:DMoin,
ist der Silikatwert mg/l und Kieselsäure mg/l identisch??
Unser Wasserwerk gibt 20 mg Kieselsäure pro Liter an. Jetzt lese ich mir mal so alte Threads über Wasserwerte durch und entdecke da so Werte von 0,8mg/l bis 3mg/l
Silicat.
Von den Kieselsäurewerten hab ich nix gelesen. Ich werde auf jeden Fall nochmal morgen im Labor anrufen. Die sind da sehr hilfsbereit. ![]()
Könnt ihr mir da weiterhelfen?
Vielen Dank und Grüße
Thorsten Steinfeld
Silikatwert und Kieselsäure mg/l ??Ist das identisch??
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Thorsten Steinfeld -
6. April 2004 um 16:16
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Hallo,
ich kann zwar nicht Deine Frage beantworten :D, aber ich würde mich nicht auf die Angaben vom Wasserwerk verlassen. Am besten ist selber messen.
Auch geringste Werte bei Silicat haben Kieselalgen zur Folge, habe es selbst erlebt. Ausserdem kamen bei mir durch die Kieselalgen noch Cyanos hinzu. Seitdem ich nach der Osmose noch einen Reinstwasserfilter eingeschleift habe, ist das Problem gelöst.
Gruß
Ralf
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Hallo Thorsten,
in der Tat ist es bei solchen Analyten wichtig, anzugeben auf was man sich bezieht. Kieselsäure (H2SiO3) liegt gerne polymer vor und ist dadurch nicht einfach quantifizierbar. Als Polymer liegen Gerüste von (SiO2)x vor. Üblicherweise spricht man dann vom SiO2 als Kieselsäure. Faktisch ist es aber das Anhydrid, also die Wasser-freie Form, so wie das CO2 die Wasser-freie Form der Kohlensäure H2CO3 ist, die ebenfalls wenig stabil ist. Silikat ist eigentlich ein Salz der Kieselsäure, z.B. Natriumsilikat Na2SiO3. Die Namen werden aber, wie du gemerkt hast bunt gemischt. In deinem Fall lauten die Referenzwerte auf mg/l Si oder mg/l SiO2. Letzteres ist der üblicherweise angegebene Wert. Habe gerade mal bei Merck nachgeschaut. Die haben sowohl Tests, die auf ersteres kalibriert sind und welche auf SiO2. Einfach nachschauen, was auf der Packung steht. Man kann die Werte natürlich dann umrechnen. Beispiel: 10 mg/l Si entsprechen 21 mg/l SiO2. In jedem Fall gilt aber, dass die Größenordung gleich bleibt.
Gruß,
Frank -
Und noch was,
die Werte, die du erhalten hast machen schon Sinn. Wie bereits gesagt, ist der Kieselalgen-verursachende Gehalt an Silikat im Trinkwasser zu hoch. Im Aquarium sollte er sicher um mindestens eine Größenordnung (also Faktor 10) kleiner sein. Daher Umkehrosmose oder Ionenaustauscher nehmen.
Auf die Messwerte vom Wasserwerk kann man sich erstmal verlassen. Zumindest sollten sie an der Probenahmestelle stimmen. Denn die Trinkwasserverordnung ist eine ganz genaue, wenn da in der Analytik (Nitrat, Pestizide, Keime etc.) was nicht stimmt könnte das für viele Menschen sehr gefährlich werden. Die messenden Labors sind zertifiziert, und wenn die nicht messen können, wer denn dann! Einschränkend kann man spekulieren ob sich auf dem Weg vom Wasserwerk zum Wasserhahn noch was ändert (Beispiel: Blei aus alten Bleirohren in Altbauten). Bei Silikat und Co glaube ich das aber nicht.
Frank -
Zitat
Original von Thorsten Steinfeld
:DMoin,
ist der Silikatwert mg/l und Kieselsäure mg/l identisch??
Unser Wasserwerk gibt 20 mg Kieselsäure pro Liter an. Jetzt lese ich mir mal so alte Threads über Wasserwerte durch und entdecke da so Werte von 0,8mg/l bis 3mg/l
Hallo Thorsten!0,8 - 3 mg/l Silikat im Trinkwasser sind schon gute Werte, genauso oft wirst Du aber Werte um 20 mg/l in Analysen finden. Bei uns z.B. beträgt der Gehalt an Silikaten lt. Auskunft des Wasserwerkes 21 mg/l.
Der Silikatgehalt kann durch das Gestein, durch das sich das Wasser auf dem Weg zur Quelle bzw. zum Brunnen bahnt, mehr oder weniger Silikat enthalten. Etwas mehr ist den Wasserwerken auch nicht unsympathisch, wirken Silikate doch auch als Korrosionsschutz.
Gruß,
Michael
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Hallo Frank!
Die Trinkwasserverordnung 2001 enthält m.W. nach keinen Grenzwert mehr für Silikate.
Der Gehalt an Silikaten wird sich auf dem Weg von den Wasserreservoiren zu den Verbrauchern nicht mehr erhöhen, sind die Quellen doch das wasserführende Gestein vor Quelle oder Brunnen.
Früher war eine Zugabe von Silikaten als Korrosionsschutz in bestimmten Mengen erlaubt, in der TVO 2001 fand ich darüber nichts mehr. Allerdings gab es auch "Enthärtungsanlagen" in Wohnhäusern, die Silikate und z.T. Phosphate dem Wasser als Korrosionsschutz zusetzten (so auch bei uns im Hause, allerdings jetzt deaktiviert).
Gruß,
Michael
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