dabei heraus:

    Ph-Wert: 7,7
    Dichte: 1,019
    KH: 8°
    Nitrat: nicht nachweisbar
    Phosphat: 0,05 mg/l
    Chloride: 40000mg/l
    Jod: nicht nachweisbar

    Natrium: 10000mg/l
    Magnesium: 1100mg/l
    Calcium: Messfehler
    Strontium 5mg/l
    Eisen: 0,2mg/l
    Kupfer: 0,05mg/l
    Silicium: <0,1mg/l
    Zink: <0,01mg/l

    Also mich haben diese Werte doch etwas verblüfft.
    Die obere Tabelle wurde mit Tropfentests gemessen. Ph-Wert und Dichte mit Messgeräten.
    Die untere Tabelle wurde mit einem Lichtabsoptionsspektroskop ermittelt. Die Dinger arbeiten recht genau, der Messfehler liegt normal immer unter 1%.

    Zu meinem Becken: Es steht etwa 1 1/2 Jahre und fasst 480L. Zugegeben werden Strontium, Spuris und Jod.

    Wie man an den Messwerten sehen kann läuft hier aber so manches schief.
    Der hohe Gehalt an Chloriden zeigt eine deutliche Ionenverschiebung.
    Strontium ist trotz Zugabe zu gering.
    Jod trotz Zugabe nicht einmal nachweisbar.
    Eisen und Kupfer sind deutlich zu hoch ->Spuris überdosiert.

    Ja was soll man als Aquarianer von solchen Werten halten?

    Was meint ihr dazu??

    Grüße
    Max

  • Hi,

    richtig, die Ionenverschiebung bei Dir ist recht eindeutig.
    Zudem hast Du einen für ein Meerwasserbecken sehr geringen pH Wert; Die KH ist mit 8° dKH zwar im natürlichen Rahmen, jedoch wäre etwas mehr Puffer nicht schlecht, vor allem was Deinen pH Wert angeht.
    Versuch' doch mal der Ionenverschiebung durch Zugabe eines Mineralsalzes (Preis Mineral Plus oder Korallin) [NaCl-frei] entgegenzuwirken. Erhöht dann auch die Dichte, diese ist bei dir mit 1,019 eh nicht zu hoch...also ich zumindest habe 1,023;
    Bring mal pH auf 8,4 (mit Kalkwasser?!) und die KH auf 10° dKH,
    dann stabilisiert sich das Millieu.
    Bin mal gespannt was andere dazu sagen.

  • Hallo Max

    Um der Ionenverschiebung entgegenzuwirken mache ich erstens 1x/Woche 10 % Wasserwechsel, und zweitens gebe ich bevor ich die drei Flüssigkeiten von der Balling Methode ins Becken leere, vorher die gleiche Menge aus dem Becken heraus.

    dietmar

  • Hi nochmal,

    Also ich wechsle auch 10% Wasser die Woche, scheint aber nicht den gewünschten Erfolg zu bringen.

    Gegenüber Kalkwasser bin ich mittlerweile nicht mehr so positiv eingestellt. Erwiesenermaßen fällt es im Aqua Phosphat aus und meiner Meinung nach ist das ein Problem, kein positiver Effekt wie es so oft geschrieben wird. Die Kh kann ich erhöhen, damit erhöht sich auch Magnesium und Calcium, was nicht schadet.

    Ich weiß der Ph-Wert liegt niedriger als normal, ich führe das auf den Kalki zurück, der bei mir auch nachts läuft.
    Das Wasser wurde übrigens um 7.00 Uhr morgens dem Becken entnommen.
    Mit dem Wasser des Kalkis gelangt immer CO2 mit ins Becken, was den Ph-Wert drückt.

    Die Dichte werd ich auch mal erhöhen.

    Eigentlich kann ich aber die Ionenverschiebung nur durch Wasserwechsel ausgleichen. Da ja Chloride fast nicht ausgefällt werden können, bzw. nicht aus dem Aqua entfernt werden können.

    Da ja ein Beckenwechsel/Unterschrankwechsel ansteht könnte ich hier auch den Großteil Wasser wechseln. Aber was ist in Tropic Marin Meersalz drin. Da gab es doch mal einen Artikel. Weiß noch jemand wo der steht??

    Gruß
    Max

  • Hallo

    Der Artikel ist auf michael Murzeg Homepage. Aber die Grafiken sind größtenteils zerstört. Alles was nicht so ins allgemein Bild past ist durch Zufall zerstört. Das Orginal aus Amerika ist auch nicht mehr unter der Adresse zu finden.

    Vielleicht kann dir das Orginal noch jemand zuschicken.
    Halbzerstört habe ich die Datei auch noch irgendwo.

    Mfg Michael Hannig

    Ps lohnt nicht zu suchen

    Das hat nichts mit Michael Murzeg zutun, denn der hat die Grafiken nur verlinkt. Damit das nicht mißverstanden wird

  • Zitat

    Original von Max M.
    (...) Aber was ist in Tropic Marin Meersalz drin. Da gab es doch mal einen Artikel. Weiß noch jemand wo der steht??

    Hallo Max,

    Michael Mrutzeks deutsche Übersetzung findest du unter Salz Analyse , das amerikanische Original unter The Composition Of Several Synthetic Seawater Mixes .

    Außerdem gibt es von Aqua Craft®  einen Vergleich von künstlichen Meersalzen. Hier ist Vorsicht geboten, da Aqua Craft® selbst ein Hersteller ist.

    -----

    Beachte bitte, daß die Analysen schon älter sind und die Hersteller längst ihre Rezepturen geändert haben könnten.

  • Hallo

    Da hätte ich erstmal schauen sollen ob sie jetzt funktionieren. Sind aber neue Grafiken, da verwette ich einiges. Hm, Inhaltlich sind sie aber mindesten sehr ähnlich. Denke aber geade wegen einem total miesen Farbprofil auf meinem Rechner (zum beispiel kein rot) das das der Grund ist der mich an den Grafiken so irritiert hat

    Mfg Michael Hannig

  • Hi,

    Vielen Dank für den Link, werde die mir gleich Bookmarken.

    Ist auf jeden Fall sehr interessant der Artikel.

    Mich würde aber jetzt wirklich interessieren woher bei meinem Becken diese Ionenverschiebung herrührt.
    Ein Teil des Wassers ist noch aus dem alten Becken das 2 Jahre stand.
    Soweit ich mich erinnern kann, habe ich folgende Sachen dem Becken mal zugegeben:

    - Spuris, Strontium und Jod von Michael Mrutzek
    - Korallin Life
    - Tropic Marin Organic
    - Kalkwasser jede Menge (bis vor 2 Monaten jeden Tag)
    - Ansonsten kann ich mich noch an Magnesiumflocken erinnern, die den Mg-Gehalt erhöhen sollen.

    Ansonsten denke hab ich dem Becken nichts chemisches zugegeben.
    Mein persönlicher Tip liegt bei den Mg-Flocken.

    Eigentlich schade daß ich jetzt keine Aussagen darüber machen kann wie sich die Tiere verhalten bei einer solchen Ionenverschiebung, da ich ja keinen Vergleich habe.
    Aber wachsen tun sie, farbig sind sie auch.
    ???

    Gruß
    Max

  • Zitat

    Original von Max M.
    Ist auf jeden Fall sehr interessant der Artikel. (...)

    ebenfalls hoch interessant ist Dr. Ronald L. Shimek´s Artikel It´s (In) The Water über die Bestandteile von Meerwasser und die Wirklichkeit im Meerwasseraquarium. Leider in Englisch und really "Hard Stuff". :face_with_rolling_eyes:

  • Hallo,


    ==> Also ich wechsle auch 10% Wasser die Woche, scheint aber nicht den gewünschten Erfolg zu bringen.

    In Deinem Becken stimmt anscheinend so einiges nicht, das macht ein 10%iger Wasserwechsel pro Woche alleine nicht wett.

    ==> Die Kh kann ich erhöhen, damit erhöht sich auch Magnesium und Calcium, was nicht schadet.

    Wenn Du Natriumhydrogencarbonat zur Erhöhung der KH verwendest, dann veränderst Du nicht den Gehalt an Härtebildnern, es sei denn, Du kippst ohne vorher nachzurechnen Unmengen ins Becken und fällst alles aus.

    Eine KH von 8° dKH ist vollkommen ausreichend und sollte nicht weiter erhöht werden.

    ==> Ich weiß der Ph-Wert liegt niedriger als normal, ich führe das auf den Kalki zurück, der bei mir auch nachts läuft. Das Wasser wurde übrigens um 7.00 Uhr morgens dem Becken entnommen. Mit dem Wasser des Kalkis gelangt immer CO2 mit ins Becken, was den Ph-Wert drückt.

    Ein pH-Wert von 7,7 morgens ist unbedenklich und abgesehen von dem Kalki eine Folge der nächtlichen Atmungsaktivität aller im Becken lebenden Organismen.

    ==> Die Dichte werd ich auch mal erhöhen.

    Solltest Du !

    ==> Eigentlich kann ich aber die Ionenverschiebung nur durch Wasserwechsel ausgleichen. Da ja Chloride fast nicht ausgefällt werden können, bzw. nicht aus dem Aqua entfernt werden können.

    Dir bleibt nichts anders übrig als den Natriumanteil proportional zum Chloridgehalt zu erhöhen.

    Wie wurde denn der Chloridgehalt bestimmt ? Wurde die Chlorinität richtig titriert oder war das ein Fertigtest? Ich würde dem gemessenen Wert nicht so blind vertrauen. Um bei 480 L Beckenvolumen auf einen Chloridgehalt von 40 g/L zu kommen (22g/L Differenz zu normalem Wert von 18 g/L), müsstest Du 30,7 kg MgCl2x6H2O ins Becken kippen ! Ich glaube das hättest Du gemerkt, oder?

    H Hersteller

  • Zitat

    Original von Max M.
    Dichte: 1,019
    Chloride: 40000mg/l
    (...)
    Die obere Tabelle wurde mit Tropfentests gemessen.

    Da muss ein Fehler passiert sein, soviel Chlorid in einem Wasser der angegeben Dichte ist unmöglich.

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