Vanillin??

  • Hi Leute,

    was ist dran an der Sache das mit Vanillinzucker der Nitratgehalt drastisch gesenkt werden kann? Gibt es Erfahrungen?

    Gruß
    Harry

  • Hallo Harry,

    die Geschichte ist nicht neu. Es gibt da auch die Sache mit dem Honig usw.

    Es handelt sich um die Einbringung von Nährstoffen (Kohlenstoffquelle), die als Futter für die Bakterien dienen soll.

    Im Prinzip funktioniert es, aber es gibt eben auch andere Nebenwirkungen. Es ist ein sehr feines Gespür dafür notwendig, um eine Überdosierung zu vermeiden. Deshalb mein Rat: Lasse die Finger von solchen "Zaubermitteln". Falls es so einfach wäre, würden wir uns nicht mit Wodka, Schwefel und sonstigen Filtern herumschlagen.

  • Hi,

    was wären denn die Folgen der Überdosierung? Ein zu rasches absinken des Nitratwertes und den daraus entstehenden Problemen oder noch was anderes?

    Gruß

  • Zitat

    Original von harry bauer
    Hi,

    was wären denn die Folgen der Überdosierung? Ein zu rasches absinken des Nitratwertes und den daraus entstehenden Problemen oder noch was anderes?

    Gruß

    Hi Harry
    Es funktioniert mit etwas Geduld.
    Nur bei einer Überdosierung bekommst du eine Bakterienblüte im freien Wasser die zu einem Redoxabfall und Sauerstoffmangel führen kann.

  • "Nur bei einer Überdosierung bekommst du eine Bakterienblüte im freien Wasser die zu einem Redoxabfall und Sauerstoffmangel führen kann."


    hallo harald,

    nur zur ergänzung:

    ......was u.u. zu verlusten in der fischbesetzung führen kann.

  • Hi Joe und Harald,
    @ Harald, welche Dimension muß man sich unter Geduld vorstellen ?
    @ Joe, gibt es außer Bakterienblüte und Redoxabfall auch noch negative chemische Reaktionen bei Überdosierung von Glukose ?

    Ich bin seit 2 Wochen gerade dabei, täglich ein paar Tropfen Traubenzuckerlösung zuzugeben (z.Zt. 4 Tropfen auf 750 l brutto) nach einem Rezept aus dem letzten MA. Veränderung bei Nitrat = 0. Also werde ich nächste Woche die ganze Prozedur auf 5 Tropfen erhöhen und dann mal schauen. Ausgangspunkt ist eine Acropora, die trotz voller 150-W-HQI-Sonne seit einem Jahr bei durchschnittlich 15 mg/l Nitrat vor sich hintümpelt und keine Anstalten macht, mal ein paar mm zuzulegen. Man könnte sagen: zum Leben zu wenig aber zum Sterben zu viel. Und meinen Fischen und der Teppichanemone soll es ja außerdem auch noch gut gehen. Deshalb will ich das Zuckerproblem einfach einmal austesten. Es müßte ja nach Euren Beschreibungen bei einem drohenden Ernstfall mit einem kräftigen Wasserwechsel wieder auf normale Bahnen kommen. Oder ?
    Viele Grüße - Wolfgang

  • tag wolfgang,

    nun, das mit dem redoxabfall kommt von harald.

    ansonsten führt halt die bakterienexplosion infolge einer überdosierung zu einem sauerstoffmangel, der für garnelen und fische tödlich enden kan (und sonstige sauerstoffbedürftige tiere)

    als beispiel mag das weichkorallen-fischbecken eines vereinskollegen dienen,
    der vor jahren, als ein zuckerhaltiger nitratvernichter im umlauf war, auf anraten eines anderen einfach zucker in sein becken gegeben hat.

    so zwei esslöffel voll auf 600 liter.

    das hat fast seinen gesamten, langjährig gepflegten fischbesatz umgehauen.

    deine tröpfchenweise zufütterung von kohlehydraten ist aber die richtige vorgehensweise.

  • Hi Wolfgang
    DU MACHST ES ANSCHEINEND GENAU RICHTIG:
    NIEDRIEG DOSIERT ANFANGEN UND LANGSAM STEIGERN:
    iCH HABE EINEN HALBEN WÜRFEL DEXTROENERGEN/1000L INS FILTERBECKEN GEGEBEN.

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