Winzige Tierchen + Rotes Kraut

  • Hallo!

    Mein Becken ist nun seit Anfang März in Betrieb, also 11 Wochen lang.

    Es leben 5 Schnecken und 2 kleien Einsiedlerkrebse seit ca. 1 Monat darin. Die haben den anfänglichen Algenbestand kräftig dezimiert.

    Ich habe auf den Steinen und auch auf dem Bodengrund winzige, durchsichtige Krabbeltierchen rumwuseln. Sie sind wirklcih sehr sehr winzig, einige wenige sind etwas größer. Sie sehen weißlich bis druchsichtig aus. Ist das normal oder sind es Schädlinge?

    Den Einsielderkrebsen scheint das nichts auszumachen, den Schnecken auch nicht.

    Da ich ansonsten nur im hinteren Bereich ein paar Caulerpa taxifolia Büschel pflege, wollte ich mich, bevor ich nun eine Koralle einsetze oder eine Anemone mich kundig mahcen, ob diese Teirechen stören können.

    Nachdem die fiesen Braun - und Grünalgen nun weitesgehend weg sind, sind auf den Steinen nur noch so rotes Kraut übriggeblieben (siehe Foto). Es fühlt sich sehr hart an. Ist das ok oder auch schädlcih für Korallen?


    Mfg Gregor

  • Hallo,
    die kleinen Tierchen sind Coprpoden, kleine Krebstierchen. Sie kommen in jedem Becken vor und sind harmlos, sie dienen vielen Fischen sogar als Nahrung.

    Die roten Büschel sind Algen, der Name fällt mir gerade nicht ein. Aber die Einsiedler und Schnecken werden sie in Zaum halten. Ich würde noch mehr Einsiedler einsetzen, davon kann man nie genug haben :winking_face:

  • Hallo Gregor :smiling_face:

    Es ist normal das nach den Algenplagen dann die höheren Arten wachsen wie in dem Fall die roten algen bei Dir. Den genauen Namen habe ich auch nicht hier, aber ich würde mir hier weniger sorgen machen, die lassen sich gut im zaum halten.
    Wer weiss, es kann sicher noch die eine oder andere Art dazukommen, was ja mitunter das lebende Riffaquarium ausmacht.

  • use hat eine Idee, was es für Algen sein könnten:

    Zitat

    Original von use
    das Bild ist heftig undeutlich, aber ich glaube an einigen Stellen wrangelia argus (dunkelrote Büschel, ziemlich hart anzufassen) zu erkennen. Diese Algensorte ist sehr schwer wieder loszuwerden wenn sie sich einmal eingenistet hat und es gibt auch nur wenige Freßfeinde. Also sieh mal zu ob Du ein deutlicheres Foto hinbekommst.

    mfg Uwe

  • Auch ich halte das für Wrangelia. Fressfeind ist z. B. der Seehase. Ixware hatte damit glaube ich auch Erfolg.

    Frank (Ixware)
    solltest du mitlesen, "darfst" :winking_face: du hier deinen Erfahrungen mit dieser Alge mitteilen.

    Grüße und schönen Tag
    Peter

  • Hi Peter, Hallo Gregor,

    ja ich lese mit, aber bei dem unscharfen Foto ist es sehr schwer die Algen genau zu erkennen - bei den helleren weichen Büschelalgen (so ziehmlich in der Bildmitte) würde ich eher auf Asparagopsys sp tippen als auf Wrangelia argus, den die Wrangelia sind im Verhältnis gesehen recht fest mit dem Untergrund verwachsen, während die Asparagopsys anscheinend lose auf dem Untergrund aufliegen oder auch an allem möglichen Stellen wachsen, so zB in Korallen oder in anderen Algen.
    Die einzigen Methoden diese weichen Büschel loszuwerden, da es eine richtige Plage werden kann, ist die rechtzeitige manuelle Entfernung oder halt ein Seehase (bei mir hat ein Dolabella auricula sehr gut aufgeräumt) Es soll auch eine Art Fuchsgesicht geben, die diese Art algen frißt, das ist aber sehr unsicher - ich selbst habe es noch nicht mit einem Fuchsgesicht probiert.

    Die andere Algenart, die auf dem Bild besser zu sehen ist - ist eine Drahtalgenart - entweder eine Hypnea-Art oder eine Gelidium-Art wobei ich aber eher zu Hypnea tendiere. Beide Arten werden eigentlich von keinem Tier gefressen -- die kannst Du nur mit viel Glück manuell entfernen. Mir selbst ist es selbst nach fast 2 Jahren nicht gelungen sie auszurotten. Bewachsen sie doch mit der Zeit recht große Flächen auf dem Lebendgestein und sind nur manuell mit sehr viel Aufwand zu beseitigen. Ich selbst nehme die befallenen Steine aus dem Becken und bürste sie mit einer Drahtbürste ab und spüle sie mit Wasser aus dem Aquarium - bitte nicht im Aquarium spülen :winking_face_with_tongue:

    die 3. Algenart, die ich auf dem Bild im Hintergrund und auch ganz vorn erkennen kann ist eine Kalkalge, die ich aber auch aufgrund des unscharfen Bildes nicht genau bestimmen kann. Es kann sich meines erachtens nach aber nur um Peyssonnelia sp. handeln, denn die Oberfläche sieht doch sehr samtig aus. Stimmt das? DIe Algen sind harmlos und teilweise auch im Aquarium sehr erwünscht. wenn sie wachsen, solltest Du auf jeden Fall auf deinen Ca- und Mg-Wert achten, denn diese Algen benötigen sehr viel davon.

    MfG, Frank


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  • Hallo!

    Erst einmal danke für die Antworten. Dann werde ich wohl mal die befallenen Stellen etwas "rupfen". Die Algen belegen nur einen kleinen Teil des Beckens, es ist nicht ganz so dramatisch für mich, ausserdem sehen sie ja nicht ganz so fies aus, ein bisschen rot ist auch ganz gut.


    Hauptsächlich wollte ich gerne nochmal eine abschliesssende Meinung dazu hören, ob ich in das Becken eine Anemone packen kann, halt dort, wo diese Algen nicht wachsen, oder ist es grundsätzlich falsch, Korallen und Anemonen in einem Becken zu pflegen, in dem diese Algen vorkommen?

    Mfg Gregor

  • Hallo Gregor,

    bitte rupfe die Algen nicht innerhalb des Beckens von den Steinen, denn sonst wird es auf jeden Fall schlimmer! Wenn es jetzt noch nicht schlimm aussieht, dann spätestens in einem halben Jahr :frowning_face:

    Zur Anemone: jetzt nach 11 Wochen ist dein Becken erst am Anfang der Einfahrphase. Denke im Moment erst einmal nicht daran eine Anemone einzusetzen

    MfG, Frank


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