Vllt. wird Plankton durch die Aktivkohle zerlegt und dabei wird Phosphat frei ?
Aktivkohle und Phosphat
-
-
Hi,
jetzt wollte ich nach dem von mir selber vorgeschlagenen Prozeder das Testen angehen, aber da gab es eine große Überraschung. Ich habe vor 4 Tagen frisches Meerwasser angesetzt. Benutzt wurde dazu UO-Wasser mit nachgeschaltetem funktionierendem Reinstwasserfilter sowie Tropic Marin Classic. Laut großem Hinweis auf der Verpackung Phosphatfrei. Dem war aber nicht so, mein Merck Phosphattest 14445 (Meerwassergeeignet, Ablaufdatum 05/04) zeigte in 2 Messungen 0,07 mg/l PO[T]4[/T] an !!!
Unter diesen Bedingungen ist natürlich ein Test der Aktivkohle weder machbar noch relavant. Das Wechselwasser hat schon deutlich mehr als je aus der Kohle kommen könnte.

NACHTRAG:
ich versuch es trotzdem:
jeweils 10,0 g Aktivkohle in1 l UO-Wasser, Reinstwasserfiltriert, PO[T]4[/T] = N.N.
1 l AQ-Wasser, PO[T]4[/T] = N.N.
1 l Meerwasser, Tropic Marin, PO[T]4[/T] = 0,07 mg/l -
HAllo Ja klar interessiert mich das Thema
ist doch logisch schliesslich erkaufe ich ja auch eine Kohle die Po4 frei sein soll ( so bekomme ich Sie jedenfalls )Fakt ist das es keine 100 % Po4 freie Kohle gibt
aber die Werte die an Po4 drin sind gehen in den ppm Bereich
und sind so niedrig das diese guten Gewissens als frei bezeichnet werden kann . Was interessant dabei ist ob und wie das Po4 wieder aus der Kohle kommt wenn sie das tatsächlich tut
Ich habe mal bei div Herstellern die Anfrage gestellt und hoffe dazu auch Antwort zu bekommenDie normalen Chemiker schüttelten jedenfalls den Kopf über diese Frage
:-))gruss Claude
1 ppm ist part per Million
also als Beispiel 1 gramm / auf einer Tonne
-
Hallo Thomas
Mess lieber nochmals

Vor allem auch ob dein Reinstwasserfilter noch okay ist.
Ich habe bisher mind 10 mal Tropic alt und neu gemessen, (immer mit Merck) und bisher hat es kein Phospaht gegeben.Aber wer weiss, vielleicht auch was mit der Charge.
-
Ich muß Buße tun.
Im Meer sind durchschnittlich etwa 0,18 mg/l PO4 enthalten. Da kann Tropic Marin schon schreiben: Phosphatfrei.
Allerdings sieht die Messung im Wasser von Korallenriffen ganz anders aus. Dazu ein Link.
[hr] [/hr]
Phosphor taucht im Wasser in verschiedenen Formen auf:- DIP (dissolved inorganic phosphorus) =
gelöste anorganische Phosphorverbindungen, in erster Linie das uns bekannte ortho-Phosphat. - DOP (dissolved organic phosphorus) =
gelöste organische Phosphorverbindungen. - POP (partikulate organic phosphorus) =
partikuläre organische Phosphorverbindungen, wie z.B. abfiltrierbare Algenzellen oder Bakterien. - PIP (partikulate inorganic phosphorus) =
partikuläre anorganische Phosphorverbindungen, wie z.B. ausgefallene Calciumphosphate.
Quelle: Stichwort "Phosphat"
[hr] [/hr]
Robert,
selbstverständlich habe ich auch das Ausgangswasser gemessen. Da war Phosphat nicht nachweisbar. Und das angesetzte, gereifte Meerwasser habe ich auch 2 mal gemessen.
Aber wie oben schon beschrieben, es ist weit weniger als das natürliche Vorkommen im durchschnittlichen Meerwasser. - DIP (dissolved inorganic phosphorus) =
-
Hi,
habe gestern abend noch mal eben 20L Aquarienwasser zusammen mit einer 2000L Strömungspumpe in einen Eimer gegeben, dazu einen Strumpf mit 10g Aktivkohle und 24 Std strömen lassen.
PO4 ist heute abend unverändert.
Schließe folgendes daraus:
1. (meine) Aktivkohle enthält geringe Mengen Phosphat
2. die festgestellten Mengen kommen aus der Kohle - nicht aus dem
Wasser - und können durchaus hochgerechnet werden,
deshalb ist schon bei einer Wassermenge von 20 L die Erhöhung
nicht mehr nachweisbar.
3. der Merck Test ist wahnsinnig genau
4. Aktivkohle gibt das enthaltene Phosphat an Meerwasser ab, an
Osmosewasser jedoch nicht (gilt bisher nur für meine Kohle).
Es gibt jedoch Kohlen, die auch an Osmosewasser abgeben.
Wahrscheinlich geben diese Kohlen an Meerwasser dann auch
wesentlich mehr Phosphate ab.
Wünsche allen schlaflosen, leidenden und verzweifelten noch eine gute Nacht.
André -
Hey Thomas, mein Link!
s.o.Gruss aus der Nachbarschaft
-
Zitat
Original von Andreas Schulz
Hey Thomas, mein Link!
s.o.STIMMT!
ich habe so lange rumgesucht, zwischendurch gearbeitet und dann den Text geschrieben und reingestellt, da war mir völlig entgangen, daß du diesen wunderbaren Fund schon publiziert hattest. Aber dann wollte ich ihn nicht wieder rausnehmen, weil der Link ja echt Klasse ist.
-
Boh ey, danke ich werd ja rot!

-
Hallo,
habe gestern 500 ml Aquarienwasser abgezapft und 24 Stunden im Becher stehen lassen (ohne Kohle).
Kann mir jemand erklären, warum der Phophatwert der Probe von 0.18 auf 0.09 gesunken ist? Habe das ehrlich gesagt nicht erwartet.
Viele Grüße,
André -
die Ergebnisse meiner Tests:
es wurden jeweils jeweils 10,0 g Aktivkohle der Sorte 'xyz' in 1000 ml Wasser eingebracht, täglich einmal durchgeschüttelt und nach 3 Tagen wieder auf Phosphat gemessenvor der Zugabe der Aktivkohle 'xyz':
- UO-Wasser, Reinstwasserfiltriert, PO[T]4[/T] = N.N.
- AQ-Wasser, PO[T]4[/T] = N.N.
- künstl. Meerwasser, Tropic Marin, PO[T]4[/T] = 0,07 mg/l
3 Tage nach der Zugabe der Aktivkohle:
- UO-Wasser, Reinstwasserfiltriert, PO[T]4[/T] = N.N.
- AQ-Wasser, PO[T]4[/T] = 0,14 mg/l
- künstl. Meerwasser, Tropic Marin, PO[T]4[/T] = 0,18 mg/l
ich kann also bestätigen, daß irgendein Effekt der Aktivkohle im Meerwasser für eine Zuname des reaktiven Phosphats sorgt. Sollte dieses PO[T]4[/T] aus der Kohle kommen, so errechnen sich ca. 0,01 bis 0,015 mg/g bzw. 0,0 ‰. Der 3-tägige Einsatz von 200 Gramm Aktivkohle der Sorte 'xyz' in einem 400 Liter-AQ würde demnach rein rechnerisch und theoretisch den Phosphatwert um nur 0,007 mg/l anheben.
(gemessen wurde mit dem meerwassertauglichen Merck Phosphattest 1.14445)
-
Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!
